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Lernstrategie Jura: Eure Empfehlung
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°Mju°
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Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 71
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BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 17:44:11    Titel: Lernstrategie Jura: Eure Empfehlung

Hi, bin jetzt mittlerweile im 4. Semester, aber imme rnoch auf der Suche nach der idealen Lernmethode. Da es im Moment knüppeldick kommt und ich 11 Vorlesungen ca höre, suche ich nach der effektivsten Lernmethode... Bislang habe ich immer die Bücher gelesen, eigenen Skripte draus gemacht und damit gelernt...das erscheint mir aber momentan schier unmöglich, allein das Verwaltungsrecht BT Buch hat ca 600 Seiten...

Wie geht ihr vor?

MfG
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 17:47:52    Titel:

Das ist es auch. Gut, dass du an deiner Methode zweifelst, denn es ist noch nicht zu spät. Ich bin auch mit meinen Selfmade-Karteikarten schnell an meine Grenzen gestoßen, mache sie mir mittlerweile nur noch für wirklich wichtige Themen und Streitstände. Ich empfehle das Lernen anhand von guten Skripten (von Hemmer deren Basics, ansonsten finde ich A/S besser) und parallel Fallmaterial. Lehrbücher nur zu Rate ziehen, wenn es um wichtige Details geht (z.B. Argumente von Streitständen) oder um Verständnisfragen. Eine hervorragende Kombination sind die Bücher von Rolf Schmidt, mit denen ich bisher sehr gut gefahren bin und die das Lernen enorm effizient machen. Die zusammen mit Skript und Fällen sind m.E. die beste Methode. Nur Finger weg von Professoren-Schinken, die meisten sind schlicht als untauglich zu bezeichnen.

Ansonsten: Benutz mal die Such-Funktion. Dürftest eine ganze Reihe von Threads finden, in denen gute Tipps gegeben werden.
°Mju°
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Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 71
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 21:45:23    Titel:

Machst du denn von den Skripten nochmal eigene Mitschriften? Ich hab immer das gefühl, dass ich allein durchs lesen halt nix aufnehme...ich kauf auch nicht nur lehrbücher, sondern teilweise halt auchskript, das ist fachabhängig. in Verwaltungsrecht BT hab ich das von Dietlein Brugi, Hellmann und das würde ich keinem ans Herzen legen, das ist ein echter Totschläger...

In Handels- und Gesellschaftsrecht hat die Professorin ein Buch geschrieben, das hab ichmir bestellt, mal sehen...in Verfahrensrecht (ZPO, StPO) hab ichalpmann schmidt....

Nur mal ein beispiel bei verwaltungsrecht, hätte ich da nach skripten geguckt, hätte ich bei alpmann/schmidt 60 euro bezahlt, weil da sin drei bücher geteilt ist und die haben auch jedes ca 200 seiten...

aber ichstoß grad lerntechnisch massiv an meine grezen, hab heute 60 seiten VerwR bt zusammengefasst, da ist der Tag zuende....
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 21:54:20    Titel:

Ja, bei der Stoffmenge ist Jura halt unter den Top 3, das gehört dazu. Nur keine Panik bekommen. Wenn die Panik kommt, als Strafe den Schinken in die Ecke werfen und wieder prinzipielle Dinge lernen. Die sind die halbe Miete. Ich empfehle außerdem sportliche Aktivitäten, dürfte in der Examensvorbereitung unabdingbar sein, um nicht verrückt zu werden.

Und hör bitte, bitte auf deine Arbeit nach getanen Seiten zu bemessen. Jeder der das tut, wird früher oder später verzweifeln oder scheitern. Ich brauche manchmal einen ganzen Tag für 2-3 Seiten, hab es dafür aber dann durchdrungen. Das ist mehr wert, als 20-30 Seiten, aber nur so halb wissen und nicht in der Klausur anwenden können.

Handels- und Gesellschaftsrecht um Himmels Willen kein Buch kaufen (obwohl, wenn du Grunewald meinst, das ist zum Nachschlagen (!) nicht schlecht). Sofern du nicht im Schwerpunkt bist, reichen Basis-Kenntnisse absolut aus. Die sind schwer genug (§ 15 HGB, Kapitalerhaltung und andere Leckereien).
°Mju°
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Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 71
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 22:44:36    Titel:

Na klar, die Gruni, die ist ja auch an meiner Uni Wink

Ich denke, man bemisst das nach Seiten, weil du ja weißt, wenn du ein komplettes Skript haben willst, dann musst du halt alle Seiten durcharbeiten...für michhat das Erstellen des Skripts aber noch nichts unmittelbar mit lernen zu tun, deshalb bemesse ich das so. Das eigentliche Lernen erfolgt ja dann erst mit dem Skript...und aufgrund dieses Aufwands erscheint mir die methodik ineffizient. auf dr anderen Seite reicht lesen alleine nicht aus.

In Handels-und Gesellschaftsrecht hab ich moomentan leichte Probleme mit der Abgrenzung §2 und §5, komme da mit den Begrifflichkeiten auch leicht durcheinander...aber das ist ja hier nicht thema...

sport mache ich jetzt schon und zwar immer 3 mal die woche studio (nein, kein Asozial-auf-Masse-pumpen) und einmal laufen. Ist wirklich notwendig, sonst wird man nur noch zum Zimmerhocker Wink

Das ding ist, ich wollte die Sachen dieses Semester souveräner angehen, da ich auch schon bezüglich des Grundstudiums scheinfrei bin, aber ich will halt auf der anderen seite auch alles mitnehmen und wenn ich was mache, dann vernünftig...

Naja, vielleicht haben auch noch andere lernstrategien zum mitteilen Wink? bin dir für deine tipps sehr dankbar.
Ant-Man
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 240

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2008 - 22:45:20    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:

Und hör bitte, bitte auf deine Arbeit nach getanen Seiten zu bemessen. Jeder der das tut, wird früher oder später verzweifeln oder scheitern. Ich brauche manchmal einen ganzen Tag für 2-3 Seiten, hab es dafür aber dann durchdrungen. Das ist mehr wert, als 20-30 Seiten, aber nur so halb wissen und nicht in der Klausur anwenden können.


Sehe ich genauso. Es gibt Tage, da arbeite ich 9 Stunden lang durch und habe am Ende nur 5-15 Seiten gelesen. Solange man aber ständig am Ball bleibt, sollte es keine Probleme geben.
TanteKäthe
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Anmeldungsdatum: 15.03.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2008 - 00:06:52    Titel:

ich hab die erfahrung gemacht, dass es hilft am anfang, um in den stoff rein zu kommen und einen kleinen überblick über problemklassiker zu bekommen, ein paar fälle aus den hemmer heftchen zu machen - kann natürlich sein, dass es auch andere fallbücher gibt, die einem da helfen (zB die die aussehen wie die "3 fragezeichen", falls ihr wisst welche ich meine, mir fällt da grad der name nicht ein;-)
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2008 - 09:09:52    Titel:

Wie sehr wir dieses Problem doch alle kennen...

°Mju° hat folgendes geschrieben:
Machst du denn von den Skripten nochmal eigene Mitschriften? Ich hab immer das gefühl, dass ich allein durchs lesen halt nix aufnehme...


Ja, genau das Gefühl habe ich auch. Wenn ich lese, merke ich mir nichts und das Schlimmste: Man kann später nichts mehr nachschlagen, wenn man was sucht. Deshalb habe ich schon im 1. Semester angefangen, mir Karteikarten bzw. jetzt eher eigene Skripten über den wichtigen Stoff (der in Klausuren relevant wird) zu schreiben. Durch die eigene Zusammenstellung von Lernmaterial lernt man ungemein... Ich habe festgestellt, dass diese Lernmethode vorteilhaft ist, weil man so später, wenn man Klausuren schreibt, immer sofort weiß, wo man innerhalb der eigenen Materialien nachschlägt. Diese sind natürlich später noch unvollständig, aber können ja vervollständigt werden.
Ich habe auch keine "geordente" Methode: Skript oder Karteikarte, sondern mache es immer so, wie es mir für mein jeweiliges Fach am besten passt, manchmal auch gemischt.

Wichtig dabei ist aber, dass man nicht das Lehrbuch abschreibt oder zusammenfasst, da wäre der Sinn wieder verfehlt... Man muss irgendwie ein Gespür dafür bekommen, was wichtig ist, also welche Probleme und wo sie relevant werden (immer innerhalb von Prüfungsschemata lernen!). Dafür gibt es auch kein Patentrezept, das ist in jedem Rechtsgebiet anders...
In manchen Rechtsgebieten kann man aber sehr gut strukturiert lernen, insbes. im öffentlichen Recht, weil man dort immer ein Grund-Aufbauschema hat und "nur" die Probleme der einzelnen Merkmale lernen muss, ebenso im Strafrecht (sofern man den AT beherrscht).

Im Zivilrecht finde ich es sehr sehr schwer, v.a. in den Nebengebieten Confused .

Ach ja, und 11 Vorlesungen in einem Semester ordentlich nacharbeiten, ist unmöglich… Such dir lieber das Wichtigste raus und den Rest (insbes. Nebengebiete) machst du später. Ansonsten hast du nachher überall „schlampig“ gelernt.
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