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Was haltet ihr von dieser Texterörtung
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kolun
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Anmeldungsdatum: 17.12.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2008 - 19:32:33    Titel: Was haltet ihr von dieser Texterörtung

Huhu , ich wüsste gerne was ihr von dieser Texterörterung haltet und was ich besser machen könnte , wäre auch nett wenn ihr ihn Grammatikalisch mit schwerpuntk auf der Kommasetzung mal durchschauen könntet Smile




Im Kaufrausch

Der Pragmatische Text „ Im Kaufrausch“ von Beate Wedekind welcher im Jahr 1995 erschien soll über die negative Entwicklung des Konsumverhaltens der Deutschen unter 30 Jahren anhand von Fakten & Studien aufklären und eine Lösung aus dem Zwangskonsum einleiten.

Im TV wird für Konten im jungen Alter geworben , die Anzahl der Jugendlichen die nebenbei Arbeiten steigt und das Geld wird fest einkalkuliert oder dient nur noch zum Abbau von Schulden. Auch Diebstahl wird als Option gesehen. Laut einer 15 Jährigen Studie des Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstituts welches das Freizeitverhalten der Deutschen beobachtet hat heißt es , 74% der West- und 61% der Ost-Deutschen unterliegen einem Konsumrausch welcher stetig steigt. Es heißt , jeder zweite Deutsche unter 30 Jahren würde mehr arbeiten wollen um das Geld in seine Freizeit investieren zu können aber hat gleichzeitig Angst , zu viel Geld in die Freizeitaktivitäten zu stecken.
Heutzutage wachsen viele Jugendliche mit dem Eindruck auf , Schulden haben sei normal , da ihre Eltern ja auch oftmals Schulden haben ( Hypotheken , Darlehen etc. ) daher geben die Meisten zwischen 14 und 29 an , dass sie weit über ihre Verhältnisse leben.
Das Kaufen als Ersatzbefriedigung oder aus purer Langeweile artet langsam zum Konsumrausch aus.
Professor Horst W,Opaschowski , Leiter des BAT-Institutes meint , dass es für Jugendliche besonders schwer sei , aus dem Konsumrausch zu kommen da sie dadurch schnell zu Außenseitern werden können und daraus meist Isolation und Vereinzelung resultieren.
Freizeitaktivitäten wie Reisen oder Sport werden vermarktet und spätestens beim Preis wird die Illusion der herrlichen Freizeit genommen.

Die Lösung aus dem Konsumwahn sei eine Freizeitgestaltung die sich nicht über Kosten & Konsum definiert. Erlebnisse mit anderen teilen ohne Wettbewerbsgedanken soll die neue Freizeitkultur darstellen.

Die automatisierten Konsumgewohnheiten sollen durch gelegentlichen Verzicht eingeschränkt werden , man soll wieder Freude am Konsumieren haben und nicht mehr über die Verhältnisse leben – IN sei zu sagen , dass kann ich mir leisten , Kaufen mit Sinn und Verstand macht auch Spaß.

Der Sachtext ist leicht zu verstehen da es ein gesellschaftliches Problem ist und jeder dies in seinem täglichen Umfeld beobachten oder auch selbst betroffen sein kann sind gewisse Vorkompetenzen zum Verständnis des Textes vorhanden. Auch die Wortwahl enthält keine Fachsprache. Der Text ist nicht argumentativ wertend geschrieben da er keine wertenden Elemente enthält. Er ist informativ-darstellend.
Der Satzbau ist meist länger gezogen , bei kurzen Sätzen folgen weitere Kurze Sätze zur Sinn-ergänzung.
Die Argumentation ist auf Fakten( Siehe Zeile:3-5;11-19) , wissenschaftlichen Studien( Siehe Zeile:19-2Cool und Zitaten , welche die meisten Menschen nachvollziehen können( Zeile: 35-39) , aufgebaut.

Beate Wedekind möchte mit diesem Spiegel unserer Konsumgesellschaft klar machen , dass man auch ohne die teuren Konsumgüter seine Freizeit mit Spaß & Entspannung füllen kann indem man sie mit anderen Menschen verbringt , sicherlich gehört es dazu ab und an mal in den Urlaub zu gehen oder einen Ausflug in den Freizeitpark zu unternehmen allerdings sollte man alles in Maßen genießen , denn auch ein gemütlicher Filmabend mit Freunden oder Familie , welcher weitaus günstiger ist , kann genauso viel Spaß machen wie eine teure Reise. Sie will deutlich machen , dass man diese Güter nicht braucht , sich nicht von ihnen abhängig machen lassen soll.

Persönlich denke ich , dass die Autorin sich viele Gedanken über das heutige Konsumverhalten der Jugendlichen und „Erwachsenen“ gemacht hat und finde , dass die Argumente unserer Konsumgesellschaft den Spiegel vor das Gesicht halten und sie die richtige Lösung dafür gefunden hat jedoch den Weg dorthin offen gelassen hat , sicherlich eine neue Freizeitkultur , eine neue Konsumgewohnheit muss her die das Wort „Verzicht“ kennt , allerdings bleibt sie die Frage schuldig wie dies erreicht werden soll.
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2008 - 13:05:33    Titel: Re: Was haltet ihr von dieser Texterörtung

Hi Kolun!

Im Internet geistert folgende Inhaltsangabe von Michael Maurer herum:

Zitat:
Im Kaufrausch

Im Artikel „Im Kaufrausch“ erörtert Beate Wedekind den Kaufrausch der deutschen Jugendlichen anhand verschiedener Beispiele. Sie schreibt, dass viele Jugendliche wegen ihres Kaufrausches auch Kinderarbeit in Kauf nehmen, ja sogar Stehlen ist für einige eine Option. Das erklärt sie anhand einer Studie des BAT-Freizeitinstituts indem über 70% der Deutschen einem Konsumrausch unterliegen.
Ein weiteres Argument warum Jugendliche schon früh Schulden machen, so meint sie, sei das Aufwachsen bei Eltern die Schulden schon als normal ansehen.

Das Kaufen als Ersatzbefriedigung oder aus purer Langeweile würde ihrer Meinung nach langsam zum Konsumrausch ausarten.

Als Lösung schlägt sie eine Konsumgesellschaft vor in der Verzicht nicht verpönt wird, die den Kaufzwang somit entkrampft. Das Kaufen mit Sinn und Verstand ist ihrer Meinung nach das einzig richtige.

http://www.unterscheffach.de/Downloads/Kaufrausch.doc

Ich habe das Gefühl, du hast diesen Text als Basis benutzt und dann erweitert. Aber viele Formulierungen sind wörtlich gleich geblieben, z.B.

Zitat:
ja sogar Stehlen ist für einige eine Option.

kolun hat folgendes geschrieben:
Auch Diebstahl wird als Option gesehen.


Zitat:
so meint sie, sei das Aufwachsen bei Eltern die Schulden schon als normal ansehen.

kolun hat folgendes geschrieben:
Heutzutage wachsen viele Jugendliche mit dem Eindruck auf , Schulden haben sei normal , da ihre Eltern ja auch oftmals Schulden haben


Zitat:
Das Kaufen als Ersatzbefriedigung oder aus purer Langeweile würde ihrer Meinung nach langsam zum Konsumrausch ausarten.

kolun hat folgendes geschrieben:
Das Kaufen als Ersatzbefriedigung oder aus purer Langeweile artet langsam zum Konsumrausch aus.


Es zeigen sich aber auch Unterschiede:

1) Im ersten Text wird deutlich, dass die Argumentation einer Autorin zusammengetragen wird ("erörtert Beate Wedekind", "Sie schreibt", "Das erklärt sie anhand", "so meint sie" usw.). Das ist bei dir nicht der Fall. Man erkennt in deiner Erörterung nicht die Herkunft der Überlegungen und Argumente. Es wirkt fast so, als hättest du selbst die Ergebnisse der Hamburger Forschungsstudie zusammengetragen ("heißt es").

Eigentlich wäre sogar richtig, den Konjunktiv zu verwenden, wenn man die Argumente einer anderen Person wiedergibt (M. Maurer macht das nur teilweise: "sei", "würde").

2) In der Inhaltsangabe von Maurer wird die Lösung deutlicher herausgestellt: "Als Lösung schlägt sie eine Konsumgesellschaft vor in der..." Bei dir hat man das Gefühl, sie biete keine richtige Lösung an.

3) Maurer schreibt von einem "Artikel" (in einer Zeitung?), du von einem "pragmatischen Text" (???) oder "Sachtext". Was war es denn nun? Was soll ein "pragmatischer Text" sein?

4) Ich hätte in einer Erörterung auch eine kritische Bewertung ihrer Argumente erwartet. Hat die Überschuldung der Bevölkerung nicht auch etwas mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu tun (immer unsicherere Arbeitsverhältnisse, usw.)? Kann der Wunsch nach zusätzlichem Geldverdienen für Freizeitaktivitäten nicht auch Folge des allgemeinen Lohnrückgangs sein?

Solche und ähnliche Fragen.

Muss man Diebstahldelikte bei Jugendlichen als Folge eines Kaufrauches werten oder war es nicht schon immer so, dass die Diebstahlrate bei Jugendlichen besonders hoch war, weil sie erst ein Gefühl für Recht und Unrecht entwickeln? etc.
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 20 Dez 2008 - 11:09:43    Titel:

Ob da der Kopf von kolun noch lange rauscht, weil der Abschreibe-Rausch verflogen ist, samt Kaufrausch-Tendenzen; dass es einen Abrausch gab?
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