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Mit 23 Jura Studium beginnen?
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Freimann
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Anmeldungsdatum: 27.10.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 01:52:01    Titel: Mit 23 Jura Studium beginnen?

Tag zusammen,

mein Anliegen mit kurzer Beschreibung der Motivation und Hintergründe zusammengefasst:

Ich möchte zum Jurastudium wechseln. Richtig, wechseln, denn ich befinde mich derzeit im 3ten Semester der Wirtschaftsinformatik. Doch Tag für Tag muss ich feststellen, dass mich weder das Studium gefällt noch die in Aussicht stehende (zu erwartende) Arbeit respektive Aufgaben.

Zufälligerweise ist mir seit kurzem Einblick in die juristische Denk& - Arbeitsweise vergönnt gewesen und ich habe mich in ihr sofort wiedergefunden, daher sehe ich hier eine echte Alternative zur Weiterführung eines unglücklichen Studiums.

Da dieses Semester gerade erst begann könnte ich dementsprechend erst zum kommenden Sommersemester wechseln und wäre dann 23 Jahre alt. Zu alt? Offenbar benötigt man min. 6 Jahre um das zweite Staatsexamen hinter sich zu bringen. Damit wäre ich 29 wenn keine Komplikationen oder Zusatzleistungen (lange Praktika, Auslandssemester etc.) dazwischen kämen. Mindert das meine Jobaussichten? (Oder ist das Alter in Anbetracht der erbrachten Punktzahl eher belanglos?).

Des weiteren müsste ich mit weniger bafög Unterstützung rechnen und evt. im späteren Verlauf des Studiums einen Kredit aufnehmen. (Schlimmstenfalls, bestenfalls bin ich zu diesem Zeitpunkt bereits durch ein Erbe abgesichert). Alternativen bestehen selbstverständlich im Jobben, bleibt dafür genügend Raum?

Ebenso steht die Akzeptanz im sozialem Umfeld zur Debatte, noch weis ich nicht, wie meine Verwandten, Freunde und Bekannten auf diese Entscheidung reagieren werden und ich frage mich wie ich auf den Vorwurf des "Lossers/Abrechers/Ewigenstudenten/Nichtsgebackenbekommers" etc. am Besten reagieren sollte. Als Vorzeigeexemplar unserer Familie wäre dieser unerwartete Abbruch bzw. Wechsel sicher mit einer reihe emotional aufgeladener Vorwürfen verbunden.

Ich hoffe ihr versteht meine Sorgen und könnt den ein oder anderen Tipp geben. Insbesondere im Bezug auf das hohe Alter.

mfg
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 03:47:54    Titel:

Beruflich gesehen wird dir dein alter nicht im wege stehen. Du bist zwar mit 23 nicht der jüngste Studienanfänger, wenn du dein studium aber in regelzeit durchziehst und mit 29-30 fertig bist, liegst du damit noch absolut im altersschnitt der absolventen und wirst wegen dem alter keine probleme bei der jobsuche haben.

Eine andere Frage ist, ob man generell bereit ist erst mit 30 tatsächlich ins Berufsleben einzusteigen. Das ist vor allem eine persönlich entscheidung, aberm ich persönlich stört bereits dass ich voraussichtlich erst mit 27-28 fertig sein werde, während alle leute um mich rum, die ne ausbildung, bachelor oder diplom gemacht haben schon mit ~23 anfangen zu arbeiten und dann bis 28 schon 5 jahre berufserfahrung vorweisen können.
Man sollte sich einfach bewußt sein dass man für ein jura studium im schnitt 7 jahre braucht und dann nur mit wirklich gutem staatsexamen aussicht auf einen guten job hat.

Wenn du das asureichend in deine überlegungen einbezogen hast und bereit bist das studium schnell durchzuziehen, wird dein Alter kein problem sein.


Jobben funktioniert imho sehr gut, weil du keine anwesenheitspflicht in den vorlesungen hast und so zumindest zeitlich nicht die Arbeit dem Studium, sondern das Studium der Arbeit anpassen kannst.
Generell lässt dir das Jura Studium alle Freiheiten die man sich nur vorstellen kann, das einzige was zählt, ist dass du die Klausuren bestehst, wie du das anstellst interessiert niemanden.
Gerade in den ersten semestern und im hauptstudium hat man imho auch genug zeit um sich sein leben selbst finanzieren zu können. Wenns in die examensvorbereitung geht wird es von der Zeiteinteilung schwieriger und mit rep kommen noch zusätzliche kosten dazu, es ist daher von vorteil sich vorher was auf die kante gelegt zu haben um sich aufs studium zu konzentrieren.

Was die soziale akzeptanz angeht, ist dass natürlich eine subjektive Sache, aber zumindest in meinem Freundes & Bekanntenkreis würde nie einer auf die idee kommen jemand der sein erst studium nach 3sem abbricht als loser / Abbrecher oder Langzeitstudent zu bezeichnen. Nach 3 sem zu merken dass einem das studium nicht liegt, ist keine Schande und besser als etwas durchzuziehen an dem man weder lust noch interesse verspürt... und auch wenn eltern sich meist erstmal querstellen bei solchen sachen, wird auch ihnen einleuchten, dass es besser ist sich früh umzuorientieren, als ein studium auf brechen und biegen durchzuziehen und dann einen job zu machen auf den man keine lust hat.
julesone
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Anmeldungsdatum: 28.05.2008
Beiträge: 402
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 06:50:37    Titel:

hm, also ich würde mir da keine sorgen machen.
ich werd 26 ende des jahres und bin auch "erst" im 5. semester. (im schwerpunkt bin ich sogar eine der jüngsten) habe zuvor auch mein bioinformatikstudium abgebrochen...ich finde sowas eher mutig als peinlich, sich selbst einzugestehen, dass die zunächst getroffene wahl einfach die falsche war und man sich nun für was anderes entscheidet.
an deiner stelle würde ich derweil ein paar vorlesungen besuchen, um zu sehen, ob du deine entscheidung auch wirklich nicht berest. denn ein erneuter wechsel wäre vom alter her, außer zu medizin Very Happy, sicherlich problematischer.
jobben geht immer. bafög gibts eh nur begrenzt. wenn du gut bist, kannst du stipendien beantragen und du musst nicht unbedingt zu einem bezahlten repititor. viele uni-interne reps halten da locker mit.
schau einfach nochmal überall rein und entscheide dich dann.
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 08:03:45    Titel:

ich sehe kein Problem, habe selbst erst mit Ende 20 Jura studiert
fuNky21
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Anmeldungsdatum: 01.08.2006
Beiträge: 92
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 08:43:40    Titel:

Hallo,

mach Dir keine Sorgen, ich hab auch erst mit 23,5 Jahren mit Jura angefangen und habe es bisher keinen Tag bereut. Es gibt nur gute und schlechte Juristen - und die guten werden immer genommen, gleich welchen Alters.

Grüße,

Faust
LiZZarD85
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Anmeldungsdatum: 14.09.2008
Beiträge: 33
Wohnort: St.Ilgen / Heidelberg /Pforzheim

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 09:09:21    Titel: Re: Mit 23 Jura Studium beginnen?

Freimann hat folgendes geschrieben:
ich befinde mich derzeit im 3ten Semester der Wirtschaftsinformatik. Doch Tag für Tag muss ich feststellen, dass mich weder das Studium gefällt noch die in Aussicht stehende (zu erwartende) Arbeit respektive Aufgaben.


Nach dieser Aussage wäre es unsinnig, dein aktuelles Studium fortzusetzen. Wenn dich in Zukunft jeder Tag an der Uni und bei deiner zukünftigen Arbeit nur noch nervt, dann ist das wohl schlichtweg die falsche Studienwahl gewesen. Vermutlich werden Eltern und VErwandte wohl darauf pochen, dass du eine Ausbildung oder so anfängst um "ins wahre Leben einzusteigen" (das würden zumindest meine tun *g*), aber hey - du musst das machen, was du für das richtige hälst. Und soo alt bist du mit 23 nun auch nicht!

Du wirst zwar nicht der Jüngste sein, aber deine 3 Semester die du jetzt schon auf ner Uni warst, kannst du als Erfahrungssemester ansehen. Wink Dass man erst kurz vor 30 fertig ist... da bist du dann nicht der einzige. Wenn ich mich in den Vorlesungen so umschaue, sitzen da sicherlich einige die schon über 25 sind Cool Den Rest haben die anderen schon gesagt!

Wenn du wechseln willst solltest du eigentlich jede Menge "Wartesemester" haben. Dann kannst du dir vermutlich sogar die Uni frei aussuchen Very Happy !
fuNky21
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Anmeldungsdatum: 01.08.2006
Beiträge: 92
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 13:45:03    Titel:

Das mit den Wartesemestern ist so ne Sache. Es handelt sich dabei ja um Zeitabschnitte, in denen er - trotz Hochschulzugangsberechtigung - nicht an einer Universität eingeschrieben war. Ich würde sagen, wenn er Bund oder Zivi gemacht hat, kommt er auf zwei Wartesemester - das ist nicht wirklich viel. Die restliche Zeit war er ja in seinem jetzigen Studiengang eingeschrieben, das wird nicht angerechnet!!!
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 15:21:04    Titel:

Zitat:
ch frage mich wie ich auf den Vorwurf des "Lossers/Abrechers/Ewigenstudenten/Nichtsgebackenbekommers" etc. am Besten reagieren sollte


Is doch dein Leben. Man sollte halt nur nen Weg finden, wie man selbst seinen Unterhalt bestreitet, da man auf fremde Hilfe nicht immer bauen kann/will und diese nicht immer selbstlos gegeben wird.
Denke, dass wohl zumeist die Leistungen honoriert werden, die sich von anderen abheben. Das klappt wohl dann am besten, wenn man an seiner Arbeit Spass hat.

Bei Jura mußt de schon eine gewisse langanhaltende Neugier und Disziplin mitbringen, denn es sind einige Scheine, Prüfungen, die man absolvieren muss und das Studium muss auch finanziert werden.
Naja .. im Grunde nimmt dir niemand die Entscheidung und das Abwägen der Risiken ab.

P.S. Falls sich Freunde von mir abwenden würden, allein weil ich mein Studium nicht geschafft habe, glaub' ich nicht, dass ich da lange nachtrauern würde.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2008 - 22:12:58    Titel:

Das ist doch keineswegs zu alt!

Ich hab mit 18 angefangen und war stets das Küken und hab mich teilweise äußerst unwohl gefühlt.

Es hat also alles seine Vor- und Nachteile.
igor2000
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2008 - 18:37:59    Titel:

warum bloß schieben so viele leute panik wegen ihres alters? mit 30 ist man doch nicht alt - da sind noch 40 jahre arbeitsleben vor einem.
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