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Hausarbeit Strafrecht
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Minifee
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Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 16:38:03    Titel: Hausarbeit Strafrecht

hallo!
ich schreibe gerade eine hausarbeit in strafrecht und bin völlig am verzweifeln. folgende frage hätte ich mal; M sitzt mit seiner Frau im Auto und streitet mit ihr wobei er auch eine Scheinwaffe zieht. Die Frau weiß jedoch, dass es sich um eine harmlose Requisite handelt. K sieht die Situation von außen und zieht eine pistole, um die Frau zu retten und K ggf niederzustrecken. In dem Moment als K schießen will fährt M ihn mit dem Wagen an und K muss auf die Motorhaube springen. Ich habe Nötigung des M ggü K durch Anfahren mit dem Auto geprüft- bin mir jetzt jedoch nicht mehr so sicher. Wäre für Meinungen und Ratschläge sehr dankbar und hoffe natürlich, dass ich nicht alles nochmal ummodeln muss.
Liebe Grüße & Danke im Voraus,
Minifee.
soCram
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Anmeldungsdatum: 30.08.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2008 - 18:29:34    Titel:

Von wem sollst du denn überhaupt die Strafbarkeit prüfen?
Da würde ich doch erst mal mit K anfangen, der versucht im Erlaubnistatbestandsirrtum und in Notwehr das Leben der Frau zu retten. Bei M würde ich vielmehr an gefährliche Körperverletzung mit einem gefährlichen Werkzeug in Form des Autos denken, der ebenso einem Erlaubnistatbestandsirrtum unterliegt, da er glaubt, K wolle ungerechtfertigt auf M schießen.
Minifee
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Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 - 12:55:19    Titel:

hey soCram!!
ertstmal vielen dank!! also ich soll sowohl von M als auch von K die Strafbarkeit prüfen. das problem ist, dass bei mir bereits der grundtatbestand der körperverletzung scheitert, da M einem Erlaubnistatbestandsirrtum unterliegt, der den vorsatz ausschliesst. M fährt K ja an als dieser schießen will, jedoch war die Waffe des K, was keiner der beiden wusste, nicht geladen war. somit hab ich die gefährliche körperverletzung zwar danach angeprüft jedoch verneint, da ja schon der grundtatbestand nicht durchgeht.. sehr verzwickt alles. und du würdest mit der strafbarkeit des K anfangen?? ich habe nämlich mit M angefangen.. oh oh- hoffentlich muss ich nicht alles nochmal umschmeißen.
und eine nötigung des m ggü k käme für dich absolut nicht in betracht?? denn m wendet ja gewalt an und nötigt k zu einer handlung(auf die haube springen) und zu einem vermeintlichen unterlassen (nicht schießen)...
für eine weitere stellungsnahme wäre ich seeeeehr dankbar!!
soCram
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Anmeldungsdatum: 30.08.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 - 13:53:53    Titel:

Moin Minifee,

erstmal vorweg: Der ETBI schließt nach überwiegender Meinung nicht den Vorsatz aus. Das der Grundtatbestand bei M mit der Scheinwaffe nicht durchgeht ist ja klar. Es kommt ja ohnehin nur der Versuch in Betracht.
Weiß M auch, dass die Waffe nur eine Requisite ist? Das muss ja nicht zwangsläufig der Fall sein. Somit kämst du entweder zu einem untauglichen Versuch der gefährlichen Körperverletzung oder dem Wegfall des objektiven Tatbestands in Bezug auf das Gefährliche Werkzeug. Wenn du dann bis zum untauglichen Versuch prüfst, ist ja auch fraglich, ob M überhaupt unmittelbar angesetzt hat. Dazu gibt's auch mehrere Ansichten.
Die Nötigung wird als lex specialis vorgehen, weil sich der Tatbestand ja auf mehr als die reine Verletzung bezieht. Bei wem du mit der Strafbarkeit anfängst ist relativ egal.
Um chronologisch vorzugehen kannst du auch mit M anfangen. Das ist dann wohl auch zu empfehlen. Also alles gut Smile.
Weiterhin unterliegt M dann einem unvermeidbaren ETBI, als er K anfährt, da er ja nicht wusste, dass die Waffe des K gar nicht geladen war und er sein eigenes Leben retten wollte.
Bei K handelt es sich auch um einen unvermeidbaren ETBI, weil K ja wohl kaum erkennen konnte, dass die Waffe des M nur eine Requisite war. Du solltest mal den Studienkommentar von Joecks oder den Tröndle/Fischer zu Rate ziehen und dir die Irrtümer anschauen und dabei würde ich mich dann der rechtsfolgenverweisenden eingeschränkten Schuldtheorie anschließen.

Viel Erfolg!
Grüße
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