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Petition über ein bedingungsloses Grundeinkommen
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aloa5
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 15:48:49    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
@aloa5: Was du beschreibst, ist nichts anderes, als die Feststellung, dass Egoismus dem Einzelnen helfen kann, wenn er die anderen ausnutzt, der gesamtheit aber schadet.

Nein, ist es nicht. Ich beschreibe z.B. den strebsamen "Kapitalisten" der eine Errungenschaft nicht bedingungslos preis gibt und dadurch einen Vorteil erringt. Die Summe mehrerer derartiger Kapitalisten, strebsam oder/und genügsam (sparsam) hätte eine aufaddierten Vorteil anderen gegenüber. Dieser Vorteil/Vorsprung hat einen Wert.

Du (und z.B. Kommunisten) bezeichnest das zurückhalten oder nutzen dieses Wertes als schädlich und andere ausgenutzt.

Generell bezeichnen viele Linke diesen Unterschied als "anderen weggenommen". Vermögen welches jemand aufhäuft kann in der Ideologie dieser Linken nicht durch derartiges gekommen sein sondern nur durch das "wegnehmen".

Dem ist nicht so. Wink
Zitat:
Natürlich muss dies sanktioniert werden, wie jedes andere gemeinschaftsschädigende Verhalten auch. Dafür gibt es dann Gesetze, die durch die Masse (in ihrer Richtung) beschlossen und legitimiert werden muss.

Das ist die Legitimierung von Sanktionierungen anderen Ländern gegenüber. Haben sozialistische Staaten in der Historie öfter getan. Der böse Klassenfeind würde den sozialistischen Staat bedrohen und ausnutzen - ausbluten lassen. Der DDR wäre es auch ganz toll gegangen wenn man nur den eigenen Leuten die Kleidung etc. gegeben hätte usw..

Sicher - das "schädigende Verhalten" muss man sanktionieren. Macht man auch mit Steuersündern heute nicht anders. Eingriffs-Breite und Eingriffs-Tiefe spielen hierbei eine (die entscheidende) Rolle. Und es würde eben unterstellt nie so weit kommen ohne das es überall auf der Welt (in ferner Zukunft) gleichzeitig eingeführt werden müsste.


Grüße
ALOA
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 16:03:22    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
@Filzstift: Mir ist unklar, wie du daraus, dass alle ein annehmbares Leben führen können, schließt, dass man etwas gegen weitere Verbesserungen haben sollte...

Cyrix


Wenn es Grundgesetz dieser Gesellschaftsform ist, dass jeder das gleiche angenehme Leben führen soll, sind alle Bestrebungen, wenn einige versuchen besser als gleichgut zu leben, als Angriff auf dieses System zu werten.

Ein gute Beispiel dafür war der MAO-Kommunismus in China gewesen. Alle hatten die gleiche blaue oder graue Kleidung. Alle hatten auch defacto das gleiche Einkommen, egal ob ungeschulter Arbeiter oder intelligenter Wissenschaftler.
Individualisten, die das nicht wollten, wurden verfolgt
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 16:55:15    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:

Wenn es Grundgesetz dieser Gesellschaftsform ist, dass jeder das gleiche angenehme Leben führen soll, sind alle Bestrebungen, wenn einige versuchen besser als gleichgut zu leben, als Angriff auf dieses System zu werten.


Nö, warum sollten nicht alle besser leben? ich verstehe nicht, wie du Fortschritt als system-schädigend einstufst. Oder ist für dich Fortschritt nur "verbesserung der eigenen Lage"???


Cyrix
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 17:25:36    Titel:

aloa5 hat folgendes geschrieben:
Ich beschreibe z.B. den strebsamen "Kapitalisten" der eine Errungenschaft nicht bedingungslos preis gibt und dadurch einen Vorteil erringt. Die Summe mehrerer derartiger Kapitalisten, strebsam oder/und genügsam (sparsam) hätte eine aufaddierten Vorteil anderen gegenüber. Dieser Vorteil/Vorsprung hat einen Wert.

Jetzt stell dir mal eine Summe von Altruisten vor, die selbiges tun, aber ohne eine hohe Gegenleistung zu verlangen. Beide Charaktereigenschaften gibt es im Menschen, warum wird die kapitalistische/egoistische zum Primat gemacht?

Übrigens ist das Anhäufen eines großen Kapitalstocks (also zum Privatvergnügen) immer ein Zeichen, dass mehr genommen als gegeben wurde. Da stimmt also deine Bilanz nicht.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 17:39:50    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Filzstift hat folgendes geschrieben:

Wenn es Grundgesetz dieser Gesellschaftsform ist, dass jeder das gleiche angenehme Leben führen soll, sind alle Bestrebungen, wenn einige versuchen besser als gleichgut zu leben, als Angriff auf dieses System zu werten.


Nö, warum sollten nicht alle besser leben? ich verstehe nicht, wie du Fortschritt als system-schädigend einstufst. Oder ist für dich Fortschritt nur "verbesserung der eigenen Lage"???


Cyrix


Es geht nicht um den allgemeinen Fortschritt, sondern den individuellen.
Den der das Streben des Menschen nach Verbesserung seiner eigenen Lebenssituation ausmacht.
Ein System, dass auf völlige Gleichheit der Lebensbedingungen ausgelegt ist, kann es nicht dulden, dass Individualisten im Vorgriff auf die Allgemeinheit für sich die Lebensbedingungen "egoistisch" verbessern.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 17:43:41    Titel:

Warum sollten sie auch für sich egoistisch die Lage verbessern, wenn sie es auch für alle können?

Meinst du, die meisten Erfindungen wurden gemacht, damit sich einzelne Personen ihren Lebensstandard aufbessern?

Meinst du, dass alle nur Egoisten sind, und in erster Linie nur an sich denken? Das glaube ich nicht...


Cyrix
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 17:56:35    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Warum sollten sie auch für sich egoistisch die Lage verbessern, wenn sie es auch für alle können?

Meinst du, die meisten Erfindungen wurden gemacht, damit sich einzelne Personen ihren Lebensstandard aufbessern?

Meinst du, dass alle nur Egoisten sind, und in erster Linie nur an sich denken? Das glaube ich nicht...


Cyrix

Wenn einzelne Menschen ihren Lebensstandard aufbessern und nicht phlegmatisch darauf warten, bis das System das tut, ist das Anfang vom Ende dieses Systems. Die Gleichheit wird durchbrochen und es kommt zu sozialen Unterschieden.
Dadurch endeten bisher auch alle Sozialismusexperimente. Wink
Elzéard B.
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Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beiträge: 1150

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 18:33:15    Titel:

Doch Cyrix, genauso ist es. Der Mensch ist in erster Linie egoistisch und nicht auf das Wohl der Allgemeinheit bedacht. Genau deshalb wird jeder Sozialismus scheitern, auch wenn du das in deiner Utopie nicht wahrhaben willst. Die Gesvhichte hat es mehrmals bewiesen.
Terrismus
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Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 18:45:34    Titel:

aloa5 hat folgendes geschrieben:
Terrismus hat folgendes geschrieben:


Jeder der die Umwelt (Boden, Luft, Wasser) benützt zahlt dafür in die bürgereigene Umwelt AG eine Abgabe.
Wer viel Umwelt benützt zahlt viel, (Konzerne, Fabriken, usw) wer wenig Umwelt benützt zahlt wenig.
Jeder Bürger besitzt eine einzige, unverkäufliche, an ihn persönlich gebundene Aktie. Die Dividende ist sein Grundeinkommen.
So ist eine ganz normale Marktwirtschaft mit einer "egalitären" Verteilung (jeder hat nur eine Aktie) problemlos verbunden.



...Diese Denkweise zeigt das Du noch Nachholbedarf an nicht linker Denkweise hast.


Eine alte Denkweise hat uns dorthin gebracht wo wir sind.
Direkt in eine ökonomische und dicht an eine ökologische Krise.

Umwelt, das bedeutet wie schon gesagt Boden, Luft und Wasser.
Also für dich noch konkreter.
Boden das bedeutet jeden Zentimeter Boden mit allem was sich auch unter ihm befindet.

Jeder zahlt für die Benützung der Umwelt in die bürgereigene Umwelt AG und jeder Bürger besitzt eine einzige an ihn lebenslang gebundene Aktie. Das ist sein Grundeinkommen.

Beim Boden wird bezahlt nach der Menge der Quadratmeter die jeder für sich selbst benützt differenziert nach dem wofür er sie benützt. Also ein Quadratmeter für ein Familienhaus zum Eigenbedarf kostet weniger als ein Quadratmeter für einen Golfplatz und dieser weniger als Einer für eine Fabrik.

Durch ihre Aktie sind alle Bürger an allen Tätigkeiten und Dienstleistungen beteiligt.

Der Verteilungsschlüssel des BIP´s sind Kapital und Arbeit und Arbeit für alle wird es nie mehr geben weil sie die Technik übernimmt. Wir brauchen einen weiteren Verteilungsschlüssel.
Und das ist Terrismus.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2009 - 19:07:33    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:

Wenn einzelne Menschen ihren Lebensstandard aufbessern und nicht phlegmatisch darauf warten, bis das System das tut, ist das Anfang vom Ende dieses Systems. Die Gleichheit wird durchbrochen und es kommt zu sozialen Unterschieden.
Dadurch endeten bisher auch alle Sozialismusexperimente. Wink


Nochmal: Warum sollten alle im Sozialismus darauf warten, dass das System ihren Zustand verbessert? Warum sollte nicht jeder den Zustand von allen verbessern wollen?

Cyrix
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