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Der Vertrauensschaden
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DJ_Flipper
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2009 - 15:12:56    Titel: Der Vertrauensschaden

Hi, wie müsste folgender Fall gelöst werden:

A bietet einen Fernseher für 14€ an. Er hat sich allerdings verschrieben und meinte eigentlich 1400€.
(Jetzt kommts wie es kommen muss), B kauft den Fernseher für diese 4€ und verlangt Lieferung.
Der A weigert sich.

Lösung müsste doch jetzt in etwa so sein, oder?

A kann seine WE gem. 119, 120 anfechten...wegen falscher Übermittlung oder auch Erklärungsirrtums.
Aber was kann der B jetzt verlangen? Lieferung? Und jetzt kommt meine Frage. Wie siehts mit einem Vertrauensschaden aus?
In dem Sinne auch noch, was sind negatives und positives Interesse?


Für Antworten wäre ich dankbar...
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2009 - 09:14:42    Titel:

Richtig, die Willenserklärung kann angefochten werden.

Auf deine Frage bzgl. der Lieferung müsstest du selbst kommen können (wenn jemand Lieferung verlangt, bedeutet das, dass man einen Anspruch aus § 433 I BGB auf Übergabe und Übereignung prüfen muss). Fang doch mal an zu prüfen.

Was passiert denn mit dem Vertrag, wenn die Willenserklärung angefochten wurde? Also: Was ist die Rechtsfolge der erfolgreichen Anfechtung und wo steht es?
Marina85
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2009 - 09:25:39    Titel:

Zum Vertrauensschaden: Ob ein solcher vorliegt, hängt davon ab, ob der Anfechtungsgegner schon z.B. Investitionen getätigt hat in Erwartung, die Sache zu erhalten.

Negatives Interesse = Verletzter ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn er auf die Gültigkeit der Erklärung nicht vertraut hätte.
Das bedeutet z.B. Ersatz sämtlicher Investitionen, s.o. - aber nach § 122 I BGB nicht über den Betrag des positiven Interesses hinaus.

Positives Interesse = Verletzter ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn ordnungsgemäß erfüllt worden wäre (z.B. Mehrkosten für Deckungskauf oder entgangenen Gewinn).
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