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Ausbildung Rechtsanwaltsfachangestellter neben Jurastudium
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§§reiter08
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 92
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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 23:20:11    Titel: Ausbildung Rechtsanwaltsfachangestellter neben Jurastudium

Hallo Jura-Forum!

In der 11 habe ich ein Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei gemacht.
Die Leute, denen ich da untergeben war, nannten sich Rechtsanwaltsfachangestellte.
Mittlerweile studiere ich Jura und gehe einer Aushilfstätigkeit bei den Maltesern nach. Die Arbeit dort macht Spaß und ich finde es auch ok, außerdem macht es sich gut im Lebenslauf, hab ich mir sagen lassen.
Da ich aber irgendwann auch mal in der Juristenzunft arbeiten wollte und auch ne Kommilitonin kenne, die einen Nebenjob in einer RA-Kanzlei macht, hab ich mich gefragt, wie ich das anstellen soll. Denn zumal es ja diese sogenannten RA-Fachangestellten gibt, stell ich mir das ein bisschen schwierig vor. Schließlich würden dann "dahergelaufene" Leute wie ich denen den Arbeitsplatz streitig machen. Ich weiß jetzt auch nicht wirklich, ob meine Kommilitonin nicht doch vorher irgendeine Ausbildung gemacht hat.

Wie ist das, setzt eine Nebentätigkeit in einer RA-Kanzlei unbedingt eine entspr Ausbildung voraus?
Wenn ja, gibt es dann die Möglkeit, so eine Ausbildung neben dem Studium zu machen?
Gibt es vielleicht Unis, die entsprechend gestaltete Dualstudiengänge anbieten? Meistens sind das ja FHs und bei denen kann man ja kein Jura studieren.
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 23:32:02    Titel:

du willst doch Jurist werden, und kein Rechtsanwaltsfachangestellter, wofür solltest du dann so eine ausbildung machen wollen?

Keine Uni wird sowas anbieten, ist auch völliger Unsinn meiner Meinung nach.
§§reiter08
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 92
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 23:45:57    Titel:

Zitat:
du willst doch Jurist werden, und kein Rechtsanwaltsfachangestellter, wofür solltest du dann so eine ausbildung machen wollen?


Um einen Nebenjob in einer Kanzlei machen zu können. Deswegen frage ich ja, ob dazu ne Ausbildung erforderlich ist (zB als RA-Fachangestellter)..
JuliaXXX
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Anmeldungsdatum: 15.10.2005
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 23:47:08    Titel:

Das ist überhaupt kein Problem. Dafür brauchst du keine Ausbildung sondern nur ein bißchen Glück. Viele Kanzleien stellen studentische Aushilfen ein, du musst halt nur ein bißchen in die Zeitung gucken.

Erwarten kann dich als Student dann vielleicht die Bearbeitung von Mahnbescheiden und Gerichtsvollzieheraufträgen, das Ausfertigen von Klagen und ein bißchen Sekreteriatarbeit wie Telefon und Kopieren.

Wenn Du etwas anspruchsvolleres suchst, stellen auch viele Großkanzleien Studenten (im Hauptstudium) für Recherchetätigkeiten u.s.w. ein.
§§reiter08
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 92
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 00:04:14    Titel:

Zitat:
Das ist überhaupt kein Problem. Dafür brauchst du keine Ausbildung sondern nur ein bißchen Glück. Viele Kanzleien stellen studentische Aushilfen ein, du musst halt nur ein bißchen in die Zeitung gucken.


Dann werd ich mal fleißig Zeitung lesen Wink

Zitat:
Erwarten kann dich als Student dann vielleicht die Bearbeitung von Mahnbescheiden und Gerichtsvollzieheraufträgen, das Ausfertigen von Klagen und ein bißchen Sekreteriatarbeit wie Telefon und Kopieren.


Passt doch. Ist schon mal anspruchsvoller als die Arbeit bei den Maltesern. Nur dafür wahrscheinlich weniger abwechslungsreich... man hängt wahrscheinlich dauernd im Büro rum, als ich mein Praktikum gemacht hab, durfte ich morgens mit zum Gericht, vllt geht das ja dann auch.

Zitat:
Wenn Du etwas anspruchsvolleres suchst, stellen auch viele Großkanzleien Studenten (im Hauptstudium) für Recherchetätigkeiten u.s.w. ein.


Das hat Zeit, wir wollen mal die Ersti-Liga im Dorf lassen Wink Ich bemüh mich so lange um gute Noten...
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 11:40:15    Titel:

Manchmal gibt es am Schwarzen Brett der Uni auch entsprechende Jobangebote. Augen offenhalten. Solche Jobs können aber auch ziemlich assi sein muss ich sagen. Eine Kommilitonin macht Abendsekretärin bei 'nem Rechtsanwaltsnotar. Ihr Job besteht im Wesentlichen darin, Mandanten abzuwimmeln ("Herr Dr X ist leider nicht mehr im Hause!") und sich anschreien zu lassen wenn tagsüber was nicht geklappt hat. Sie geht da oft sehr gefrustet nach Hause. Man muss also wirklich schauen, dass der AG auch ok ist. Kopien machen, Kunden abwimmeln und Ablage verwalten kann ich auch woanders, da muss ich nicht beim RA für arbeiten, der wahrscheinlich auch noch schlecht bezahlt bzw. nur wenige Arbeitsstunden für einen hat. Ein anderer Kommilitone ist allerdings bei 'nem StB und kann da teilweise schon selbstständig (semi-)juristische Sachen erledigen, wie z.B. Recherchearbeiten oder Mandantenanschreiben entwerfen. Das ist ok. Arbeitet da 8 Stunden die Woche.

Die Idee mit einer ReFa-Ausbildung neben dem Studium halte ich übrigens für Unsinn. Karrieretechnisch bringt dich das nicht einen Zentimeter weiter. Die Fertigkeiten, die du da erlernst, solltest du nötigenfalls, wenn es soweit ist, im Rahmen eines Existenzgründerseminars der Kammer lernen oder anderen Seminaren, aber doch nicht im Rahmen einer unterbezahlten Ausbildung zum ReFa. Diesen unnötigen Zusatzstress würde ich mir auf keinen Fall geben.
goldberg
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 14:11:24    Titel:

Es gibt unzählig viele Möglichkeit für Jurastudenten nebenbei zu arbeiten.

Große Kanzleien wie Linklaters oder Freshfields unterhalten größtenteils einen sog. Studentendienst. Die Arbeit ist zwar nicht gerade anspruchsvoll, aber recht gut bezahlt. Außerdem macht es sich super auf dem Lebenslauf. Die Arbeiten reichen von Getränke in den Küchen sortieren, Hauspost verteilen, Kopieraufträge, Botengänge erledigen - bis zu etwas anspruchsvollerem wie Recherchearbeiten durchführen etc. Darüber hinaus gibt es Stellen in den Bibliotheken der Großkanzleien (z.B. Loseblattsammlungen sortieren etc.) Die Bezahlung schwankt je nach Kanzlei zwischen 9 und 12 Euro / Stunde (zumindest in Berlin). Um sich dort zu bewerben, muss man kein Überflieger sein, sondern nur ein bisschen Glück mitbringen. Blind- und Initiativbewerbungen sind gern gesehen.

Die Krönung für den Lebenslauf ist natürlich die Mitarbeit an einem Lehrstuhl, bzw. Institut. Die Stellenanzahl ist sehr begrenzt, aber machbar ist es durchaus. Je nach Lehrstuhl sollte man dann im jeweiligen Rechtsgebiet entsprechende Leistungen mitbringen (9 Pkte. aufwärts) und das Grundstudium bereits abgeschlossen haben. Die Bezahlung ist meistens tariflich festgelegt und beträgt in Berlin ca. 11 Euro / Stunde.

In kleineren Kanzleien gibts auch öfters Stellen. Diese werden auch öfter auf www.berufsstart.de ausgeschrieben.

Also mit ein bisschen Eigeninitiative machbar.

ReNo Ausbildung ist während des Studiums A. unmöglich und B. sinnfrei. (Wäre ja so, als ob man Medizin studiert und gleichzeitig eine Krankenschwesterausbildung macht) Höchstens zuerst ReNo Ausbildung, danach Studium....

LG.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 14:25:19    Titel:

Kommt auch darauf an, was man am Lehrstuhl macht und was für ein Lehrstuhl es ist. Die Krönung für den Lebenslauf ist meines Erachtens nur eine Tutorenposition (Erstis unterrichten) oder die Mitarbeit bei einer Koryphäe des Gebietes, in das man später auch hinmöchte. Ansonsten lesen sich solche Positionen gut, viel dahinter ist aber meist nicht - das wissen auch die Personaler. Für viel wichtiger als das Lebenslaufstylen halte ich hier deshalb die Networkingmöglichkeit. Will man in die Wissenschaft, ist das Gold wert. Selbiges gilt, wenn man sich den Weg für die Diss ebnen will.
goldberg
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 89
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 14:34:48    Titel:

Mein Lebenslaufkrönungsargument bezog sich auf den direkten Vergleich zu den anderen Möglichkeiten, die ich zuvor nannte. "Großkanzlei", "Bibliothek" und "kleine Kanzlei". Im Vergleich dazu ist die Mitarbeit an einem Lehrstuhl/Institut eine viel aussagekräftigere Berufsstation, da davon ausgegangen werden kann, dass der Professor (sei es nun eine Koryphäe oder nicht) nur exzellente Studenten einstellt. Ist man bereits an einem Lehrstuhl als HiWi tätig, eröffnen sich einem natürlich auch weitläufige Networking-Optionen und Promotionsaussichten. Auch eine Tutorenfunktion rückt dann in greifbare Nähe, sowie die Möglichkeit nach dem ersten Staatsexamen Wissenschaftlicher Mitarbeiter an eben diesem Lehrstuhl zu werden. Wenn der Lehrstuhlinhaber dann auch noch einen bekannten Namen hat, ist es nur von Vorteil.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 17:06:31    Titel:

Nun, wenn du die unterschiedlichen Optionen schon in eine Rangfolge gießen willst, muss ich betonen, dass dies doch völlig relativ ist. Für jemanden der seine Zukunft im Magic Circle sieht, ist eine Großkanzlei-Anstellung sowohl von der Arbeit an sich als auch vom Networking her die bessere Alternative. Dann würde ich dem lediglich die Tutorentätigkeit vorziehen, aber keinesfalls eine Lehrstuhltätigkeit als bloßer HiWi. Deine Aussage mit der "Krönung" finde ich daher nach wie vor nicht treffend. Eine echte Krönung für jeden Lebenslauf, gleich welche Berufswünsche, ist meiner Meinung nach nur eine Stelle als Tutor.
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