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Schaffer
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Anmeldungsdatum: 26.10.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2008 - 17:45:39    Titel: Bitte Korrekturlesen Erörterung

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Zuletzt bearbeitet von Schaffer am 03 Dez 2008 - 16:26:41, insgesamt einmal bearbeitet
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2008 - 22:46:19    Titel:

Hallo Schaffer!

Ich muss leider sagen, ich habe selten so ein wirres Zeug gelesen. Da ist ja kaum Struktur drin und die Aufgabenstellung nimmst du m.E. nicht ernst.

Zwei wichtige Schlüsselbegriffe scheinen mir im ersten Satz der Aufgabe drin zu stecken: "authentische Informationen" und "Staatsbürger". Nichts wird von dir erläutert. Stattdessen beginnst du gleich mit dem Beispiel aus einem Roman und tust so, als entspräche ein fiktionaler Text der Wirklichkeit und als seien Gefangene eines Ghettos dasselbe wie Staatsbürger. Nach dieser verkorksten Einleitung fällt es dem Leser schwer, deiner Erörterung noch Seriösität abzugewinnen.

Bei dem Aufgabenzusatz machst du es dann besser und beginnst, die Begriffe Demokratie und Totalitarismus zu klären. Doch anstatt dann mit der Aufgabe zu beginnen und in beiden Systemen die Bedeutung authentischer Informationen darzulegen, gehst du nur noch auf totalitäre Systeme ein.
Schaffer hat folgendes geschrieben:
Es ist jedoch klar das in einem demokratischen System die Nachrichten oder Informationen authentischer sind als Informationen eines totalitären Regimes. Dieser Sachverhalt lässt sich wie folgt erklären. Da das totalitäre Regime sich das Ziel gesetzt hat ein vorgegebenes politisches Ziel zu erreichen, ist es nicht verwunderlich das man regimekritische oder “schädliche” Informationen vom eigenen Volk fernhalten muss, da es sonst schlimmstenfalls zum Aufstand und zur Unzufriedenheit kommt.

Die Frage nach der Bedeutung bleibt völlig außen vor, auf die Staatsform der Demokratie einzugehen, erübrigt sich anscheinend bei dir, und stattdessen begnügst du dich mit dem Nachweis, dass die Demokratie offensichtlich und notwendigerweise die authentischeren Nachrichten und Informationen beinhalten muss (welch unsinnige Argumentation!).

Dann sollen zwei Beispiele zur Veranschaulichung der Systeme folgen, das der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Allein auf die letztere gehst du überhaupt nicht ein, du lässt dich fast ausschließlich über die DDR aus. Dabei lese ich in Wikipedia:

Zitat:
Beispiele totalitärer Regime

Je nach Totalitarismus-Modell werden unterschiedliche Staaten als totalitär bezeichnet. Beispiele für häufig genannte Regime sind:

Faschismus:

Deutsches Reich zur Zeit des Nationalsozialismus

Kommunismus:

Sowjetunion zur Zeit des Stalinismus

Umstritten ist in der Forschung, ob der Begriff etwa auf die DDR angewendet werden kann. Eckhard Jesse (1994) wandte das Konzept von Juan José Linz, der anhand verschiedener Merkmale totalitäre Diktaturen von autoritären unterscheidet, auf die DDR an. Er kam zu dem Schluss, dass die DDR unter Walter Ulbricht als totalitär bezeichnet werden kann. Unter Erich Honecker habe die DDR aufgrund der abnehmenden Ideologisierung selbst innerhalb der SED, sowie der abnehmenden Mobilisierung der Bevölkerung diesen Charakter zunehmend verloren und sich zu einem autoritären System entwickelt


Statt dich also auf der sicheren Seite zu bewegen und ein typisches Beispiel auszuwählen und dies kurz zu problematisieren, bringst du eine ellenlange, einseitige und völlig undifferenzierte Geschichtslehrstunde, die mit der Aufgabenstellung nichts zu tun hat.

Was für ein unterirdisches, grottenschlechtes Niveau!!!

Spontaner Alternativvorschlag: Man hätte jetzt am Beispiel der Präsidentschaftswahl in den USA schön nachgehen können, inwiefern die Kriterien an Authentizität im Wahlkampf und in der Berichterstattung erfüllt gewesen sind. Aber man hätte die Vorarbeit natürlich machen müssen, die Kriterien nennen, die Bedeutung, Aufgaben und Anforderungen von Wahlen erklären und die Notwendigleit pluralistischer Meinungsbildung für eine Demokratie darlegen müssen. Aber wie gesagt, du begibst dich im Grunde nicht mal an die Aufgabenstellung heran.
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 03:02:02    Titel:

Ich vermute mal, dass Ihr im Unterricht "Jakob der Luegner" drangenommen habt, und dass die Frage damit im Zusammenhang steht. Eventuell ist dann der Bezug moeglich. Dann macht es aber Sinn, diesen Faden weitezuspinnen, also Information in der NS-Zeit und bei den Allierten (oder im Vergleich zu heute) zu durchleuchten. (z.B. die Rolle der BBC)

Aber sonst sieht die Arbeit auch eher unstrukturiert und "zusammenkopiert" aus, gerade der Teil mit der DDR-Geschichte.

Letzlich ist auch das Thema nicht getroffen. Nun, welche Bedeutung haben denn die 'authentischen Informationen' ? Am Ende muss m.E. rauskommen, dass der Staatsbuerger in der Demokratie ja letztlich selbst frei entscheiden kann und daher auf authentische Informationen angewiesen ist und einfordern muss, um sich ein richtiges Urteil zu bilden.

(Ich koennte hier ein USA-Bashing nicht vermeiden, z.B. den Irak-Krieg und die Massenvernichtungswaffen als bewusste Manipulation einer demokratischen Regierung)
Bl1nk1
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 16:40:44    Titel:

Ja Hier, ich habe komischer weise genau die selbe Aufgabe bekommen zum erörtern. Du bist nicht zufällig auch in meinem Deutsch LK Kurs an der BBS???^^
neleabels
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Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beiträge: 184

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 16:51:34    Titel:

Tja, und in der Geschichtsecke wurde ebenfalls von einem anderen User die wortgleiche Aufgabe gepostet, verbunden mit der beleidigten Behauptung, dass - nein, wie kann man nur auf die Idee kommen! - es sich ganzganzganzbestimmt nicht um eine Hausaufgabe handeln könne...

Pfft.

Nele
Bl1nk1
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 16:57:52    Titel:

Natürlich ist das Hausaufgabe^^ was denn sonst, aus Spaß denk man sich solche Fragen sicherlich nicht aus, aber der User hat ja die komplette Ausarbeitung gelöscht!!! Warum auch immer.....tztztzt =)
Paradiso
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Anmeldungsdatum: 13.01.2008
Beiträge: 1031
Wohnort: Würzburg

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 17:29:42    Titel:

warum wohl bei so einer harten kritik, das könnte man auch etwas netter formulieren.

Ich bin auch auf 5 in deutsch bei erörterung. Wir könnens halt nicht und???
neleabels
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Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beiträge: 184

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 17:49:26    Titel:

Paradiso hat folgendes geschrieben:
warum wohl bei so einer harten kritik, das könnte man auch etwas netter formulieren.

Ich bin auch auf 5 in deutsch bei erörterung. Wir könnens halt nicht und???


Lies, was Leoni geschrieben hat. Denk drüber nach. Mach es beim nächsten Mal besser. Wenn die Kritik hart klingt, liegt das nicht an der Kritik, sondern an der kritisierten Leistung.

"Wir können' halt nicht, und" ist die wenig intelligente Haltung eines faulen Sackes...

Nele
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 18:03:01    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:
Ich vermute mal, dass Ihr im Unterricht "Jakob der Luegner" drangenommen habt, und dass die Frage damit im Zusammenhang steht.


Nur so aus Interesse: Die Aufgabe hat mit "Jakob der Lügner" nichts zu tun, oder doch?

(Selbst wenn, dann wäre es kein Problem, man müsste das vorab thematisieren und die Unterschiede kurz herausstellen. Im Grunde glaube ich, dass die Situation eines jüdischen Ghettobewohners in Polen kaum mit dem Leben in einem totalitären System vergleichbar wäre, weder im Faschismus, noch im Kommunismus und schon gar nicht in der DDR).
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