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§ 13 StGB, Unterlassen,reicht Kenntnis von der Haupttat?
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DerHit
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Anmeldungsdatum: 03.09.2008
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2008 - 19:23:05    Titel: § 13 StGB, Unterlassen,reicht Kenntnis von der Haupttat?

Die betagte B mag nicht mehr leben, zumal ihr ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung droht, weil sie bettlägerig ist. Sie wendet sich an ihre beiden Töchter T und U und bittet sie, sie durch ein schmerzloses Gift an einem Tag, den sie – B – nicht kennt, zu töten. Beide weisen dieses zunächst vehement von sich. Nachdem B ihre Bitte jedoch
mehrfach vorgebracht hat, beginnt T sich vorzustellen, dass sie mit dem dann eintretenden Erbe ein leichteres Leben haben wird. Sie entschließt sich, der Bitte der B nachzukommen, und besorgt sich ein entsprechendes Gift. Sie beschließt, dieses am nächsten Sonntag der B in ihr Abendessen zu geben. Hiervon unterrichtet sie U, die T „beschwört“, es nicht zu tun, was T aber nicht beeindruckt. U lässt daraufhin resigniert den Dingen ihren Lauf. Zwischen den Schwestern ist abgesprochen, dass die T der B jeden Sonntag am Nachmittag deren Abendessen zubereitet, das B dann später gegen 19 h alleine zu sich nimmt. An diesem Sonntag mischt die T das Gift in das Essen der B, stellt es ihr ans Bett und verlässt anschließend wie stets die Wohnung der B um 17.30 h; auch dies ist U bekannt. Als es 18 h wird, erscheint überraschend U bei B, nimmt ihr unauffällig das Essen weg und stellt ihr etwas anderes dafür hin. Bald danach geht sie wieder.

Ich hab mit der U ein riesengroßes problem. Ich frag mich was ich bei der Prüfen soll. Ich überleg mir fast schon, dass es überhaupt abwegig wäre, da was zu prüfen. Es würde doch höchsten eine Beihilfe durch unterlassen in Frage kommen, weil sie von dem Vorhaben der T weiß, diese aber vorerst nicht daran gehindert hat zur Tat azusetzen....ist wissen von der Tat bereits ausreichend für eine Beihilfe durch Unterlassen? weil sie hat die haupttat doch auch nicht gefördert...?
oder hab ich was übesehen? wenn ja, was würde noch in frage kommen?
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2008 - 19:30:44    Titel:

Zitat:
ist wissen von der Tat bereits ausreichend für eine Beihilfe durch Unterlassen? weil sie hat die haupttat doch auch nicht gefördert...?


Was das Unterlassen angeht - es ist doch gerade Merkmal des Unterlassens, dass man dabei nicht aktiv etwas fördert, sondern passiv etwas geschehen lässt, das man hätte verhindern können (und - im Falle einer Garantenstellung, die man hier sicherlich ansprechen muss - hätte verhindern müssen).
DerHit
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Anmeldungsdatum: 03.09.2008
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2008 - 19:41:09    Titel:

ja, aber die U tauscht ja am ende das Essen aus, deswegen ist es ja ersichtlich, dass sie spätestens da zurücktritt. Is dann die Prüfung auf Beihilfe durch unterlassen nicht von vorneweg überflüssig?
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