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muemmel_0811
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Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 266

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 16:30:03    Titel:

Descartes hat folgendes geschrieben:
Na ja, was heißt im "Soll"? Mal angenommen, ich will nach meiner Ausbildung doch noch zur BOS, um mein Abitur statt meiner jetzigen Fachhochschulreife zu bekommen (ich hatte ja anfangs vor, mit FHR an der Technischen Uni Darmstadt zu studieren, aber man möchte sich ja auch alles offen halten - da ist das allerletzte Wort noch lange nicht gesprochen), so wäre ich 21 Jahre alt bei Studienbeginn. Natürlich hätte ich bis dahin eine Ausbildung, ein wenig Geld durch Nebenverdienst (neben der BOS werde ich sicherlich noch ein wenig arbeiten können, dank Ausbildung bei gutem Gehalt), mein Abitur und ein paar Semester Mathematik (bis dahin 4-5 Semester).

Man muss sehen, wo man bleibt und sich heutzutage deutlich von Anderen abzuheben, ist nicht einfach. Wenn ich mit der Dreifachbelastung durch Ausbildung, Abendschule und Fernstudium nicht mehr Beachtung finde, dann verstehe ich die zuständigen Personaler nicht mehr. Wie heißt es so schön? "genius of hard work" Wink

Liebe Grüße
Descartes


Sei vorsichtig und übertreib es nicht. Ich hatte damals eine ebenso ehrgeizige Kommilitonin, die hat das WiIng-Studium in der Regelstudienzeit incl. Diplomarbeit durchgezogen und einen Schnitt von 1,3 oder so hingelegt (und während dem Studium immer schön gejobbt). All das zusammen, waren bei uns damals Seltenheitswerte. Und was dann aber nach dem Studium war, hätte sie, so wie auch wir, nicht gedacht. Sie hatte die Möglichkeit noch für ein Jahr ins Ausland an eine Uni zu gehen und dort den Master zu machen (Studiengebühren wären ihr erlassen worden), aber sie hat's nicht gemacht, denn sie konnte nach den vier Jahren einfach nicht mehr. Ende, leer, ausgebrannt.
Sie hatte definitiv Potential zu mehr auch auf beruflicher Ebene und jetzt ist sie mit ihrem "normalen" Job sehr zufrieden und hegt keinerlei Karriereambitionen mehr, denn das ist doch oft deutlich anstrengender und freizeitraubender, als mancher das glauben mag.

Also, übertreib es nicht und fang nicht zu viele Dinge gleichzeitig an. Fang mal mit dem Akademiestudium in Hagen an und beleg da mal einen einzigen Kurs und dann überlegst Du nach dem Semester noch mal, ob Du der Dreifach-Belastung wirklich gewachsen bist. Denn Studium != Schule. Was Dich in Hagen in einer Lehreinheit erwartet entspricht ungefähr dem Inhalt von, sagen wir mal, 3-4 Wochen Mathe in der Schule und ist aber alles andere als Schul-Niveau. Nicht das ich Dir das nicht zutraue, aber man löst die Aufgaben nicht zwingend mal so eben nebenbei, da kann man schon mal ein, zwei Stündchen für ein Aufgäbelchen brauchen und dann musst Du das in 14-tägigen Rhythmus hinbekommen - egal, ob Du gerade für die Schule lernen musst.
Descartes
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Anmeldungsdatum: 22.01.2008
Beiträge: 1924

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 16:37:03    Titel:

Alex.01 hat folgendes geschrieben:
Hallo,

das stimmt natürlich, dazu käme auch noch der abzuleistende Wehrdienst.

Ich persönlich sehe das ähnlich wie du, jedoch würde ich rückblickend nicht meine Jugend damit zupflastern 3 Baustellen zu haben wo ich ständig für lernen müsste. Irgendwie fehlt es da an Lebensqualität wenn man es wirklich ernst nimmt und gerade diese sollte man in dem Alter genießen.

just my 2 ct


Ich werde zu 95% ausgemustert, das bleibt mir wahrscheinlich erspart.

Ansonsten muss ich sagen, dass mir natürlich klar ist, wieviel das werden kann. Wenn ich jetzt abends von der Abendschule wiederkomme (ca. 22:20), bin ich oft sehr geschafft und froh, dass ich danach endlich frei habe. Manchmal jedoch überlege ich auch, wieviel Zeit ich eigentlich verspiele durch triviale Sachen wie z.B. mal eine Sendung im Fernsehen o.ä. Diese Zeit kann ich ebenso gut in wichtigere Dinge investieren, ich muss nur darauf achten, dass ich auch ein wenig Zeit habe für meine privaten Tätigkeiten (ich bin sportlich im Verein tätig und möchte evtl. wieder in meinen alten Schachclub). Ich finde in der Woche wohl mal einige Stunden Zeit, um mich mit dem Studium zu befassen, in ruhigen Wochen ist das relativ einfach, in den letzten FOS-Wochen (also kurz vor den Abschlussklausuren) und kurz vor meiner Abschlussprüfung wird das eine Qual, aber ich denke, das festigt den Charakter Wink


Liebe Grüße
Descartes
erdbeere_
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Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 1357

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 16:47:46    Titel:

"einige stunden" bei 15 SWS sind das nicht - das kannst du locker x2 nehmen, um auf den wöchentlichen aufwand zu kommen. und dann rede ich nur vom normalen aufwand, vor den prüfungen sollte man einiges mehr lernen. gerade am anfang in den grundlagenfächern des studiums sitzt man oft doppelt so lange, wie später in den spezialisierten vorlesungen.
Alex.01
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Anmeldungsdatum: 06.02.2008
Beiträge: 240

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 16:47:46    Titel:

Beruflich gesehen ist das wirklich Top was du vorhast, unter dem Stern, dass du es auch schaffst. Aber gesellschaftlich und privat kann das wirklich vernichtend sein und irgendwann kommt der Punkt wo du das alles aufholen willst.

Da muss nur mal eine feste Freundin in dein Leben treten und du kannst gleich mal 50% deiner Freizeit abziehen. Nicht weil sie diese für sich einfordert, sondern weil du sie auch mit ihr verbringen willst. Und dann alles unter einen Hut zu bekommen wird wirklich schwierig.

Versuch es, nur versuch es so, dass es deinen eigentlichen (normalen) Zukunftsweg nicht beeinträchtigt.
Descartes
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Anmeldungsdatum: 22.01.2008
Beiträge: 1924

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 17:06:00    Titel:

Na ja, Probieren geht über studieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass das viel ist. Wird das eigentlich honoriert von Personalern? Nicht, dass das mein Hauptkriterium wäre, aber es interessiert mich natürlich. Engagement sollte sich auch irgendwo auszahlen.
Aber vor allem ist es der Spaß am Lernen und meine Wissbegierigkeit.

Liebe Grüße
Descartes
Alex.01
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Anmeldungsdatum: 06.02.2008
Beiträge: 240

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 17:23:00    Titel:

Descartes hat folgendes geschrieben:
Na ja, Probieren geht über studieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass das viel ist. Wird das eigentlich honoriert von Personalern? Nicht, dass das mein Hauptkriterium wäre, aber es interessiert mich natürlich. Engagement sollte sich auch irgendwo auszahlen.
Aber vor allem ist es der Spaß am Lernen und meine Wissbegierigkeit.

Liebe Grüße
Descartes


Teilweise mit Sicherheit, teilweise aber auch nicht, denke ich.

Fleiß und Engagement kann selten ein Nachteil sein, aber oft handelt es sich bei Leuten auch um die Klischee-Streber, ohne Freunde und meist Theoretiker. Und solche Leute sind oft Menschen die schlechte andere führen können ...
Descartes
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Anmeldungsdatum: 22.01.2008
Beiträge: 1924

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 17:30:51    Titel:

Theoretiker stimmt tatsächlich, ich bin praktisch ziemlich unbegabt, manche sagen "der typische verwirrte Prof" Laughing
Ich kenne einen Prof, der ständig seinen Kugelschreiber sucht obwohl er ihn die ganze Zeit über in der Hand hält. Das seh' ich auch bei mir, nicht ganz so schlimm, aber der Vergleich passt Rolling Eyes

Keine Freunde ist wahrlich nur ein Klischee, schön ist, dass sämtliche Freunde Studenten sind und somit ebenso wie ich wenig Zeit haben. Aber ich habe durchaus Freunde, nur eben nicht viele, da ich kaum Gelegenheiten finde, neue Leute kennen zu lernen (ich bin strikter Nicht-Alkoholiker und ebenso strikter Anti-Partylöwe) Rolling Eyes
Individualismus ist doch immer wieder amüsant, nicht wahr?
bimbo_nr_1
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
Beiträge: 1011

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 20:52:50    Titel:

Ich weiß nicht, ich finde schon, du solltest mal nen Gang runterschalten.

Was ist denn schlimm daran mit 21 zu studieren?

Immerhin hast du eine Berufsausbildung,praktische Erfahrung und die FHR.


Und nach 4-5 Jahren hast du dein Studienabschluss mit 25/26.

Was ist denn daran so schlimm? Du wirst dann wahrscheinlich immer noch über 40 Jahre arbeiten müssen.

Und warum sollte man denn immer irgendwas nützliches machen. Einfach mal nichts zu tun und abzuschalten ist auch mal wichtig.

Warum dafür nicht öfter einfach mal Urlaub machen, nachmittags ins Freibad oder sowas? Schule ist abgesehen vom Geldmangel so ziemlich die unstressigste Zeit und im Studium verbringt man die besten Jahre seines Lebens.

Ich meine was kommt danach? Danach muss man arbeiten.Was man also erreicht, ist dass man länger bis zur Rente in der Tretmühle der Arbeitswelt gefangen ist. Vielleicht kriegt man etwas schneller etwas mehr Kohle aber zahlt es sich wirklich so aus?
Descartes
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Anmeldungsdatum: 22.01.2008
Beiträge: 1924

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2008 - 21:17:41    Titel:

Abschalten ist nicht so mein Ding. Ich komme gerade vom Training, da fällt mir das Abschalten dann sehr leicht, weil mir die Knochen weh tun, aber ansonsten ist es mir lieber, etwas Sinnvolles zu tun. Ich bin kein Partytyp, ich kann mich schlecht mit Gleichaltrigen unterhalten (deswegen sind meine Freunde auch immer ca. 3 Jahre älter), das wird sich während des Studiums sicher ändern.
Lernen macht mir unheimlichen Spaß. Disco, Geburtstagsfeier etc. bedeuten Stress für mich, auch wenn das "typische" Studentenleben erfüllt davon ist bzw. sein soll. Ich mache mir also ganz bewusst Arbeit. Rolling Eyes

Liebe Grüße
Descares
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3856

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2008 - 16:33:51    Titel:

Eben. Wenn man sich partymässig nicht zweimal die Woche abschiesst, dann gewinnt man schon eine Menge aktiv nutzbarer Zeit fürs Studium. Dann sieht's ggf. auch machbarer mit dem Doppelstudium oder eine Doppelbelastung aus. Arbeitgeber wissen das sicher zu schätzen, wenn man so eine Belastung gepackt hat. Party machen und mit Freundin herumhuren kann man später auch noch.

Nicht kleckern!
Klotzen!
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