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Jura und die Angst vor der Mittelmäßigkeit
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°Mju°
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Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 71
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 23:52:50    Titel:

ICh bin jetzt im 4. Semester...

Anfangs hatte ich probleme, mich mit Jura anzufreunden, war auch eher eine wahl aus dem bauch heraus, die Alternative war Medizin. Jetzt bin ich im 4. Sem und es gibt kein zurück mehr.

Jura ist wie alles im Leben...Lernerei vor allen Dingen. Oft sind die Noten nicht im geringsten verhältnismäßig zu dem Lernaufwand. Man muss vor allem mit Niederlagen leben können und trotzdem ehrgeizig bleiben (und da sist so, hat nichts mit gut oder schlecht zu tun, ich bin eigentlich ziemlich gut, aber jeder kassiert mal ne Niederlage). Das wichtigste ist, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, Disziplin und Souveränität sind das A ud O. Wenn du die Dinge gut lernst und anfängst zu verstehen, wovon du sprichst und im Dialog deinen Komilitonen einen Schritt voraus ist (und nein, man muss nicht immer der beste sein), dann ist das ein großartiges Gefühl.

Aber wenn du jmd bist, der schnell aufgibt oder der sich ungerne anstrengen will, ist Jura definitiv das falsche. Jura ist nicht nur in die Uni gehen und am Wochenende nur Party oder in den Ferien nur chillen. Jura ist Full-Time mit sinnvoll eingestreuten Pausen und Spaß.

Ich denke, dass mir jeder zustimmen wird, dass man in Jura nur gut sein kann, wenn man Jura lebt...

und entgegen meinem Vorredner...Jura ist nicht kreativ. Kreativ ist malen, dichten, singen, basteln, ...Jura ist Logik udn gute Argumentation, wer da kreativ sein will und sich argumente aus der Nase zieht, wird nicht topnoten erzielen. Viele meinungsstreitigkeiten sind bereits ausgefochten oder werden ausgefochten, daher sind viele argumente bereits auch vorhanden. die kann man lernen oder man ist so gut, dass man sie selbst erkennt...aber mit kreativität hat das nicht viel zu tun. und bezüglich unterschiedlicher falllösungen, alles eine frage der auslegung und einschätzung des klausurschreibers.
NoName22
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Anmeldungsdatum: 29.09.2007
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 11:34:33    Titel:

°Mju° hat folgendes geschrieben:

und entgegen meinem Vorredner...Jura ist nicht kreativ. Kreativ ist malen, dichten, singen, basteln, ...Jura ist Logik udn gute Argumentation, wer da kreativ sein will und sich argumente aus der Nase zieht, wird nicht topnoten erzielen.


Du hast so einen schönen Beitrag verfasst, dem ich fast vollumfänglich zustimme, aber in diesem Punkt siehst Du die Dinge etwas zu sehr schwarz und weiß. Kreativität ist eine entscheidende Voraussetzung um mit einem unbekannten Sachverhalt und mit einem unbekannten juristischem Auslegungsproblem (einer "Meinungsstreitigkeit") umzugehen und insbesondere um dieses überhaupt zu erkennen. Ich möchte zugeben, dass möglicherweise nicht sofort die Verbindung zur Kreativität ins Auge fällt. Daneben sei erwähnt, dass Jura unheimlich viel mit Sprache zu tun hat und auch von daher Anforderungen an die Kreativität gestellt werden. Kreativität fällt möglicherweise erst später ins Gewicht, wenn man erst fähig ist mit dem juristischem Handwerkszeug kreativ umzugehen. Aber Kreativität macht gegen Ende des Studiums die wirklichen "Topnoten" aus, weil man früher oder später gerade mit Unbekanntem konfrontiert wird. Schließlich brauche ich nicht weiter auszuführen, dass spätestens im Berufsleben, wenn Juristen gestaltend tätig werden, Kreativität für den Erfolg unbedingt notwendig ist.
°Mju°
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Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 71
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 12:24:32    Titel:

Hast du schön gesagt und danke für das kompliment Smile Bin momentan wieder in ner Phase, wo ich gerne richtig powern würde und das auch teilweise tue und mich richtig dazu zwinge, gedanklich aber auch häufiger mal abdrifte und mich frage, wie das leben anders wäre... in diesen Phasen sehe ich manche Sachen, wie z.B. bstrakte Begriffe wie Kreativ, mit mehr Kontrast zu meinem Leben und denke dann an wesentlich Kreativeres, wobei auch in Jura sicherlich Kreativität gefragt ist, aber andere.
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