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1Jähriger Master aus Holland
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Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> 1Jähriger Master aus Holland
 
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kurgebeat
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2008 - 23:19:42    Titel: 1Jähriger Master aus Holland

Hallo, ich wollte mal fragen wie eure Erfahrungen mit einem 1jährigen Master aus den NL sind? Wurdet ihr auf dem Deutschen Jobmarkt schonmal abgelehnt, weil der weniger Credits umfasst als der Deutsche?

Ich habe nach dem B.Sc in Bochum einen M.Sc. in Holland gemacht und nun eine Absage bekommen, in der es heist der M.Sc. aus Holland sei nicht gleichwertig. Ist das richtig? Was ist mit der Anerkennung von europäischen Abschlüssen? Ich dachte das sei geregelt. Bei anderen Arbeitgebern hatte ich keine Probleme. Was soll das?

Es würde mich brennend interessieren, ob jemand Vergleichbare Erfahrungen gemacht hat oder ob bei euch alles geschmiert lief.
Dissonanz2
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Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 - 05:35:11    Titel:

Grundsätzlich dürfte gelten: Unterschiedlich viele ECTS-Punkte->Unterschiedlicher Abschluss.

Wo und als was genau ist dieser Abschluss denn zu haben?
kurgebeat
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 - 06:18:50    Titel:

Man erhält einen Master of Science. In den Niederlanden dauert der Master grundsätzlich nur 1 Jahr und umfasst 60 EC. Es sei denn, man macht einen speziellen Research Master.

Mich interessiert eigentlich auch nicht was grundsätzlich gilt oder gelten sollte, sondern Erfahrungsberichte von anderen Deutschen mit einem NL Abschluss in Psychologie.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24260

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 - 12:38:13    Titel:

Und wie sind die Qualifikationshürden dafür? Ich nehme mal an, ein 4-jähriger Bachelor...

Cyrix
kurgebeat
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 - 12:50:12    Titel:

Nein, 3Jahre Bachelor
Dissonanz2
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Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 - 20:05:26    Titel:

kurgebeat hat folgendes geschrieben:
Mich interessiert eigentlich auch nicht was grundsätzlich gilt oder gelten sollte


Arbeitgeber aber schon. Wenn ein Abschluss nicht gleichwertig ist ist er nicht gleichwertig, egal wie wenig dich das interessiert.
kurgebeat
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2009 - 23:46:38    Titel:

Aber das Prüfungsamt für Ausländisches Bildungswesen hat inhaltliche und formale Gleichwertigkeit festgestellt. In den Niederlanden gibt es z.B. auch keine Ferien. Und ich hatte sowieso den Eindruck dass die vergebenen ECTS mehr fiktive Zahlen sind, als dass sie den wirklichen Arbeitsaufwand anzeigen.

Selbst der Berufsverband Deutscher Psychologen und die Deutsche Psychologen Gesellschaft verweisen auf die Möglichkeit in den Niederlanden zu studieren und auf die Gleichwertigkeit der Abschlüsse.

Es studieren doch immer so viele in den Niederlanden... Wie waren denn so eure Erfahrungen? Smile

Im Übrigen dauern die Master in Großbritannien i.d.R. auch nur 1 Jahr.
gyrus
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Anmeldungsdatum: 30.01.2007
Beiträge: 247

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2009 - 20:19:01    Titel:

Wenn deutsche Arbeitgeber einen M.Sc. in Psychologie angeben, dann meinen sie einen Abschluss, der dem Dipl.-Psych. entspricht. Das bedeutet für NL und UK einen mind. dreijährigen B.Sc. plus einen zweijährigen Master (in NL einen Research Master, keinen anwendungsorientierten!), insgesamt mind. fünf Jahre Regelstudienzeit. Hinzu kommen natürlich inhaltliche Mindestanforderungen. Gleiches gilt auch für die Zertifizierung als Psychologe auf europäisxcher Ebene. NL Absolventen können dies nur dann erreichen, wenn sie voll universitär (nicht Hogeschool) ausgebildet wurden (B.Sc. plus M.Sc. mit mind. fünf Jahren Regelstudienzeit) zzgl. ein einjähriges betreutes und positiv von einem Psychologen evaluiertes Praxisjahr (Internship). Auch in Deutschland reicht die Qualifikation mit einem einjährigen Master nicht aus, um sich als Psychologe bezeichnen zu dürfen. D.H., man darf natürlich den akademisachen Grad M.Sc. XY Psychologie führen /der akademische Grad wird also probnlemlos voll anerkannt), ist aber eben kein Psychologe, weshalb Bewerbungen auf Psychologenstellen damit schwierig werden. Dein Abschluss entspricht eher einem deutschen FH-Diplom (z.B. Dipl.-Reha-Psych.(FH). Bei Bewerbungen auf entsprechende Stellen bzw. Stellen mit auf deinen Abschluss passenden Jobprofilen sollte es auch keine Probleme geben. Gleiches gilt z.B. für die Eingruppierung beim Gehalt.

Das Studium in NL ist doch ok. Aber es gibt eben auch dort, wie hier, untrschiedliche Abschlüsse mit unterschiedlichen Qualifikationen. Diese sind dann auch Vergleichbar. Vergleichbarkeit ergibt sich aber eben üb er die Inhalte und (indirekt damit) über die Regelatudienzeit, die sich irgendwo auch in den ECTS wiederspiegelt.
kurgebeat
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2009 - 22:38:57    Titel:

Mmmh - Woher nimmst du das Wissen, dass man sich nicht Psychologe nennen darf? Ich bin im BDP und die haben mir mitgeteilt, dass ich mich Psychologe nennen darf...

Laut Gesetz kann man sich Psychologe nennen, wenn man ein Studium im Hauptfach Psychologie absolviert hat. Soweit mir bekannt ist, ist dies nicht im Gesetz verankert, sondern beruht lediglich auf einem Urteil, das einmal ausgesprochen wurde.

Jetzt habe ich auch schon einen Job und habe auch eine Promotion angefangen... Aber irgendwie fühle ich mich jetzt als unvollständiger M.Sc. in Psychologie Wink Obwohl die Uni in NL echt klasse war und der Standard viel höher als in Deutschland. Aber jetzt ausm Job raus nur um nochmal ein paar Credits zu sammeln?

Übrigens machen viele meiner ehemaligen Kommilitonen die Th. Ausbildung nach dem Niederländischen 4-jährigem Studium. Glaubst du, die dürfen sich nachher nicht "psychologischer" Psychotherapeut nennen?


LG
AyyyKayyy
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Anmeldungsdatum: 25.01.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2012 - 22:34:42    Titel:

Hallo an alle,

die Nachrichten in diesem Forum sind zwar schon alt, aber um trotzdem weitere Leser nicht zu verunsichern möchte ich gern von meiner Erfahrung berichten.

Ich habe ein [b]4-jähriges Psychologiestudium (3 J. Bachelor, 1 J. Master) [/b]im August 2011 beendet und in Deutschland Ende 2011 ein offizielles [b]Dokument bekommen, welches bestätigt, dass mein Masterstudium gleichwertig ist mit dem Psychologiestudium in Deutschland[/b]. Dieses Dokument berechtigt mich auch an der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin teilzunehmen, mit der ich im Januar 2012 begonnen habe.

Dass man sich nicht Psychologe nennen darf, wenn man nur 4 Jahre studiert hat ist also Quatsch.

Momentan ist das Psychotherapeutengesetz noch relativ offen formuliert, von daher kann man [b]momentan noch die Gleichwertigkeitsbescheinigung bekommen, wenn man nur 4 Jahre studiert hat[/b]. Es ist allerdings [b]angedacht, dass das Gesetz geändert wird und ein 5-jähriges Studium Vorraussetzung ist [/b]um die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin machen zu dürfen. Also s[b]chnell beantragen[/b], dann dürfte es nicht schief gehen.

[i]Viele Grüße![/i]
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