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Bankkaufmännische Ausbildung, dann Abitur = gute Chancen?
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duanthiel
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2008 - 17:24:56    Titel: Bankkaufmännische Ausbildung, dann Abitur = gute Chancen?

Hallo Leute,

und zwar ist es so, dass ich Ende Januar meine Ausbildung bei einer (der größten und bekanntesten Bank Deutschlands) zur Bankkauffrau beende.

2006 habe ich im übrigen die Realschule erfolgreich abgeschlossen (Schnitt 2,8, nachdem ich mich das Jahr davor wirklich sehr habe hängen lassen) und im August des gleichen Jahres mit zarten 16 die Ausbildung begonnen

Ich habe jetzt einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten, von dem ich aber weiß, dass dieser in einen unbefristeten umgewandelt wird.
Mein neues Team ist begeistert von mir und ich bin in einer Filiale gelandet, in der jeder sehr ehrgeizig ist.
Weiterhin wurde mir auch gleich gesagt, dass ich sicherlich sehr schnell Karriere machen könne.
Alles in allem bin ich glücklich, dass ich solch einen Glückstreffer gelandet habe und mich super mit den Kollegen verstehe. Hohe Anforderungen finde ich auch nicht schlimm, ganz im Gegenteil, da bemüht man sich doch um einiges mehr.

Nun stelle ich mir allerdings die Frage: soll es das sein ?
Noch ein paar Details zu mir, die Bank ist eigentlich das, was ich nie wollte.
Eigentlich bin ich gar nicht der Typ dafür, aber in den letzten 2,5 Jahren habe ich gelernt, mich gut zu verkaufen und mich einfach daran zu gewöhnen.
Auch die Arbeit an sich ist mir eigentlich zu langweilig, auch wenn ich diese immer zu mehr als 100% erfülle... deshalb bin ich am überlegen, mich nächstes Jahr an einem Tagesgymnasium (College) zu bewerben, um dort innerhalb von 3 Jahren mein Abitur nachzuholen.
Sollte alles klappen, wäre ich einige Monate vor meinem 22 Lebensjahr fertig.
In dem Zeitraum hoffe ich natürlich, dass ich einen Weg finde, von dem ich denke: das ist er.

Sollte dies aber nicht klappen, hätte ich dann Chancen wieder in der Bank, Versicherung oder dergleichen problemlos einzusteigen ?

Ich hoffe auf zahlreiche Antworten von euch!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Chandler
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Anmeldungsdatum: 12.12.2007
Beiträge: 175

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2008 - 17:56:58    Titel:

Hi,

ich bin in einer sehr Ähnlichen Lage wie du! Habe mit 16 nach der Realschule eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei einer großen Krankenversicherung gemacht.
Die Ausbildung lief auch immer sehr gut und habe sie dieses Jahr auch mit einer guten Note abgeschlossen und wäre übernommen worden, aber die Arbeit machte mir überhaupt kein Spaß. Außerdem ist mir in der Zeit der Wunsch nach einem Studium gekommen.
Also habe ich lieber mit 19 die für mich richtige Richtung eingeschlagen als es in einigen Jahren zu bereuen. Mit steigendem Alter dürfte eine solche Entscheidung immer schwerer werden (z.B. aus finanziellen Gründen).

Daher besuche ich seit diesem Schuljahr die normale 3-jährige gymnasiale Oberstufe eines Berufskollegs mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung und kann dir sagen: Ich habe es bisher nicht bereut, auch wenn ich erst ein halbes Jahr hinter mir habe. Durch die Ausbildung fällt mir gerade der wirtschaftsbezogene Schwerpunkt recht leicht, das wird dir wohl ähnlich gehen. Wenn du in der Ausbildung gut bist, dann wirst du das Abitur wohl auch schaffen. Zumal ich glaube, dass man auch eine ganz andere mentale Einstellung hat, die einem einiges leichter macht (geht mir persönlich so, wenn ich an meine Einstellung zur Schule mit 15 oder 16 zurückdenke).

Wenn du also den Wunsch nach einem Studium hast, dann würde ich das Abitur auf jeden Fall nachholen, in welcher Form auch immer. Es gibt ja auch je nach Bundesland die Fach/Berufsoberschule (FOS/BOS), in der du jeweils ein Jahr schneller die Fach- oder allgemeine Hochschulreife machen kannst. Da es diese Formen bei mir im weitem Umkreis mangels Interessenten aber nicht gibt, hatte ich mich für die herkömmliche Variante zum Erwerb der allg. Hochschulreife entschieden.

Ob man nachher noch gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, kann ich dir leider auch nicht sicher beantworten. Wenn du nach dem Abitur studieren gehst, dürfte es sich wohl nicht negativ auswirken. Nachher Studium + Berufsausbildung in der Tasche zu haben dürfte eher ein Vorteil sein. Wenn du aber nach dem Abitur direkt wieder in das Bankenwesen einsteigst, könnte man sich als Arbeitgeber fragen, wieso das Abitur nun nachgeholt hast (wobei man dafür aber sicherlich auch ein paar gute Gründe nennen könnte). Vielleicht hat jemand anderes hierzu noch ein paar gute Hinweise.


Gruß
Chandler
duanthiel
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2008 - 18:16:19    Titel:

Hej,

vielen Dank erstmal für deine Antwort Smile
Ich denke auch, dass ich es in einigen Jahren bereuen werde, wenn ich jetzt nicht mein Abi nachmachen würde, zumal ich noch das Alter habe, um mir dieses zu erlauben.

Ob ich danach allerdings studieren werde weiß ich noch nicht. Ich sehe die Schulzeit in erster Linie vielleicht als 'Selbstfindungsphase' an, da ich zur Zeit nicht weiß, was ich wirklich möchte.
Okay, ich weiß, dass ich später einen Job ausüben möchte in dem ich auch gut verdienen werde, aber wenn ich mir vorstelle in der Bank zu bleiben... das kann es einfach nicht gewesen sein.

In Hamburg gibt es leider nur die FOS und keine BOS, außerdem erhalte ich durch den Besuch am Kolleg elternunabängiges Schüler-Bafög, deswegen habe ich mich entschieden, mich dort zu bewerben... sollte ich die Aufnahmeprüfung nicht bestehen, muss ich wohl einfach weiter bei meinem jetzigen Arbeitgeber bleiben.
ela21
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Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 206
Wohnort: Bayern, LK Freising

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2008 - 18:46:51    Titel:

Hast du dir schon überlegt, weg zu ziehen, falls du die Aufnahmeprüfung nicht schaffst bzw. ums Abi an einer BOS zu machen?

Bin grad auf der BOS Wirtschaft 13 in Bayern. Bin auch sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Hab vorher eine Ausbildung als Industriekauffrau sehr erfolgreich abgeschlossen und anschließend in der Logistik eines großen Pharmaunternehmens gearbeitet. Hab mich dann aber für das Abi und schließlich Studium (Beginn WS09/10) entschlossen.
duanthiel
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2008 - 19:46:15    Titel:

Also zwecks Arbeit bin ich vor kurzem schon nach Hamburg gezogen. Alternativ könnte ich auch in meiner Heimatstadt das Abi machen, wenn es mit dem Hansa-Kolleg nichts wird - aber um ehrlich zu sein steht das für mich nicht zur Auswahl.

Mir geht es jetzt speziell einfach um Erfahrungen, Meinungen etc., wie der Berufseinstieg sich in drei Jahren gestalten würde, oder ob man zu dem Zeitpunkt einfach zu lange raus ist.

Über die Aufnahme mache ich mir im übrigen keine Gedanken, die Prüfung wird (hoffentlich) kein Hindernis darstellen, da ich außerdem noch an den 'Werkstatt-Kursen' teilnehmen werde, die speziell auf die Prüfung hinarbeiten.
Chandler
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Anmeldungsdatum: 12.12.2007
Beiträge: 175

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2008 - 21:56:18    Titel:

duanthiel hat folgendes geschrieben:

Mir geht es jetzt speziell einfach um Erfahrungen, Meinungen etc., wie der Berufseinstieg sich in drei Jahren gestalten würde, oder ob man zu dem Zeitpunkt einfach zu lange raus ist.


Vielleicht kannst du während den drei Jahren in dem Bankenbereich einen Nebenjob ausüben, dann könntest du wenigstens ein wenig Berufserfahrung sammeln. Ich fände es halt schon seltsam, wenn jemand eine Übernahme freiwillig ablehnt um Abitur nachzuholen und anschließend wieder in den gleichen Beruf reinwill...das wird dem möglichen zukünftigen Arbeitgeber ja auch komisch vorkommen. Wenn man dann sagt, dass man nicht wusste was man beruflich machen will, dann kommt das bestimmt auch nicht sonderlich gut. Wie gut die Chancen stehen, hängt wohl in erster Linie von der Situation der Banken zu dem Zeitpunkt ab (ob akuter Personalmangel besteht oder eher Überfluss).
Aber wenn sich mit dir dann noch jemand bewirbt, der seine Ausbildung gerade erst abgeschlossen hat dann würde ich denjenigen natürlich bevorzugen. Dem AG bringt dein nachträglich erworbenes Abitur einfach nichts. Im Gegenteil: Du hast keine Erfahrung und dein Wissen ist auch nicht mehr wirklich frisch bzw. zum Teil vielleicht auch nicht mehr aktuell. Etwas genaueres wird dir einfach niemand sagen können, es kann ja keiner in die Zukunft sehen. Müsstest also mit dem Risiko leben.

Wenn du gar nicht weißt ob du in dem Beruf bleiben willst oder was du überhaupt mal später machen willst, dann wäre ein nebenberufliches nachholen des Abiturs wohl die bessere Wahl. In so einer großen Stadt wie Hamburg gibt es doch bestimmt Abendschulen dafür. Ansonsten per Fernkurs, da wärst du auch zeitlich flexibler mit. Ist natürlich stressiger als Vollzeitschule, aber auch sicherer für deine Zukunft. Das würde ich in deiner Situation auf jeden Fall mal mit in Betracht ziehen.
Für mich persönlich steht z.B. einfach fest, dass ich mit meinem nachgeholten Abitur studieren gehen werde. Daher habe ich mich für die Vollzeitvariante entschieden. Wenn ich vielleicht nachher doch wieder in meine alte Branche hineinwollte, dann hätte ich in jedem Fall die nebenberufliche Form gewählt.

Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass die drei Jahre Schule ruckzug vergehen und dann stehst du immer noch da und weißt nicht was du machen willst. Denn Berufsfindung wird da auch nicht unbedingt gemacht. Das geht vielen Abiturienten so, die ich kenne. Die schreiben sich dann für irgendwelche Studiengänge ein und dümpeln da vor sich hin.
Hast du denn keine Interessen, wo du dir eine berufliche Zukunft vorstellen könntest?

Gruß
Chandler
duanthiel
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2008 - 13:34:41    Titel:

Ich gehe ja davon aus, dass ich innerhalb dieser Schuljahr herausfinde, was ich wirklich möchte, und sehe den Wiedereinstieg in den Bankenbereich einfach als kleine Sicherheit an, wenn wirklich nichts anderes mehr klappen sollte.

Im übrigen werde ich ja übernommen und würde mich bis zum August auch ein halbes Jahr im Angestelltenverhältnis befinden.

Bei mir ist es einfach so, dass mich der Beruf einfach nicht erfüllt. Ich erledige meine Arbeit, darüber hinaus mache ich auch noch mehr, als das was von mir gefordert wird, aber es macht mich einfach nicht glücklich.

Interesse wäre für den Bereich Skandinavistik vorhanden, nur sind die Zukunftschancen in diesem Bereich eigentlich fast null.
Genauso habe ich großes Interesse für Grafik-und Mediendesign, aber in diesen Zweigen ist der Markt natürlich auch überlaufen.
Zum Schluss interessiert mich Architektur noch sehr, in Hamburg gibt es da ja extra die HCU.
Sollten nach der Schullaufbahn dann aber doch alle Stricke reißen, wäre eine zweite Ausbildung (zur Veranstaltungskauffrau) natürlich auch noch denkbar.
Joy83
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Anmeldungsdatum: 23.07.2008
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2008 - 19:00:58    Titel:

Wie wäre es mit einem Abendgymnasium? Dann könntest Du Voll- oder Teilzeit weiterarbeiten und würdest die beruflichen Kontakte nicht verlieren.
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