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Gedichtinterpretation in Telegramm-Stil (Das Göttliche)
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Meinabiturabgang
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Anmeldungsdatum: 16.07.2008
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 - 20:17:20    Titel: Gedichtinterpretation in Telegramm-Stil (Das Göttliche)

Johann Wolfgang von Goethe

Das Göttliche



Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.

Heil den unbekannten
Höhern Wesen,
Die wir ahnen!
Ihnen gleiche der Mensch;
Sein Beispiel lehr uns
Jene glauben.

Denn unfühlend
Ist die Natur:
Es leuchtet die Sonne
Über Bös' und Gute,
Und dem Verbrecher
Glänzen, wie dem Besten,
Der Mond und die Sterne.

Wind und Ströme,
Donner und Hagel
Rauschen ihren Weg
Und ergreifen,
Vorüber eilend,
Einen um den andern.

Auch so das Glück
Tappt unter die Menge,
Faßt bald des Knaben
Lockige Unschuld,
Bald auch den kahlen
Schuldigen Scheitel.

Nach ewigen, ehrnen,
Großen Gesetzen
Müssen wir alle
Unseres Daseins
Kreise vollenden.

Nur allein der Mensch
Vermag das Unmögliche:
Er unterscheidet,
Wählet und richtet;
Er kann dem Augenblick
Dauer verleihen.

Er allein darf
Den Guten lohnen,
Den Bösen strafen,
Heilen und retten,
Alles Irrende, Schweifende
Nützlich verbinden.

Und wir verehren
Die Unsterblichen,
Als wären sie Menschen,
Täten im Großen,
Was der Beste im Kleinen
Tut oder möchte.

Der edle Mensch
Hilfreich und gut!
Unermüdet schaff er
Das Nützliche, Rechte,
Sei uns ein Vorbild
Jener geahneten Wesen


Sozial- und Kulturischer Hintergrund
1.Strophe
Die ersten beiden Versen wird der Wunsch und Sehnsucht nach einer moralisch und ästhetisch Kultievierten Welt ausgedrückt
2.Strophe
Der Mensch ist nur durch die Bedingungen der 1.Strophen ein sogenannter Mensch.Durch sein Verstand also Denkungsart kann sich der Mensch von andere unterscheiden. Die ewigen Waren, Guten, Schönen und die Ästhetische Erziehung kann zu einen individuellen Charakter
führen.
2.Strophe
Zusammenhang zur Industrielle Revolution => Menschen die sich abgehoben haben, sollen nach der Auffoderungen des ewigen Waren, Guten und Schönen den Weg der Moral und Ästhetik finden.
( V. 10"Ihnen gleiche der Mensch" und der Mensch ist ja nach der Moral und Ästhetik gebaut worden)

Verse 5&6 habe leider keine Ahnung

3.Strophe Durch die ganzen Lebenswandlungen der Menschen ist die Natur unterdrückt worden,zwar leuchtet die Sonne jedoch für jedes individuen und dies ist der große Vorteil für die Lebenswandlung

4.Strophe
es werden immer mehr und mehr Menschen ergriffen und der Lebenswandlung gezwungen.

5. und 6. Strophe leider keine Ahnung

7.Strophe
Da wird die Einzigartig keit des Menschen dargestellt.

8.Strophe
Die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen des Menschen dargestellt

9.Strophe
Da verstehe nicht so richtig weil weder Natur, Ästhetik, Revolution noch....
erwähnt?

10.Strophe
Wiederholung der ersten Strophe

Rhetorische Mitteln/ Aufbau

Kein Rheinschema vorhanden

Apostrophe (V.1,V.2) Begeisterung des Menschen
Correctio (V.32,V.5Cool
Aufzählung (V.20 und 21)
Metapher (V.26)
Metonymie (V.27)
Wortspiel (V.2, V 56)
Euphemismus ( V.17 Verbrecher und V.18 Glänzen)
Symbol (V. 14 Natur)

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihe was dazu sagen würdet!!
Am meisten werde ich mich freuen, wenn ihr verbesserungen erkennen würdet.

Mit freundlichen Grüßen

Danke im vorraus
Meinabiturabgang
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Anmeldungsdatum: 16.07.2008
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2008 - 17:35:13    Titel:

Ich hätte mich gefreut,falls einer was dazu sagen würde!


Grüß im vorraus
Sina123
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Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2008 - 17:35:05    Titel:

Hallo,

na schön, ich fang mal an....aber nicht gründlich, so viel Zeit hab ich nicht Wink.

Sozial- und Kulturischer Hintergrund
1.Strophe
Die ersten beiden Versen wird der Wunsch und Sehnsucht nach einer moralisch und ästhetisch Kultievierten Welt ausgedrückt "kultiviert" ist ein Adj.
2.Strophe
Der Mensch ist nur durch die Bedingungen der 1.Strophen ein sogenannter Mensch.Durch sein Verstand also Denkungsart kann sich der Mensch von andere unterscheiden. Die ewigen Waren, Guten, Schönen und die Ästhetische Erziehung kann zu einen individuellen Charakter
führen. "ästhetisch" dito[/i[i]] und den Satz versteh ich nicht. "WaHren"
2.Strophe
Zusammenhang zur Industrielle Revolution => Menschen die sich abgehoben haben, sollen nach der Auffoderungen des ewigen Waren, Guten und Schönen den Weg der Moral und Ästhetik finden.
( V. 10"Ihnen gleiche der Mensch" und der Mensch ist ja nach der Moral und Ästhetik gebaut worden) "Wahren" mit h
Was soll denn "abgehoben" hier heißen? Und die Industr. Rev. kam in D erst nach Goethe und die hat nun gar nichts mit Ästhetik und Moral am Hut! Du meinst vllt. klass. Ideale?


Verse 5&6 habe leider keine Ahnung Der Mensch soll jenen höheren Wesen (Gottheiten) ähneln und durch sein gutes Beispiel den Glauben an die höheren Wesen erst möglich machen, mal "übersetzt"

3.Strophe Durch die ganzen Lebenswandlungen der Menschen ist die Natur unterdrückt worden,zwar leuchtet die Sonne jedoch für jedes individuen und dies ist der große Vorteil für die Lebenswandlung
"Lebenswandlung" sagt mir nichts - aber der Mensch steht moralisch über der Natur, denn der ist jeder egal, ob gut oder schlecht. Nur der Mensch kann mit Hilfe von Geist und Gefühl "gut" sein und sich verbessern, hin zum klass. Ideal (Humanismus)

4.Strophe
es werden immer mehr und mehr Menschen ergriffen und der Lebenswandlung gezwungen.
??????????? Hier gehts doch um Naturgesetze und -kreisläufe, denen sich niemand entziehen kann

5. und 6. Strophe leider keine Ahnung
Auch das Glück ist wahllos - es kann jeden treffen (oder keinen), der Mensch, obwohl gesegnet mit Verstand, ist den Naturgesetzen, hier Tod, unterworfen

7.Strophe
Da wird die Einzigartig keit des Menschen dargestellt.

8.Strophe
Die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen des Menschen dargestellt

9.Strophe
Da verstehe nicht so richtig weil weder Natur, Ästhetik, Revolution noch....
erwähnt?
Du mit Deiner Revolution....der Mensch kann das, was Götter "im Großen" tun, auch im Kleinen tun, nämlich Gutes, Entscheidungen treffen usw.

10.Strophe
Wiederholung der ersten Strophe Aber nur in den ersten 2 Versen! Es ist ein Aufruf an den Menschen, diesem Ideal näher zu kommen!

Rhetorische Mitteln/ Aufbau

Kein Rheinschema vorhanden Stimmt, der Rhein spielt nicht mit
Twisted Evil

Die rhetorischen Mittel sind irgendwie auch nicht ganz richtig...wieso ist "Verbrecher" ein Euphemismus? Wird der da beschönigt oder wie? *amkopfkratz*

Allg.: Ich habe den Eindruck, Du verstehst Vieles nicht, weil Du den Satzbau nicht verstehst. Manchmal hilft es, ein Gedicht in Prosa umzuschreiben, sprich mach ganz normale Sätze daraus und überlege, wo die Bezüge sind, wo ev. etwas weggelassen wurde u.ä.

Gruß
Sina
Meinabiturabgang
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Anmeldungsdatum: 16.07.2008
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2008 - 19:01:06    Titel:

Danke erstmal für deine Bemühungen.

Danke auch zur deiner Aussage aber es ist nicht leicht Gedichte zu interpretieren.
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2008 - 19:07:03    Titel:

Das Entscheidende hast du leider nicht erkannt. Der häufig auftretende Konjunktiv I entspricht in seiner Bedeutung eigentlich einem Imperativ: Der Mensch soll... sein. Andererseits bedeutet der KONJ, dass dieser Zustand noch nicht erreicht ist. Und wenn du das mit dem erzieherischen Ideal der Klassik in Verbindung bringst, solltest du eigentlich etwas Brauchbares daraus gewinnen können. Anhaltspunkte dazu hat dir Sina123 gegeben.
Meinabiturabgang
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Anmeldungsdatum: 16.07.2008
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2008 - 22:17:35    Titel:

Ok danke schön hast einerseits recht.
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