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arbeitsrecht Klausurfrage
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ugurcanstgt
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Anmeldungsdatum: 24.12.2008
Beiträge: 7
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BeitragVerfasst am: 24 Dez 2008 - 18:41:39    Titel: arbeitsrecht Klausurfrage

ist ein arbeitgeber gesetzlich verpflichtet einzuschreiten wenn einer seiner Arbeitnehmer einer anderen arbeitnehmer fortgesetz wegen dessen dunkler hautfarbe verspottet???

für arbeitsrecht brauche ich lösung welche gesetze kann mann anwenden .
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2008 - 20:00:56    Titel:

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, in solchen Fällen auf die mobbenden Arbeitnehmer einzuwirken. Dies ergibt sich auf der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, die dogmatisch als Nebenpflicht aus dem Arbeitsvertrag anzusehen ist.
Zum Ganzen etwa LAG Thüringen, NZA-RR 2001, 347 (351).
faiblesse
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 1930
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2008 - 20:18:41    Titel:

Nicht zu vergessen, dass es seit 2006 das AGG gibt..
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 - 15:25:25    Titel:

faiblesse hat folgendes geschrieben:
Nicht zu vergessen, dass es seit 2006 das AGG gibt..


Und inwiefern soll das AGG dem Arbeitnehmer mit seinem Begehren in casu helfen?
faiblesse
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 1930
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2008 - 00:44:53    Titel:

Nach dem AGG ist ein AG verpflichtet, bei Diskriminierungen am Arbeitsplatz einzuschreiten.
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2008 - 10:17:43    Titel:

faiblesse hat folgendes geschrieben:
Nach dem AGG ist ein AG verpflichtet, bei Diskriminierungen am Arbeitsplatz einzuschreiten.


Dann zeig mir doch bitte einmal die entsprechende AGL.
faiblesse
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 1930
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2008 - 13:22:28    Titel:

Zitat:
§ 12 Maßnahmen und Pflichten des Arbeitgebers
(1) 1Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz vor Benachteiligungen wegen eines in § 1 genannten Grundes zu treffen. 2Dieser Schutz umfasst auch vorbeugende Maßnahmen.
(2) 1Der Arbeitgeber soll in geeigneter Art und Weise, insbesondere im Rahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung, auf die Unzulässigkeit solcher Benachteiligungen hinweisen und darauf hinwirken, dass diese unterbleiben. 2Hat der Arbeitgeber seine Beschäftigten in geeigneter Weise zum Zwecke der Verhinderung von Benachteiligung geschult, gilt dies als Erfüllung seiner Pflichten nach Absatz 1.
(3) Verstoßen Beschäftigte gegen das Benachteiligungsverbot des § 7 Abs. 1, so hat der Arbeitgeber die im Einzelfall geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen zur Unterbindung der Benachteiligung wie Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder Kündigung zu ergreifen.
(4) Werden Beschäftigte bei der Ausübung ihrer Tätigkeit durch Dritte nach § 7 Abs. 1 benachteiligt, so hat der Arbeitgeber die im Einzelfall geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen.
(5) 1Dieses Gesetz und § 61b des Arbeitsgerichtsgesetzes sowie Informationen über die für die Behandlung von Beschwerden nach § 13 zuständigen Stellen sind im Betrieb oder in der Dienststelle bekannt zu machen. 2Die Bekanntmachung kann durch Aushang oder Auslegung an geeigneter Stelle oder den Einsatz der im Betrieb oder der Dienststelle üblichen Informations- und Kommunikationstechnik erfolgen.


http://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2008 - 13:45:43    Titel:

Interessante Frage, ob hier tatsächlich eine AGL enthalten ist. Dogmatisch treffender wäre es meiner Meinung nach, diese Pflichten den nichtleistungsbezogenen Nebenpflichten zuzuordnen (als Schutzpflicht, vgl. § 241 II BGB), die gerade keinen durchsetzbaren Anspruch begründen. Andererseits würde ich rein instinktiv denken, dass hier europarechtlich eine unmittelbare Durchsetzbarkeit angestrebt war, um eine effektive Schutzbestimmung zu schaffen. Da müsste man mal in die RL gucken bzw. einen AGG-Kommentar bemühen.
Harri-bo
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Anmeldungsdatum: 01.02.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2009 - 16:48:37    Titel: Arbeitsrecht - AGG

Das AGG soll die Beschäftigten vor Benachteiligungen wegen eines Diskriminierungsmerkmals (z.B. Rasse und ethnische Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Haarfarbe, Abstammung oder Nationalität etc.) schützen.
Nach dem AGG ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer vor Benachteiligungen zu treffen. Das bedeutet, er muss auf die Unzulässigkeit solcher Benachteiligungen hinweisen und darauf hinwirken, dass diese unterbleiben. Dieser Verpflichtung nachzukommen ist für den Arbeitgeber auch deshalb wichtig, um sich so gegen mögliche Schadensersatzansprüche der Arbeitnehmer zu schützen.
Der Betroffene kann sich beim Arbeitgeber beschweren und Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche haben. Beachte: Diese Ansprüche müssen innerhalb von 2 Monaten nach Kenntniserlangung von der Benachteiligung schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden.

Falls du weitere arbeitsrechtliche Fragen hast, kann ich dir arbeitsrechtliche Lernkarteikarten empfehlen. Ich selbst habe mit diesen gelernt und war sehr zufrieden. Empfehlenswert sind die Karteikarten von www.fullfeedback.com
Ich könnte mir vorstellen, dass diese auch was für dich wären. Viel Spaß dabei
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