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Biologiestudium
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Lukas1990
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 552
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2008 - 21:42:25    Titel: Biologiestudium

Hallöchen,

Ich bin zur Zeit in der 12 und interessiere mich Momentan brennend für die Biologie, wir haben zwar erst Teile der Molekulargenetik, den Stoffwechsel, Enzyme und Cytologie usw. (letzte Themen Stufe 11) behandelt, trotzdem würde ich sehr gerne Bio stundieren.
An der UniKöln waren heute und gestern Infotage, in Köln würde ich auch gerne studieren, da es in der Nähe liegt. Aachen, Bonn oder Düsseldorf gehen auch. Versuche eben einen Umzug zu vermeiden.

Jedenfalls habe ich ein paar Fragen, die ich nicht mehr stellen konnte:

1. Mein erster Schock kam mit den Vorraussetzungen, nämlich , dass sehr gute Englischkenntnisse gebaucht werden, weil eben Bücher, Forschungen etc. auf Englisch sind. Nun, wie ist das? Hat man im Biologiestudium fast ausschließlich englische Bücher?
Grund meiner Sorge ist mein Hassfach Nr. 1 in der Schule Wink ENGLISCH, kann mich jedesmal mit ner 4 retten, aner ich bezweifle sehr stark, dass das reicht!

2. Köln bietet EnglischKurse, für warscheinlich so hoffnunglose Fälle wie mich in E Wink Hat da jemand erfahrung? Bzw. können sonst alle Biologiestudenten gut bis sehr gut Englisch?

3. Köln bietet den Master of Science in der Biologie an, aber auf Englisch, andere Unis machen das nicht, kennt da jemand vor- Nachteile?

4. Der Prof hat heute gesagt, das bei der 1. Vorentscheidung der NC bei 1,9 liegt, nachher bei 2,5; 2,6. Ist hier jemand schon mit nem schlechteren NC reingekommen? Ohne größere Wartezeiten

5. Die wichtigen Fächer für Biologiestudium sind ja die Naturwissenschaften (Bio, Mathe, Physik und Chemie) sowie Englisch und Deutsch.
In den Naturwissenschaften bin ich eigentlich so ganz gut, das sind meine Noten vom Ende der 11:
Bio: 1; Mathe: 2; Physik: 3+, Chemie habe ich abgewählt, ist das dramatisch? Habe gehört, dass man da auch so einen Nebenkurs nehmen müsste, sowie Englisch bei mir jetzt,
In Sprachen bin ich ziemlich, naja Wink Deutsch 3-4, Englisch 4 bis 4- --> Sprachen kann ich einfach nicht^^

Ist hier jemand, der das gleiche Problem hat in Sprachen, studiert aber trotzdem Bio Razz


Danke für die Antworten Smile
Rettungsassi
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Anmeldungsdatum: 12.02.2006
Beiträge: 1896

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2008 - 21:55:57    Titel:

Solange die Vorlesungen zum Bachelor nicht auf englisch sind wirst Du damit schon klar kommen.
Im Grundstudium ist man darauf kein bisschen angewiesen, daher denk ich mal dass man das für den Bachelor auch nicht braucht, aber selbst wenn, gut muss man darin nicht sein. Hör Dir mal so manchen Prof englisch sprechen an, dann weißt Du was ich meine Wink
Die englischen Lehrbücher sind sehr einfach geschrieben. Da kommt man auch ohne ernsthafte Englischkentnisse klar.
inapplicable
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Anmeldungsdatum: 20.09.2008
Beiträge: 14
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25 Sep 2008 - 12:26:51    Titel:

Du solltest trotzdem dein Englisch verbessern, denn sonst wirst du mit der Primärliteratur so deine Schwierigkeiten haben und auch später im Beruf wirst du ohne gutes Englisch nicht weit kommen.
mephisopheles
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 125

BeitragVerfasst am: 28 Sep 2008 - 23:08:15    Titel:

Zitat:
Chemie habe ich abgewählt, ist das dramatisch?


Ja.
Biologie ist angewandte Chemie. Pfeif auf Mathe, pfeif auf Physik, aber in Chemie solltest Du recht fit sein, auch was die schulischen Vorkenntnisse betrifft.
Generell ist Biologie ein stark chemisches Studium. In der Schule reicht es aus, beispielsweise die Stoffwechselvorgänge auswendig zu lernen. Wenn Du Bio aber studierst, solltest du diese verstehen, nicht nur wissen.

Zu Englisch:
Das mit der englischen Fachliteratur gilt für viele (speziell naturwissenschaftliche, aber auch andere) Studiengänge. Schon bei den für das Grundstudium notwendigen Büchern gibt es einige, die nur auf Englisch erhältlich sind. (Bei mir war das z.B. die "Molecular Biology of the Cell", weiß nicht, ob's die inzwischen auf Deutsch gibt). Da diese Bücher ja etwas behandeln, was du noch nicht weißt und anhand eben dieser Bücher verstehen sollst, solltest Du nicht schon rein bei der Sprache ein Problem haben.
Denn "kann den Inhalt nicht" + "versteh' die Sprache nicht" = "schmeiß das Buch weg, hilft Dir eh' nicht". Rein literarisch sind, da hat rettungsassi recht, die Bücher natürlich keine Offenbarung. Aber eben fachlich.
Du solltest Dich also vorbereiten, indem Du englische Fachtexte liest. Ruhig zu Themen, die Dich interessieren.
Keine allzu große Angst, kann man üben. Und richtiges Englisch hat mit dem, was Du in der Schule machst, nicht mehr viel zu tun.

Grundsätzlich, und auch da hat rettungsassi Recht, sind die für das Grundstudium notwendigen Bücher aber nur im Ausnahmefall auf Englisch und auch die kann man eigentlich mit anderen Büchern kompensieren. (Vorsicht: später steigt die Zahl der englischen Literatur natürlich etwas an) Aktuelle Veröffentlichungen und Artikel in Fachzeitschriften sind da eher das Problem. Die wirklich aktuellen Forschungsergebnisse interessieren aber einen angehenden Master lange Zeit nur am Rande. Dass der komplette Master auf Englisch sein soll hat entweder damit zu tun, dass dieser Abschluss aus dem angelsächsischen Sprachraum importiert ist und man damit hofft, ihm einen internationalen Wert zu verleihen (den er auf Deutsch genauso hätte) oder mit Wichtigtuerei der Uni. Ich tippe (da andere Unis das ja eben offenbar nicht brauchen) tatsächlich eher auf Letzteres, außer die Uni hat ein umfangreiches Austauschprogramm mit englischsprachigen Partnerunis. Dann macht die Sache natürlich Sinn. Erkundige Dich mal.

Warum übrigens die Deutschnote so wichtig sein soll, erschließt sich mir nicht. Du musst Dich eines ordentlichen Deutsch befleißigen können, wenn Du schriftliche Arbeiten verfasst, aber das gilt nicht mehr und nicht weniger als bei anderen Studiengängen auch. Ich denke, dass ist nur ein Mittel, um den Zugang zu diesem recht beliebten und entsprechend überlaufenen Studium zu beschränken.

Gruß,

Mephisopheles
g0zZ
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Anmeldungsdatum: 27.05.2007
Beiträge: 154
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 28 Sep 2008 - 23:17:48    Titel:

hat jemand ne ahnung ob man irgendwo biochemie mit nem schnitt von 2,3 und maximal 4 wartesemester studieren kann?

danke schonmal Smile
Lukas1990
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 552
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 29 Sep 2008 - 11:56:56    Titel:

Ah, super mephisopheles, danke für diese ausführliche Hilfe =)

Aber noch etwas: Du hast jetzt der Chemie oberste Priorität verleit. Der Professor meinte da aber, dass es überhaupt kein Problem wäre, Chemie abgewählt zu haben, da man eben so ein "Nebenfach" während des Studiums belegen könnte. Daher sei das alles halb so wild. Genauso sieht das mit Englisch aus. Dazu ist aber auch zu sagen, dass man ja im OberstufenBiologiekurs auch schon die englischen Begriffe einführt, zumindest ist das bei uns so. Ich habe so eigentlich keine Probleme englisch zu verstehen, solang es nicht gesprochen wird^^
Sorgen bereiten mir aber so Fachbegriffe, die, wie eben gesagt, zwar schon in der Oberstufe angesprochen werden, aber eben schon teilweise kompliziert sind.
vorni~
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Anmeldungsdatum: 21.08.2007
Beiträge: 167

BeitragVerfasst am: 29 Sep 2008 - 13:29:28    Titel:

Ich behaupte einfach mal, dass es kein größeres Problem ist, Chemie *Grundkurs* abgewählöt zu haben. Das Wissen aus den Grundkursen in der Schule soll ja eh nur für ein paar Monate Vorsprung sorgen.
Also wenn du Chemie nicht total hasst Wink dürfte der abgewählte Grundkurs eigentlich kein Problem darstellen.
Fjellelva
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Anmeldungsdatum: 04.02.2007
Beiträge: 451

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2008 - 11:42:37    Titel:

Also an das englische gewøhnt man sich schneller als man denkt.
Auch bei mir war englisch immer das Hassfach und meine schlechteste Note auf dem Abizeugniss.
Aber so schwer ist das garnicht. Am Anfang ist es ein bisschen muehsam, aber dann klappt es immer besser...
Also, Biostudium ist das beste was man studieren kann Wink - lass dich nicht davon abhalten dieses zu studieren- denn wenn man etwas wirklich will, dann schafft man das auch!
mephisopheles
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 125

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2008 - 13:12:50    Titel:

Grundsätzlich ist ein Studium nicht als reine Fortführung der Schulzeit misszuverstehen. Die Arbeitsweise ändert sich schon merklich, man wird viel selbstständiger, braucht mehr Eingeninitiative und mehr Eigeninteresse. Wenn man weiterhin erwartet, wie in der Schule alles vorgekaut zu bekommen und passende Stundenpläne, Übungsaufgaben und Hausaufgaben zu kriegen, scheitert man irgendwann. Das Dumme ist halt, dass einem diese Arbeitsweise in der Schule nicht wirklich vermitteld wird, auch nicht am Gym, obwohl das Abi ja offiziell "Allgemeine Hochschulreife" heißt...
Das soll aber keinen abschrecken, man gewöhnt sich dran, wenn man das wirklich will und sich für das Fach ernsthaft interessiert.

Aber:
Wenn ein Prof bei der Infoveranstaltung sagt "mangelnde Vorkenntnisse im Fach xy sind kein Problem", dann ist das mit Vorsicht zu genießen. Denn woher weiß der nette Herr denn, wie mangelnd Deine Vorkenntnisse sind? Was ein Professor als "mangelnde Kenntnisse" ansieht, könnte möglicherweise für ein ganzes Abitur reichen. Der Mann ist Prof, nicht Abiturient. Die schätzen das manchmal recht naiv ein.

Wie gesagt: Bei Englisch - keine Panik. Ja, Du wirst mit englischen Fachtexten konfrontiert werden und nein, das ist nicht so wild. Der Tipp bleibt: lies schon im Vorfeld englische Fachtexte zu Biologie, können ruhig populärwissenschaftlich sein (national geographic und so), einfach um dich sozusagen warmzumachen.
Bei Chemie: Nicht auf die leichte Schulter nehmen. Du brauchst von Anfang an genug Chemiekenntnisse, um mitzukommen. Ja, es gibt natürlich Kurse an der Uni, aber die solltest Du dann auch dringend belegen. Und zwar recht frühzeitig. Geh' davon aus, dass Du etwa 2 Semester Luft hast, bevor die Biochemie anfängt. In dieser Zeit solltest du nebenbei das mit der Chemie regeln.

Wenn Du das Problem mit den nötigen Nebenkenntnissen (also eben vornehmlich Chemie) im Griff hast, dann ist Fjellelva nur beizupflichten:
Biologie ist klasse. Ich habe einige Fachgebiete kennengelernt und Biologie hat einfach einen ganz eigenen Charme.

Gruß,

Mephisopheles
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