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Fragen zur Bucerius Law School und zum Jurastudium!
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Hudolex
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Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2009 - 23:39:34    Titel: Fragen zur Bucerius Law School und zum Jurastudium!

Nabend! Ich habe spezielle Fragen zur Bucerius Law School in HH. Ja ich habe mir bereits die wenigen gepinnten Themen angesehen, allerdings noch keine Antworten auf meine Fragen erhalten. Im Voraus bitte ich Euch, dieses Thema nicht zu einer Diskussionsrunde über die Bucerius Law School verkommen zu lassen. Ich suche nur nach Antworten auf meine Fragen. Also wenn sich jemand meiner "annehmen" würde, wäre das superklasse. Ich möchte mich dieses Jahr bewerben! Embarassed

Wie ist das Studienklima an der Law School genau? Ich weiß schon, dass es ein ideales Umfeld zum Lernen gibt und ein paar dutzend Clubs für Diskussionen, Musik usw, aber gibt es wirklich einen "Spirit", also kennt man sich untereinander gut und arbeitet auch eng zusammen? Kurz gesagt ich wohne noch nicht in HH und befürchte, dass die Studis dort schon ihre Gruppen in der Stadt haben und man doch ziemlich anonym ist?!? k.A.

Zweite Frage, die ich evt hätte: Wie können sich Gehälter für Juristen nach 5 oder 10 Jahren entwickeln? Also ich habe so ungefähr im Blick, dass man als Berufseinsteiger zwischen 1.000 € (selbstständig), 2.500 € (durchschnittlich) und 7.000 € (Prädikatsexamen, große Kanzlei) erwarten kann. Aber wie entwickeln sich denn diese Gehälter, beispielsweise in Großkanzleien, nach 5 oder 10 Jahren? Sind 15.000 € im Monat nach 10 Jahren im Beruf realistisch, wenn man gut ist?

Dritte Frage: Ich habe mir überlegt, dass es doch eigentlich der perfekte Augenblick wäre, um ein Jurastudium zu beginnen. Jeder denkt, es gibt zu viele Juristen am Markt. Deshalb studieren weniger Leute und man hat selbst bessere Chancen. Könnte das aufgehen?

Und Last but not Least! Wie viele von euch Studenten an der bucerius haben noch ein Leben außerhalb der Uni? Knallhart und Ehrlich ! Habt ihr Zeit für Sport, Freunde, vielleicht einen Nebenjob und ab und zu mal eine Party? Ich will kein Larifaristudium, aber ab und zu muss man auch mal abschalten können (finde ich!) Confused

Danke schon mal! Ihr BLS-Studis könnt mich natürlich auch per PN anschreiben, wenn ihr eine "unangenehme Wahrheit" habt die ihr nicht öffentlich ausplaudern wollt Razz
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 20:14:55    Titel:

Klar kann man sich einfach in Vorlesungen reinsetzen, ist sogar recht ratsam! Wink Und wenn Du dich vorher auch an AG-Leiter wendest, kannst Du dich auch in AGs reinsetzen (im Regelfall, halt bei vorheriger Absprache) - davon bekommt man meiner Meinung nach noch sogar einen besseren Eindruck.

Naja, statistisch gesehen sind die Prädikatsexamen schon recht selten. Aber Jura ist ja auch ein Massenstudiengang (auch wenn sicherlich viele im Laufe des Studiums ausgesiebt werden, es gibt sicherlich auch noch Leute unmittelbar im Examen, die eigentlich nicht in das Fach hineingehören, diesen Umstand aber durch massive Mehrarbeit kompensieren o.Ä.).

Konzentrier' dich einfach auf dich selbst.
Wink
Jahrgangsbester hin oder her - im Studium werden die Karten neu gemischt. Wobei es sicherlich nicht von Nachteil ist, wenn man in punkto Fähigkeiten ein wenig begabter ist als der Rest...
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 20:29:23    Titel:

Ich bezweifle, dass ein Zusammenhang zwischen "Jahrgangsbestem" in der Schule und Prädikatsexamen nach einem Jurastudium besteht.
Wenn, liegt es einfach daran, dass diejenigen die gut in der Schule waren einfach mehr tun als andere und daher von vornherein bessere Chancen auf ein gutes Examen haben.

Die Überlegungen des Threaderstellers greifen diesbezüglich wesentlich zu kurz.


Bezüglich der BLS bin ich kaum informiert, der Sinn und Zweck dieser Art von Studium ist aber meiner Meinung nach durchaus fragwürdig (auch in Hinblick auf die Kosten).
Es ist wenig verwunderlich, dass dort soviele gut Abschneiden bei einem derartigen Vorauswahlverfahren.

Aber jeder so wie er kann und will.


Probehören von Juravorlesungen dürfte wenig sinnvoll sein, einen wirklichen Einblick in die Materie bekommt man dadurch jedenfalls wohl weniger. Jedenfalls wäre es mir so gegangen vor Beginn des Studiums. Aber ich bin sowieso kein Fan von Vorlesungen.
robelz
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 13:50:53    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Unerreichbar ist ein Doppelprädikat übrigens nicht, auch wenn die Statistiken eine deutliche Sprache sprechen. Jura ist keine Raketenwissenschaft, sondern bedeutet im Wesentlichen: 15% Talent, 85% ackern, ackern, ackern.


Bei allem, was Du sagst (und ich schätze Deine Meinung sehr): Du bist einer der Raketenwissenschaftler unter den Juristen und allein vom Lesen bin ich mir sicher, dass Du zu denen gehörst, die einen BLSler in den Schatten stellen.

Die Chancen, als guter Mann mit durchschnittlichem Elan zum sehr guten geformt zu werden dürften an der BLS deutlich höher sein als irgendwo im grauen Brei einer Großuni...
FU
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 116

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 14:26:51    Titel:

Da muss ich doch, patriotisch wie ich bin, gleich mal in die Presche springen: Mit einer Uni wie der LMU vor der Haustür hast Du doch wirklich alles was man braucht! V.a. im Bereich Jura ist doch die Reputation phantastisch auf Grund der ausgezeichneten Lehrstühle.

Im Übrigen ist Jura m.E. kein Hexenwerk. Abgesehen von einer gewissen Grundbegabung ist das Juraprädikat, wie Tobi in meinen Augen ganz richtig sagt, Ergebnis harter Arbeit. Das klingt easy, aber man muss halt so konsequent sein und das durchziehen können, v.a. in der Examensvorbereitung hat man eine so unüberschaubare Menge an Stoff vor sich, dass es bedeutend leichter klingt als es ist, da ein kühlen Kopf zu bewahren und sich durchzuarbeiten. Dazu ausgiebiges Probeklausurenschreiben (m.E. der entscheidenste Faktor überhaupt), das alles nötigt schon ein Maß an Selbstdisziplin über einen relativ langen Zeitraum ab, wie es mit einer Abiturvorbereitung absolut nicht zu vergleichen ist.

Was ich mit alldem eigentlich sagen will: Abgesehen von immer vorhandenen Ausnahmen bedeutet in meinen Augen in Jura besser zu sein als andere, einen höheren Aufwand zu betreiben als andere.

Wenn man diese Konsequenz verbunden mit Erhgeiz mitbringt, geben Dir Unis wie die LMU, aber auch viele andere in der BRD die Möglichkeit, ein super Examen hinzulegen. Ob es dafür die BLS braucht möcht ich nicht kommentieren, da der Threadersteller eine BLS-Grundsatzdiskussion ja vermeiden wollte. Nur so viel: An einigen Punkten gleicht das m.E. in manchen Punkten der Diskussion Examen mit oder ohne Rep. Die einen sagen, wenn Du es wirklich drauf hast, brauchst Du sowas nicht, die anderen fühlen sich einfach sicherer wenn sie jmd "führt".

Eine Bemerkung zum Schluss: Probehören in einer Univorlesung finde ich persönlich gefährlich. Erwischt Du nen super Prof, der an dem Tag gutgelaunt verständlichen Stoff bearbeitet, verliebst Du Dich (evtl. zu Unrecht) in das Fach, erwischt Du einen miesen Dozenten mit undankbaren Vorlesungsinhalt findest Du Jura oder zumindest die Uni (evtl. zu Unrecht) unausstehlich. Selbst mit 4-5 Vorlesungen...
Hudolex
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Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 14:38:52    Titel:

FU hat folgendes geschrieben:
Eine Bemerkung zum Schluss: Probehören in einer Univorlesung finde ich persönlich gefährlich. Erwischt Du nen super Prof, der an dem Tag gutgelaunt verständlichen Stoff bearbeitet, verliebst Du Dich (evtl. zu Unrecht) in das Fach, erwischt Du einen miesen Dozenten mit undankbaren Vorlesungsinhalt findest Du Jura oder zumindest die Uni (evtl. zu Unrecht) unausstehlich. Selbst mit 4-5 Vorlesungen...


Klar, aber was ist denn die Alternative? Ich kann auch schlecht geschriebene Bücher zum Thema erwischen oder schmierige Studenten beim Schnuppertag. Zusammenfassungen habe ich schon einige gelesen, u.a. die von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Claus Roxin Razz und

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Claus Roxin hat folgendes geschrieben:
[...]da man auf der Schule nichts oder nichts Nennenswertes aus dem Reich der Jurisprudenz erfährt, hat man in der Jugend kaum eine Gelegenheit, ein Interesse an diesem Fach und eine Neigung dafür zu entwickeln. [...]


Von daher gehe ich einfach mal in ein paar Vorlesungen.

Wir kommen aber vom Thema ab, es ging mir ja besonders um Bucerius Law School und Prädikatsexamen. Danke für eure Beiträge. Smile
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 15:20:46    Titel:

Zitat:
Wenn man diese Konsequenz verbunden mit Erhgeiz mitbringt, geben Dir Unis wie die LMU, aber auch viele andere in der BRD die Möglichkeit, ein super Examen hinzulegen.


ich persönlich bin der Überzeugung, dass es weniger mit der Universität als mit einem selbst zu tun hat.

Ob eine Uni nun einen "guten Ruf" oder nicht hat ist gerade in Jura doch ziemlich unerheblich.
pe
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2009 - 10:39:51    Titel:

guck mal in Uwe Wesel Fast alles was Recht ist. Du wirst kaum etwas wirklich verstehen, wenn dein Interesse an Jura dadurch erst so richtig geweckt wird dann hast du schon eine wesentliche Voraussetzung fuer ein erfolgreiches Studium, vielen Kommilitonen mangelt es nämlich schon am wirklichen Interesse
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2009 - 12:37:13    Titel:

qwertz hat folgendes geschrieben:
(...) Ob eine Uni nun einen "guten Ruf" oder nicht hat ist gerade in Jura doch ziemlich unerheblich.

Seid glücklich und dankbar darüber, dass es so ist. Deutschland ist da wirklich klasse. Hier in UK oder erst recht in den USA kannst du noch so ein gutes Degree machen, wenn du von einer unbekannten oder niedrig gerankten Uni kommst kannst du es dir übers Bett nageln. Ein Grund mehr, dem Exzellenz-Wahn spektisch gegenüber zu stehen. Eine Angleichung der deutschen Unilandschaft an die britische oder gar US-amerikanische sollte man mit aller Entschiedenheit ablehnen.
Hudolex
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Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 12:55:48    Titel:

Ich bin sehr dankbar für eure Antworten, aber richtige Antworten auf meine Fragen waren leider noch nicht dabei.

Offen ist noch:

Zitat:
Wie ist das Studienklima an der Law School genau? Ich weiß schon, dass es ein ideales Umfeld zum Lernen gibt und ein paar dutzend Clubs für Diskussionen, Musik usw, aber gibt es wirklich einen "Spirit", also kennt man sich untereinander gut und arbeitet auch eng zusammen? Kurz gesagt ich wohne noch nicht in HH und befürchte, dass die Studis dort schon ihre Gruppen in der Stadt haben und man doch ziemlich anonym ist?!?
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