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Sicherheit nach dem kalten Krieg?Bitte helft mir!
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Sicherheit nach dem kalten Krieg?Bitte helft mir!
 
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aloa5
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2008 - 22:42:14    Titel:

Nicht ganz so wenig aktuell wie man meinen sollte. Habe heute das Papier zugemailt bekommen zu welchem es diesen Artikel zu lesen gibt:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57316

Sicher etwas überspitzt - das "Bär und Drache" ist nur ein Möglichkeits-Szenario darin (nimmt nicht viel Raum ein). Aber immerhin - zuende heißt nicht unbedingt vorbei. In dem Papier geht es um Szenarien der Energie-Erzeugung und Entwicklung und möglich Konsequenzen bei optimistischem, moderatem und pessimistischem Verlauf. Schlechtestenfalls also was geschähe, wenn es knapp an Energie wird auf der Welt.

In einem "Handlungskatalog" für das deutsche Bundeskanzleramt sagen die Autoren aus Bundeswehr und Wirtschaft eine "drohende bewaffnete Auseinandersetzung" mit Russland und China voraus. Ursache seien kommende Energieengpässe, die zu schweren Verwerfungen innerhalb der EU und in der Bundesrepublik sowie zu einer "bisher einmalige(n) Staatskrise" mit "gewalttätigen Ausschreitungen und Demonstrationen" führen könnten.

Es ist sicherer geworden - aber nicht sicher und nicht auf ewig. Kriege (auch kalte) werden zum einen aus ideologoschen Gründen ausgefochten. Die traditionellen gehen aber über Territorien bis zu Ressourcen. Und an dieser Front geht es evtl. Rund in der Zukunft. Daher lautet auch die Empfehlung der Runde um de Maiziere an der auch Militärs teilgenommen haben das man EE´s fördern sollte wo es geht.


Grüße
ALOA


Zuletzt bearbeitet von aloa5 am 28 Aug 2008 - 15:11:41, insgesamt einmal bearbeitet
like_a_lollypop
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Anmeldungsdatum: 27.08.2008
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2008 - 13:32:17    Titel:

VIELEN DANK:)
like_a_lollypop
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Anmeldungsdatum: 27.08.2008
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2008 - 13:49:54    Titel:

soa lso jetzt noch am zum abschluss
ich habe das jetzt so verstanden,dass die Welt niemals sicher sein kann
da sich Russland und China in absehbarer Zeit zusammen schließen werden und Ressourcen aus dem Westen fordern.dieses kann zu einer staatskrise führen und zu einem Krieg
hab ich das jetzt richtig verstanden????
aloa5
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2008 - 15:39:07    Titel:

like_a_lollypop hat folgendes geschrieben:
soa lso jetzt noch am zum abschluss
ich habe das jetzt so verstanden,dass die Welt niemals sicher sein kann
da sich Russland und China in absehbarer Zeit zusammen schließen werden und Ressourcen aus dem Westen fordern.dieses kann zu einer staatskrise führen und zu einem Krieg
hab ich das jetzt richtig verstanden????

Nicht ganz.

Es ist möglich (nicht "werden" als sicher), das sich China der Energiequellen Russlands bedienen wird (Öl, Gas, Uran) und diese ein Tandem bilden ("Bär und Drache" als strategische Energieallianz).

Wenn gleichzeitig die alternativen Energien nicht weit genug voran geschritten sind kann es geschehen das der Rest der Welt nicht genug hat. Oder eben umgekehrt, das der Rest der Welt Energie hat jedoch Indien und China im Energie-Sektor "auf dem trockenen" sitzen. Russland jedoch wird u.U. seine Energiemacht ausspielen um andere Dinge zu erreichen.

Also kann es Verteilungs-Kriege geben - Stellvertreter-Kriege auf anderen Territorien (mit Energie). Auch kann Russland sich ausweiten wollen und ein stillhalten von Energie-Nehmerländern erkaufen (erpressen). Die GUS hat wohl nur 10% der bekannten Erdölvorräte - aber 32% der bekannten Erdgas-Vorräte und viel Uran. Der Rest kommt größtenteils aus dem nahen Osten.

Die Auswirkungen von Energieknappheit hier bei uns und/oder in Ländern wie China sind nur schwer vorhersehbar. Ebenso sieht es aus wenn Russland die "Gas-Karte" weiter ausspielt. Ungleichgewichte hierbei können zu Unruhen führen. Kann man sich bei uns vorstellen das eines Tages einfach wie einmal in Weißrussland das Gas abgestellt wird - mitten im Winter?

Man kann damit durchaus Ländern destabilisieren. Ob das einen Krieg bedeuten kann (Gas her sonst Atombombe)? Keine Ahnung... ich hoffe jedoch nicht Wink. Die Probleme werden in den nächsten 20 Jahre jedoch immer weiter verschärft - der Geld-Abfluss für Energie-Rohstoffe wird zunehmen. Erste Auswirkungen spüren wir schon.

Grüße
ALOA
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 09:22:32    Titel:

Ich halte diese "Vision" einer Allianz zwischen China und Rußland und einer Konfrontation dieser Allianz mit dem Westen für ausgesprochenen Schwachsinn. Sie zeigt, wie wenig sich die Erfinder von den Ideen der Zeit des Kalten Krieges entfernt haben.

Kriege laufen anders ab. Es sind immer (wirtschaftlich und militärisch) aufstrebende Staaten, die entweder einen gewaltsamen Gebietsgewinn oder Ressourcensicherung für nötig halten, um ihre weitere Entwicklung voran zu treiben. Diese Kriege werden dann gegen unterlegene Gegner geführt Diese Angriffsziele wurden oftmals erst kurz vor Kriegsbeginn durch wirtschaftlichen Niedergang oder verlorengegangene Bündnisse unterlegen. Die wichtigsten Beispiele der letzten Vergangenheit waren die preußisch/deutschen Kriege von 1864-1945. Zuvor und auch zur selben Zeit hatten Spanien, England, Frankreich und Rußland und auch die USA zahlreiche Angriffskriege bzw. Eroberungsfeldzüge geführt, um ihre eigene Entwicklung voranzutreiben.

In deselben Rolle befinden sich heute China und Indien, die zwar wirtschaftlich starke Wachstumsraten haben, aber eine sehr große Bevölkerung und relativ wenige Rohstoffe. Ein Konfrontation oder ein Krieg gegen die NATO wäre allerdings für China wie Selbstmord, da China ohne ausländische Investoren verloren sit. Ein Krieg ist wegen miliärisch klarer Unterlegenheit für mimdestens die nächsten 100 Jahre sinnlos.

Auch die USA gehören bei stetig wachsender Bevölkerung, Wirtschaft und insbesondere auch Produktivität(!) ebenfalls zu den potentiellen Aggressorstaaten. Bei den USA ist da im Gegensatz zu China überhaupt kein Ende abzusehen - im Gegenteil, der Vorsprung zum Rest der Welt wächst (insbesondere bei der Produktivität) stetig. Die Rohstoffverknappung kommt dazu. Insofern sind weitere Kriege im Nahen Osten zur Sicherung der Ölreserven viel wahrscheinlicher als jedes andere Szenario. Militärisch haben die USA in der Region mit Israel, Irak und Afghanistan schon wichtige Militärbasen, von denen im Falle von Problemen mit der Öllieferung ziemlich schnell eingegriffen werden kann. Die jetzt in Polen stationierten Raketen stellen zwar für Rußland keine wirkliche Bedrohung dar, könnten aber einen Krieg im Nahen Osten gut unterstützen. Ein Nahost-Krieg wird auch Rußland nicht miteinbeziehen, da die Russen selbst genug Öl und Gas haben, und sonst dort nur Wüstensand ist. Die USA werden wahrscheinlich eine günstige Situation abwarten, um diesen letzten Schritt zu tun, bei geringstmöglichem Risiko einer Eskalation .

Für die Russen ist es wesentlich vorteilhafter, mit dem Westen auf dem Rohstoffsektor zu kooperieren, wenn der Westen - insbesondere die USA - wieder zu einer Politik der Vor-Bush-Ära zurückkehrt, als er als berechenbar galt. Der Westen hat es somit selbst in der Hand, wie sich die Dinge entwickeln.
oberhaenslir
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 12:07:43    Titel: Nein

.

like_a_lollypop hat folgendes geschrieben:
... Denkt Ihr das die Welt durch das Ende des kalten Krieges sicherer ist?...


Nein.

.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 19:00:12    Titel: Re: Sicherheit nach dem kalten Krieg?Bitte helft mir!

like_a_lollypop hat folgendes geschrieben:

Denkt Ihr das die Welt durch das Ende des kalten Krieges sicherer ist???

Iin der Zeit des Kalten Krieges war nur eines sicher:Es wird keinen "heißen" Krieg geben, jedenfalls keinen zwischen den beiden Machtblöcken.Trotzdem hatten alle Angst.

Aufgrund der atomaren Abschreckung wäre ein solcher Krieg nicht zu gewinnen gewesen - für keinen. Ein Angriff der einen Seite hätte zwangsläufig die gesamte Menschheit(und somit auch den Angreifer) zugrunde gerichtet, wenn nicht gar ausgelöscht. Unabhängig davon, ob die abgefeuerten Raketen nun alle ihr Ziel getroffen hätten, oder nicht. Die atomare Verseuchung der Erde wäre zu groß gewesen. Man war damals darauf eingestellt gewesen das gesamte eigene Atomwaffenarsenal im Falle eines Angriffs auf den Gegner abzufeuern (es gab für fast jede Rakete festgelegte Ziele).

Heute gibt es diese Abschreckung auch noch, aber nicht mehr die Einbindung aller größeren Staaten in zwei Machtblöcke. Vielmehr gibt es eine Reihe von Staaten die nicht militärisch mit anderen verbündet sind, aber Atomwaffen besitzen. Regionale Konflikte mit Atomwaffen sind so möglich, wie furchtbar dies auch für den Rest der Menschheit sein mag - wegen der atomaren Verseuchung. Zudem haben die USA heute militärisch und wirtschaftlich eine Übermacht über jeden anderen Staat wie niemals zu Zeiten des Kalten Krieges. Nichts könnte da schlimmer sein als ein größenwahnsinniger US-Präsident(inklusive ebensolcher Berater), der die Welt gewaltsam "demokratisieren" will und leichtfertig einen atomaren Konflikt riskiert.
mapacino
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Anmeldungsdatum: 29.06.2008
Beiträge: 710

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 19:39:11    Titel:

Die Blöcke formieren sich doch wieder.
NATO auf der einen Seite, welche sich nach Osteuropa bzw. NW Asien ausdehnt und SCO(Shanghai Cooperation Organisation), wessen Ziel vielen nach "USA Einfluss in Zentralasien einzudämmen".
Was man daran sieht, dass man den US den Beobachterstatus nicht genehmigt hat.
Mitglieder sind u.a.: Russland, China, Kasachstan
Beobachter sind u.a.: Iran, Indien, Pakistan

Noch ein paar Jahre und wir haben wieder zwei schöne Blöcke: Asien(SCO) und Europa+US/Kanada(NATO)
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