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Fragen zur Bucerius Law School und zum Jurastudium!
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Fragen zur Bucerius Law School und zum Jurastudium!
 
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phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2009 - 23:47:42    Titel:

Zitat:
Jeder denkt, es gibt zu viele Juristen am Markt. Deshalb studieren weniger Leute und man hat selbst bessere Chancen. Könnte das aufgehen?

Nein, ganz sicher nicht. Sollte dich aber nicht an einem eventuellen Studium hindern.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2009 - 23:52:09    Titel:

Wenn du nach 10 Jahren immer noch in der Großkanzlei bist, bist du i.a.R. längst Equity-Partner, dürftest also sogar weit mehr als 15k bekommen. Beachte aber: Steuerprogression! Wink Wird aber immer unwahrscheinlicher. Die Konkurrenz innerhalb der Prädikatsjuristen ist Wahnsinn. Nur die Besten der Besten werden Partner, da sind Promotion und Master fast schon Pflicht. Schau dich ruhig mal auf Seiten wie denen von Freshfields, Clifford Chance, CMS Hasche Sigle oder Hengeler Mueller um und schau dir die Lebensläufe derer an, die Partner oder Senior/Principal Associate sind... Das ist aber auch nicht die einzige Option, um mit Jura gutes Geld zu verdienen, also Kopf hoch. Wink

Zur BLS habe ich zwar einiges an Infos aus erster Hand, aber vielleicht bekommst du selber Kontakt zu einem BLS'ler. Bietet sich auch über einen der Schnuppertage an. Man braucht aber in Deutschland keine Privatschule für Jura, lass dir da nix einreden. Prädikat bekommst du auch an der Öffentlichen mit allenfalls marginalem Mehraufwand. Und wenn du dann noch Mooting (1 Semester), bissl Wirtschaft (einfach bei den BWL'lern reingehen oder Fernuni Hagen-Kurs parallel zum Studium belegen für die ganz Eifrigen), einschlägige Praktika (fürs Networking) und Englisch (Auslandsjahr) nebenher machst, ist das im Grunde nichts anderes - nur für vergleichsweise lau.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 21:14:05    Titel:

Ich bin da kein guter Ansprechpartner, weil ich von der BLS ganz persönlich nicht mehr so viel halte. Vor der Entscheidung solltest du wirklich versuchen mal auf einen Tag der offene Tür reinzuschauen, um ein Gefühl für das Ambiente zu bekommen.

Ansonsten kann ich qwertz nur zustimmen. Die schulischen Leistungen geben nur beschränkt Auskunft. Ich persönlich habe einen Kommilitonen mit einem Abi von 1,3, der sich leider nur mit Mühe und Not durchschlägt. Umgedreht kenne ich jemanden mit 3,x, der während dem Studium einen unvergleichbaren Ehrgeiz entwickelt hat (will nun Richter werden), die Übungen mit Bombennoten abgeschlossen hat und dem ich ein deutlich zweistelliges Examen prophezeie.

Auch bezüglich der BLS hat qwertz recht. Picke ich mir aus dem nicht gerade kleinen Bewerberpool die oberen 5% raus, ist die Chance natürlich hoch, dass diese auch unter den oberen 20% der Examensabsolventen mitschwimmen, wenn man sie entsprechend trimmt. Kurzum: Jeder, der auf der BLS ein Prädikat schafft, hätte das an der Uni Hamburg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch geschafft. Allerdings, und da sollte man ehrlich sein: ohne Eigeninititative wäre es eben nur ein Prädikat ohne Großkanzlei-Praktika, Auslandssemester, Mooting und ein nettes Netzwerk an schlauen Leuten geworden. Angesichts der Tatsache, dass in Jura aber nur die Examensnoten, die echten Zusatzqualifikationen (Dr., LL.M.) und das Englisch zählen, kann man in der Tat mit qwertz Zweifel anmelden, ob sich die horrenden Investitionen in ein BLS-Studium wirklich lohnen. Ich würde das eher verneinen, aber das muss jeder selbst entscheiden. Mancher kann nur in einer homogenen Lernumgebung und unter extremem Leistungsdruck Topleistungen bringen, für solche ist die BLS sicher nicht schlecht.

Unerreichbar ist ein Doppelprädikat übrigens nicht, auch wenn die Statistiken eine deutliche Sprache sprechen. Jura ist keine Raketenwissenschaft, sondern bedeutet im Wesentlichen: 15% Talent, 85% ackern, ackern, ackern.

Zu mir, weil du fragtest: Ich bin Student mit abgeschlossenem 6. Fachsemester. Lege gerade ein Jahr in England ein.
Hudolex
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Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 12:53:19    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Ich bin da kein guter Ansprechpartner, weil ich von der BLS ganz persönlich nicht mehr so viel halte.


Doch, das glaube ich schon und zwar gerade deswegen. Ich habe Beiträge von dir gelesen, ca. 1 Jahr her, in denen du noch von der Bucerius geschwärmt hast. Gerade wegen diesem Sinneswandel interessiert mich deine Meinung in Bezug auf die Law School Smile Ich will ja nicht nur positive Sachen über die BLS hören, was aber genau dann passiert, wenn ich einen Schnuppertag besuche, sondern vor allem auch Kritikpunkte! Es gibt wohl drei Gruppen von Schreibern hier: Die Neider, die Studenten dort und die Leute, die wirklich konstruktiv sagen können, warum die BLS ihr Geld nicht wert ist. Ich will mich nicht mal ärgern müssen, ein Haufen Geld für ein Studium hinzuwerfen, was sein Geld nicht wert ist. Vor allem, weil ich es wirklich nicht im Überschuss habe und, wenn überhaupt, lieber nichts als falsch investieren würde.

phantz hat folgendes geschrieben:
Klar kann man sich einfach in Vorlesungen reinsetzen, ist sogar recht ratsam!

qwertz hat folgendes geschrieben:
Probehören von Juravorlesungen dürfte wenig sinnvoll sein, einen wirklichen Einblick in die Materie bekommt man dadurch jedenfalls wohl weniger.


Wie auch immer, ich werde das einfach mal tun. An der LMU dürfte das ja dann wohl ohne Probleme möglich sein. Ich möchte auch keinen tiefen Einblick in die Materie, sondern grundlegend feststellen, ob mich so ein Studium interessieren könnte. Darum u.a. kaufe ich mir auch ein, zwei Bücher zur Einführung.

qwertz hat folgendes geschrieben:
Die Überlegungen des Threaderstellers greifen diesbezüglich wesentlich zu kurz.


Moooment, ich habe lediglich eine Frage gestellt und keine Überlegungen diesbezüglich angestellt! Mag sein, dass meine Frage ziemlich plump formuliert war, sorry. Ich habe jedoch viel eher gefragt, ob das (doppelte) Prädikatsexamen wirklich so unerreichbar ist, wie es hingestellt wird. Deswegen würde ich mich besonders über eine Meinung von jemandem freuen, der dieses Ziel vielleicht erreicht hat. Ich will hier auch nichts pauschalisieren, denn "beim Studium werden die Karten neu gemischt" - (c) phantz Razz
Trotzdem helfen solche Ratschläge ungemein weiter.
FU
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 116

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 14:52:45    Titel:

@Hudolex

Der von Dir zitierte Artikel bringt es einfach perfekt rüber! Was Roxin da erzählt hat, besser kann man das Ganze in meinen Augen nicht erklären. Ich glaub wenn man den ganzen Vortrag durchliest hat man alles Wesentliche vermittelt bekommen. Mir hat das damals jedenfalls sehr geholfen. Übrigens LMU'ler Very Happy Very Happy , aber leider nur noch auf Seminaren mitzuerleben, da wird es schwierig mit Probehören!

Aber wenn Du probehörst in München, dann schau Dir doch mal den Grundkurs BGB bei Prof. Lorenz an.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5742
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 13:10:11    Titel:

Ich persönlich kenne nur eine Person die an der BLS mal studiert hat, allerdings doch einige von anderen privaten "Elite"-Unis und das was erzählt wird ist auffällig gleich. Bezogen auf die Aussagen zur Brucerius...

...das Klima ist auffällig leistungsorientiert. Keiner der das sitzt hat etwas zu verschenken, eine gewisse Arroganz ist dem wohl nicht abzuschreiben. ABER die Leute fühlen sich "unter" sich. Die Gemeinschaft und das Netzwerk machen die Schule auch so stark. Die Anonymität einer Großstadt lässt sich selbst dadurch nicht wegdiskutieren aber die Hochschule an sich ist nicht anonym. Man kennt sich, man arbeitet zusammen, man feiert zusammen. Als Aussenseiter und Einzelkämpfer bist Du an der Hochschule wahrscheinlich falsch.

Grüße,
gozo
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 13:15:05    Titel:

Du kannst bei einem Jahrgang von 100 Personen und durch ein Noten-Ranking künstlich erzeugten Wettbewerbsdruck einen Spirit im Sinne engen Zusammenarbeitens aller untereinander wohl kaum verlangen. Das schließt nicht aus, dass einem Studenten eines höheren Semesters jederzeit gerne etwas erklären, aber das hat man auf der Öffentlichen eigentlich auch. Wink Es gibt wenig schlagende Argumente für die BLS. Die in meinen Augen entscheidenden habe ich bereits genannt: Softskills, Network, Infrastruktur und (allerdings Geschmacksache:) die kompetitive Atmosphäre.
onkeldagobert
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Anmeldungsdatum: 15.12.2008
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 23:42:32    Titel:

hey hudolex, es kostet dich ja nichts, dich einfach mal bei der bucerius anzumelden Wink während dem mündlichen auswahlverfahren lernst du viele deiner zukünftigen komilitonen und profs kennen. so merkst du glaube ich am ehesten ob das für dich ist oder nicht.
Hudolex
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Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 23:48:59    Titel:

onkeldagobert hat folgendes geschrieben:
hey hudolex, es kostet dich ja nichts, dich einfach mal bei der bucerius anzumelden


Doch, schon. Die Anmeldegebühr muss ja entrichtet werden Wink
Aber das ist für mich kein Grund, mich nicht anzumelden.

Es ist bloß schade, dass ich bisher von keinem BLS'ler eine Antwort erhalten habe.
EinHeinzelmännchen
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Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 97
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2009 - 14:54:15    Titel:

Wieso schreibst du nicht einfach im Studi jemanden an oder eröffnest einen Thread in einer der BLS Gruppen? Das wäre doch wesentlich einfach und effektiver, als hier ewig auf 'ne Antwort zu hoffen...
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