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Betrieb während der Ausbildung wechseln...
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Schnee_Hase
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Anmeldungsdatum: 02.11.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2008 - 17:45:55    Titel: Betrieb während der Ausbildung wechseln...

Hi Leute,

Ich hab meine Ausbildung zur Bürokauffrau im September 08 angefangen bin aber jetzt schon sehr unglücklich. Es sind mehrere Dinge, die mich an diesem Betrieb stören, zum einen wäre da, dass uns Lehrlingen am ersten Tag verboten wurde zu rauchen aber im Büro selber, einem Mitarbeiter der schon Jahre dabei ist gestattet ist alles voll zu qualmen. Ich bin damit zwar schon zum Chef gegangen, der meinte dann nur, der Mitarbeiter muss seine Tür zu machen und dann passt das aber der Rauch zieht trotzdem durch. Auch ein Grund ist, dass ich bis jetzt keinen eigenen Arbeitsplatz habe und auch keinen mehr bekommen werde (laut des Chefs), was im Grunde ja auch nicht korrekt ist. Dann hat mich eine Mitarbeiterin dort im Büro aufm Kieker und findet immer irgendein Haar in der Suppe, zur Not wirft sie selber schnell eins rein. Sie kann nicht normal mit mir reden sondern zickt mich jedesmal an, wegen so simplen Sachen, wie, dass ich Ordner falsch im Regal eingeordnet hab oder aaaangeblich die Blumen nicht gegossen habe. Und als letztes wäre da noch, dass mich der Betrieb wegen dem Gehalt verarscht hat. Am Anfang wurde mir gesagt und im Vertrag auch vermerkt ich würde im ersten Jahr gleich das Gehalt des zweiten Ausbildungsjahres bekommen und nun plötzlich doch nicht.
Jedenfalls schleppe ich mich dort nur noch hin und mir ekelt es jeden morgen, wenn ich weiß, ich muss da hin trotten. Sicherlich gibt es Zicken in jedem Job aber es sind eben in diesem Fall noch mehr Gründe, die dafür sprechen sich was anderes zu suchen. Nun habe ich vor, mich für Lehrstellen 2009 zu bewerben und wollte euch fragen, ob ihr wisst wie man das anstellt, was man dann bei der Kündigung beachten muss und was man in die Bewerbungen reinschreiben sollte und was nicht.

Vielen Dank schon mal im Voraus,

Gruß, der Hase Surprised
NewAlly
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2008 - 18:46:18    Titel:

Erstmal die gesetzliche Seite:

Die Kündigung eines Ausbildungsvertrags ist nur in folgenden drei Fällen möglich (vgl. §15 BerufsBildungsGesetz)

1. Kündigung eines Ausbildungsvertrags während der Probezeit ist vom Ausbildenden oder vom Azubi ohne Frist und ohne Angabe von Gründen täglich möglich. Die Probezeit muss mindestens einen Monat, darf aber nicht länger als drei Monate dauern. Die Dauer wird im Ausbildungsvertrag vereinbart. Die Probezeit wird immer gerechnet ab Beginn der tatsächlichen Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb; ein verspätet abgeschlossener Vertrag verlängert deshalb nicht die Probezeit.

2. Fristlose Kündigung des Ausbildungsvertrags nach der Probezeit ist von jeder Seite möglich, aber nur wenn die andere Seite einen besonderen Grund dafür liefert (z.B. wenn der Azubi stiehlt oder andauernd den Betriebsfrieden stört oder wenn er wiederholt die Berufsschule schwänzt oder sich trotz Ermahnung geschäftsschädigend verhält). Die fristlose Kündigung kann nicht mit wochenlager Verzögerung ausgeübt werden: Entweder ist die Sache so schwerwiegend, dass eine Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses nicht zugemutet werden kann oder die Sache gilt als vergeben und verziehen. Eine fristlose Kündigung aus besonderem Grund kann auch der Azubi ausüben, wenn der Ausbildende seine Pflichten erheblich verletzt (z.B. die Fürsorgepflicht, d.h. der Azubi wird nicht vor sexuellen Belästigungen, Prügel oder gesundheitlichen Gefahren geschützt; oder z.B. Ausbildungspflicht entsprechend Vertrag und amtlichem Berufsbild). Vor solchen Schritten sollte man grundsätzlich erst mit dem Ausbildungsberater der IHK bzw. HWK sprechen.
so krass ist es bei Dir ja auch nicht

3. Normale Kündigung eines Ausbildungsvertrags nach der Probezeit. Sie ist nur durch den Azubi möglich (bzw. durch seinen gesetzlichen Vertreter) und nur, wenn der Azubi den gewählten Beruf endgültig aufgeben wird. Dabei muss vom Azubi eine Kündigungsfrist von vier Wochen eingehalten werden.


In der Praxis sieht es natürlich oft etwas kulanter aus.
Die meisten Betriebe "lassen" einen gehen, wenn man will, denn einen Auszubildenden der nicht dort arbeiten will ist auch schwer zu gebrauchen. Andere Firmen nehmen dich dann oft gerne auf, weil teilweise die Zeit anrechenbar ist und sie somit weniger Gehalt zahlen müssen.
Sobald du was neues hast -und erst dann!- kannst du einen Aufhebungsvertrag machen, wenn dein Betrieb mit deinem Weggang einverstanden ist. Ein Aufhebungsvertrag ist keine Kündigung! Im Unterschied zur Kündigung kündigt beim Aufhebungsvertrag nicht eine Partei der anderen. Beim Aufhebungsvertrag lösen Azubi und Ausbilder das Ausbildungsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen auf. Im Klartext heißt das, beide, Azubi und Ausbilder, wollen das Ausbildungsverhältnis nicht fortsetzen. Ein Aufhebungsvertrag kann also nur zustande kommen, wenn sich Ausbilder und Azubi einig sind. Den Zeitpunkt der Vertragsauflösung können Azubi und Ausbilder dabei frei vereinbaren, es gibt also keine Fristen, die eingehalten werden müssen.

Tipps für die Bewerbung findest du hier:

Wechsel des Betriebes während der Ausbildungszeit
bonni
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Anmeldungsdatum: 25.12.2007
Beiträge: 776

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2008 - 19:18:03    Titel:

wobei es schon die pflicht des unternehmens ist, dir einen arbeitsplatz zu verfügung zu stellen, sowie das gehalt wie im vertrag vereinbart zu zahlen, hast du mal mitem betriebsrat/ lehrer in der schule/ ihk geredet?
Schnee_Hase
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Anmeldungsdatum: 02.11.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2008 - 19:26:30    Titel:

Nein habe ich nicht hab nur bei der Gewerkschaft nachgefragt.
Ich hab halt gleich damit angefangen zu planen, dort wegzugehen. Zwar hab ich dort erst angefangen aber ich will ja meine Ausbildung mit Erfolg abschließen und dort sitze ich auch (da dies ein kleinerer Betrieb ist) oft ohne Arbeit da und kann dann um neue betteln. Ich will einfach nicht die 2 nächsten Jahre nur kämpfen müssen ich will ja lernen und weiter kommen. Aber wie gesagt ich hab halt keine Ahnung was ich in die Bewerbung reinschreiben darf und mit Kündigung blick ich nicht wirklich durch. Für mich ist es schon eine Versäumnis der Fürsorgepflicht, weil der Zigarettenrauch gesundheitsgefährdend ist und auch das Mobbing auf Dauer.
bonni
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Anmeldungsdatum: 25.12.2007
Beiträge: 776

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2008 - 19:31:17    Titel:

das unternehmen ist weiterhin dazu verpflichtet dir nen rauchfreien arbeitsplatz zu verfügung zu stellen, und dich auch vor dem rauch vom nachbarn zu schüten

wie gesagt, sprich mit deinem lehrer oder ihk, die können dir entweder damit helfen, das die missstände behoben werden, oder dir bei der suche eines neuen betriebes helfen, wo du dann sogar direkt in deinem lehrjahr weiter machen kannst
Annyrichie
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Anmeldungsdatum: 13.12.2008
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 13:45:55    Titel:

SUCH DIR SO SCHNELL WIE MÖGLICH EINEN NEUEN BETRIEB WENN DU UNBEDINGT WEG MÖCHTEST, am besten noch in der Probe zeit dann ist es am unkomplziertestenten, wiel du dann nur eine Kündigung einreichen musst und nich wieder kommen musst.
Schnee_Hase
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Anmeldungsdatum: 02.11.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 16:56:06    Titel:

Ja leider haben sie mich dann am 15.11.08 entlassen und mir hat keiner geholfen auch nicht die Ihk. Den zuständigen habe ich ewig versucht zu erreichen und dann hat er mir nur gesagt, er ist eh nicht für mich zuständig. Der Mobberbetrieb kommt natürlich ungestraft davon und ich kann schauen wo ich jetzt bleibe. Muss mich dann wieder bei anderen Betrieben rechtfertigen warum und wieso ich gekündigt wurde...naja so spielt das Leben.
Markus22
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Anmeldungsdatum: 04.02.2007
Beiträge: 1818

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 20:07:28    Titel:

ichabe nun zugegebenermaßen nicht alles gelesen: aber ihr dürft als azubis nicht rauchen? richtig so..lehrjahre sind keine herrenjahre..es ist durachaus nicht unüblich, dass azubis nicht rauchen dürfen...ich kenne auch firmen, da dürfen sie erst ab dem letzten lehrjahr zur weihnachtsfeier kommen (wobei ich das für weniger sinnig halte). aber zum thema rauchen: finde ich völlig ok, es ist halt eine ausbildung
Schnee_Hase
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Anmeldungsdatum: 02.11.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 20:28:53    Titel:

ja es soll auch so sein, nein ich will nur sagen, wenn uns Azubis verboten wird zu rauchen, dann soll auch ein Rauchverbot für alle des Betriebes sein und nicht so wie bei mir, dass im Büro ein Mitarbeiter rauchen durfte. Da ich überzeugte Nichtraucherin bin, war es für mich eine Qual diesen Nikotindunst jeden Tag einzuatmen wo es doch gesetzlich festgelegt ist, dass man das nicht mehr darf am Arbeitsplatz.
Markus22
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Anmeldungsdatum: 04.02.2007
Beiträge: 1818

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 20:46:07    Titel:

ah ok, das ist was anderes..dacht es wäre eine beschwerde á la: die dürfen und wir nicht..denn heutzutage vergessne azubis gern, dass ie zunächst "noch/nur" azubis sind
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