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Schilers "Der Ring des Polykrates"
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Ajarion
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Anmeldungsdatum: 29.08.2008
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 16:57:23    Titel: Schilers "Der Ring des Polykrates"

Hallo!

Da ich mich jenseits meiner gegenwärtigen Interessen auch mit dieser Ballade etwas beschäftigt habe, möchte ich Euch fragen: Wenn dieser Text einen bestimmten semantischen Gehalt (so etwas wie einen "Sinn") besitzt, worin besteht dieser dann Eurer Ansicht nach?

Ich brauche das weder für eine Arbeit, noch für einen Test oder Dergleichen; möchte aber doch gerne und neugierig wissen, wie Ihr den "Ring des Polykrates" versteht.

Hier ein Link diesem Text: Ringhaftes
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 17:59:59    Titel: Re: Schilers "Der Ring des Polykrates"

Ajarion hat folgendes geschrieben:
Da ich mich jenseits meiner gegenwärtigen Interessen auch mit dieser Ballade etwas beschäftigt habe, ...


Ich bin ganz überrascht, dass sich jemand aus Spaß und Interesse mit so einer Ballade beschäftigt.

Und? Was ist dann dabei rausgekommen? Worin liegt denn der Sinn und der Reiz an der Ballade? Very Happy
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 18:51:17    Titel:

Das ist halt eine Anekdote.

bisschen was zur Person findest du hier
Ajarion
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Anmeldungsdatum: 29.08.2008
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 19:12:15    Titel:

@Leoni

Im Studium wurde diese Ballade im Rahmen eines Seminares zu Schiller behandelt - und später bin ich wieder auf sie gestoßen und stieß mich zugleich am Artikel von Michael Hofmann im Schiller-Handbuch (Hg. von Luserke-Jaqui), in dem Schillers Text als Versinnlichung einer bestimmten Idee erörtert wird, bzw. die Gesamtheit des semantischen Potenziales wird wohl auf eben diese Perspektive ausgerichtet, die der Text selbst entwirft und besonders (spöttisch: zitierfähig) formuliert mit "Des Lebens ungemischte Freude / Ward keinem Irdischen zu Theil".

Die Frage ist nun (und hierin auch @Knalltüte) inwiefern sich diese Lesart bestätigen lässt, bzw. ob sie die einzige Lesart des Textes ist, die sich kohärent darstellen lässt (sofern man davon ausgeht, aus Schillers Text ließe sich ein solch kohärenter "Sinn" entnehmen) -- und die Frage, ob es weitere Lektürearten (also "Deutungen") der Ballade gibt, die abweichen von der Fokussierung jener schon fast sentenzhaften Formulierung als semantischer Nexus.

Dass es sich um eine "Anekdote" auf Herodots Bericht handelt, kongruiert dabei mit dem scheinbaren "Forschungsstand" (der zumindest durch den Artikel im Handbuch als solcher wohl ausgegeben wird) der Ballade: die Versinnlichung oder Darstellung eines bestimmten gedanklichen Gehaltes (hier die persönliche Erfahrung des samischen Königs).

Nun also erneut die Frage: Lässt sich der Text auch anders lesen? Wenn ja: wie? Wenn nein: weshalb nicht?
Ich bin mit mir uneins deshalb stelle ich diese Frage hier Wink
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 19:19:21    Titel:

So weit ich das verstanden habe, sind das ja historische Personen. Das wäre also schon arg zufällig, wenn Schiller sich seine Ballade nur ausgedacht hätte. Also ist es plausibel, das es sich um diese alte Anekdote handelt.

Frage wäre doch nur noch, ob sich Schiller noch mehr dabei gedacht hat, als nur eine Ballade daraus zu schmieden.
Ajarion
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Anmeldungsdatum: 29.08.2008
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2008 - 14:03:06    Titel:

@Knalltüte

Ich verstehe nicht ganz, was Du damit meinst,
Knalltüte hat folgendes geschrieben:
ob sich Schiller noch mehr dabei gedacht hat, als nur eine Ballade daraus zu schmieden.


Meinst Du jetzt, dass er so etwas wie eine "Bedeutung", einen "Sinn", eine "Autorintention" in den Text hineingeworben hat? Gut hermeneutisch würde ich erstens sagen: ja, zweitens: was Schiller sich wirklichd abei gedacht hat, ist mir völlig egal, denn mir geht es um den Text.

Also erneut: Was ist der "Sinn" des Textes? Soll sinnlich erfahrbar gemacht werden, dass eine absolute Glückseligkeit für "Irdische" nicht erreichbar sei, dass man mit einer Unberechenbarkeit des Glücks, mit dem Einbruch von Unglück, mit einer Maßhaltung von Glück und Unglück zu rechnen habe?
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2008 - 16:34:37    Titel:

Hmm, also geht es dir lediglich um Interpretationsmöglichkeiten des Textes an sich? Dann ist doch aber der Phantasie keine Grenze gesetzt Von „wer zu viel Glück hat, wird einsam“ bis „wer immer krittelt, wird verbittern“ ist doch alles möglich.
Ajarion
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Anmeldungsdatum: 29.08.2008
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 - 07:44:30    Titel:

Knalltüte hat folgendes geschrieben:
„wer immer krittelt, wird verbittern“
- ich vermute, das bezieht sich auf den Ägypter, oder? Wie würdest Du das begründen?
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
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BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 - 09:32:44    Titel:

Einfach nur aus seinem entsetzen Abreisen heraus, das klang nicht nach freundlichem Abschied, und das, obwohl ihm der Gastgeber ja nichts getan hatte. Das spielte sich ja sozusagen alles im Kopf des Ägypters ab.
Ajarion
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Anmeldungsdatum: 29.08.2008
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 - 10:23:59    Titel:

Was wäre mit dem Gegenargument, dass es sich hierbei ja um eine Ballade mit "historischem" Hintergrund handelt, das Ende (Polykrates Fall und Unglück) zwar ausgespart bliebe, aufgrund des massiven, schon übertriebenen Glückes aber dem historisch gebildeten Leser schon suggeriert wird (ergo: es kann gar nicht anders sein, als dass Polykrates unglück wird, dass der ägyptische König Recht hatte und das er auch allen Grund hatte, zu fliehen)?
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