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Kalkulatorische Zinsen bei der Kostenvergleichsrechnung
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Brillenträgerin
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 22.11.2008
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2009 - 20:03:45    Titel: Kalkulatorische Zinsen bei der Kostenvergleichsrechnung

guten tag,
ich schlage mich mit dem Verständinis zur Berechnung der kalkulatorischen zinsen herum.

Die Formel lautet:

((anschaffungsauszahlung - liquiditationserlös /2) + (2 liquiditationserlös/ 2) x p%)

= (Ao+Ln/2) * (p%)

Frage 1: Wieso bezieht man den Restwert in die Zinsberechnung mit ein?

Frage 2: wieso wird in der formel der liquidationserlös nochmal mit 2 addiert?
berniebaerchen
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1844

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2009 - 00:01:24    Titel:

Du willst die durchschnittliche Kapitalbindung berechnen. Aufzeichnen.
Die liegt genau zwischen A und L;nach oben verschoben um L.
Der Liquidationserlös wird nicht mit 2 addiert, sondern mit 2 erweitert.
Hast Du vielleicht das 5. Schuljahr übersprungen?
Diplomierter
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1993
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2009 - 02:33:10    Titel:

Gehe mal auf die Zingl Seite!

Harry Zingl, meint dort, dass der L.-Erlös bei der Kalkulation nicht abgezogen gehört! Surprised
_________________
Signatur? Die hat man mir geklaut!

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie links rum drehen!
berniebaerchen
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1844

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2009 - 17:28:09    Titel:

Zingel ist halt ein Oberlehrer. Wo steht das?
Darüber hinaus gibts bei der Kostenrechnung immer verschiedene Möglichkeiten. Es ging jetzt ja darum, wie man auf diese Formel kommt.
Ob die jetzt sinnvoll ist, ist ja vielleicht eine andere Frage.
Feanor
Full Member
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2009 - 18:41:19    Titel:

Das habe ich mich auch mal gefragt.

Intuitiv würde ich nämlich sagen, wenn man die durchschnittliche Kapitalbindung berechnen will, dürfte der Liquid.Erlös nicht als untere Spanne bei der Berechnung der durschnittlichen Kapitalbindung berücksichtigt werden, denn in der letzten Periode ist Kapital in der Höhe des Lidquid.Erlöses +(!) letzter Abschreibungsbetrag gebunden.

Meine Begrüdung anhand eines Beispiels:

AK der Maschine: 130.000 €
Nutzungsdauer: 4 Jahre
Liquidationserlös nach 4 Jahren: 30.000€
Abschreibungsbeträge a=(130.000-30.000) / 4 = 25.000
(Annahme Abschreibungsbetrag fällt zum Ende einer Periode an)

Tatsächlicher Wertverlauf der Kapitalbindung gemäß der obigen Abschreibungsregel:
Periode 1: 130.000
Periode 2: 105.000
Periode 3: 80.000
Periode 4: 55.000
(Nach Periode 4 erfolgt die Liquidations, weshalb danach kein Kapital mehr gebunden ist)

Wenn man nun die kalkulatorischen Zinsens bei einem Zinssatz von 10% (i=0,1) für jedes Jahr einzeln berechnet, ergibt sich

Kalkulatorische Zinsen der...
Periode 1: 13.000
Periode 2: 10.500
Periode 3: 8.000
Periode 4: 5.500

Summe der gesamten Zinsen = 37.000
Durschnittliche kalk. Zinsen pro Periode = 37.000 / 4 = 9.250


Bei der Berechnung der durschnittlichen Zinsen pro Periode anhand der Formel (A+L)/2 für die durschnittliche Kapitalbindung ergibt sich folgendes Ergebnis

Durschnittliche Kapitalbildung = (130.000 + 30.000) / 2 = 80.000
und somit
Durschnittliche kalk. Zinsen pro Periode = 40.000 * 0,1 = 8.000

8.000 entspricht aber nicht den vorher errechneten 9.250

Wenn man hingegen mit der Formel (A + Liquid.Erlös+letzte Abschreibung) / 2 rechnet ergibt sich folgendes Ergebnis

Durschnittliche Kapitalbildung = (130.000+ (30.000+25.000) ) / 2 = 92.500
und somit
Durschnittliche kalk. Zinsen pro Periode = 92.500 * 0,1 = 9.250

9.250 entspricht der obigen Rechnung bei Berücksichtigung des tatsächlichen Wertverlaufs, weshalb ich daraus schlussfolgere, dass die Formel der durschnittlichen Kapitalbildung nach (A + L) / 2 bei gegebenen Annahmen falsch sein müsste.



So das war jetzt ein etwas längerer Beitrag, aber ich hoffe ich konnte meine Skepsis gegenüber der besagten Formel für die durschnittliche Kapitalbildung begründen.
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