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Sammelthread zum Thema Beziehungsprobleme
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24242

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 00:54:24    Titel:

Ironiker hat folgendes geschrieben:

Glaubst du wirklich, dass man, wenn die Liebe, die man für jemanden empfindet, sich erschöpft, man sie IMMER durch seinen Willen wiederaufleben lassen kann?


Ich glaube daran, dass sich eine Liebe nie erschpft, wenn man ihr immer wieder Grund gibt neu aufzuflammen. Ich glaube daran, dass man Liebe erhalten kann, wenn man was für die Beziehung tut, einander und die Beziehung wichtig nimmt, wenn einem klar ist, dass die Gemeinsamkeit - das Wir - wichtiger ist als man selbst.

Und ich kann diese Beliebigkeit (die sich in der Bezeichnung "Lebensabschnittsgefährten" kondensiert) als nicht richtig empfinden, sondern sehe darin nur eigenes Vorteilsdenken: Wenn der Partner langweilig geworden ist, dann tausche ich ihn eben aus. Nur: So geht man vielleicht mit Spielzeug um, aber nicht mit einem wichtigen Menschen!


Cyrix
Andi1
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Anmeldungsdatum: 28.02.2009
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 00:58:55    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von Andi1 am 17 Dez 2010 - 03:38:20, insgesamt einmal bearbeitet
Ironiker
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 879

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:13:30    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Ich glaube daran, dass sich eine Liebe nie erschpft, wenn man ihr immer wieder Grund gibt neu aufzuflammen. Ich glaube daran, dass man Liebe erhalten kann, wenn man was für die Beziehung tut, einander und die Beziehung wichtig nimmt, wenn einem klar ist, dass die Gemeinsamkeit - das Wir - wichtiger ist als man selbst.
Cyrix


Das Bild mit der Flamme, das ja dem allgemeinen Sprachgebrauch entnommen ist, finde ich sehr gut. Ja, man kann eine Flamme immer wieder neu anheizen (z.B. Spiritus draufkippen). Aber eine Flamme kann auch mit der Zeit erlöschen (wenn kein Sauerstoff mehr da ist, hilft auch der beste Spiritus nix mehr!).
Natürlich hat das Bild seine Grenzen, aber ich finde dass diese Sauerstoff-Spiritus-Geschichte das ganz gut fasst.
Ich glaube zwar auch an sowas wie ewige Liebe (naja sagen wir lebenslange Liebe, denn an die Ewigkeit glaub ich nicht, aber das is ne andere Geschichte Wink ). Das wäre dann ein Spezialfall (wo halt mehr als genügend Sauerstoff für die Flamme vorhanden ist). Nur vorher absehen kann man das nicht, denn wenn man liebt, denkt man immer das würde für immer so bleiben.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Und ich kann diese Beliebigkeit (die sich in der Bezeichnung "Lebensabschnittsgefährten" kondensiert) als nicht richtig empfinden, sondern sehe darin nur eigenes Vorteilsdenken: Wenn der Partner langweilig geworden ist, dann tausche ich ihn eben aus. Nur: So geht man vielleicht mit Spielzeug um, aber nicht mit einem wichtigen Menschen!
Cyrix


Dass man so etwas nicht von Anfang an denken sollte, da stimme ich dir natürlich zu!
Aber wenn es so weit ist, dass der Partner einem langweilig geworden ist (und dann liebt man ihn auch nicht mehr, denn wenn man jemanden liebt ist er alles andere als langweilig für einen), muss man sich das eingestehen und wenn die Flamme einfach nicht mehr zu entzünden, ist hat die Beziehung auch keinen Sinn mehr.

Noch ein schönes Zitat von Max Frisch (passt vielleicht zu der "Langeweile<->keine Liebe mehr" Anmerkung):

Unsere Meinung, daß wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind - nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns.
Andi1
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Anmeldungsdatum: 28.02.2009
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:28:24    Titel:

...


Zuletzt bearbeitet von Andi1 am 17 Dez 2010 - 03:38:00, insgesamt einmal bearbeitet
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
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BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:29:52    Titel:

Langweilig ist man nur selbst, das muss man nicht auf den Partner schieben.
Andi1
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Anmeldungsdatum: 28.02.2009
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:32:28    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von Andi1 am 17 Dez 2010 - 03:37:45, insgesamt einmal bearbeitet
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24242

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:32:40    Titel:

Nun, ich denke, man muss für eine Beziehung - für die Liebe - auch immer etwas tun. Um bei dem sprachlichen Bild zu bleiben: Man muss dafür sorgen, dass sie weiter brennt, indem man immer wieder für neuen Brennstoff (und sauerstoff) sorgt.

Wenn man feststellt, dass sie zu erlöschen droht, dann muss man eben alles daran setzen sie wieder neu auflodern zu lassen; nicht aber zu resignieren, sagen, dass sie eh bald aus ist, und dann sagen "ist halt so".


Das ist dann wie "Töten durch Unterlassen": Wenn man nichts zur Rettung tut, sondern einfach daneben steht, und der Liebe/ der Beziehung beim Sterben zu schaut, vernachlässigt man bis aufs Letzte das, was einem eigentlich wertvoller sein muss als das eigene Leben... Und das nur, weil man zu faul ist sich zu bemühen, für das gemeinsame Wohl zu Arbeiten! Was für ein Egoismus...


Cyrix
Andi1
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Anmeldungsdatum: 28.02.2009
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:42:15    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von Andi1 am 17 Dez 2010 - 03:37:28, insgesamt einmal bearbeitet
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24242

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:49:25    Titel:

Nun, wenn beide sich trennen wollen, so ist dies natürlich ihre Sache. Wenn einer merkt, es wird krittisch (dass er die Liebe verliert), dann muss darüber geredet werden, und dann müssen beide zusammen alles daran setzen, dass dies eben nicht passiert!

Aber ein "och nö, hab keine Lust mehr..." (in irgendeiner Form) halte ich für eine so maßlose Geringschätzung des Anderen, das mir eigentlich jede Spucke wegbleibt. Und das gegenüber jemandem, der eigentlich der wichtigste Mensch im eigenen Leben ist...


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 879

BeitragVerfasst am: 23 März 2009 - 01:53:16    Titel:

Andi1 hat folgendes geschrieben:
Man darf aber auch nicht vergessen, wie schnell manchmal Partner ausgetauscht werden?
Wie oft Liebe auch nur eingebildete Liebe ist?

Jo, da stimm ich dir zu.

Zitat:

Langweilig ist man nur selbst, das muss man nicht auf den Partner schieben.

Langweilig ist niemand. Nicht ein Mensch ist langweilig, sondern höchstens das Bild, das wir uns von ihm gemacht haben. In einem Menschen stecken so viele Möglichkeiten, wozu er sich entwickeln kann, ein Mensch kann gar nicht langweilig sein. Ein Bild ist aber etwas fertiges, das einem irgendwann langweilig werden kann.
Wenn man sich ein Bild von einem Menschen gemacht hat, dann liebt man ihn auch nicht mehr. Es mag sein, dass man Gott weiß was für das Bild empfindet, es muss ja nicht Langeweile sein. Es kann auch Zuneigung sein. Aber das ist dann keine Liebe.

@cyrix: Würdest du dann sagen, dass wenn eine Liebe vorbeigeht, jemand Schuld daran hat?
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