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(BAföG) Wird das Vermögen der Eltern angerechnet?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> (BAföG) Wird das Vermögen der Eltern angerechnet?
 
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24251

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2008 - 23:24:22    Titel:

Hm, bei deiner Gegenüberstellung lässt du nur außen vor, dass es nicht Aufgabe der Großeltern ist für die Bildung ihrer Kinder zuständig sind, aber die Eltern. Wenn also die Großeltern ihr Geld in ein Haus investieren, und dies dann vererben, so ist dies ihr gutes Recht. Die Eltern sind dann für die Ausbildung ihrer Kinder zuständig, und zahlen dies auch, wenn sie es sich durch ihr Einkommen leisten können.

Kauft sich dagegen vom gleichen Einkommen ein Haus, und kommt so ihrer Versorgungspflicht ihrer Kinder nicht nach, so sollte dies der Staat natürlich nicht unterstützen.


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2008 - 23:29:46    Titel:

Zitat:
Kauft sich dagegen vom gleichen Einkommen ein Haus, und kommt so ihrer Versorgungspflicht ihrer Kinder nicht nach, so sollte dies der Staat natürlich nicht unterstützen.


vollkommen richtig. Das ist Privatsache. Sehe ich auch so.

Darum sage ich ja, man sollte auch das Vermögen betrachten, nicht nur das Einkommen.

Weil das Vermögen ist sozusagen vergangenes Einkommen
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2008 - 23:50:05    Titel:

Und was ändert das nun daran, dass jemand Bafög bekommt, wenn die Eltern ein Haus geerbt haben, 1800 Euro zur Verfügung haben und kein Vermögen besitzen?

Oder möchtest du Eigentum als Vermögen anrechnen und somit die Eltern verpflichten sich für die Finanzierung des Studiums ihres Nachwuchses zu verschulden?
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2008 - 23:57:15    Titel:

Zitat:
Und was ändert das nun daran, dass jemand Bafög bekommt, wenn die Eltern ein Haus geerbt haben, 1800 Euro zur Verfügung haben und kein Vermögen besitzen?

Oder möchtest du Eigentum als Vermögen anrechnen und somit die Eltern verpflichten sich für die Finanzierung des Studiums ihres Nachwuchses zu verschulden?


Moment du wirst jetzt Begriffe durcheinander. Eigentum ist immer Vermögen.

Mein Vorschlag ist, dass z.B. abbezahlte Immobilien als Vermögen gelten und dass z.B. eine Miete welche für diese Immobilie realistisch wäre, auf das Einkommen drauf gerechnet würde beim Bafög.

Beispiel : Eltern besitzen ein abbezahltes Haus für 300 tsd Euro. Rund 5 % kann man locker dafür als Miete rechnen. D.h. pro Jahr erhöht sich deren Einkommen um 15 tsd Euro

das wäre mein Vorschlag. Weil ein abbezahltes oder schuldenfrei geerbtes Haus ist ja nichts anderes als ein Einkommen

ich finde es ist doch ein riesen Unterschied ob jetzt eine 3 köpfige Familie mit 1800 Euro auskommen muss und davon noch kräftig Miete zahlt oder ob die 1800 Euro verdienen und kostenlos wohnen
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2008 - 00:04:44    Titel:

Aha, es soll also der Wert eines Hauses als [Vermögen](editiert) gelten und zusätzlich sollen die durchs Haus gesparten Mieteinnahmen als zusätzliches Einkommen aufaddiert werden...

Du möchtest also im Prinzip Häuslebauer belohnen, die ihr Geld lieber in ein Eigenheim stecken, statt in die Zukunft ihrer Kinder

und

Leute die ein Haus erben hingegen dafür bestrafen, indem sie sich verschulden sollen um ihren Sprößlingen ein Studium zu finanzieren...

Prima Sache, wenn das tatsächlich mal Realität werden sollte, verticke ich einfach mein Erbe, verjubel das Geld und baue anschließend selbst ein Haus. So kriegen meine Kinder Bafög und ich muss nix zahlen, schließlich baue ich ein (möglichst teures) Haus...
Tutesjuliaan
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2008 - 00:06:59    Titel:

Ich weiß nicht, ob man Kinder bei Akademikern fördert, wenn man die Akademiker zwingt ihre geerbten Häuser dafür zu verkaufen. Letztlich wäre doch die Konsequenz von dieser "wir machens ganz gerecht und rechnen jeden fitzel an", dass man auch den Armen sagen müsste: Du musst für die Bildung aufkommen und wenn du das nicht kannst, dann darfst du halt keine Kinder haben. Wieso sollte für sie nicht der Grundsatz gelten, dass Eltern für die Kinder aufkommen müssen? Das wäre streng genommen gerecht. Das ist für mich der Knackpunkt, dieses Sozialsystem ist auf Solidariät ausgelegt, nicht darauf perfekte Gerechtigkeit für jedes Individuum herzustellen.
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2008 - 10:32:45    Titel:

Das mit dem Aufaddieren der (gesparten) Miete zum Vermögen lässt sich dann ganz einfach umgehen: Familie A und Familie B haben je ein Haus, aber lassen jeweils die andere Familie im Haus wohnen (A im Haus von B und B im Haus von A). Dann gleicht man die Mieteinahmen den Vermögensanrechnungen an und am Ende des Jahres haben beide Familien zwar ein Haus, aber für das Bafög kommen sie wieder bei 0 raus Wink
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2008 - 14:57:28    Titel:

Zitat:
Das mit dem Aufaddieren der (gesparten) Miete zum Vermögen lässt sich dann ganz einfach umgehen: Familie A und Familie B haben je ein Haus, aber lassen jeweils die andere Familie im Haus wohnen (A im Haus von B und B im Haus von A). Dann gleicht man die Mieteinahmen den Vermögensanrechnungen an und am Ende des Jahres haben beide Familien zwar ein Haus, aber für das Bafög kommen sie wieder bei 0 raus


eben nicht.

Die Miete, die die jeweilige Familie von der anderen kassiert, zählt ja beim Bafög als Einkommen. D.h. das kommt dann auf das Einkommen oben drauf.

Natürlich gibt es auch bei meinem Vorschlag Tricks. Z.B. könnte man das Haus auf die Großeltern überschreiben o.ö.
Allerdings kostet das Grunderwerbsteuer und Notargebühren, daher ist das für einen Bafög Betrug nicht gerade lohnend.

Kleine Beispielrechnung, weil ich glaube einige haben nicht ganz verstanden was ich meine :

Familie A besitzt ein Haus im Wert von 250 tsd Euro, schuldenfrei, der Vater ist Alleinverdiener, ein Kind, eine Frau und verdient im Jahr inkl. Kindergeld 20 tsd Euro netto

dann würde man z.B. 5 % vom Haus ( gängiger Zins und realistische Miete dafür ) als zusätzliches Einkommen durch das Wohneigentum betrachten, also rund 12500 Euro im Jahr, rund 1000 Euro im Monat.

Daher würde dann das Einkommen vor dem Bafög Amt 20 tsd + 12500 = 32500 betragen.

Eine andere Familie, die ein Haus für 250 tsd bestizt, welches z.B. noch mit 200 tsd Euro belastet ist, hätte dann folgende Rechnung :

Eigentum : 50 tsd, davon 5 % = 2500 p.a.
Nehmen wir an der Vater ist Alleinverdiener, wieder ein Kind, eine Frau und der verdient inkl. Kindergeld 30 tsd Euro netto, dann käme diese Familie wieder auf ein Gesamteinkommen von 30 tsd + 2500 = 32500

und das wäre auch in meinen Augen gerecht so, denn beide Familie haben den selben finanziellen Lebenstil.

So wie es heute jetzt ist, Hätte Familie A beim Bafög Amt das Einkommen von 20 tsd, Familie B von 30 tsd.

Da ansonsten die Situation bei beiden gleich ist, würde das Kind aus Familie B deutlich weniger Bafög bekommen, obwohl beide Familien finanziell ziemlich gleich gestellt sind
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