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Wann wird Journalismus zur unverantwortlichen Medienkampagne
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wann wird Journalismus zur unverantwortlichen Medienkampagne
 
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rohbart
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Anmeldungsdatum: 07.11.2006
Beiträge: 534

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2008 - 22:27:04    Titel:

wie kannst du dich auf diese Daten überhaupt verlassen, Sybilla? Weißt du wann Steuerhinterziehung wirklich erflogreich ist?
Wenn man nicht auffällt.
Und glaubst du wirklich, dass das Amt so viel Zeit hat jeden zu kontrollieren?
Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 06:53:08    Titel:

@ sybilla

Ich gehöre nun wirklich nicht irgendwelchen linksliberalen Sozialromantikern an und kenne im Bekanntenkreis eins zwei Sozialschmarotzer .... jedoch dein Beitrag ist gut.

Meine These lautet " Nebenkriegsschauplätze ". Sind es mal nicht die Hartzer, dann sind es die Beamten oder Ossis und Wessis, jugendliche Kriminelle sowie Kinderschänder.

Ablenkung ist angesagt. Während man den gemeinen Leser von einer Krise in die nächste jagt , suggeriert man ihm " bleib mal schön in deinem kleinen Häusschen und schau nur, wenn die Sonne scheint aus dem Fenster ". Der Wirtschaft geht es schlecht...... jetzt prob mal keinen Aufstand oder habe Ansprüche.
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Allerdings nicht , weil es der Wirtschaft so schlecht geht ! Sondern weil Teilen oder Beteiligungen so schwer fallen und ein Aktionär solcherlei nicht gerne sieht.
Dem Bertelsmann Konzern werde ich also mit einer Reportage ala " Ein Herz für Hartzer " nicht kommen können.

Ich hatte mich letzt zufällig mit einem "Ost-Lokführer" unterhalten, der mir mal die wahren Gründe ( Lohn! ) für den Lokführerstreik nannte. Was die deutsche Bahn AG mit diesen Menschen bis dato trieb , erinnerte mich , übertrieben gesagt, an englische Fabrikzeiten anno 1850.
Hier ging es nicht, wie uns gemeinen Medienkonsumenten weis gemacht wurde, um Millionärsgehälter. Lohnforderungen um 30 % können einen irre machen. Hier ging es um 1200 € auf 1350 €. Gesagt wurde das so nie ! Auch wurde nie gesagt, dass dieser Lokführer , wenn er denn von Gera nach Leipzig fährt und retour, die eine Stunde Aufenthalt von der Arbeitszeit abgezogen kriegt.

Begründet werden diese Demütigungen mit Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Globalisierung. Von Gera nach Leipzig im Regionalverkehr !!!

Der Lokführer sagte im breitesten sächsisch " Verorschen gann isch misch och olleine." ...... oder es tut die Bild-Zeitung !

BB
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 07:03:31    Titel:

Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:

Ich hatte mich letzt zufällig mit einem "Ost-Lokführer" unterhalten, der mir mal die wahren Gründe ( Lohn! ) für den Lokführerstreik nannte. Was die deutsche Bahn AG mit diesen Menschen bis dato trieb , erinnerte mich , übertrieben gesagt, an englische Fabrikzeiten anno 1850.
Hier ging es nicht, wie uns gemeinen Medienkonsumenten weis gemacht wurde, um Millionärsgehälter. Lohnforderungen um 30 % können einen irre machen. Hier ging es um 1200 € auf 1350 €.


Im Osten ist der Kapitalismus wie bei den Lebzeiten von Karl Marx. Da wird auf Menschen keine Rücksicht genommen. Zu den Löhnen haben wir ein tolles Thema: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/199041,0.html
Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 07:16:15    Titel:

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:
Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:

Ich hatte mich letzt zufällig mit einem "Ost-Lokführer" unterhalten, der mir mal die wahren Gründe ( Lohn! ) für den Lokführerstreik nannte. Was die deutsche Bahn AG mit diesen Menschen bis dato trieb , erinnerte mich , übertrieben gesagt, an englische Fabrikzeiten anno 1850.
Hier ging es nicht, wie uns gemeinen Medienkonsumenten weis gemacht wurde, um Millionärsgehälter. Lohnforderungen um 30 % können einen irre machen. Hier ging es um 1200 € auf 1350 €.


Im Osten ist der Kapitalismus wie bei den Lebzeiten von Karl Marx. Da wird auf Menschen keine Rücksicht genommen. Zu den Löhnen haben wir ein tolles Thema: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/199041,0.html


Ich kenne das von Ost Kollegen. Die machen die selbe Arbeit im Schichtdienst wie ich, kriegen weniger Geld, haben die höheren Benzinpreise und die Zeit der günstigen Mieten ist auch vorbei. Beförderungen sind mal alle Jubeljahre.

BB

PS: Alle Westler die jetzt rumschreien... ja aber wir zahlen Solidaritätszuschlag. Den zahlen die auch !
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 07:41:35    Titel:

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:
Zu den Löhnen haben wir ein tolles Thema: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/199041,0.html


muss das jetzt hier sein? mehr oder weniger ernsthafte diskussionen mit diesem nonsens aufweichen? als ob noch irgendjemand, der den verlinkten thread lesen würde, die inhalte ernst nimmt... Rolling Eyes
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 07:58:35    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
J.C.Denton hat folgendes geschrieben:
Zu den Löhnen haben wir ein tolles Thema: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/199041,0.html


muss das jetzt hier sein? mehr oder weniger ernsthafte diskussionen mit diesem nonsens aufweichen? als ob noch irgendjemand, der den verlinkten thread lesen würde, die inhalte ernst nimmt... Rolling Eyes


Stellenweise ist das schon lustig. Etwas show gehört eben dazu. Wer die BLÖD-Zeitung ernst nimmt, kann auch nicht normal sein.
Sybilla
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Anmeldungsdatum: 18.08.2008
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 13:20:10    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Über Dunkelziffern kann man beliebig streiten, weil sie naja... dunkel sind. Dass man natürlich nicht, die entdeckten Fälle als Grundlage nehmen kann, dürfte klar sein. Die Arbeitsagenturen waren m.W. in den letzten Jahren vor allem mit sich selbst beschäftigt. Die Quote schwankt natürlich je nachdem wie genau man hinschaut. ....


Zitat:
Natürlich gebe es auch unter den Arbeitslosengeld-II-Beziehern «solche mit krimineller Energie, die das Sozialsystem ausnutzen. Aber wir nutzen alle Möglichkeiten, dies zu verhindern», sagte der für die Grundsicherung verantwortliche BA-Vorstand. Im Jahr 2006 seien bundesweit 47.300 Missbrauchsfälle bei Hartz-IV-Beziehern aufgedeckt worden.



Pauker hat folgendes geschrieben:

...1 % halte ich für gnadenlos naiv. Wo es Geld gibt, gibt es Betrug und Leute, die versuchen es ungerechtfertigt zu bekommen. Warum sollte das in diesem Fall anders sein?

Gruß
Pauker
....


Die BA - Zahlen von 2006 bestätigen erneut das die Zahl der Hartz IV Betrugsfälle weit unter 1 % der Leistungsempfänger anzusiedeln ist.
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 13:57:55    Titel:

Dazu fällt mir spontan ein Lied der "Ärzte" ein:

Zitat:
Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht,
aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht


Ich finde, das trifft es ganz gut. Ansonsten wäre es müßig, den "Bild"-Artikel analysieren zu wollen.

Vielleicht eine Bemerkung:
Pauker hat folgendes geschrieben:
Derzeit werden ca. 15 % (geschätzt) des BIP "schwarz" erwirtschaftet.

Im eigentlichen Sinne richtete sich der "Bild"-Artikel weniger gegen den Missbrauch sozialer Leistungen als vielmehr gegen die Schwarzarbeit. So wie es dargestellt wurde, hätte der Typ auch ohne Hartz IV schwarz gearbeitet.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 16:21:39    Titel:

Schwarzarbeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Fast jeder meiner Kollegen beschäftigt die Putzfrau schwarz.

Legale Beschäftigung in diesem Bereich ist die absolute Ausnahme. Dass sich darunter vermutlich auch mancher ALGII-Bezieher befindet, liegt nahe. Bei ALGII-Beziehern ist es natürlich ein doppelter Betrug. Zum Einen das Sparen von Steuern und Sozialabgaben und zum Zweiten der Bezug der staatlichen Sozialleistungen.

Bei der letzten Autoreparatur im Übrigen wollte der Meister nur Bargeld... so weit ist es inzwischen schon. Aber vielleicht treffe ich auch immer nur das eine Prozent?

Arbeitslose sind da sicher keine Ausnahme. Und so ein bisschen nebenher arbeiten geht doch immer. Da ist das Unrechtsbewusstsein ganz allgemein nicht besonders stark ausgeprägt... selbst bei Beamten, die ja von Steuergeldern bezahlt werden.

Gruß
Pauker
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2782

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 16:51:16    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Schwarzarbeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Fast jeder meiner Kollegen beschäftigt die Putzfrau schwarz.

Na is doch klar, die Fragen ihre Frau ja auch net nach der Lohnsteuerkarte, wenn sie ihnen mal 100 Euro die Woche zukommen lassen. Wäre ja viel zu aufwendig ...

Nur Spaß Wink
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