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IG Metall möchte vermögendere Bürger zwangsenteignen
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schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:17:49    Titel:

Ecclesiastes schrieb :
Zitat:
Ein Geschäftsmodell, welches nur auf der Basis der Verarmung von Arbeitnehmern funktioniert, ist nicht überlebensfähig, und der Unternehmer, der mangels Ideen darauf angewiesen ist, soll seinen Laden dicht machen.

So seh ich das auch.

Neulich bei Maischberger beklagte genau dies der Chef von Trigema - dem wohl einzigen noch in Deutschland produzierenden Textilkonzern. Er tut genau das Richtige : Bietet gute Qualität zu fairen Preisen - keine Kinderarbeit aus Indien - entlohnt seine Mitarbeiter gerecht und sieht sich in Gefahr, das durch dieses gesellschaftlich subventionierte Lohndumping für halbtote Unternehmen, sein Geschäftsmodell kaputt gemacht wird.

Freundliche Grüße, schelm
Aloha08
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 1001

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:21:32    Titel:

Zitat:
Und noch billiger gehts mit Speiseöl, da genügen 200ml pro Tag, und die Flasche mit einem Liter gibts für nen Euro. 6-7 Euro pro Monat reichen also schon um ausreichend Kalorien zu sich zu nehmen...

Ich hab Tränen in den Augen vor lachen Laughing Laughing Laughing
wiing701823
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Anmeldungsdatum: 05.06.2008
Beiträge: 2293

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:26:14    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
Ecclesiastes schrieb :
Zitat:
Ein Geschäftsmodell, welches nur auf der Basis der Verarmung von Arbeitnehmern funktioniert, ist nicht überlebensfähig, und der Unternehmer, der mangels Ideen darauf angewiesen ist, soll seinen Laden dicht machen.

So seh ich das auch.

Neulich bei Maischberger beklagte genau dies der Chef von Trigema - dem wohl einzigen noch in Deutschland produzierenden Textilkonzern. Er tut genau das Richtige : Bietet gute Qualität zu fairen Preisen - keine Kinderarbeit aus Indien - entlohnt seine Mitarbeiter gerecht und sieht sich in Gefahr, das durch dieses gesellschaftlich subventionierte Lohndumping für halbtote Unternehmen, sein Geschäftsmodell kaputt gemacht wird.

Freundliche Grüße, schelm


Das Argument ist schon richtig, leider haben wir aber in Deutschland viele niedrigqualifizierte Menschen, die eben nur einfache Arbeiten ausführen können, und das reicht halt nur mal für Massenprodukte, welche eben im Ausland billiger produziert werden können. Diese Leute müssen wir auch irgendwo unterbringen, es können sich nicht alles auf Nischen spezialisieren und dort ihren Gewinn machen, weil hier die Masse an potentiellen Arbeitskräften in diesen Bereichen garnicht vorhanden ist. De facto kann ein Nedrigqualifierter in Deutschland nicht mehr "Leistung" anbieten als ein Nedrigqualifierter in Polen oder gar in China. Außer dem Privileg hier geboren zu sein unterscheidet diese Menschen erstmal überhaupt nichts. Und Grupp sieht die Gefahr eben in den billigen Massenprodukten, welche durch einfachste Arbeit hergestellt werden können.
wiing701823
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Anmeldungsdatum: 05.06.2008
Beiträge: 2293

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:31:55    Titel:

itraxx hat folgendes geschrieben:


Nur ist mehr Arbeit verrichtet, die Strassen sind sauberer, die Schulhoefe sicherer, der Supermarktkunde zufriedener oder die Fenster klarer.


Das BIP würde sogar wachsen.
Es gäbe viele Arbeiten die rentabel werden würden, wenn die Löhne niedriger wären. Ich denke da an den Einpacker im Supermarkt, öffentliche Reinigungskräfte usw...
Viele sind sich zu schade für solche normalen Arbeiten und denken aufgrund der "Leistung" in Deutschland geboren zu sein, das nicht machen "zu müssen".
wiing701823
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Anmeldungsdatum: 05.06.2008
Beiträge: 2293

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:37:42    Titel:

bimbo_nr_1 hat folgendes geschrieben:


Der Zweite weiß aber auch, dass es eine zeitlich begrenzte Situation ist, 6-10 Semester Regelstudienzeit und dass er danach vermutlich eher eine Arbeit findet und in der Regel auch etwas mehr verdient als nach der Ausbildung.




Ja dann soll sich halt der Arbeitslose in den 3-5 Jahren weiterbilden , dann ist es für ihn auch eine begrenzte Situation. Was kann man in 3-5 Jahren alles machen?! Kann mir keiner erzählen, das da nichts möglich ist. Außerdem ändert die Hoffnung auf bessere Zeiten den objektiven und monetären Zustand in der Gegenwart überhaupt nicht.
Aloha08
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 1001

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:38:45    Titel:

Die Arbeitslosen können doch erstmal eine der ca. 100.000 freien Ingenieurstellen besetzen (Quelle: Frauenhofer Institut). An jedem Ingenieursarbeitsplatz hängen über 4 andere Arbeitsplätze.
Wenn es keinen Ingenieur gibt, der die Maschine konstruiert, braucht man auch niemanden mehr, der sie herstellt oder bedient.

Ach ne, geht ja leider nicht, dafür sind die meisten Arbeitslosen leider nicht qualifiziert genug!

Ich möchte die Schuld hier nicht nur auf die (geringqualifizierten) Arbeitslosen abwelzen. Der Staat trägt mindestens genauso viel Schuld. Er muss mehr Anreize für eine gute Ausbildung schaffen, und diese gute Ausbildung auch anbieten! Wir werden nun mal immer mehr zu einer Wissensgesellschaft und da reicht Mathewissen aus der 4. Klasse für viele Berufe nun leider nicht mehr aus.
wiing701823
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Anmeldungsdatum: 05.06.2008
Beiträge: 2293

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:46:43    Titel:

Aloha08 hat folgendes geschrieben:

Der Staat trägt mindestens genauso viel Schuld. Er muss mehr Anreize für eine gute Ausbildung schaffen, und diese gute Ausbildung auch anbieten!


Finde ich ehrlichgesagt nicht. Der Staat bietet für jeden Möglichkeiten zu studieren und sich weiterzubilden. Wenn die Eltern zuwenig Geld verdienen gibts Bafög, das Abitur kann über viele Wege erworben werden.
Der Staat vernichtet eben diese Anreize für eine gute Ausbildung durch die Drückebergerstellen beim Staat, für diese man einen guten Lohn bekommt, ohne das man auch nur einen Finger bewegen muss. Viele ruhen sich dann in der sozialen Hängematte aus und bemühen sich nicht mehr für ihr eigenes Leben zu sorgen.
itraxx
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Anmeldungsdatum: 18.05.2007
Beiträge: 659

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:46:56    Titel:

Ecclesiastes hat folgendes geschrieben:
itraxx hat folgendes geschrieben:


Ja, fuer 1 EUR /h gibt es Nachfrage, die es fuer 15 EUR/h nicht gibt. Und wie Du ja gesehen hast, schlaegt Elzead die Staatsleistung als Basis vor und fordert im Gegenzug Arbeitsleistung egal fuer welchen Stundenlohn. Das Gesamteinkommen aus Lohn + Staatszuschuss ergibt dann wieder einen normalen Stundenlohn.

Nur ist mehr Arbeit verrichtet, die Strassen sind sauberer, die Schulhoefe sicherer, der Supermarktkunde zufriedener oder die Fenster klarer.


Also - zunächst einmal sind die Arbeitskosten vollkommen irrelevant. Der entscheidende Parameter ist jener der Lohnstückkosten, und da ist Deutschland internationale Spitze - noch.

Wer Arbeitnehmer für Niedrigstlöhne plus staatlichem Ausgleich beschäftigen will, ist auf mittlere Sicht ein Suizidkandidat aus zweierlei Gründen:

1. wird im selben Moment ein Rennen um noch geringere Löhne losgehen, und was hier euphemistisch als Aufstockung gehandelt wird, ist nichts als eine massive, auf Dauer angelegte Lohnsubventionierung, die den Staat jenes Geld kosten wird, welches er anderweitig für Investitionen gebraucht hätte - mithin wird die Rolle des Staates als Umsatzgenerierer für die Wirtschaft marginalisiert. Gleichzeitig wird dadurch

2. die Binnenkaufkraft massiv heruntergefahren, mit dem Effekt, dass die Binnenwirtschaft auch keine Impulse mehr geben kann - und auf Weiterführung des erfolgreichen Exportkurses kann man nicht rechnen, wenn weltweit die Finanzsysteme durch Spekulanten ins Stolpern geraten sind.

Die derzeitige Umverteilung von unten nach oben wird nur noch so lange funktionieren, wie man den Ärmeren noch etwas abpressen KANN - danach hat sich dieses Modell erledigt.

Und dann erleben wir Weimar II

Darüber hinaus - wenn ein Wertschöpfungsunternehmen (Von den Finanztransferierern sprechen wie jetzt mal nicht) seinen Arbeitnehmern keine anständigen Löhne bezahlen KANN, dann stimmt mit dem Geschäftsmodell etwas nicht.

Ein Geschäftsmodell, welches nur auf der Basis der Verarmung von Arbeitnehmern funktioniert, ist nicht überlebensfähig, und der Unternehmer, der mangels Ideen darauf angewiesen ist, soll seinen Laden dicht machen.


1. Lohnstueckkosten sind eine Funktion aller einzelnen Arbeitskosten Du Wirtschaftsgenie.

2. Das Geld fuer Lohnsubvention wird bereits an die exakt gleichen Empfaenger bezahlt, an die z.Z. nicht arbeitenden und unproduktiven. Einzige Neuerung: Kuenftig sollen sie arbeiten und zwar dort, wo zu niedrigen Loehnen neue Arbeit entsteht die zu hohen Loehnen nicht nachgefragt wird. Die Zahlungsstroeme bleiben unveraendert.

3. Umverteilung von Geldern erfolgt in Deutschland seit jeher von oben nach unten, da hast Du Dich vertippt.

4. Ich will hoffen, dass Du Arbeitsplaetze schaffst und eine eigene Firma leitest (falls nicht, solltest Du vorsichtig mit Kritik an Unternehmern sein).
wiing701823
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Anmeldungsdatum: 05.06.2008
Beiträge: 2293

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:53:50    Titel:

itraxx hat folgendes geschrieben:


2. Das Geld fuer Lohnsubvention wird bereits an die exakt gleichen Empfaenger bezahlt, an die z.Z. nicht arbeitenden und unproduktiven. Einzige Neuerung: Kuenftig sollen sie arbeiten und zwar dort, wo zu niedrigen Loehnen neue Arbeit entsteht die zu hohen Loehnen nicht nachgefragt wird. Die Zahlungsstroeme bleiben unveraendert.



Viele argumentieren dann nur mit dem niedrigen Studenlohn bei diesen Stellen, die staatlichen Transfers sind zur Selbstverständlichkeit geworden und werden teilweise bei Rechnungen unter den Tisch gekehrt.

Schade das viele so denken.


itraxx hat folgendes geschrieben:

3. Umverteilung von Geldern erfolgt in Deutschland seit jeher von oben nach unten, da hast Du Dich vertippt.


Oder von der mitte nach unten.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2008 - 02:55:10    Titel:

wiing701823 schrieb :
Zitat:
Das Argument ist schon richtig, leider haben wir aber in Deutschland viele niedrigqualifizierte Menschen, die eben nur einfache Arbeiten ausführen können ....

Ich kann dir nur sagen, wie man das Problem mit Sicherheit nicht löst : Durch eine Unternehmensphilosophie, die auf kurzen Produktumlaufzeiten / Wegwerfmentalität beruht, den Angestellten damit durch mindere Qualität ihr Vermögen vielfach aus der Tasche zieht - welches auch fehlt, um sich als Familie einen sozialen Stand aufzubauen - und damit die Chancen der eigenen Kinder wesentlich erhöht - denn Milieu prägt.

Freundliche Grüße, schelm


Zuletzt bearbeitet von schelm am 14 Dez 2008 - 03:08:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
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