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Gedicht gesucht
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Regenwurm2
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Anmeldungsdatum: 25.11.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2008 - 17:07:12    Titel: Gedicht gesucht

Hallo ihr Wink
Ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn ich finde kein Gedicht, das mir irgendwie zusagt...
Ich suche ein Gedicht - kein bestimmtes - mit dem man die Darstellung der Liebe mit der Dartellung in dem Gedicht Die Liebenden, Bertolt Brecht, vergleichen kann. (Kann dementsprechend natürlich auch eine vollkommen andere Auffassung von Liebe sein)
Kennt da jemand ein geeignetes Gedicht? Und wenn ja, dann bräuchte ich den Titel am besten bis gestern... >.<
Danke schön schonmal Smile
Henrique87
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Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2008 - 19:49:44    Titel:

Bertolt Brecht

Die Liebenden
Sieh jene Kraniche in großem Bogen!
Die Wolken, welche ihnen beigegeben
Zogen mit ihnen schon, als sie entflogen
Aus einem Leben in ein andres Leben
In gleicher Höhe und mit gleicher Eile
Scheinen sie alle beide nur daneben.
Daß so der Kranich mit der Wolke teile
Den schönen Himmel, den sie kurz befliegen
Daß also keines länger hier verweile
Und keines andres sehe als das Wiegen
Des andern in dem Wind, den beide spüren
Die jetzt im Fluge beieinander liegen
So mag der Wind sie in das Nichts entführen
Wenn sie nur nicht vergehen und sich bleiben
Solange kann sie beide nichts berühren
Solange kann man sie von jedem Ort vertreiben
Wo Regen drohen oder Schüsse schallen.
So unter Sonn und Monds wenig verschiedenen Scheiben
Fliegen sie hin, einander ganz verfallen.
Wohin ihr? Nirgendhin. Von wem davon? Von allen.
Ihr fragt, wie lange sind sie schon beisammen? Seit kurzem.
Und wann werden sie sich trennen? Bald.
So scheint die Liebe Liebenden ein Halt.


Ein Vergleich mit dem fände ich ganz lustig:

Catull carmen 3

Auf den Tod von Lesbias Sperling

Weint, ihr Grazien und ihr Amoretten,
Und was Artiges auf der Welt lebt! Meines
Mädchens Sperling ist tot, des Mädchens Liebling,
Der ihr lieb wie der Apfel in den Augen,
Und so freundlich, so klug war und sie kannte,
Wie ein Töchterchin seine Mutter kennet;
Er entfernte sich nie von ihrem Schoße.
Sondern hüpfte nur hin und wieder, piepte,
Seiner Herrin das Köpfchen zugewendet. -
Ach! Nun wandert er jene finstre Straße,
Die man ewiglich nicht zurücke wandert.
Oh, wie fluch' ich dir, finstrer alter Orkus,
Der du alles, was schön ist, gleich hinabschlingst!
Uns den Sperling zu nehmen, der so hübsch war!
Welch ein Jammer! O Sperling, Unglücksel'ger!
Hast gemacht, daß mein trautes Mädchen ihre
Lieben Äugelchen sich ganz rot geweint hat.

Eduard Mörike (1804 - 1875)
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