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Missstände in der Ausbildung
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Xar
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Anmeldungsdatum: 13.01.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2008 - 16:57:32    Titel: Missstände in der Ausbildung

*****



An den Betriebsrat der ********fabrik

Betreff: Missstände in der Ausbildung



Sehr geehrte Damen und Herren,


Mit diesem Schreiben möchte ich Sie auf die Missstände meiner Ausbildung aufmerksam machen, die bereits seit einiger Zeit bestehen.
Zunächst möchte ich anmerken, dass die Wahl der Arbeiten, die ich übernehmen muss, nicht dem entsprechen, was für einen Auszubildenden zum Industriemechaniker im dritten Lehrjahr angemessen ist.
So kommt es häufig dazu, dass ich Arbeiten erledigen muss, die eigentlich ein Auszubildender im ersten Lehrjahr machen könnte, zum Leidwesen meiner sonstigen Ausbildung, denn sie kosten viel Zeit. Ich bekomme immer häufiger das Gefühl nur unliebsame Arbeiten erledigen zu dürfen. Sicherlich gehören solche Arbeiten mit dazu, jedoch in einem angemessenen Umfang.
Auch die Methoden meines Ausbilders sind meines Erachtens nicht angemessen. So bekomme ich einen Arbeitsauftrag, den ich ohne Vorkenntnisse und Hilfe bewerkstelligen muss. Bin ich dazu nicht in der Lage, darf ich diese Arbeiten nicht mehr machen. Dies ist grundsätzlich nicht falsch, da eigenständiges Denken gefördert werden muss, doch sollte man Hilfestellung und Antworten bekommen, wenn man darum bittet. Diese gewährt mein Meister mir nicht, sondern verweist darauf, dass diese Kenntnisse einem Auszubildenden im dritten Lehrjahr gegenwärtig sein müssen. Diese Zwiespalt ist sehr schwer für mich, denn ich möchte gerne eine gute und saubere Arbeit leisten, was unter gegebenen Umständen nicht sehr einfach ist.
Des Weiteren ermahnt Herr ***** mich immer wieder eine motiviertere Arbeitshaltung anzunehmen. Dies fällt mir nicht leicht, da ich in Bezug auf erledigte Arbeiten keinerlei positive Rückmeldung bekomme. Ich habe den Eindruck, er lässt mich Arbeiten erledigen, die sehr schmutzig und anstrengend sind, wie zum Beispiel Schrauben aus der Ölwanne einer Maschine herauszuholen, sobald ich in einer anderen Aufgabe nicht seinen Maßstäben gerecht wurde.

Ein Ausbilder ist dafür verantwortlich einem Azubi bei Problemen mit Rat und Tat bei Seite zu stehen, sei es nur durch einen kleinen Denkanstoss, dabei sollte dem Auszubildenden jedoch immer die Möglichkeit gegeben werden Fehler einzusehen und korrigieren zu können. Dies ist mir nicht möglich, da mein Ausbilder mich auf Fehler aufmerksam macht und mich daraufhin zu einer anderen Arbeit auffordert.

Leider kam es dazu, dass ich in der praktischen Zwischenprüfung die Note Ausreichend erhielt, während ich im schriftlichen Prüfungsteil die Note Sehr Gut bekam. Die Ursachen dafür liegen unter anderem darin, dass ich keine praktische Prüfungsvorbereitung erhielt und auch keine Prüfungssimulation durchlaufen durfte. Des Weiteren übertrug er mir die volle Verantwortung an meinem schlechten Ergebnis ohne seinen eigenen Anteil an meinem Versagen einzuräumen.

Mehr als einmal habe ich diese Dinge bei meinem Meister angesprochen, jedoch ist es nie zu einer Einigung gekommen.

Ich habe die Befürchtung, sollte meine Ausbildung weiter diesem Weg folgen, werde ich nicht oder kaum dazu in der Lage sein meine Abschlussprüfung zu bestehen. Sollte dies trotzdem geschehen, könnte es durchaus sein, dass ich einige Dinge, die ich bis dahin gelernt haben sollte, nicht weiß.


Aus den oben genannten Gründen trete ich an Sie heran, um Sie um Rat zu bitten, denn ich möchte diese Missstände beseitigen um eine qualitative Ausbildung absolvieren zu können.

Für weitere Fragen oder Fallbeispielen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.



mit freundlichen Grüssen




diesen Schrieb hab ich die woche abgegeben.

was sagt ihr dazu? bringt es überhaupt was? mein Meister ist ein ziemlich arroganter pedant, den sowieso keiner leiden kann. leider steckt er aber mot der geschäftsleitung unter einer decke.

Kann ich wegen sowas die kündigung bekommen?




mfg
bonni
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Anmeldungsdatum: 25.12.2007
Beiträge: 775

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2008 - 17:04:21    Titel:

kündigen oder abmahnen kann man dich wegen soetwas nicht, es vergiftet höchstens das klima

bevor du so einen formellen brief abgibst, der überings sehr gut formuliert ist, würde ich versuchen mit dem vorgesetzten deines meisters, <schichtführer?> mal zu reden, und um verbesserung zu beten, danach kannst du einen solchen brief vll. an die geschäftsführung richten

wenn alles nichts bringt, hilft dir die ihk sicher weiter, einerseits dabei das sie druck auf den betrieb ausübt, schlimmstenfalls durch hilfe beim betriebswechsel
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2008 - 17:50:50    Titel:

Was war nochmal der Unterschied zwischen Lehrling und Meister?

Daß der Lehrling seine Ausbilder beurteilt ist irgenwie nett. Aber auch ganz schön schräg!

Gruß
Der_Hans_von_hier
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
Beiträge: 192

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2008 - 00:40:16    Titel:

Das Prädikat "gut formuliert" würde ich hier nicht verleihen.
Ein persönliches Gespräche wäre sicherlich besser gewesen...
sns
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2008 - 10:36:40    Titel:

Schon mit dem Meister gesprochen?

Schon mit dem BR gesprochen?

Sowas würde ich nicht abgeben, ich würde es mündlich erledigen.

Kündigen kann man dir natürlich dafür nicht.

Du bist im dritten Lehrjahr? Dann lieber Zähne zusammenbeißen.
Xar
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Anmeldungsdatum: 13.01.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2008 - 16:02:25    Titel:

ich hab schon sehr oft mit meinem meister darüber geredet. aber er lässt sich nicht auf eine diskussion ein und denkt er sei unfehlbar. über ihm steht nur die geschäftsleitung. Ich hab mich an den beriebsrat gewendet, da er glaub ich eher für sowas zuständig ist und die geschäftsleitung mit meinem meister unter einer decke liegen. Ich will erst mal versuchen das ganze intern zu regeln bevor ich die ihk einschalte. Was bringt es mir die zähne zusammen zu beissen, wenn ich mein ausbildungziel nicht erreiche?
sns
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2008 - 16:33:25    Titel:

Und das fällt dir im dritten Lehrjahr auf? Auf Abschlussprüfungen kann man sich auch ohne den Betrieb vorbereiten (alte Prüfungen bis zum Erbrechen pauken)...
bonni
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Anmeldungsdatum: 25.12.2007
Beiträge: 775

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2008 - 17:18:56    Titel:

er sagt doch das er inner therorie 1 is

geht um die praxis
RH-Swoop
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Anmeldungsdatum: 17.09.2008
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2008 - 11:17:01    Titel:

Ojeeee Xar, das kenn ich auch! Bis zur Zwischenprüfung war die Welt in Ordnung!!! Super Ausbilder!!!! Aber dann, ein Ausbilder, dem ich Sachen beibringen muss, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und dann auch, wenn man ihn darauf hinweist, einen versucht zu verarschen!!!!! Tolles Gefühl, vorallem wenn man die IHK noch aus dem Spiel lassen will und der direkte Vorgesetzte auch nur dumm dreinschaut, wenn man sich beschwert!!! Ich für mich hab damit abgeschlossen, hol mir meine Infos von einem Facharbeiter der es wirklich drauf hat oder von einem Ing. aus der Entwicklung.
Unser Ausbilder weiß net mal, wie der Klassenlehrer heißt oder wo die Schule ist!!!! Ganz Toll!!!

Aber auch ich stelle eine Frage in die Runde!!! Wie verhällt man sich eurer meinung nach, wenn man weiß, dass man noch ein Arbeitszeugnis zu erhalten hat!?!
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