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Entscheidung für ein Jura-Studium?
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abercombie
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 90

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2009 - 21:14:57    Titel: Entscheidung für ein Jura-Studium?

Hallo, vielleicht können einige Studenten der Rechtswissenschaften unter euch mir bei folgender Entscheidung einen Rat geben:

Ich stehe zwischen der Wahl, entweder Deutsch/Englisch auf Gymnasiallehramt zu studieren oder ein Jura-Studium (evtl. mit Nebenfach Deutsch) zu studieren. Spaß machen würde mir beides, ich könnte mir mit beiden Fächern eine gute Zukunft vorstellen. Nur richtig aus tiefem Herzen kann ich mir für keines der beiden Fächer entscheiden, es würden immer Restzweifel bleiben.

Was mich bei Lehramt stört, sind die fehlenden Aufstiegschancen (ich bin generell ehrgeizig) und die fehlenden Perspektiven (außer Lehrer eröffnen sich einem nicht viele Berufe). Was mir gefällt, sind die gesicherten Verhältnisse (fester Arbeitsplatz, festes Gehalt, ich weiß, was mich erwartet.)

Bei einem Jura-Studium würde mir gefallen, dass ich damit auch in der Wirtschaft etwas anfangen könnte und sich mir mehrere Karrierewege eröffnen würden. Nebenbei denke ich, dass man mehr Geld mit Jura verdienen kann ;)Was mich stört, ist, dass ich nicht genau weiß, was mich erwartet und ob ich so ein langes Studium wirklich mit Spaß angehen würde.

Zu meinen Fähigkeiten: Ich bin in Sprachen sehr gut (vor allem Deutsch, aber auch Englisch und Französisch), kann gut Ordnung in das Chaos bringen und bewahre meistens einen kühlen Kopf. Nebenbei schreibe ich sehr gerne und bin auch kreativ, was z.b. das Erfinden von Geschichten angeht.

Habt ihr einen spontanen Rat? Letztendlich muss ich es selber entscheiden, aber ich würde mich über Tipps sehr freuen Smile
Diokletian
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2009 - 23:55:25    Titel:

Hallo,

ich komme aus Österreich und hab vor 2 Semestern mit Jura angefangen. Ich persönlich habe die Entscheidung nicht bereut und finde das Studium sehr interessant und absolut passend für mich. (Abgesehen von Latein - aber das ist ja in Deutschland soweit ich weiß nicht mehr vorgeschrieben Wink )

Wichtig ist halt ein "sicherer" Sprachgebrauch und eine abstrakte Denkweise. Ansonsten kann ich noch sagen, das es fast ein reines Bücherstudium ist - also lesen lesen lesen und das erworbene Theoriewissen in Fallbeispielen zur Anwendung bringen Wink

Man merkt eigentlich ziemlich schnell ob Jura einem liegt oder nicht.

glg
Diokletian
julesone
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Anmeldungsdatum: 28.05.2008
Beiträge: 402
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2009 - 10:58:00    Titel: Re: Entscheidung für ein Jura-Studium?

abercombie hat folgendes geschrieben:
Hallo, vielleicht können einige Studenten der Rechtswissenschaften unter euch mir bei folgender Entscheidung einen Rat geben:

Ich stehe zwischen der Wahl, entweder Deutsch/Englisch auf Gymnasiallehramt zu studieren oder ein Jura-Studium (evtl. mit Nebenfach Deutsch) zu studieren. Spaß machen würde mir beides, ich könnte mir mit beiden Fächern eine gute Zukunft vorstellen. Nur richtig aus tiefem Herzen kann ich mir für keines der beiden Fächer entscheiden, es würden immer Restzweifel bleiben.

jura mit nem nebenfach *hüstel*, das kannst du dir eigentlich gleich wieder abschminken, es sei denn du willst nen bachelor machen.

Zitat:
Was mich bei Lehramt stört, sind die fehlenden Aufstiegschancen (ich bin generell ehrgeizig) und die fehlenden Perspektiven (außer Lehrer eröffnen sich einem nicht viele Berufe). Was mir gefällt, sind die gesicherten Verhältnisse (fester Arbeitsplatz, festes Gehalt, ich weiß, was mich erwartet.)
wieso fehlende aufstiegschancen? du kannst zb rektor werden

Zitat:
Bei einem Jura-Studium würde mir gefallen, dass ich damit auch in der Wirtschaft etwas anfangen könnte und sich mir mehrere Karrierewege eröffnen würden. Nebenbei denke ich, dass man mehr Geld mit Jura verdienen kann ;)Was mich stört, ist, dass ich nicht genau weiß, was mich erwartet und ob ich so ein langes Studium wirklich mit Spaß angehen würde.
ja und nein, wenn du gut bist, eröffnen sich eine menge chancen, genau wie in jedem anderen studium. und mehr geld? das kriegst du auch nur, wenn du bereit bist 60 std und mehr zu arbeiten.
setz dich in einige vorlesungen, dann weißt du zumindest ansatzweise was auf dich zukommt
Zitat:

Zu meinen Fähigkeiten: Ich bin in Sprachen sehr gut (vor allem Deutsch, aber auch Englisch und Französisch), kann gut Ordnung in das Chaos bringen und bewahre meistens einen kühlen Kopf. Nebenbei schreibe ich sehr gerne und bin auch kreativ, was z.b. das Erfinden von Geschichten angeht.
bei jura ist abstraktes denken wichtig, du darfst keine geschichten zusammen spinnen sondern musst dich genau an dem orientieren was vorgegeben ist. da wäre dann wohl lehramt besser geeignet. frmedsprachen sind überall ein plus.
Zitat:

Habt ihr einen spontanen Rat? Letztendlich muss ich es selber entscheiden, aber ich würde mich über Tipps sehr freuen Smile


setz dich in verschiedene vorlesungen, geh zu den infotagen etc. letztendlich musst du dich selber entscheiden
LaDYstAR
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Anmeldungsdatum: 09.03.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2009 - 10:59:18    Titel:

Lehrer verdienen leider auch immer weniger. In Niedersachsen z.B. komplette Streichung des Weihnachtsgeldes....Außerdem hätte ich keine Lust bei der Jugend von heute! AER: es gibt durchaus Lehrermangel. Du hast ein gesicherte Einkommen. Aufstiegschancen sind auch da, z.B. Fachbereichsleiter, Rektor. Diese Chancen sind auch nicht gerade groß, jedoch wenn du einmal befördert bist, dann geht es nicht mehr zurückzusetzen -> Ämterstabilität.

Bei Jura musst du wirklich gut sein, um viel Geld zu verdienen. Und das heisst knüppeln, du bekommst wirklich nichts geschenkt. Prädikatsexam wird eigentlich überall erwartet. Zudem musst du mit manchen Klischeetypen zurecht kommen, teilweise sehr bonzig. Aber mehr Schein als Sein Wink Kommt aber bestimmt auch auf die Uni an...

Wiege Pro und Contra ab, es ist dein Leben, du musst selbst entscheiden. Wir können nur hilfreiche Tipps geben
77955
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Anmeldungsdatum: 04.09.2008
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2009 - 17:22:22    Titel:

Jura ist eigentlich nur wenig mehr als das Filtern und Zusammentragen von Informationen aus vielen schlechten, viel zu abstrakten, mehrdeutigen, hochgeschwafelten Lehrbüchern zu einem eigenen Lernskript, dass man dann an sich nur auswendig lernen muss. Also an sich nicht schwer, aber viel Aufwand, Durchhaltevermögen. Ohne Hezrblut machts keinen Spaß. Germanistikstudium stelle ich mir als ideale Grundvoraussetzung vor.
Es gibt gelegentlich auch Ausnahmen, die ganz gut schreiben. Aber im wesentlichen ist es halt sehr verschachtelt, was durch die vielen Meinungsstreitigkeiten nochmal eine Krone aufgesetzt bekommt. Die Menge des Lernstoffs, ist natürlich auch nicht zu verheimlichen.

Bin gerade am lernen und das sind dabei meine üblichen Gedanken.
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2009 - 19:29:58    Titel:

Zitat:
Jura ist eigentlich nur wenig mehr als das Filtern und Zusammentragen von Informationen aus vielen schlechten, viel zu abstrakten, mehrdeutigen, hochgeschwafelten Lehrbüchern zu einem eigenen Lernskript, dass man dann an sich nur auswendig lernen muss.


ich denke das triffts doch ganz gut. Hört sich nur leichter an als es tatsächlich ist.
Insbesondere ist ein Gesamtverständnis notwendig was dir allein das Auswendiglernen nicht bringt.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2009 - 23:47:17    Titel:

So leicht ist es in der Tat nicht... es geht bei Weitem nicht nur ums Auswendiglernen, sondern auch und gerade ums Anwendenkönnen.

Es gibt nicht wenige Jurastudenten, die selbst dann, wenn sie sämtliche verfügbaren Lehrbücher benutzen dürfen, keine wirklich vernünftige Klausurlösung zustande bekommen. Den Stoff auswendig zu wissen ist eine Sache, ihn auf einen konkreten Sachverhalt zu übertragen und einer plausiblen Lösung zuzuführen eine gänzlich andere.
77955
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Anmeldungsdatum: 04.09.2008
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2009 - 11:52:31    Titel:

In meinem Prozess des Filterns und Zusammentragen von Informationen ist der Verständnisprozess inbegriffen. Je verständlicher und klarer das eigene Skript nämlich ausfällt, desto leichtgängiger ist es zu lernen.
rob!n
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Anmeldungsdatum: 23.04.2007
Beiträge: 60

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2009 - 12:02:46    Titel:

Ich finde man braucht v.a. Durchhaltevermögen und die Fähigkeit sich selbst zu disziplinieren und motivieren.

Die Fähigkeit in Lehrbüchern Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und Fälle zu lösen bekommt man automatisch im Studium. Wink
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2009 - 14:08:13    Titel:

77955 hat folgendes geschrieben:
In meinem Prozess des Filterns und Zusammentragen von Informationen ist der Verständnisprozess inbegriffen. Je verständlicher und klarer das eigene Skript nämlich ausfällt, desto leichtgängiger ist es zu lernen.



erreichst du denn mit deiner Methode auch überdurchschnittliche Ergebnisse?
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