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Anstiftung = Angriff?
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rado
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Anmeldungsdatum: 27.09.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 12:53:19    Titel: Anstiftung = Angriff?

Hi,

bin gerade ein wenig die Anstiftung am wiederholen - dabei ist mir ein Problem eingefallen, zu dem ich nichts finden kann:
Angenommen, A stiftet T an, O zu töten bzw. zu verletzen. O weiß davon und verprügelt A, noch bevor T zur Tat schreitet.
So, angenommen man prüft nun die Strafbarkeit des O und ist bei der Rechtfertigung angelangt. In Frage könnten ja §§ 32 und 34 StGB kommen. Natürlich ist das Mittel keinesfalls geboten/erforderlich/nicht anders abwendbar, aber zuvor prüft man ja, ob überhaupt ein Angriff vorliegt.
Nun stellt sich mir die Frage: Ist die Anstiftung A -> T ein Angriff auf den O iSd §32, also eine rechtlich missbilligte Gefahr? Der Definition zufolge eigentlich schon, oder? Und wenn dem so ist, müsste man ja sogar die Gegenwärtigkeit bejahen, da eben dieser Angriff durchaus gerade stattfindet.
Wie sieht es dann bei §34 aus?

Könnt ihr mir dabei helfen?

Dank im Vorraus
Buchling
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Anmeldungsdatum: 07.09.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 15:24:45    Titel:

Ich würde sowohl § 32 als auch § 34 ablehnen. Zwar den Angriff bei der Notwehr aus den Gründen, die du schon genannt hast, bejahen, dann aber die Geeignetheit verneinen, da ich mal davon ausgehe, dass ein Verprügeln des A den dann ja zur Tat entschlossenen T nicht von dieser abhält. Anders sähe es natürlich aus, wenn das Verprügeln den T doch von dessen Tat abhalten würde... Dann würde ich § 32 an der Erforderlichkeit scheitern lassen. § 34 scheitert m.M.n. auf jeden Fall bei "nicht anders abwendbar".
Shafirion
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 16:26:51    Titel:

Die Frage lässt sich durch genaue Sachverhaltsanalyse und saubere Subsumtion lösen. Dass die geplante Tötung einen Angriff darstellt, versteht sich von selbst. Fraglich ist allein, ob dieser bereits unmittelbar bevorsteht, was ohne genauere Sachverhaltsangaben nicht beurteilt werden kann.
Eine Präventivnotwehr ist jedenfalls nach nahezu einhelliger Auffassung unzulässig.
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