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Hausarbeit Zivilrecht Hamburg 2008 SchuldR BT III
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Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 29 Sep 2008 - 16:52:32    Titel: Hausarbeit Zivilrecht Hamburg 2008 SchuldR BT III

Hallo!

Schreibe die HA im Schuldrecht BT III an der Uni Hamburg-Abgabe spätestens 13.10.08-
Wer schreibt die HA noch und möchte ein bischen darüber diskutieren?
Ich weiss, dass man hier eigentlich nicht den kompletten SV reinstellen soll aber ist jetzt glaub ich am einfachsten. Konkrete Fragen zu Einzelproblemen werden sicher noch Folgen.
Bin auf jeden Fall dankbar für Anregungen und Hinweise.

Für alle, die die HA nicht schreiben aber dennoch ein paar Ratschläge abgeben möchten hier eine Zusammenfassung des Sachverhalts:

In einem Gutachten sind folgende Fragen zu erörtern:

1.) Kann Z von P die Herausgabe von
a) „Bauschan“ und
b) von „Lux“ verlangen?
2.) Hat Z einen Anspruch
a.) gegen P auf Zahlung von 700 € aus dem Verkauf von „Nico“?
b.) gegen E auf Zahlung von 700 € und/oder Herausgabe des Fahrrades?
3.) Hat P einen Anspruch gegen Z auf Ersatz der für die Einschläferung von „Percy“ gezahlten 50 €?

Dem berühmten Schriftsteller Z. Auberer (Z) gehört eine braune deutsche Hühnerhündin, die er als Hommage an den Schriftsteller Fritz Reuter „Bauschan“ genannt hat. Mit „Bauschan“ pflegt er ausgiebige Spaziergänge in den Grünanlagen am Fluss seiner Heimatstadt zu machen. Da die Hündin ein lebhaftes Tier ist, streunt sie bei den Spaziergängen gern in großer Entfernung von Z umher. Ende Juni 2008 kehrt „Bauschan“ bei einem solchen Spaziergang nicht mehr zu Z zurück. Der Z, der sich große Sorgen um seine Hündin macht, unternimmt alles, um sie wiederzuerlangen: Er hängt in den Grünanlagen und in deren Umgebung Zettel mit einem Foto von „Bauschan“ aus, verteilt Handzettel und gibt in der lokalen Tageszeitung eine Suchanzeige auf, alles jedoch ohne Erfolg.

Bald nach dem Verschwinden hatten Kinder den Hund gefunden und in das von dem „Tierschutzverein e.V.“ betriebene Tierheim gebracht. Dort erschien jetzt der verwitwete Rentner P. R. Ingsheim (P), ein ehemals steinreicher nun aber verarmter Mathematikprofessor, der sich auf Anregung seiner Tochter, die sich wegen seiner Einsamkeit Sorgen macht, einen Hund anschaffen will. Er einigt sich mit dem vom Vorstand zum Leiter des Tierheims bestellten B. Eisser (B) über die kostenlose Übernahme des Hundes, nachdem P dem B versprochen hatte, gut für den Hund zu sorgen.

Zum Erstaunen des P wirft die Hündin dann Mitte August drei Welpen, die er „Nico“, „Percy“ und „Lux“ nennt. Die Hündin „Bauschan“ war bei ihren Streunereien von einem – ebenfalls braunen – deutschen Hühnerhundrüden erfolgreich gedeckt worden. Aufgrund ihrer Reinrassigkeit haben die Welpen einen Marktwert von je 700 €.

Da der P nur eine kleine Rente bezieht und sich keinen Hund – schon gar nicht vier Tiere – leisten kann, hatte seine Tochter, die für den Hund und jetzt auch für die Welpen den Unterhalt übernommen hatte, von P verlangt, dass er jedenfalls eine der drei Welpen abgibt. Daher verkauft der P den Welpen „Nico“ sogleich an die R. Esi (R) für 700 € und händigt ihr das Tier gegen Barzahlung aus. Mit dem gesamten Geld kauft der P ein als Geburtstagsgeschenk für seinen 12-jährigen Enkel Emil (E) gedachtes Fahrrad, das er sonst nicht hätte erwerben können, und schenkt es dem E kurz darauf.

Da „Percy“ bald nach der Veräußerung von „Nico“ schwerste Verhaltensstörungen zu zeigen begonnen hatte, geht P mit ihm zum Tierarzt Dr. Cornelius (C). Dieser diagnostiziert einen Hirnschaden, der das Tier später für Menschen gefährlich machen würde, und sieht keine andere Möglichkeit, als „Percy“ einzuschläfern. Der P stimmt dem zu, übergibt und übereignet „Percy“ dem C, damit dieser ihn einschläfern, für eigene wissenschaftliche Zwecke obduzieren und schließlich den Körper entsorgen kann, was auch geschieht. Hierfür zahlt P aus eigener Kasse an C ein frei vereinbartes tierärztliches Honorar in Höhe von 50 €.

Anfang Oktober geht P mit „Bauschan“ und mit „Lux“ in den Auen des Flusses spazieren und begegnet dabei dem Z. Der Z und „Bauschan“ erkennen sich sofort wieder. Als der Z nach der stürmischen Begrüßung den P zur Rede stellt, erfährt er von P alles.
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Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 29 Sep 2008 - 17:42:07    Titel: Erste Ansätze bzw. Brainstorming

I. Der Hund ist abhanden gekommen, daher ist der gutgläubige Erwerb an ihm gem. § 935 BGB ausgeschlossen-der Rentner dürfte also nicht nach § 516 durch Schenkung Eigentum erworben haben

II. Zunächst erlangen die Kinder, dann das Tierheim und dann der Rentner P. R. Ingsheim den Besitz an dem Hund gem. § 854.

III. Die Kinder sind Finder i.S.v. § 965 und kommen ihrer Anzeigepflicht durch die Abgabe beim Tierheim gem. § 967 nach.

IV. Die 6 monatige Frist gem. § 973 ist noch nicht abgelaufen, daher kein Übergang des Eigentums aufgrund von Fristablauf.

V. Der Herausgabeanspruch des Z gem. § 985 sollte m.E. durchgehen.

VI. Des Weiteren kann der Rentner von Z Ersatz der Aufwendungen bzw. hier von 50€ für die Einschläferung des einen Welpen gem. § 970 verlangen.

VII. Anspruch des Z auf Zahlung von 700€ für den verkauften Welpen gegen den Rentner (P) gem. § 812 I S. 1 Var. 2 iVm §§ 818 III? P ist entreichert gem. § 818 III, er hätte das Rad auch nicht kaufen können ohne den Verkaufserlös des Welpen.

VIII. Z kann jedoch m.E. vom Enkel Herausgabe des Rades gem. §§ 812 I S.1 Var. 2 iVm 822 verlangen.


Das nur mal als grobe Einschätzung, werden sich aber sicher noch einige Probleme auftun. Z.B. ob P nicht evtl. Besitzdiener ist und ob er nicht auch Ansprüche gegen Z aus GoA hat.
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