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Rechtliche Lage
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TeddyAfro
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Anmeldungsdatum: 19.04.2007
Beiträge: 214

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2008 - 15:09:11    Titel: Rechtliche Lage

Wie wäre zu diesem Fall , die rechtliche Lage in Deutschland?


Zitat:
nternetportale, Chatrooms, Singlebörsen – Das Angebot zum Zeitvertreib im World wide web nimmt stetig zu. Egal ob Groß oder Klein, mittlerweile nutzt fast jeder Haushalt das Internet. Doch vor allem für Kinder ist es Erlebnis und Gefahr zugleich – so wie im Fall der 13-jährigen Megan aus LA. Sie nahm sich aufgrund einer E-Mail das Leben.

Die 49-jährige Lori Drew machte sich zusammen mit ihrer Tochter und einem Bekannten einen Spaß daraus, sich im Internet als den 16-jährigen Jungen "Josh Evans" auszugeben, um die kleine Nachbarstochter Megan zu verschaukeln. Doch dies klingt harmloser als es ist, denn was diese drei nicht bedachten: So harmlos war es für die 13-jährige nicht. Sie verguckte sich wohl so sehr bei einem virtuellen Flirt in den netten MySpace-"Jungen", der ja scheinbar auch sehr großes Interesse an ihr hatte, dass es für sie bei Weitem kein Spaß war.

Doch die 49-jährige griff zu unfairen Mitteln. Sie schickte unter dem Namen Josh verhasste und erniedrigende Mails an Megan, um sie zu verletzen und zu demütigen. Was sie allerdings wusste war, dass das kleine von Komplexen geplagte Mädchen, als depressiv und selbstmordgefährdet galt. Die Frau unterschätzte die Wirkung ihrer E-Mail und löste u. a. mit dem Satz: "Die Welt wäre ohne dich schöner." eine verheerende Reaktion des Mädchen aus. Das Mädchen erhängte sich in ihrem Kleiderschrank. Ihre Mutter fand nur noch ihre Leiche.

Im Prozess gegen Lori Drew wird ihr seitens der Staatsanwaltschaft ein verbrecherisches Komplott vorgeworfen. Sie wollte sich für ihre Tochter an der Nachbarstochter rächen, weil diese angeblich Gerüchte in die Welt gestreut habe.

Während der Staatsanwalt auf Mord plädiert, verweist der Verteidiger lediglich auf Computerbetrug und Missbrauch. Es handele sich um einen tragischen Fall, allerdings sei seine Mandantin für die zuletzt verschickte E-Mail nicht verantwortlich. Ihr drohen bis zu 20 Jahre Haft, aufgrund eines zu weit getriebenen Spaßes.

Quelle: www.spiegel.de
igor2000
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Anmeldungsdatum: 16.08.2008
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2008 - 15:20:39    Titel:

man könnte an einen mord in mittelbarer täterschaft denken, wenn die angeklagte vorsätzlich die labile psychische disposition ihres opfers ausgenutzt hat.

ansonsten könnte man an fahrlässige tötung denken.

ferner könnte dieser neue stalking-§ einschlägig sein, außerdem nötigung und beleidigung.

je nach inhalt der konversation könnte man natürlich noch an straftaten gegen die sexuelle selbstbestimmung denken.
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