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§25II bei fahrlässigkeit in den obersatz?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> §25II bei fahrlässigkeit in den obersatz?
 
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Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
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BeitragVerfasst am: 13 Okt 2008 - 19:24:35    Titel: §25II bei fahrlässigkeit in den obersatz?

im rahmen einer hausarbeit geht es um die frage, ob es fahrlässige mittäterschaft gibt (zur kausalitätsbegründung bei gremienentscheidungen)

sollte ich da den §25II schon in den Obersatz packen?
immerhin ist das ja äußerst streitig und auch erst nach einer ausführlichen kausalitätsprüfung zu ergründen
Mama Courage
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Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2008 - 01:24:17    Titel:

Kollege, was sagt dir das Wort: Einheitstäterbegriff?
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2008 - 10:58:31    Titel:

das ist nicht hilfreich
und zudem nicht unbestritten...
Mama Courage
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Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2008 - 14:22:38    Titel:

Das ist so gut wie unbestritten. In der Rspr. wird das nicht vertreten und die Lehre macht sich auch nur vereinzelnd Gedanken, ob es sowas geben könnte iVm Wirtschaftsstrafrecht und schwieriger Zuordnung von Tatbeiträgen bei Kollektiventscheidungen, additiver Kausalität und Produkthaftung. Da kannste drüber reden, wenn du so einen Fall hast, ansonsten würd ich den §25 II nicht mitzitieren. Entscheidend ist immer noch ein gemeinsamer Tatplan und der setzt halt Vorsatz voraus.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2008 - 20:14:53    Titel:

es geht eben genau um so einen fall
die frage ist ja nicht ob es die fahrlö. mittäterschaft gibt
sondern ob man es in den obersatz packen sollte wenn man ihre existenz nach erfolgloser kausalitätsprüfung prüft
Lunabelle
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Anmeldungsdatum: 16.02.2008
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2008 - 20:30:26    Titel:

Hallo,
das Thema kam bei uns auch bei der HA dran. Wir haben sie gestern zurück bekommen.Mit Lösungsskizze vom Prof. Ich weiß aber nicht wie weit ich dir bei deiner Frage helfen darf. Hätte auch nicht nen all zu großen Lerneffekt. Vielleicht hilft es, wenn ich dir ein paar Aufsätze nenne:)

Weißer, JZ 1998,230f ; Otto, Jura 1990, 47 ff (Vorreiter glaube ich); Pfeiffer, Jura 2004, 519, 522, Puppe, GA 2004, 129, 131...

Lg lunabelle
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2008 - 21:52:49    Titel:

ich hab nun ohnehin schon abgegeben
ich will ja nicht wissen ob und wie man das lösen sollte
sondern nur ob man es im obersatz erwähnen sollte, oder nicht
ist ja eher ne formalität
NoName22
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Anmeldungsdatum: 29.09.2007
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2008 - 23:52:35    Titel:

Gehört sowohl in die Überschrift als auch in den Obersatz, wenn Du dort die Norm noch einmal zitieren willst.
igor2000
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2008 - 01:28:58    Titel:

wenn du mittäterschaft bejahst, zitieren, sonst nicht.

somit bekennt man schon im obersatz farbe, aber damit weiss der leser woran man ist.

(meine meinung)
NoName22
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Anmeldungsdatum: 29.09.2007
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2008 - 23:08:34    Titel:

Schlechte Meinung Cool Wink

Du schreibst auch bei einer einfachen Deliktsprüfung das Delikt hin, auch, wenn Du eine Strafbarkeit ablehnst.

Genau genommen würde eine solche Überschrift auch gegen den Gutachtenstil verstoßen. Du musst eine Frage aufwerfen und diese Frage in Deinem Ergebnis beantworten, und keine andere. Du kannst nicht die Frage aufwerfen, ob sich A nach § 229 strafbar gemacht hat und im Ergebnis schreiben: Er ist nicht strafbar nach §§ 229, 25 II. Insbesondere darfst Du durch die Überschrift gerade nicht das Ergebnis vorwegnehmen.

Was vom Ansatz her möglich scheint, ist eine Prüfung der Mittäterschaft unter "§ 229" und diese dann ablehnen und unten eine Strafbarkeit nach § 229 annehmen oder ablehnen (so, wie man z.B innerhalb einer Beihilfeprüfung zur Mittäterschaft abgrenzt) Dann kommst Du aber in in unserer Konstellation aufbaumäßig in Teufels Küche.

Einfacherer- und richtigerweise lautet der Aufbau: § 229 prüfen, ablehnen wg. Kausalität und dann §§ 229, 25 II prüfen.
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