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Praktikum als Erstsemester
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 13:14:03    Titel:

Also, erstmal halte ich es für nicht sinnvoll, nach dem 1. Semester ein Anwaltspraktikum zu absolvieren. Lerneffekt = 0, da du noch überhaupt keine eigenen Sachen bearbeiten kannst etc. - du hast ja so gut wie kein Vorwissen.

Und als Jurastudent musst du sicher keinen Kaffee kochen... Der Sinn eines Praktikums ist es, Einblick in den Beruf zu bekommen, d.h. du gehst mit zu Gerichtsterminen, liest Akten und bearbeitest ggf. auch eigene Sachen (von Anwalt zu Anwalt verschieden); die letzte Option fällt bei dir natürlich weg.


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 24 Jan 2009 - 13:40:00, insgesamt einmal bearbeitet
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 13:29:27    Titel:

Stimme Marina voll zu. Praktikum nach dem 1. Semester ist Quatsch, warum macht der Anwalt das überhaupt? Bringt dir nicht mehr als ein Schülerpraktikum und ist daher aus meiner Sicht effektiv verlorene Zeit. Ich würde den Anwalt fragen, ob man das Praktikum nicht verschieben und etwa nach dem 3. Semester machen könnte. Dann hast du zumindest schon Schuldrecht gehört und kannst dich in Probleme aus dem Vertragsrecht einlesen und eine eigene Lösung und ggf. Rechtsansicht zu seinen Fällen erarbeiten, vielleicht auch schon Schriftsätze entwerfen wenn du gut bist.

Dass du noch nicht fit für ein Praktikum bist, zeigt schon dein fehlender Erwartungshorizont. Und dass du es als eine potenzielle Aufgabe ansiehst Kaffee zu kochen ist ein schlechter Scherz. Du bist Rechtsstudent und keine ReFa-Azubine. Nimm mir meine offenen Worte nicht krumm, aber hier braucht jemand einen kleinen Pieckser. Wink
Ant-Man
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 240

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 14:40:30    Titel:

Was erwartet man vom Praktikum? Ich kann nur für mich sprechen.

Ich habe erwartet, dass ich nach 4-6 Wochen eine Praktikumsbescheinigung erhalte. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Pflichtpraktika sind nämlich wie ein Klotz am Bein.
punky23
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Anmeldungsdatum: 24.01.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 16:01:33    Titel:

klar, mir gehts erst mal darum meinen schein für ein absolviertes pflichtpraktikum zu bekommen.
uns wurde dazu geraten das jetzt zu machen, weil man später in der semesterfreien zeit hausarbeiten schreiben muss und es dann somit echt knapp wird.

also halte ich es nicht für sinnlos.
mir ging es auch nicht darum mich belehren zu lassen, sondern tipps zu bekommen.

mir persönlioch wurde von tutoren und anderen höheren semestern dazu geraten, also kanns so schlecht nicht sein. uns ohne examen lässt einen sowiso kein anwalt seine aufgaben übernehmen...
also is es egal, ob ich es jetzt oder in nem jahr mache.

meine frage war, was ich dem anwalt sagen soll, welche aufgaben und tätigkeiten ich erwarte und wie ich mir den verlauf des praktikums vorstelle. nur habe ich damit ja keine erfahrungen...
vielleicht findet ja noch jemand eine antwort auf meine frage??
purbaneck
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Anmeldungsdatum: 28.05.2007
Beiträge: 187
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 16:14:41    Titel:

Hey,

punky23 hat folgendes geschrieben:
klar, mir gehts erst mal darum meinen schein für ein absolviertes pflichtpraktikum zu bekommen.


Halte ich persönlich, aber da gehen die Meinungen ja auseinander, für einen schlechten Grund...

punky23 hat folgendes geschrieben:
uns wurde dazu geraten das jetzt zu machen, weil man später in der semesterfreien zeit hausarbeiten schreiben muss und es dann somit echt knapp wird.


Nach dem ersten Semester ist man juristisch eben noch nicht so die Leuchte und da braucht man auch für die erste Hausarbeit massig Zeit.
Über den Sinn von Hausarbeiten lässt sich bekanntlich auch streiten; ich halte den Lerneffekt nicht für groß.
Nach dem ersten Semester habe ich auch 1 1/2 Monate an meiner Strafrecht-Hausarbeit geschrieben.
Danach hab ich mir vorgenommen nicht so viel Zeit dafür zu verschwenden, habe in den darauffolgenden Semesterferien zwei Hausarbeiten in je 1 1/2 Wochen geschrieben und bin gut damit gefahren. Bei vielen, wie auch mir, ist es so, dass das erste Bauchgefühl die beste Lösung ist. Hinterher korrigiert man seine eigene Hausarbeit oft in Grund und Boden und verschlechtert sie eher.

punky23 hat folgendes geschrieben:
meine frage war, was ich dem anwalt sagen soll, welche aufgaben und tätigkeiten ich erwarte und wie ich mir den verlauf des praktikums vorstelle. nur habe ich damit ja keine erfahrungen...


Vielleicht solltest du einfach ehrlich sein (böse Zungen behaupten, gute Anwälte erkennen genau wann ein Mensch lügt und wann nicht Laughing ) und ihm schildern, dass du im Prinzip nach einem Semester keine wirkliche Ahnung vom materiellen Recht hast und einen ersten Ausflug in die Welt der Praktiker wagen möchtest um für dich selbst so früh wie möglich herauszufinden, ob dir der Beruf als Anwalt liegt und Jura die richtige Wahl für dich ist.

Auch ich schließe mich aber der Meinung an, dass es anfangs vielleicht eher zu Verwirrung führen könnte, wenn man im Praktikum mit Dingen konfrontiert wird, von denen man in concreto noch keine Ahnung hat; das könnte wiederum zu Unzufriedenheit führen, da man sich evtl. im Übertragenen Sinne selber vor dem Mt. Everest sieht, wie man noch nicht einmal die erste Talstation erreicht hat.

Gruß
Patric
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 16:25:10    Titel:

Oh Mann. Wenn es nur um den Schein geht, braucht man kein Praktikum zu absolvieren. Da hört man sich ein wenig um, geht zu einem weiterempfohlenen oder einem bekannten Anwalt und lässt sich von diesem den Schein unterschreiben und abstempeln... Arbeitsaufwand: Nicht mal einen Tag. Garantiert kein Schönfelder nachsortieren und keinen Kaffee kochen. Zwar auch kein Lerneffekt, aber das ist ja hier nicht gefragt wie's scheint. Very Happy Wundert mich, dass das deine weisen Tutoren und Hochsemester dir noch nicht gesteckt haben. Cool
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 16:35:39    Titel:

punky23 hat folgendes geschrieben:
klar, mir gehts erst mal darum meinen schein für ein absolviertes pflichtpraktikum zu bekommen.
uns wurde dazu geraten das jetzt zu machen, weil man später in der semesterfreien zeit hausarbeiten schreiben muss und es dann somit echt knapp wird.

also halte ich es nicht für sinnlos.
mir ging es auch nicht darum mich belehren zu lassen, sondern tipps zu bekommen.

mir persönlioch wurde von tutoren und anderen höheren semestern dazu geraten, also kanns so schlecht nicht sein. uns ohne examen lässt einen sowiso kein anwalt seine aufgaben übernehmen...
also is es egal, ob ich es jetzt oder in nem jahr mache.

meine frage war, was ich dem anwalt sagen soll, welche aufgaben und tätigkeiten ich erwarte und wie ich mir den verlauf des praktikums vorstelle. nur habe ich damit ja keine erfahrungen...
vielleicht findet ja noch jemand eine antwort auf meine frage??


Ich denke nicht, dass dich hier jemand belehrt hat. Nur wenn du uns fragst, was du nach dem 1. Semester im Praktikum erwarten sollst, dann kann man dir leider keine anderen antworten geben als Gerichtsverhandlungen besuchen und vorher die Aktenlesen, evtl. bei Mandantengesprächen dabei sein. Und nur, um das zu begründen, wurdest du über die Sinnlosigkeit eines solchen Praktikums "belehrt" Wink .

Im Übrigen sind Praktika und Hausarbeit sehr gut miteinander vereinbar, auch parallel. Außerdem hast du immer 1,5 bis 3 Monate Semesterferien! Und du wirst zwangsläufig mal parallel ranmüssen.

Ich bin aber grundsätzlich auch gegen diese Pflichtpraktika, weil sie im Prinzip so gut wie nichts bringen, was mir auch viele Praktiker bestätigt haben (demzufolge sind die meisten auch bereit, nur mit sehr knappen Anwesenheitszeiten die Scheine auszustellen - somit ist das Ganze noch besser mit HA vereinbar).

Deinem Anwalt solltest du also sagen:
- Akten studieren + Gerichtsverhandlungen besuchen
- Teilnahme an Mandantengesprächen.

Allerdings finde ich diese Fragestellung des Anwalts blöd, da er dir diese Sachen anbieten sollte, zumal du davon ja noch nicht so viel Ahnung hast, verständlicherweise im 1. Semester.
punky23
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Anmeldungsdatum: 24.01.2009
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 17:23:32    Titel:

danke erst mal für die antworten.
nun insgesamt klingt das von eurer seite ja nun doch eher so, dass die pflichtpraktika insgesamt nicht viel bringen.
aber ich denke, es sollte reichen um mal einen einblick in die anwaltstätigkeit zu bekommen und ggf. erste kontakte zu knüpfen.
das kann ja nun wirklich nicht nachteilig sein.

@StR-Tobi
ich persönlich halte von betrug nichts. wenn das bei dir anders ist, ist das deine sache, aber ich finds doch etwas seltsam von dir einem erstsemester zu "raten" dabei zu betrügen. Exclamation abgesehen davon ist mir durchaus bewusst, dass manche studenten die sachen so handhaben.
jedoch werd ich selbst bei diesem praktikum mehr lernen, als ich es mit deiner methode könnte.

@purbaneck
ich mache das praktikum ja in den ersten semesterferien, weil da für uns noch keine hausarbeit ansteht...daher gäbe es ja jetzt kein zeitproblem wegen einer hausarbeit.

@Marina85
mir ist durchaus klar, dass ich hausarbeiten und praktika später parallel absolvieren muss. ich möchte eben darum diese freie zeit nach dem ersten semester dazu nutzen, damit ich immerhin einen teil der praktika schon hinter mir habe, bevor es dann später mit den hausarbeiten losgeht. so brauche ich das nur zwei mal parallel machen.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 17:52:45    Titel:

da missinterpretierst du tobis post wohl.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2009 - 20:47:14    Titel:

Er oder sie? Smile
Erste Kontakte knüpfen, naajaa... Wink
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