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Subsidiarität von § 323c StGB
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ElNinjo
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Anmeldungsdatum: 26.02.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2008 - 16:30:15    Titel: Subsidiarität von § 323c StGB

Hallo, kurze Frage:
Die unterlassene Hilfeleistung nach § 323c StGB stellt ja ein echtes Unterlassungsdelikt dar. Sie soll aber nur eingreifen, soweit der Hilfsunwillige nicht selbst Täter oder Gehilfe eines vorsätzlichen Begehungs- oder unechten Unterlassungsdelikts ist.

Wenn ich in meiner Falllösung nun den besagten Hilfsunwilligen wegen Beihilfe durch Unterlassen (ich weiß, ist streitig, ob es das überhaupt gibt) zu einem vorsätzlichen Begehungsdelikt (z.B. Körperverletzung) verurteile, muss ich dann überhaupt noch ein Wort zu § 323c verlieren? Weil der ja subsidiär wäre, müsste ich ihn, wenn überhaupt ja auch erst nach meiner Prüfung zur Beihilfe durch Unterlassen prüfen. Wenn die aber durchgeht, bleibt für § 323c von vorneherein ja kein Raum. Der ginge allerdings auch durch in meinem Fall. Also, soll ich den noch komplett in die Prüfung einbauen und am Ende sagen, dass er wegen Subsidarität rausfällt, oder ihn erst gar nicth erwähnen, oder evt. nur mit nem kurzen Satz aufzeigen, dass ich auch an § 323c gedacht habe?

Achja, in meinem Fall gehts im Übrigen nicht um eine Klausurlösung, wo sich solche Probleme ja meist allein durch die zeitliche Vorgabe von selbst erledigen, sondern um eine Hausarbeit...

Wär schön, wenn ich ne schnelle Antwort bekommen könnte Smile)

Gruß, ElNinjo
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 - 08:42:25    Titel:

§§, die durchgehen, würde ich persönlich immer erwähnen, allerdings kurz, wenn klar ist, dass er subsidiär ist. Ich habe das z.B. in meiner ersten Strafrechts-HA immer in einem Satz gemacht, nach dem Motto: "Der ebenfalls verwirklichte § 323 c StGB tritt im Wege der Subsidiarität zurück." Sollte § 323 c StGB aber nicht problemlos durchgehen, kann man das so auch nicht machen. Diese "1-Satz-schreib-Geschichte" wird allerdings unterschiedlich gesehen, manche finden diese Methode auch nicht so gut, da man Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden solle.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass alle verwirklichten Straftatbestände in ein juristisches Gutachten mit aufgenommen werden sollten.
ElNinjo
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Anmeldungsdatum: 26.02.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 - 16:17:51    Titel:

Also ich hab es jetzt so gelöst, dass ich den § 323c wirklich kurz erwähnt habe und gesagt habe, dass sich eine genauere Prüfung jedoch erübrigt, weil er subsidiär hinter meinen Haupttatbestand zurücktritt. Hoffe, dass das so in Ordnung geht. Aber an der Handhabung von diesem Problem, scheinen sich ja die Geister zu scheiden...
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 - 16:21:53    Titel:

V.a. ist das wirklich eine Marginalie Wink . Das dürfte an sich kein Korrektor ankreiden.
ElNinjo
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Anmeldungsdatum: 26.02.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 - 17:10:36    Titel:

Das damit keine Arbeit steht oder fällt, ist mir schon klar Very Happy
Während meiner Studienzeit stand ich aber inzwischen schon öfter in verschiedenen Bereichen vor dieser Frage bei subsidiären §§ und es wäre einfach mal schön sicher zu wissen, wie man damit umgeht...naja, aber eine sichere Lösung scheint es dazu ja nicht zu geben, ist sicherlich stark vom jeweiligen Korrektor abhängig, bzw. davon wo er seine Schwerpunkte legt...
trotdem mal danke für deine Einschätzung Smile
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 - 17:15:52    Titel:

Ich hab mir über solche Formalitäten auch immer nen totalen Kopf gemacht, mittlerweile bin ich da aber nicht mehr so eng... Es gibt einfach keinen richtigen Weg. Man kann es so oder so sehen. Auch Leitfäden zu Hausarbeiten von diversen Profs sind nicht "richtig", da auch diese das jeweils anders sehen.
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