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Das Leben mit 500 Menschen auf einer Insel
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Alexiaa
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Anmeldungsdatum: 28.08.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 14:52:34    Titel: Das Leben mit 500 Menschen auf einer Insel

Wenn 500 Menschen auf eine Insel stranden und ihr dazu gehören würdet, wie würdet ihr das Leben auf dieser Insel gestalten? Welche Regeln würdet ihr aufstellen, welche Verfassung, Staatsform, Aspekte wären eurer Meinung nach am besten für das allgemeine Wohl dieser 500 Menschen geeignet?

Diese Frage haben wir vor einigen Wochen in der Schule bearbeitet, ich fande die verschiedenen Ausarbeitungen so interessant, dass ich dieses Thema auch im Freundeskreis besprochen habe. Insgesamt stellte ich fest, dass die Mehrheit mit einem starken Staat, der fast alles für die anderen Inselbewohner bestimmen soll, sehr zu einem sozialistischem System tendierte.

Nun würde mich auch mal eure Meinung zu diesem Thema interessieren.
Sansucal
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Anmeldungsdatum: 16.06.2007
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 15:06:58    Titel:

Ich würde mich mit den 30 stärksten von ihnen zusammen tun, ein Kastensystem errichten und die restlichen Einwohner unterjochen.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 - 15:54:47    Titel:

Spannende Frage. Würde ein demokratisches System funktionieren, in dem es keine Staatsgewalt gibt? Vielleicht bei nur 10 Leuten. Aber wer hindert 50 von 500 Leuten mit Mehrheit getroffene Entscheidungen zu ignorieren und was anderes zu machen?

Ich fürchte, der Prozess lässt sich gar nicht organisieren. Wer soll denn die Organisation übernehmen? Der erste Chef wäre ja noch nicht mal gewählt. Und was passiert, wenn nicht alle auf ihn hören?

M.W. entstehen Demokratien in der Regel durch Kriege und Gewalt. Die ehemalige DDR ist da eine rühmliche Ausnahme. Rühmlich aber nur deswegen, weil es EINEN vernünftigen Mann in einem Nichtdemokratischen System der UDSSR gab, der beschloss eben nicht einzugreifen. Ansonsten hätte das alles auch ziemlich blutig enden können, so wie die meisten Demokratiebewegungen.

Ich fürchte das Ganze würde in einer Gewaltherrschaft der Stärksten enden, vermutlich ähnlich wie im Knast, wenn man die Knastis unter sich ließe. Solche Dinge gibt es meines Wissens sogar in Kolumbien (?). Da stehen die Wärter nur außen und lassen die drinnen machen.

Wie gesagt: ein sehr spannendes Gedankenspiel.

Gruß
Pauker
Mr.D
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Anmeldungsdatum: 02.09.2008
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 - 15:40:24    Titel:

Ich würde sagen, in einem kleinen Stadtstaat würde der Kommunissmus perfekt funktionieren (sagen wir mal 100Leute) danach nicht mehr, da sich dann einzelne zurücklehnen könnten und die anderen die Arbeit machen würden (so würde ich es machen Wink ). bei 500 könnte man es versuchen, glaube aber auch das es am ende nicht klapt.
eine klare herachie mit den klügsten und stärksten an der spitze
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 - 17:00:07    Titel:

Wirklich eine spannende Aufgabe! Ein Lob auch an euren Lehrer!

Zitat:
Wenn 500 Menschen ....


Bei dieser Anzahl von Menschen fällt auch jeder Einzelne ins Gewicht.
Für mich lautet deshalb die Frage: Um welche Menschen handelt es sich hier! (Handelt es sich gar um 500 Frisöre? Laughing )

Entscheidend ist aber immer, daß bei einer so kleinen Gruppe jeder die Hilfe bekommt, die er braucht - und daß jeder dort gefordert wird, wo seine Stärken liegen.
Für eine so kleine Gruppe wird es keine allgemeingültigen Regeln geben können. Hier muß jeder Einzelne zählen.

Und keineswegs unwesentlich ist die Insel selbst! Ist sie groß genug? Reichen die Rohstoffe und Nahrungsmittel für alle? Haben wir hier ein immerwährendes Paradies oder müssen die Menschen ums Überleben kämpfen?
Mr.D
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Anmeldungsdatum: 02.09.2008
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 - 17:19:21    Titel:

da sieht man ma wenn man so eine erst einfach erscheinende frage hört das man das locker bestimmen kann. denkt man aber wirklich auch über faktoren wie : beschaffenheit der insel und welche art von menschen diese insel bewohnen werden
echt eine simple gestellte frage mit spannenden lösungsmöglichkeiten
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 - 17:21:32    Titel:

Bei einer solchen Größe könnte man durchaus versuchen eine kommunistische Gesellschaftsstruktur aufzubauen:

Jeder tut, was er am besten kann resp. wie er der Gemeinschaft am besten helfen kann, und bekommt von dieser dafür und für sich gestellt, was er braucht.

Entscheidungen, die das gesamte Kollektiv oder zumindest einen großen Teil davon betreffen, werden gemeinsam verabschiedet. Hier haben wir also eine direkte Demokratie vorliegen.

Dennoch sind 500 Menschen schon eine solche Anzahl, dass es sich lohnt eine gewisse administrative Ebene einzusetzen, die den Überblick bewahrt und als Ansprechpartner und Organisator (z.B. feststellen, welche Aufgaben zu erledigen sind) dient. Das ist explizit keine politische Macht, denn diese wird durch die Gemeinschaft ausgeübt. Diese aber stattet die administrative Ebene (durch Wahl) mit "der Macht" Alltagsaufgaben zu koordinieren aus. Natürlich muss dann aber auch darüber Rechenschafft abgelegt werden (so, wie heutzutage ein normaler Verein organisiert ist, bei dem ja auch die Vollversamlung DAS entscheidende Gremium ist, der Vereinsvorstand aber die Aufgaben des Tagesgeschäfts übertragen bekommt, dafür aber auch rechenschaft ablegen muss).

Wenn möglich, würde ich keine Wirtschaft einführen, und darauf bauen, dass es kein allzugroßes Konkurenzdenken untereinander gibt. Aus unserer kapitalistischen Sicht könnte das aber eher schwierig werden.


Tatsächlich ist der Knackpunkt, wie man mit denjenigen umgeht, die diese Idee nicht mit tragen wollen. Einfach aus der gemeinschaft ausschließen, sollen sie sich doch selbst versorgen? Oder mit durchfüttern? Es darf sich zumindest nicht auszahlen, nichts zu tun. Bei dieser Gruppengröße könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dem noch der Fall ist...


Nur mal meine Gedanken dazu.

Grüße
Cyrix
McCoy
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Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 501

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 - 19:17:01    Titel:

ich frage mich eher welche kollektiven bedürfnisse auftauchen bei einer so geringen einwohnerzahl und wie sich diese befriedigen lassen.
Sansucal
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Anmeldungsdatum: 16.06.2007
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2008 - 12:00:12    Titel:

vorallem denke ich nicht, dass diese Menschen da sie nicht in das System hineingeboren wurden das System (in dem sich zwangsweise einige, einigen anderen unterordnen müssen) annehmen werden.

Wir hier finden uns damit ab da wir darin hineingeboren wurden, aber in dem Fall vom TE wäre ein derartiger Aufbau ohne Waffegewalt denke ich nicht möglich.
Henrique87
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Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2008 - 14:53:46    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Bei einer solchen Größe könnte man durchaus versuchen eine kommunistische Gesellschaftsstruktur aufzubauen:


Würde nicht funktionieren. Kommunismus funktioniert nämlich nie in der Praxis. Wenn hier bei 160 Aufrufen und 8 Meldungen schon mindestens 3 Leute die Idee sabotieren würden, kann man es gleich vergessen.

Zitat:
Tatsächlich ist der Knackpunkt, wie man mit denjenigen umgeht, die diese Idee nicht mit tragen wollen. Einfach aus der gemeinschaft ausschließen, sollen sie sich doch selbst versorgen? Oder mit durchfüttern? Es darf sich zumindest nicht auszahlen, nichts zu tun. Bei dieser Gruppengröße könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dem noch der Fall ist...


Wie üblich würden eher die Erfolgreicheren sich diesem System entziehen wollen und somit bliebe für die Kommunisten nur die Unfähigen übrig, die dann der Meinung wären, dass die "Reichen" doch den "Armen" was abgeben müssen...

Wenn ich in der Lage wäre, für mich und meine Familie zu sorgen, wieso sollte ich was von meinem hartverdienten Erzeugnissen etwas abgeben, nur weil die zu blöd oder zu faul oder sich zuschade sind, um mal selber was zu schaffen? Nur mit Arbeitslager wäre man in der Lage, die Arbeit auf alle gleichmäßig zu verteilen.
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