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Gedichtanalyse Andreas Gryphius - Thränen des Vaterlanden
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chibi_shizuka
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Anmeldungsdatum: 20.10.2007
Beiträge: 30
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2008 - 13:12:21    Titel: Gedichtanalyse Andreas Gryphius - Thränen des Vaterlanden

hallo

ich brauch bissel hilfe beim diesen Gedicht.

Andreas Gryphius - Tränen des Vaterlandes

1616 – 1664

Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret!
Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun
Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Karthaun
Hat aller Schweiß, und Fleiß, und Vorrat aufgezehret.

Die Türme stehn in Glut, die Kirch' ist umgekehret.
Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun,
Die Jungfern sind geschänd't, und wo wir hin nur schaun
Ist Feuer, Pest, und Tod, der Herz und Geist durchfähret.

Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut.
Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut
Von Leichen fast verstopft, sich langsam fort gedrungen.

Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod,
Was grimmer denn die Pest, und Glut und Hungersnot,
Daß auch der Seelen Schatz so vielen abgezwungen.

Die Aufgabe lautet : Analysieren Sie Inhalt und Form des Gedichtes im Zusammenhang. Stellen Sie Bezüge zur Epoche her in Ihrer Interpretation.

Also wir sollten das so machen :
leider auf den kopf sry ^^

und was ich schon für mich gemacht habe ist :

1. Einlleitender Satz:
Das Gedicht "Thränen des Vaterlandes" von Andreas Gryphius, wurde um 1636 geschrieben. Der Dichter behandelt in diesem Sonett die Thematik Zerstörung und Krieg.

2. kurze Zusammenfassung (Aussagen der Strophen mit Versangaben):

1) Gewöhnung an den Kriegszustand (Vers 1-3) und dessen Auslaugende Wirkung (Vers 4)
2) Zerstörung der Stadt; Mord und Schändung der Menschen ( Vers 5-8 )
3) Andauern des Krieges wird beschrieben (Vers 9-11)
4) Schlimmere Folgen durch den Krieg als der Tod selbst und den Glaubensverlust (12-13)

3. Kernaussage des Lyrischen "Ichs":

- Trauer über die Verlust und die Zerstörung, sowie die Warnung vor dem Krieg soll dem Menschen vermittelt werden.

mehr hab ich noch nicht. hätte ihr ein paar gute Idee und Ratschläge?
*Fleur*
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2008 - 13:51:06    Titel:

Das kommt mir irgendwie bekannt vor...ich musste auch schon mal dieses Gedicht interpretieren;)

Zitat:
Stellen Sie Bezüge zur Epoche her in Ihrer Interpretation.


Du solltest dich in deiner Interpretation vielleicht auch mit dem "Vanitas-Motiv" auseinandersetzen, was ganz häufig in dieser Epoche zum Gegenstand der Sonette wurde. D.h. alles Irdische ist vergänglich etc. .

Des Weiteren weisen Form (Sonett) und Inhalt große Antithetik auf. Auf der einen Seite besitzt das Gedicht, den für ein Sonett typischen Aufbau ohne Unregelmäßigkeiten usw. und wirkt daher sehr harmonisch. Auf der anderen Seite werden die grauenhaften Ausmaße des 30-jährigen Krieges thematisiert, die nicht so recht in dieses geordnete Schema passen.

Inhaltlich könntest du also, um einen Epochenbezug herzustellen auf das Vergänglichkeitsbewusstsein der Menschen im Dreißigjährigen Krieg, die Vanitas-Mentalität eingehen. Der Tod ist allgegenwärtig für diese Menschen.

Auf formaler Ebene solltest du dann noch auf die Bildlichkeit in diesem Sonett eingehen. Denn ebenfalls Kennzeichen dieser Epoche ist, dass durch viel Metaphorik und Rhetorik das Sonett sehr überladen wirkt.(wird manchmal auch als barocker "Schwulst" bezeichnet)

Ich hoffe du kannst damit etwas anfangen und ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

LG
chibi_shizuka
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Anmeldungsdatum: 20.10.2007
Beiträge: 30
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2008 - 13:54:46    Titel:

ja das konntest du - vielen dank

ich weiß nur nicht wie ich den Text genau aufbauen sollte , sprich wie man den am besten aufbaut.

ich dachte mit form wäre noch gemeint das man einen Jambus findet das Reimschema usw.
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