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uni hamburg, SchuldR BT II HA
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Beelzebub
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Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beiträge: 98
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 13:12:28    Titel: uni hamburg, SchuldR BT II HA

Hey Leute ^^

Kann mir jemand bei diesem Fall helfen?


Rechtsanwalt R möchte ein Fresko in seinem Beratungszimmer anbringen lassen und beauftragt den Maler M, eine Kopie davon zu zeichnen. R kennt M nicht und bittet um eine Erstellung eines Kostenvoranschlags, was um die 10.000 € beträgt. R ist damit einverstanden. M beginnt mit der Arbeit und stellt fest, dass er die Räumlichkeiten u.s.w. falsch eingeschätzt hat und die Arbeit mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. M will das dem R mitteilen, aber trifft seine Ehefrau E an und weist sie auf die höheren Kosten hin. Sie sagt, es ginge so in Ordnung und der R hätte sich sowieso über den geringen Kostenvoranschlag gewundert.

Später kommen Ehefrau+Kind von M zum Haus des R und das Kind erleidet einen Stromschlag beim Berühren der offen liegenden Kabeln und muss ins Krankenhaus. Die Elektriker hatten vergessen, die Kabeln mit Steckdosen zu versehen.

M will nach Abschluss seiner Arbeit 20.000 € von R haben. R verweist M auf den Kostenvoranschlag und zahlt nur 10.000 €.

a) Kann M von R die restlichen 10.000 € verlangen?
b) Kann M von R Ersatz der Heilbehandlungskosten für sein Kind verlangen?


Zuletzt bearbeitet von Beelzebub am 03 Sep 2008 - 23:27:14, insgesamt einmal bearbeitet
Beelzebub
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Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beiträge: 98
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 13:27:03    Titel:

a) Da hab ich an den Werkvertrag gem. § 631 I BGB gedacht.
b) Hier würde ich § 823 I BGB prüfen.


M könnte von R einen Anspruch auf Zahlung der restlichen 10.000 € gem. § 631 I BGB haben.

R=Besteller
M=Unternehmer

Der Werkvertrag erfordert 2 inhaltlich übereinstimmende WE
Antrag + Annahme §§145, 147 BGB (+)

R beauftragt M, eine Kopie des Freskos an die Wand zu zeichnen und R ist mit dem Kostenvoranschlag von 10.000 € einverstanden.

Arbeitserfolg?
Das Fresko ist fertiggezeichnet worden. (+)

Kostenvoranschlag=vereinbarte Vergütung?
Hier fehlt es an einer genau bezifferten vorherigen Vergütungsabsprache, da sich später rausstellt, dass die Arbeit mehr Zeit in Aspruch nehmen nimmt und die Vergütung sich erhöht.
Der Kostenvoranschlag ist allerdings keine Preisbestimmung und auch kein Bestandteil des später geschlossenen Vertrages (BGH NJW-RR 1987,337;OLG Frankfurt NJW-RR 1989,209)

Andererseits hätte M dem R unverzüglich Anzeige machen müssen, da eine Überschreitung des Anschlags zu erwarten war ( §650 II BGB).

Da es an einer Preisbestimmung fehlt und M sich auf die Äußerung der E verlässt, muss die Vergütung stillschweigend gem. §632 I vereinbart sein.

Dann müsste ich nur noch herauskriegen, ob die Kosten "üblich" sind, oder? Dann müsste R die restlichen 10.000 € zahlen...
Beelzebub
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Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beiträge: 98
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 - 23:29:00    Titel:

Schreibt jemand diese HA mit? Falls ja, dann meldet euch^^
Hab auch Icq und Msn.
Hanse-Star
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Anmeldungsdatum: 15.09.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2008 - 17:38:58    Titel:

Beelzebub hat folgendes geschrieben:
Schreibt jemand diese HA mit? Falls ja, dann meldet euch^^
Hab auch Icq und Msn.


hallo beelzebub, auch ich schreibe gerade die ha von dr. mock. mit aufgabe a) bin ich so weit fertig. allerdings bereitet mir die aufgabe b) einige probleme. ich frage mich vor allem, ob man vertragliche ansprüche anprüfen sollte(so z.b. vertrag mit schutzwirkung zugunsten dritter, drittschadensliquidation - scheidet beides aus) oder sich direkt auf die deliktischen ansprüche stürzen sollte.

weiterhin frage ich mich, ob in dieser aufgabe irgendetwas strittiges vorzufinden ist.
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