Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Veranlassungsprinzip vs. § 935, 2 BGB
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Veranlassungsprinzip vs. § 935, 2 BGB
 
Autor Nachricht
Maiki2
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 112

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2008 - 17:24:10    Titel: Veranlassungsprinzip vs. § 935, 2 BGB

Hallo,
ich dachte immer, dass eine Sache wegen des Veranlassungsprinzips nicht nach § 935, 1 abhanden gekommen ist, wenn der (frühere) Eigentümer selbst veranlasst hat, dass er den unmittelbaren Besitz verliert (Wenn er sie verleiht etc). Aber wie lässt sich das mit § 935, 2 vereinbaren? Der mittelbare Besitzer hat ja immer veranlasst, dass ein anderer unmittelbarer Besitzer ist.

Kommt es vielleicht einfach nur darauf an, dass wer die Sache weggenommen hat? Also ob das derjenige war, dem ich den Besitz anvertraut habe oder ein Dritter? Anders kann ich mir das nicht erklären...

Vielleicht könnte ihr mir ja helfen...vielen Dank schon mal,
Maiki
Marina85
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2008 - 18:50:11    Titel:

§ 935 I S. 2 BGB sagt:
Das Gleiche gilt, falls der Eigentümer nur mittelbarer Besitzer war, dann, wenn die Sache dem Besitzer abhanden gekommen war.

Es geht also nicht darum, dass der mittelbare Besitzer dem unmittelbaren Besitzer die Sache gegeben hat, sondern dass dem mittelbaren Besitzer die Sache abhanden gekommen ist, z.B. durch Diebstahl eines Dritten.

Beispiel: A leiht dem B eine Uhr. C stiehlt dem B die Uhr und verkauft sie an D weiter.
Hier kann D das Eigentum an der Uhr nach § 935 I S. 2 BGB nicht gutgläubig erwerben, weil die Uhr dem Besitzer gestohlen wurde, also abhanden gekommen ist, während der Eigentümer nur mittelbarer Besitzer war.
Maiki2
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 112

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2008 - 12:16:34    Titel:

ja das hatte ich mir auch so ungefähr gedacht. Aber was ist dann mit dem Veranlassungsprinzip? Also unser Prof. sagte, dass eine Sache eben nicht abhandengekommen ist, wenn man sie jemand anderem gibt, weil man dann ja veranlasst hat, dass man nicht mehr Besitzer ist....
mfg
Marina85
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2008 - 12:22:38    Titel:

Ja, aber hier steht doch eindeutig im Gesetz, dass es im Fall des mittelbaren Besitzes auf das Abhandenkommen vom unmittelbaren Besitzer ankommt! Und nicht auf das Abhandenkommen des mittelbaren Besitzers. Lies dir doch mal den § 935 I BGB in Ruhe durch und versuche, das zu verstehen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Veranlassungsprinzip vs. § 935, 2 BGB
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum