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-sin- Junior Member


Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 61
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Verfasst am: 10 Nov 2008 - 15:00:55 Titel: positiv / negativ? |
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Hallo, dass ist für euch wahrscheinlich eine ziemlich simple frage aber ich komme damit ständig durcheinander.
Also, es heißt ja am Spannungserzeuger herrscht am Pluspol ein Elektronenmangel (er ist positiv geladen) und am Minuspol ein Elektronenüberschuss (er ist negativ geladen).
Dann heißt es der Fluss ist (logischerweise) vom Elektronenüberschuss zum Elektronenmangel.
Das widerspricht sich aber damit das wir sagen der Strom fließt von + nach - ...
Mir wird nicht ganz klar, dass wenn wir im Physikunterricht z.b. eine positiv-geladene Kugel an ein Elektroskop näheren, ob diese Kugel dann einen Elektronenüberschuss oder Mangel hat.
Ich hoffe ihr könnt mich aufklären.
gruß |
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Fourier Full Member


Anmeldungsdatum: 19.01.2008 Beiträge: 203
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Verfasst am: 10 Nov 2008 - 16:10:41 Titel: |
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| Du hast recht. Geschichtlich bedingt hat sich die Stromrichtung von + nach - eingebürgert (technische Stromrichtung), auch wenn dies in der Realität nicht der Fall ist. Man müsste jeweils genau angeben. |
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-sin- Junior Member


Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 61
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Verfasst am: 10 Nov 2008 - 16:15:46 Titel: |
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| Fourier hat folgendes geschrieben: |
| Du hast recht. Geschichtlich bedingt hat sich die Stromrichtung von + nach - eingebürgert (technische Stromrichtung), auch wenn dies in der Realität nicht der Fall ist. Man müsste jeweils genau angeben. |
ja, dass weiß ich auch jedoch bin ich immer noch verwirrt. Vllt. sollte ich konkreter werden:
1.) Was heißt es jetzt wenn wir im Physikunterricht von einer positiven Ladung sprechen? Herrst ein Elektronenüberschuss oder Mangel vor?
2.) Heißt das jetzt, wenn ich ein Metall aufladen will bzw. einen Elektronenüberschuss erzeugen will, ich dieses Metall an den negativen Pol des Spannungserzeugers halten muss?
3.) Das würde bedeuten alles fließt von - nach +, jedoch, in welchem zusammenhang steht das mit den Schaltplänen. ich meine da fangen wir ja auch nicht an sie von hinten zu lesen... |
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-sin- Junior Member


Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 61
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Verfasst am: 10 Nov 2008 - 16:59:15 Titel: |
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kann mir niemand eine antwort auf die oben gestellten drei fragen geben, oder will niemand ?? |
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Freunde der Sonne Senior Member


 Anmeldungsdatum: 17.08.2008 Beiträge: 721 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 10 Nov 2008 - 17:54:06 Titel: |
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Denkst du, wir werden hier für das Antworten bezahlt, oder wie schnell soll das deiner Meinung nach gehen???
zu 1) Du solltest Ladung nicht mit Stromfluss verwechseln. Wenn man sagt, die Ladung sei positiv, dann ist sie auch positiv.
zu 2) Willst du ein Metall negativ aufladen, dann musst du es auch da ran halten, wo ein Elektronenüberschuss (=negative Ladung) herrscht. Das sollte trotzdem nicht so einfach sein, wie man denkt, würde ich zumindest mit meinen begrenzten Chemie-Kenntnissen mal behaupten...  _________________ Wenn ich lachen will, dann geh ich ins Philosophie-Forum!
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"Dumm sein heißt glücklich sein!" (Jack London) |
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-sin- Junior Member


Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 61
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Verfasst am: 11 Nov 2008 - 14:52:48 Titel: |
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| Freunde der Sonne hat folgendes geschrieben: |
Denkst du, wir werden hier für das Antworten bezahlt, oder wie schnell soll das deiner Meinung nach gehen???
zu 1) Du solltest Ladung nicht mit Stromfluss verwechseln. Wenn man sagt, die Ladung sei positiv, dann ist sie auch positiv.
zu 2) Willst du ein Metall negativ aufladen, dann musst du es auch da ran halten, wo ein Elektronenüberschuss (=negative Ladung) herrscht. Das sollte trotzdem nicht so einfach sein, wie man denkt, würde ich zumindest mit meinen begrenzten Chemie-Kenntnissen mal behaupten...  |
Sorry, war net böse gemeint.
Mh, danke soweit. Aber was ist mit meiner dritten Frage? wenn an - der Elektronenüberschuss vorherscht dann muss doch der Strom von - nach + fließen. Wieso sagen wir dann aber immer er fließt von + nach - ? Und ich weiß das es in der Geschichte vertauscht wurde aber das ist doch kein Argument finde ich. Der elektronenfluss ist immer noch umgekehrt zu dem wie wir z.b. einen schaltplan lesen. man kann doch jetzt net einfach sagen ich lese den schaltplan von hinten und es kommt das gleiche raus... |
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-sin- Junior Member


Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 61
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Verfasst am: 12 Nov 2008 - 01:39:03 Titel: |
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bitte eine antwort auf die letzte frage  |
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as_string Senior Member


Anmeldungsdatum: 05.08.2006 Beiträge: 2622 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: 12 Nov 2008 - 02:03:24 Titel: |
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Hallo!
Ja, in einem normalen Leiter z. B. fließen die negativen Ladungen (also Elektronen) und die positiven bleiben ortsfest (also die Protonen in den Atomkernen, die normalerweise eine einigermaßen feste Position innerhalb eines Gitters haben). Das bedeutet, die Ladungsträger fließen bei einem Stromfluß im Metall entgegen der technischen Stromrichtung.
Schaltpläne musst Du gemäß der technischen Stromrichtung lesen. Allerdings sind viele Bauteile unabhängig von der Stromrichtung. Z. B. ist es einem Widerstand egal, in welche Richtung der Strom fließt. Heiß wird er trotzdem. Bei Bauteilen, bei denen es wichtig ist, wie z. B. einer Diode oder einen Transistor, etc. ist die Konvention einfach so, dass es mit der technischen Stromrichtung passt. Wenn also eine Diode von links nach rechts für Strom durchlässig ist, bedeutet das einfach, dass eigentlich die Elektronen von rechts nach links durch die Diode fließen können. Von außen sieht man das aber nicht und da alles was Schaltpläne betrifft immer von der technischen Stromrichtung ausgeht, kann man einfach so tun, als ob alles von + nach - fließt, obwohl eher Elektronen von - nach + transportiert werden.
Der Strom ist ein abstrakteres Konzept. Wenn sich eine Reihe negativer Ladungsträger in die eine Richtung bewegen, ist der Stromfluss entgegen und hat die selben Auswirkungen (z. B. Magnetfeld), wie wenn positive Ladungsträger in die andere Richtung fließen würden. Z. B. hat man bei Halbleitern auch häufig die sog. "Löcherleitung". Man kann ein Loch, also ein fehlendes Elektron, dann nämlich ähnlich wie eine fließende positive Ladung sehen. Das ist ähnlich wie eine Luftblase, die im Wasser aufsteigt.
Generell kann man aber auch wirklich Ströme aus positiven Ladungsträgern haben, bei denen dann die Stromrichtung und die Bewegungsrichtung der Ladungsträger (das können sonst zwei verschiedene Dinge sein) dann wieder übereinstimmen. Z. B. kann man ja einen Strahl aus Protonen machen oder bei einem Beta-Plus-Strahler kommen erstmal Positronen raus, also Anti-Elektronen, die positiv geladen sind. Solche Ströme fließen dann aber logischerweise nicht in Metallen.
Gruß
Marco |
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-sin- Junior Member


Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 61
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Verfasst am: 12 Nov 2008 - 16:08:22 Titel: |
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| as_string hat folgendes geschrieben: |
Hallo!
Ja, in einem normalen Leiter z. B. fließen die negativen Ladungen (also Elektronen) und die positiven bleiben ortsfest (also die Protonen in den Atomkernen, die normalerweise eine einigermaßen feste Position innerhalb eines Gitters haben). Das bedeutet, die Ladungsträger fließen bei einem Stromfluß im Metall entgegen der technischen Stromrichtung.
Schaltpläne musst Du gemäß der technischen Stromrichtung lesen. Allerdings sind viele Bauteile unabhängig von der Stromrichtung. Z. B. ist es einem Widerstand egal, in welche Richtung der Strom fließt. Heiß wird er trotzdem. Bei Bauteilen, bei denen es wichtig ist, wie z. B. einer Diode oder einen Transistor, etc. ist die Konvention einfach so, dass es mit der technischen Stromrichtung passt. Wenn also eine Diode von links nach rechts für Strom durchlässig ist, bedeutet das einfach, dass eigentlich die Elektronen von rechts nach links durch die Diode fließen können. Von außen sieht man das aber nicht und da alles was Schaltpläne betrifft immer von der technischen Stromrichtung ausgeht, kann man einfach so tun, als ob alles von + nach - fließt, obwohl eher Elektronen von - nach + transportiert werden.
Der Strom ist ein abstrakteres Konzept. Wenn sich eine Reihe negativer Ladungsträger in die eine Richtung bewegen, ist der Stromfluss entgegen und hat die selben Auswirkungen (z. B. Magnetfeld), wie wenn positive Ladungsträger in die andere Richtung fließen würden. Z. B. hat man bei Halbleitern auch häufig die sog. "Löcherleitung". Man kann ein Loch, also ein fehlendes Elektron, dann nämlich ähnlich wie eine fließende positive Ladung sehen. Das ist ähnlich wie eine Luftblase, die im Wasser aufsteigt.
Generell kann man aber auch wirklich Ströme aus positiven Ladungsträgern haben, bei denen dann die Stromrichtung und die Bewegungsrichtung der Ladungsträger (das können sonst zwei verschiedene Dinge sein) dann wieder übereinstimmen. Z. B. kann man ja einen Strahl aus Protonen machen oder bei einem Beta-Plus-Strahler kommen erstmal Positronen raus, also Anti-Elektronen, die positiv geladen sind. Solche Ströme fließen dann aber logischerweise nicht in Metallen.
Gruß
Marco |
danke für deine ausführliche antwort. d.h. viele schaltbauteile funktionieren eigentlich umgedreht als sie beschriftet werden und am + Pol eines Autoakkus herrscht wirklich ein Elektronenmangel vor |
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