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Versuch - objektiver Versuchstatbestand
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igor2000
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2008 - 21:43:31    Titel:

ich dachte immer, das unmittelbare ansetzen beschreibt den impuls, mit welchem der täter eben zur verwirklichung seiner tat schreitet.

es ergäbe doch auch die strafbarkeit des untauglichen versuchs gem §23 II keinen sinn, wenn das ansetzen objektiv bestimmt würde.

wenn ich mir vorstelle, ich könnte jemanden durch vollständiges aufsagen des gedichts "die glocke" töten (bspw totlangweilen) setze ich doch unstreitig an, sobald ich nach meiner vorstellung mit dem aufsagen des gedicht anfange.

fange ich jetzt irrtümlich mit dem gedicht "peter und der wolf an", weil ich es für "die glocke" halte, habe ich einen (untauglichen) tötungsversuch begangen.

obwohl ich objektiv ja überhaupt nicht zum aufsagen der glocke angesetzt habe.



mit "objektiv" kann doch beim ansetzen gem §22 eigentlich nur gemeint sein, dass jemand von außen feststellt, ob ich zu der -nach meiner vorstellung- tauglichen tatbestandsverwirlichenden handlung angesetzt habe.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2008 - 22:26:57    Titel:

Der Ansatzformel des § 22 StGB liegt die sog. subjektiv-objektive Theorie zugrunde. Dabei stellt der Tatplan des Täters die Beurteilungsgrundlage dar (subjektiver Teil), beurteilt wird jedoch nach objektiven Gesichtspunkten (räumliche und zeitliche Nähe, Zwischenschritte, konkrete Gefährdung).

Das bezieht sich ja auf sog. Handlungen im Vorfeld der Tat. Wenn der Täter zumindest aus seiner Sicht bereits ein Tatbestandsmerkmal verwirklicht hat, dann hat er ja sowieso unproblematisch zur Tbverwirklichung angesetzt. Maßstab ist aber dann auch seine Vorstellung von der Tat.
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