Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Exzellenter Ruf der Uni St. Gallen - Mythos oder Realität
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Exzellenter Ruf der Uni St. Gallen - Mythos oder Realität
 
Autor Nachricht
GlueckspilzartigesWesen
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 16:27:57    Titel: Exzellenter Ruf der Uni St. Gallen - Mythos oder Realität

Ich beschäftige mich in letzter Zeit verstärkt mit diesem Thema und würde gerne mit euch darüber diskutieren. Wie schätzt ihr die Uni, insbesondere deren Ansehen in der Wirtschaft ein?

Im Hinblick auf den Ruf der Uni, würde ich gerne ein wenig Input geben. Ich persönlich habe vor zwei Monaten mit dem Studium an der Uni begonnen und bin bis dato recht enttäuscht.

1. Die Kommilitonen speziell die Schweizer werden den elitären Ansprüchen der HSG keineswegs gerecht.

2. Die fachliche Betreuung ist schlecht und zahlreiche Übungen und Vorlesungen sind überfüllt (was auch am Umbau liegen mag)

3. Ich betrachte es als Ressourcenverschwendung, alle Schweizer aufzunehmen, um nach einem Jahr 1/3 wieder rauszuwerfen (allein aus Platzgründen kann es sich die Uni nicht leisten weniger stark zu selektieren)

Allerdings ist zu erwähnen, dass insbesondere die dt. Kommilitonen hochmotiviert und sehr ehrgeizig sind. Zudem möchte ich betonen, dass mir insbesondere das Coachingprogramm, die zahlreichen studentischen Initiativen, die Gute Ausstattung und die Praxisnähe positiv aufgefallen sind. Ich gehe davon aus, dass sich die Studienbedingungen im 3. Semester wesentlich verbessern. Das erste Jahr an der Uni wird nicht grundlos als Assessmentjahr bezeichnet.

Insgesamt vermute ich, dass die Uni -zumindest in der Schweiz- nicht mehr ihrem Ruf gerecht wird. Das mag daran liegen, dass die "nur" durchschnittlichen oder "unterdurchschnittlichen" Studenten (größtenteils Schweizer) nach dem Studium in der Schweiz bleiben.
Doch gerade in Deutschland genießt die HSG erfahrungsgemäßnoch einen exzellenten Ruf, was sich dadurch erklären lässt, dass fast ausschließlich Topstudenten (zumeist Deutsche) nach dem Studium in Deutschland arbeiten und ihre Perfomance dementsprechend auf die Uni als Ganze abfärbt.

Diesbezüglich verweise ich auf einen Artikel, der das oben beschriebene Problem (Die Reputation der HSG -zumal in Deutschland- lebt von den dt. Studenten) ausführlicher behandelt.

http://www.studium.unisg.ch/org/lehre/so:nsf/SysWebRessources/DieMarkeSG/$FILE/Die%20Marke%20St.Gallen-2004_Nutzerrechte%20erhalten%20am150305t.pdf

Ich freue mich auf eine sachlich fundierte Diskussion.

Liebe Grüße
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 16:41:16    Titel:

Die müssen ja auch weniger gute Schweizer aufnehmen, da sie sonst weniger von der internationalen Elite aufnehmen können.

Die Probleme sind folgende:
1. Es müssen alle Schweizer, die ein Abi haben, aufgenommen werden. Es gibt in der CH nur für Medizin und Sport einen Numerus Clausus.

2. Es dürfen höchstens 25% Ausländer an der Uni studieren. Die doofste Klausel, die es gibt. So hat man natürlich absolute top Leute aus Deutschland, aber mehr als 50% der dort studierenden Schweizer sind auf viel tieferm Niveau. Das nervt selbst mich als Schweizer - und ich war erst ein paar wenige Stunden an der HSG, um die mal anzuschauen.

Gemäss eines Freundes von mir, der auch dort studiert, muss man die HSG mittig aufteilen in Elite und Main. Die Elite hat gute Möglichkeiten, besonders, wenn sie die vielfältigen Angebote annimmt. Der Rest... naja, man schleust sie durch, um nicht zu schrumpfen.

Ein klassisches Beispiel für einen politischen Systemfehler, entstanden durch möchtegern soziales Denken: Würde man zulassen, dass mehr Ausländer kommen, und dafür Beispielsweise sagen, es darf nicht mehr als 25% der founds für die draufgehen, müssten die zwar mehr bezahlen - die Qualität und das Niveau würde aber rasant steigen...

Das Assessmentyear an- und fürsich ist aber Sinnvoll - die Abis in der Schweiz lassen sich interkantonal noch nicht vergleichen (ein weiterer Punkt, in dem wir meiner Meinung nach rückständig sind) und so hat jeder eine Chance, das Studium zu packen - wenn er geeignet ist. Wer sich selbst überschätzt, ist selbst Schuld^^
pml
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 1373
Wohnort: Ingolstadt

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 17:37:25    Titel:

Ich habe bei meinen Recherchen auch die Erfahrungen gesammelt, dass die HSG immer noch einen guten Ruf hat (wie oben beschriebenzuimndest die Top-Klasse und nicht der Main-Stream).

Bekomme aber den Eindruck, dass andere Universitäten auf der Welt sich schneller weiterentwicklen und sich deren Ruf deutlicher verbessert. Eine Analogie würde ich da mit Köln ziehen, die vor etlichen Jahren wirklich hervorragend waren, von denen man nun aber nichts besonderes mehr hört.

Vielleicht ist es aber auch nur schlechtes Marketing, was ja viele US-Unis deutlich besser beherrschen. Als außenstehender kann man sich halt nur begrenzt eine Meinung bilden über Medien etc.
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 17:39:51    Titel: Re: Exzellenter Ruf der Uni St. Gallen - Mythos oder Realitä

GlueckspilzartigesWesen hat folgendes geschrieben:
Wie schätzt ihr die Uni, insbesondere deren Ansehen in der Wirtschaft ein?

Zurecht hoch.
Zu Unrecht überbewertet.

GlueckspilzartigesWesen hat folgendes geschrieben:
2. Die fachliche Betreuung ist schlecht und zahlreiche Übungen und Vorlesungen sind überfüllt (was auch am Umbau liegen mag)

Man merkt's: Du hast offensichtlich nie in einem populäreren Studiengang in Deutschland studiert.

GlueckspilzartigesWesen hat folgendes geschrieben:
3. Ich betrachte es als Ressourcenverschwendung, alle Schweizer aufzunehmen, um nach einem Jahr 1/3 wieder rauszuwerfen

Ich betrachte es als einen Weg, jedermann gleichberechtigt eine Chance zu geben.

Auswahlverfahren und NCs in Deutschland sind dagegen ja teilweise abartig und verbauen Zukunftschancen. Fairerweise muss man natürlich sagen, dass Deutschland mehr als zehnmal so gross wie die Schweiz ist, aber ein bestimmter Studiengang an beliebten Unis natürlich nicht unbedingt grösser ausgelegt ist, so dass das Verfahren in Deutschland schwer vermeidbar ist.

GlueckspilzartigesWesen hat folgendes geschrieben:
Doch gerade in Deutschland genießt die HSG erfahrungsgemäßnoch einen exzellenten Ruf, was sich dadurch erklären lässt, dass fast ausschließlich Topstudenten (zumeist Deutsche) nach dem Studium in Deutschland arbeiten und ihre Perfomance dementsprechend auf die Uni als Ganze abfärbt.

Im Grunde ist der exzellente Ruf der Uni durch drei Dinge bedingt:

- Die Ausbildung und Lehre ist solide
- In Deutschland dürften eher deutsche Absolventen arbeiten, aber wenig Schweizer
- Die Zulassungsprüfung stellt sicher, dass die zugelassenen Ausländer meist "gute" Leute sind.

Eine solide universitäre Ausbildung und Lehre vorausgesetzt ergibt sich der gute Rufe zu einem grossen Teil durch die Zulassungshürden und die damit verbundene Auswahl "guter" Leute. Oder anders formuliert: An die HSG "schaffen" es halt nur mehrheitlich gute bis exzellente Leute. Aber die HSG hat nur begrenzten Anteil daran, diese Leute "gut" zu machen.

GlueckspilzartigesWesen hat folgendes geschrieben:
Diesbezüglich verweise ich auf einen Artikel

... dessen Link nicht funktioniert.
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 17:46:36    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:
2. Es dürfen höchstens 25% Ausländer an der Uni studieren. Die doofste Klausel, die es gibt

Was wäre deine Alternative?

Vollkommen öffnen kannst du die Uni nicht.
Dann wären zuviele Leute dort.

Und alle (inkl. Schweizer) demselben Zulassungsverfahren wie die Ausländer zu unterwerfen kannst du auch nicht. Zumindest nicht unter der Prämisse, dass die HSG eine "schweizerische" Universität bleiben soll.

In beiden Fällen würde ich den Anteil Schweizer an der Uni auf vielleicht 10 - 20% schätzen (maximal). Mit entsprechenden Folgen für die Qualifikation schweizerischer Maturanden.
VIp3ro0
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 10.10.2007
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 19:15:06    Titel:

Zitat:
Man merkt's: Du hast offensichtlich nie in einem populäreren Studiengang in Deutschland studiert.


Ich bin überzeugt, dass die Betreuung in Mannheim besser ist, auch wenn man zu spät zu den Vorlesungen oder Übungen kommt, findet man in 99% der Fälle immer noch einen Platz.
Ich persönlich habe bis jetzt jedenfalls immer einen gehabt.

Oder was ist deiner Meinung nach ein populärer Studiengang in D?
GlueckspilzartigesWesen
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 19:26:18    Titel:

Danke für den Hinweis Julius_Dolby

Folgender Link sollte funktionieren

http://www.spacefrog.ch/hsg/faz_on_hsg.pdf
comiter
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 371
Wohnort: München / Barcelona

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 20:15:21    Titel:

Dein Beitrag trägt jedenfalls nicht dazu bei das Verhältnis Deustche Schweizer zu verbessern...
Aber diese Problematik besteht sicherlich, finde ich auch nciht weiter schlimm, wenigstens hat man noch normale Leute and er Uni und man muss dass immer in relation mit Alternativen und den Kosten setzen

Ich muss jedoch auch zugeben, dass man nach bestanden Aufnahmetest sehr motiviert and ie Uni geht, sich das jedoch recht schnell relativiert, wenn du aber mal an einer anderen Uni im Ausland studierst wirst du schenll merken, dass das Niv doch recht hoch ist und zentrale Prüfunegn ohen dauernde èbungsblätter ein angenehmer Modus ist.

Die HSG ist de facto ein Massenuni geworden, aber man lernt sich durchzukämpfen und ich bracuh auch keien ÜBUNGEN undVorlesungen! Und wie in dem Artikel richtig erwähnt ist und bleibt die HSG eine Marke mit grosser Reputation in Deutschland weil sie seit Jahren gute Leute anzieht und gerade in BWL ist das was man lernt eher zweit
trangig sondern das Portenzial und die sozialen Fähigkeiten die man hat oder erwirbt essenziell udn da hat man an der HSG eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ich bin immer nochd avon überzeugt, dass für den Bachelor St. Gallen die beste Wahl preisleitunsgmässig ist und man kann dann immer noch den Master woanders machen..Und unterschätze nicht die familie Atmosphäre an der UNI / SHSG, vor allem in Zukunft
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 20:27:16    Titel:

VIp3ro0 hat folgendes geschrieben:
Ich bin überzeugt, dass die Betreuung in Mannheim besser ist

Ich nicht. Eher im Gegenteil. Weder von der Auslastung der Veranstaltungen her, noch von den - zugegebenermassen etwas subjektiv empfindbaren - Kontakten zu Übungsleitern und Tutoren. Wobei letztere auch durch mehr Fachwissen in puncto Betreuung in SG punkteten. Eines ist allerdings klar: Das Audimax in SG kann bei grossen Vorlesungen ohne Alternativ- bzw. Parallelveranstaltungen schon schneller ausgebucht sein, so dass man mit Videoschaltung vorlieb nehmen muss. Aber relativ gesehen habe ich in Mannheim auch öfter Leute auf Böden, Treppen, Bierkästen oder mitgebrachten IKEA-Klappstühlen (Nee, Spass. Das war ich) sitzen sehen, wenn sie nicht gleich wieder gegangen sind.

Einschränkend will ich allerdings sagen, dass das natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen sind, und ich in Mannheim keine Bachelorveranstaltungen kenne.

PS: Im übrigen ermöglich(t)en es die Dozierenden in St. Gallen auch wesentlich besser, sich ohne Veranstaltungen auf die schriftlichen Prüfungen vorzubereiten. In zweierlei Hinsicht: Erstens indem Sie nachvollziehbarere Vorlesungen halten, und zweitens indem der Erwartungshorizont (auch schwarz auf weiss nachlesbar) klarer abgesteckt wird.
deserter
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 445

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2008 - 22:54:45    Titel:

.

Zuletzt bearbeitet von deserter am 28 Jan 2012 - 13:13:09, insgesamt einmal bearbeitet
GlueckspilzartigesWesen
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 00:14:43    Titel:

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass sich meine Kritik nicht generell gegen alle Schweizer wendet. Selbstverständlich ist mir klar, dass es auch herausragende schweizer Studenten gibt - nur sind diese verhältnismäßig selten vorhanden. Soviel dazu.

Es ist beruhigend zu hören, dass sich die Situation von vielen deutschen Unis nicht unterscheidet. Wie bereits erwähnt erwarte ich eine deutliche Verbesserung im dritten Semester.

@ Deserter: Haben sich die Bedingungen im Vergleich zum ersten Semester verbessert?
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 08:22:11    Titel:

Die andere Frage ist dann:
Muss eine Uni, um gut zu sein, nur die besten aufnehmen? Wäre es nicht besser, wenn es gelänge, auch weniger gute aufzunehmen und diese binnen den 3 Jahren dann aber auch zu Top-Leuten auszubilden?

Ich kann es aber gut verstehen, wenn man sich behindert fühlt durch Leute, die weniger gut sind - doch du kannst auch versuchen, das beste draus zu machen.
Als ich am Gymi dieses Problem hatte, habe ich zuerst mit privatunterricht Chinesisch gelernt, dann wurde ich im Rahmen eines Begabtenförderungsprogrammes zur Uni geschickt - so konnte ich bereits Informatik studieren, nebst dem ich das Gym gemacht habe. Nun, da das Gym bald (in 2 Wochen, freu) fertig ist, werde ich auch BWL studieren gehn - und an der HSG würde ich, wenn ich freie Kapazitäten hab, einfach möglichst viele Auslandsemester und Zusatzkurse machen.
Daher mein Tipp: Verlass dich nicht auf Institutionen - du bist für dich selbst verantwortlich, also hau' rein, lern' ne Zusatzsprache, engagiere dich in ausserschulischen Aktivitäten - das kommt alles deinem CV zugute!
Condor2k
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 18.09.2006
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 09:06:27    Titel:

Zitat:
das kommt alles deinem CV zugute!


Und das ist schliesslich das wichtigste und einzig wahre!
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 13:48:36    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:
Wäre es nicht besser, wenn es gelänge, auch weniger gute aufzunehmen und diese binnen den 3 Jahren dann aber auch zu Top-Leuten auszubilden?

Theoretisch vielleicht. Praktisch halte ich das aber für Wunschdenken. Die Qualität der Absolventen ist meines Erachtens stark durch die Qualität der Immatrikulierten determiniert. Gerade, wenn es relativ gute Veranstaltungen und relativ hohe Leistungsanforderungen gibt.
wima
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1188

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 13:53:49    Titel:

In der Tat. Motivation und Aufnahmevermögen, logisches Denken und persönliche Fähigkeiten, wie z.B. Leadership wird dir eine Uni nicht von neu auf und auf einem Weltklasseniveau beibringen.
Da braucht man schon zu Beginn Rohdiamanten und nich nur irgendwelche Kohlenstoffverbindungen.
_________________
Um eine Frau oder einen Edelstein kennenzulernen, muss man beide zuerst einmal aus der Fassung gebracht haben.
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 15:21:40    Titel:

wima hat folgendes geschrieben:
Da braucht man schon zu Beginn Rohdiamanten und nich nur irgendwelche Kohlenstoffverbindungen

Naja, mit genügend Druck und Einheizen schafft man auch aus einfachen Kohlenstoffverbindungen einen Diamanten. Twisted Evil
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 17:18:56    Titel:

lol Laughing

Der Einwand ist sicher berechtigt - doch wie misst man die Eignung von jemandem für ein gewisses Studium?
Nehmen wir BWL und England:
Die verlangen einfach einen gewissen Schnitt im Abi. Nett. Jetzt ist einer super in Mathe, Englisch und Wirtschaft - hat aber eine total schlechte Note in Geschichte, da er streit mit seinem Lehrer hatte. Der Schnitt reicht nicht, obwohl die Quali vorhanden gewesen wäre.
Ein anderer aus seiner Klasse ist weniger gut in Mathe, Englisch, wenn auch nicht wahnsinnig schlecht. Nun hat er aber super französisch und geographie Noten und der böse Geschichtsleherer mag ihn und gibt ihm ne tolle Note.
Der geeignete hat also nen tiefen Schnitt, weil er sich nicht unterwarf. Der Andere ist sehr angepasst und hat einen genügenden Schnitt, kommt also dann an die Uni bei so einem Auswahlverfahren.

Natürlich könnte man das ganze auch noch gerade übers Geld regeln, was auch öfters passiert als man denkt...

Daher halte ich die Idee eines Assessment Year garnicht so abwegig....
GlueckspilzartigesWesen
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 21:55:57    Titel:

Das von dir geschilderte Beispiel ist zweifelsohne ein Extremfall und dementsprechend unwahrscheinlich. Tatsächlich sind Abiturnoten eine der zuverlässigsten Parameter, um den zukünftigen Studien- und Berufserfolg zu prognostizieren.

Meines Erachtens nähern wir uns nun einer Grundsatzdiskussion. Und zwar geht es darum, ob und wie Elitenförderung angemessen durchgeführt wird. Ich denke es steht außerfrage, dass Elitenförderung Vor- und Nachteile hat. Was ich kritisiere ist, dass das Prinzip, das dem Assessmentjahr zugrundeliegt, nicht mit den Grundsätzen von Elitenförderung vereinbar ist; d.h. entweder man bekennt sich zur Eliteförderung (dann sollte man sie aber auch konsequent betreiben) oder man setzt sich eben das Ziel, allen eine Chance zu bieten (auch denen die weniger geeignet sind). Beides ist ohne Einschränkungen nicht möglich. Da die HSG sich offensichtlich für ersteres entschieden hat, ist mir der Sinn des Assessmentjahres ein Rätsel.

Beste Grüße.


Zuletzt bearbeitet von GlueckspilzartigesWesen am 07 Nov 2008 - 14:49:16, insgesamt einmal bearbeitet
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 22:26:54    Titel:

Wie wäre es mit einem entsprechend schwierigeren Assessment jahr?

Gerade in der Schweiz sind die Abinoten ohnehin nicht vergleichbar. Die einen Gymnasien erfordern viel mehr als andere - nicht einmal die Dauer der Gymnasien ist einheitlich...

Jetzt hat man bloss die Wahler zwischen Eintrittsprüfung und Assessment Year. Ersters hat den Nachteil, dass man von wenigen Parametern auf viele schliesst - letztere den der Kosten.

Zudem korrespondiert das geistige Niveau oft nicht mit den schulischen Leistungen - und "weiche" Faktoren wie Führungsqualitäten, Auffassungsgabe und Flexibilität lassen sich nicht an den Noten ablesen, sind aber dennoch extrem wichtig für einen Betriebswirt.

Trotzdem: Die Situation ist auch für mich persönlich unbefriedigend, man müsste die HSG in zwei Teile aufspalten - eine Elite und eine Mainstream Uni. Doch dass kann sich der kleine Kanton St. Gallen niemals leisten...
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 02:47:12    Titel:

GlueckspilzartigesWesen hat folgendes geschrieben:
Was ich kritisiere ist, dass das Prinip, das dem Assessmentjahr zugrundeliegt, nicht mit den Grundsätzen von Elitenförderung vereinbar ist

Wieso nicht?

Ist halt die Identifikations- und Signaling-Phase.
Lahmshuffle
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 20:46:14    Titel:

Wer von euch hat eigentlich eine schöne Freundin?
eco²
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 08.09.2007
Beiträge: 209
Wohnort: Zürich

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 20:52:51    Titel:

ich Razz
klyzien
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 21:11:20    Titel:

@Julius_Dolby: Darf ich fragen an welcher uni du studierst?
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 21:18:05    Titel:

Ich habe auch eine schöne Freundin - fände ich sie nicht schön, wäre ich nicht mit ihr Rolling Eyes
Aber was hat das mit dem Thema zu tun?
deserter
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 445

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 10:46:43    Titel:

.

Zuletzt bearbeitet von deserter am 28 Jan 2012 - 13:13:21, insgesamt einmal bearbeitet
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 14:08:48    Titel:

Lahmshuffle hat folgendes geschrieben:
Wer von euch hat eigentlich eine schöne Freundin?

Eine?
Alter, ich studier an der HSG!
Da werd' mir bald viele schöne Freundinnen für gewisse Stunden leisten können.
Brand-Ing
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 3091

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 14:55:12    Titel:

Wie wäre es denn , wenn man aus den Abifächern gewisse "Kompetenzgruppen" bildet ?
Beispielsweise für ein Wirtschaftsstudium eine Notenkombi aus Wirtschaft (falls vorhanden, Mathe und vielleicht Deutsch). Für einen technischen Studiengang eher (Mathe, Physik, Chemie).
Is jetzt nur mal so ein Ansatz. Aber es wäre jedenfalls fairer als die gesamte Abi-Note als Bewerbungsgrundlage zu nehmen.
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 15:29:57    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Wie wäre es denn , wenn man aus den Abifächern gewisse "Kompetenzgruppen" bildet ?
Is jetzt nur mal so ein Ansatz. Aber es wäre jedenfalls fairer als die gesamte Abi-Note als Bewerbungsgrundlage zu nehmen.

Sicher. Nur: Die HSG, um die es sich hier ursprünglich drehte, tut das ja nicht. Und daran, dass die Niveaus verschiedener Gymnasien und Bundesländer (oder Kantone) schlicht deutlich stärker differieren dürften, als die ganze Notenbandbreite, die an einer solchen Uni zur NC-Zulassung führen dürfte, ändert das ja nichts.

Vereinfacht gesprochen: Die HSG hätte dann vielleicht einen Eingangs-NC von 1,4 (dt. Notenskala). Jedoch dürfte die Benotung ein- und derselben Leistung in deutschen Ländern, geschweige denn an deutschen Schulen um mehr als eine halbe Note differieren. Von ausländischen Notensystemen ganz zu schweigen.

Abgesehen von der nötigen (und politisch gewollten) Unterscheidung in Inländer und Ausländer herrscht da an der HSG weitgehend das Prinzip maximaler Gleichbehandlung vor: Jeder macht dasselbe Aufnahmeverfahren durch - und (nur) auf dessen Basis wird entschieden.

Finde ich irgendwie "gerecht".
murania
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 15:40:28    Titel:

Brand-Ing hat folgendes geschrieben:
Wie wäre es denn , wenn man aus den Abifächern gewisse "Kompetenzgruppen" bildet ?
Beispielsweise für ein Wirtschaftsstudium eine Notenkombi aus Wirtschaft (falls vorhanden, Mathe und vielleicht Deutsch). Für einen technischen Studiengang eher (Mathe, Physik, Chemie).
Is jetzt nur mal so ein Ansatz. Aber es wäre jedenfalls fairer als die gesamte Abi-Note als Bewerbungsgrundlage zu nehmen.

Das bringt auch nicht wirklich viel. Ich kenne viele die ein sehr gutes Abi haben, aber im Studium nicht besonders toll sind. Es gibt keine wirklich gute Lösung für dieses Problem. Eine schwer zu realisierende Lösung wäre, dass man jeden zulassen würde und durch schwere Klausuren/Prüfungen nur wenige durchkommen zu lassen.
_________________
Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten.
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 15:53:11    Titel:

Zitat:
Eine schwer zu realisierende Lösung wäre, dass man jeden zulassen würde und durch schwere Klausuren/Prüfungen nur wenige durchkommen zu lassen.


Für Schweizer Studenten ist das ja so - nennt sich dann eben "Assessment Year".
Man legt einfach eine gewisse Anzahl Studenten pro Jahrgang als richtwert fest und schaut, dass dann nur etwa soviele durch die Prüfungen kommen (auch wenn das natürlich von offizieller Seite nie zugegeben würde...)
Lahmshuffle
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2008 - 22:10:42    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Lahmshuffle hat folgendes geschrieben:
Wer von euch hat eigentlich eine schöne Freundin?

Eine?
Alter, ich studier an der HSG!
Da werd' mir bald viele schöne Freundinnen für gewisse Stunden leisten können.


Genau das wollte ich hören! You just made my day!
klyzien
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 17:44:04    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Lahmshuffle hat folgendes geschrieben:
Wer von euch hat eigentlich eine schöne Freundin?

Eine?
Alter, ich studier an der HSG!
Da werd' mir bald viele schöne Freundinnen für gewisse Stunden leisten können.

Du passt genau in mein Bild von den Studenten der HSG , mein Freund.
Denkst, dass du Elite bist und schwingst hier ne große Fresse.
nurnachvorn
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 115

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2008 - 18:25:09    Titel: ...

Sorry, aber des is hier doch wohl alles gerade absolut off-topic!!! Evil or Very Mad
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2008 - 18:43:24    Titel:

nicht nur OT, sondern irgendiwe doof.

Zitat:
Du passt genau in mein Bild von den Studenten der HSG , mein Freund.
Denkst, dass du Elite bist und schwingst hier ne große Fresse.


Dass der es ironisch gemeint hat, liegt ja wohl nun mehr als auf der Hand...

Könnte nicht einmal ein BWLer eine qualitative und quantitative Analyse der Situation machen? Wink
Und was ist überhaupt eine "gute Universität"?
Julius_Dolby
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2008 - 23:28:05    Titel: Re: ...

nurnachvorn hat folgendes geschrieben:
Sorry, aber des is hier doch wohl alles gerade absolut off-topic!!!

Ist es?
Machen nicht die Studenten/Absolventen ("Das Bild von den Studenten") einer Uni massgeblich deren Ruf aus? Wink
licrerpol
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 00:10:45    Titel:

Doch. Und gerade deswegen ist es keine Eliteuni.
_________________
Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 00:28:53    Titel:

Zitat:
Doch. Und gerade deswegen ist es keine Eliteuni.


Hmm, in nem post vorher hast du gerade die ETH als Eliteuni bezeichnet... wo genau ist denn da der Unterschied?

Langsam habe ich das Gefühl, dass dieser Threat dazu dient, möglichst die eigene Uni zu loben...
licrerpol
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 14:51:58    Titel:

ETH Top, HSG Flop.
Hat sowohl etwas mit den Studenten resp. Absolventen als auch mit der Lehre und Forschung zu tun. JMHO.
_________________
Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.
Adgjp
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 16:55:57    Titel:

Mal ganz ehrlich: Es ist schon ziemlich traurig, dass sich interessierte User diesen hirnverbrannten scheiss, den ihr von euch gibt, anhören müssen. Wie wärs, wenn ihr sinnvolle Beiträge liefert, statt euch die ganze zeit über andere unis zu mockieren?? Ich hab's gefühl, jeder von euch verbringt mind. einen monat seiner lebenszeit damit, rankings durchzublättern und vergleiche anzustellen- erbärmlich. Wen interessierts, ob Uni xy in dem ranking auf platz 7 ist und auf dem anderne auf platz 3? Wer gut ist, meistert das leben ohnehin.

Zum Thema HSG: ich bin hier auch student; ich fühl mich nicht als "elite" und mich nerven diese eingebildeten Typen genauso. Ich find's sowieso abscheulich, wie 20 jährige BWL-Studenten sich für elitär halten, wo sie 1) überhaupt keinen beitrag für die gesellschaft leisten und 2) ein wirklich simples fach studieren. Elitär sind für mich vielmehr solche Leute, die in wirklich anspruchsvollen disziplinen (Philosophie, Ingenieur, Econ, etc) aufblühen. Ein Econ-Prof verdient weitaus mehr geselllschaftliche Anerkennung als ein banker bei goldman- "Elitär" ist man nicht, weil man viel geld verdient.

Allerdings: Diese skizzierten Studis, die gibts nicht nur hier, sondern überall. Ich kenne genügend WHUler und EBSLer. Ist halt 'ne krankheit dieser studentengeneration.
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 19:27:17    Titel:

@licrerpol: Hör mal, ich glaub wir kennen jetzt deine Meinung. Was mich interessiert ist das WARUM.
Ich steh vor dem Abi und weiss noch nicht 100%ig, an welche uni ich BWL oder VWL studieren gehen werde - überlege mir jedoch, an die HSG zu gehen.
Daher würde mich interessieren, was denn genau die ETH besser macht bei der Ausbildung ihrer Studenten. Mich interessieren Fakten, nicht Emotionen - dass die ETH das schönere Gebäude hat, weiss ich selbst.
kuaruwadugu
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 15.04.2008
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 19:42:27    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:

Ich steh vor dem Abi und weiss noch nicht 100%ig, an welche uni ich BWL oder VWL studieren gehen werde - überlege mir jedoch, an die HSG zu gehen.
Daher würde mich interessieren, was denn genau die ETH besser macht bei der Ausbildung ihrer Studenten. Mich interessieren Fakten, nicht Emotionen - dass die ETH das schönere Gebäude hat, weiss ich selbst.


Dir ist klar dass du an der ETH weder BWL noch VWL studieren kannst?
licrerpol
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 19:46:56    Titel:

Aremonus: Willst du in St. Gallen Maschinenbau studieren? Oder doch lieber Architektur? ^^
Ich hab dir schon mal mehrere Punkte gepostet, die ich an der HSG ungenügend finde. Einfach die Augen aufmachen.
Kannst gerne mal ne Vorlesung in St. Gallen besuchen. Insbesondere im Grundstudium. Wirst schnell merken, was an der HSG mangelhaft ist. Ob der Campus schön ist oder nich, ist eigentlich ziemlich egal. Wenn es nur um das Aussehen des Campus gehen würde, würden beispielsweise alle schweizer Wiwis in Basel studieren.
_________________
Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 20:05:29    Titel:

Ja, ist schon klar, hätte an der ETH auch eher Physik gewählt und wäre dann später Richtung Wirtschaft. Physiker sind wohl die besten quantitavien Analysten^^

Aber worum es mir Grundsätzlich geht ist die Frage nach den genauen Ursachen deiner Aussagen. In diesem Threat hast du noch nix dazu gesagt, und ich bin noch nicht lange im Forum.
Könntest du mal deine Hauptkritikpunkte aufzählen? An welcher Uni würdest du dann BWL studieren? Basel? WHU?

In London und den USA geht der BA 4 Jahre, auch nicht gerade mein Traum...

Was für mich bis jetzt entscheidend war bei der HSG waren ihre guten internationalen Connections - ich möchte möglichst viel herumreisen während dem Studium - aber ich möchte eigentlich schon lieber etwas eher Anspruchsvolles...
licrerpol
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 20:28:35    Titel:

Also...

Erstens: Wenn du dir überlegst BWL zu studieren, dann weiss ich nicht, wieso dich ein Physikstudium ebenfalls interessiert? Klar kannst du als Physiker in der Wirtschaft tätig sein. Aber die ökonomischen Kenntnisse sind dabei völlig unwichtig. Der einzige Grund, weshalb Physiker eingestellt werden ist, dass sie sich mit Wahrscheinlichkeiten viel besser auskennen als Ökonomen. In der Regel übernehmen sie aber Aufgaben, welche ökonomisch nicht sonderlich gehaltvoll sind.

Wo und was du studieren willst, kannst nur du entscheiden. Du wohnst ja in der Schweiz. Schau dir die verschiedenen Unis an. Deutsche Unis kenne ich keine, deswegen kann ich dazu nichts sagen.

St. Gallen ist bekannt für die wirtschaftliche Verankerung. Ob die HSG deswegen zu bevorzugen ist, wage ich zu bezweifeln. In den letzten Jahren ist in Basel, Bern und Zürich (Uni) einiges gegangen in Bezug auf Messen, Workshops und Gastreferaten.

Das Ansehen der HSG ist jedoch immernoch enorm. Ich denke aber nicht, dass dies noch lange der Fall sein wird. Der Forschungsoutput ist mager, verglichen mit Zürich und Basel (jedoch sind diese beiden Standorte vorallem stark in der VWL).

Das Betreuungsverhältnis an der HSG ist auch nicht das beste. Habe ich als Besucher so erlebt, aber auch meine Bekannten haben das bestätigt.

Schau dir deine Favoritenunis an und entscheide für dich.

Viel Erfolg.
_________________
Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.
testest
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 20:56:38    Titel:

Zitat:
Der Forschungsoutput ist mager


http://www.handelsblatt.com/_t=dgtool,id=16,obj=1;singleclip

Ist doch nun wirklich sehr ordentlich.
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 21:24:29    Titel:

Bei Phyik: Ich war lange hin- und hergerissen zwischen Wiwi und Physik, ist beides äusserst interessant.
Letztendlich hab' ich mich dann aber für Wiwi entschlossen.

In Basel habe ich im Rahmen eines Begabtenförderungsprogrammes 1 Jahr neben dem Gymnasium studiert und das Niveau dort ist nicht gerade hoch. Einige sagen, dass es nicht vergleichbar sei mit der HSG - aber wie du gesagt hast: Es ändert sich schnell.

Bern ist auch nicht so toll und Zürich würde ich vorallem für VWL nehmen - dort soll die Qualität höher sein als an der HSG.

Gemäss SwissUP ist das Betreungsverhältniss bei BWL/VWL bei allen Unis hier nicht so toll; die Schwankungen sind jedoch um etwa 5% herum (ausser die Uni Genf, bei der ist es viel schlechter).

Bei VWL sind St. Gallen & Zürich Spitze bei Veröffentlichungen - Faktoren vor den anderen Unis (wobei Zürich noch besser ist als St. Gallen). Bei BWL habe ich keine Zahlen.

Grundsätzlich kämen also Zürich und St. Gallen in Frage. Zürich hat jedoch nicht so gute Internationale Kontakte, besonders in Asien - daher halte ich persönlich St. Gallen schon für die derzeit noch beste BWL-uni in der Schweiz und eine der besten auf dem europäischen Festland.

Trotzdem würde mich noch immer interessieren, was dich genau an der HSG stört.
also:
- Betreungsverhältniss
was noch?
wima
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1188

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 21:54:53    Titel:

Zitat:

Zum Thema HSG: ich bin hier auch student; ich fühl mich nicht als "elite" und mich nerven diese eingebildeten Typen genauso. Ich find's sowieso abscheulich, wie 20 jährige BWL-Studenten sich für elitär halten, wo sie 1) überhaupt keinen beitrag für die gesellschaft leisten und 2) ein wirklich simples fach studieren. Elitär sind für mich vielmehr solche Leute, die in wirklich anspruchsvollen disziplinen (Philosophie, Ingenieur, Econ, etc)

aufblühen. Ein Econ-Prof verdient weitaus mehr geselllschaftliche Anerkennung als ein banker bei goldman- "Elitär" ist man nicht, weil man viel geld verdient.

Congrats das Niveau dieses Threads wurde temporär erhöht.

Zitat:

Also...

Erstens: Wenn du dir überlegst BWL zu studieren, dann weiss ich nicht, wieso dich ein Physikstudium ebenfalls interessiert? Klar kannst du als Physiker in der Wirtschaft tätig sein. Aber die ökonomischen Kenntnisse sind dabei völlig unwichtig. Der einzige Grund, weshalb Physiker eingestellt werden ist, dass sie sich mit Wahrscheinlichkeiten viel besser auskennen als Ökonomen. In der Regel übernehmen sie aber Aufgaben, welche ökonomisch nicht sonderlich gehaltvoll sind.

Wo hast du denn das her. Für einen Physiker ist Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht so relevant und er kennt sich damit nicht so aus. Vielleicht eine WahrscheinlichkeitsRECHNUNG Vorlesung.
Warst du schon mal in einer Bank oder IB. Wer macht dort die anspruchsvollen Quantitativen Aufgaben? Bei Versicherungen ist es ähnlich. Risk Management kann schon anspruchsvoll sein. Klar braucht man dafür WR oder besser W-Theorie.

Zitat:
Ja, ist schon klar, hätte an der ETH auch eher Physik gewählt und wäre dann später Richtung Wirtschaft. Physiker sind wohl die besten quantitavien Analysten^^


Was ist ein quantitativer Analyst? Meinst du die Typen in IBs.
_________________
Um eine Frau oder einen Edelstein kennenzulernen, muss man beide zuerst einmal aus der Fassung gebracht haben.
Aremonus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 22:08:39    Titel:

Zitat:
Was ist ein quantitativer Analyst? Meinst du die Typen in IBs.


Naja, auch in Versicherungen - einfach alle, die - wie du gesagt hast - quantitative Analysen machen Laughing
Hrvati
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 21.09.2008
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 22:17:11    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:
[...]
In London und den USA geht der BA 4 Jahre, auch nicht gerade mein Traum...
[...]


kleiner Einwurf um die Fakten klarzustellen: Der BA in London (spreche hier von der LSE, beim Rest dürfte es aber genauso sein) geht nur 3 Jahre, in den USA dagegen sind es 4.
saniblitz
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen

Anmeldungsdatum: 18.02.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2008 - 22:20:41    Titel:

Aremonus hat folgendes geschrieben:
[...]
In [...] den USA geht der BA 4 Jahre, auch nicht gerade mein Traum...
[...]


Liegt aber nur daran, dass die im ersten Jahr das nachholen, was man in Europa in der Kollegstufe/etc. gelernt hat, bei den Amerikanern ist der schulische Weg zur Hochschulreife nämlich kürzer (ich glaube um genau dieses eine Jahr).
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Exzellenter Ruf der Uni St. Gallen - Mythos oder Realität
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum