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Differentialgleichung Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.01.2009 Beiträge: 757
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 19:20:51 Titel: DNA - Kriminalistik |
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Hallo,
ich hoffe, ihr könnt einem verirrten Mathematiker helfen: ( )
und zwar folgendes: wie funktionieren gleich nochmal diese DNA Tests?
Soweit ich das mitbekommen hab, hat man eben verschiedene menschliche DNA und verschiedene Reagenzgläser, wo so ein Gel drinnen ist. Dann tut man die DNA in die Rgs und die setzen sich an unterschiedlichen Stellen ab, sodass ein Bandenmuster entsteht.
Dann ist es ja so, dass man von verschiedenen Personen DNA nimmt, diese in gleiche Einheiten zerschneidet. Da die menschl. DNA Exons und Introns hat, bits dann iwie das Bandenmuster, oder? Weil wenn man nur auf menschliche Exons überprüfen würde, dann wäre das Bandenmuster in allen Rgs iwie gleich, weil sich das scheinbar nicht so sehr untereinander unterscheidet; die Introns geben je gleichen DNA-Abschnitten von unterschiedlichen Menschen eine unterschiedliche Dichte --> unterschiedliche Absetzung --> u. Bandenmuster.
Frage: Stimmt das?
danke, lg |
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calthamon Newbie


Anmeldungsdatum: 16.12.2008 Beiträge: 30
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 19:42:45 Titel: |
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Nein, stimmt nicht ganz.
Man benutzt keine Reagenzgläser, sondern die Gelektrophorese.
siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gelelektrophorese und http://de.wikipedia.org/wiki/Agarose-Gelelektrophorese
Da die DNA negativ geladen ist, wandert die kürzeren Stückchen schneller zum plus Pol als die langen. Das Gel ist sozusagen wie ein Netz, durch das du (in Wirklichkeit die DNA) durch muss. Wenn du alleine da durch läufst gehts ziemlich schnell; musst du allerdings eine Gruppe an der Hand führen dauert die Netzdurchquerung relativ lang.
Nun zu deiner anderen Frage:
Man benutzt in der Kriminalistik meistens STR (Short Tandem Repeats). Das sind kurze Abschnitte auf der DNA, die jeder Mensch besitzt. Allerdings unterscheiden sich die Länge der einzelnen Repeats bei jedem Allel bei dir und auch bei anderen Menschen.
Beispiel (ka ob das wirklich ein STR ist, aber vom Prinzip richtig):
AATG
ein Allel bei dir: 7 mal wiederholt
das andere: 8 mal wiederholt
bei jemand anderem wäre das zB dann 10 und 4 mal wiederholt
Man benutzt insgesamt mindestens 5 verschieden STRs sodass es fast ausgeschlossen ist, dass jemand anderes genau die gleiche Kombinationen hat.
Ich weiß, ist nicht ganz verständlich, aber frag halt einfach noch mal nach.  _________________ Mit freundlichen Grüßen
calthamon |
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GOBPhysik Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.10.2008 Beiträge: 455 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 19:44:37 Titel: |
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| Die Bandenmuster werden durch die Gel-Elektrophorese erreicht. Die DNA wird durch Restriktionsenzyme an genau bestimmten Basenabfolgen geschnitten. Dann wird ein Gel gegossen in das man die verschiedenen DNA Proben hinein gibt. Dann wird ein Strom angelegt sodass die DNA Stücke an den Pluspol wandert. Die kleineren Stücke kommen besser und schneller durch das Gel. So kommt es zu den Banden. |
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Differentialgleichung Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.01.2009 Beiträge: 757
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 20:47:27 Titel: |
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danke euch beiden , aber iwie hab ich in Erinnerung, dass die Introns da auch noch iwie wichtig sind ... die kommen bei dir, calthamon, jetzt nicht vor in der Erklärung ...
aber danke schon mal!
PS
| Zitat: |
AATG
ein Allel bei dir: 7 mal wiederholt
das andere: 8 mal wiederholt |
meinst du jetzt das 1 STR 7 mal und das 2 von den 5, die man nimmt, 8 mal? |
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calthamon Newbie


Anmeldungsdatum: 16.12.2008 Beiträge: 30
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 21:40:02 Titel: |
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Ich weiß von Intron/Extron in dem Zusammenhang nichts, aber keine Garantie
Zu deiner Frage:
Du hast von jedem Gen jeweils 2 Allele, also zwei Genvarianten.
Bei einem Allel (wovon ein Teil als STR gezählt wird) kommt die Basenfolge AATG 7mal hintereinander vor, auf dem homologen Chromosom (also bei dem anderen Allel) 8mal
Wenn man sie also nebeneinander halten würde, sähe das so aus:
AATGAATGAATGAATGAATGAATGAATG (7)
AATGAATGAATGAATGAATGAATGAATGAATG (
Das wäre das STR "AATG"
Man benutzt aber 5 verschiedene STRs, also beispielsweise noch CGGA,TTTA,GGGC,CAGG.
Insgesamt wären das sozusagen dann mindestens 10 verschiedene Stränge, also 10 verschiedene Banden bei der Gelektropherese. _________________ Mit freundlichen Grüßen
calthamon |
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Lukas1990 Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.09.2007 Beiträge: 552 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 22:09:24 Titel: |
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| Differentialgleichung hat folgendes geschrieben: |
| aber iwie hab ich in Erinnerung, dass die Introns da auch noch iwie wichtig sind |
Ja du erinnerst dich richtig Und zwar hat die DNA-Analyse, sprich der genetischer Fingerabdruck, nichts mit dem Bereich in der DNA zu tun, der beispielsweise deine Haare braun macht. Beim DNA test werden ausschließlich die Introns untersucht, die genauso von deinen eltern weiterverebt wurden und damit von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. |
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Differentialgleichung Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.01.2009 Beiträge: 757
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 22:15:36 Titel: |
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| calthamon hat folgendes geschrieben: |
| [...]Insgesamt wären das sozusagen dann mindestens 10 verschiedene Stränge, also 10 verschiedene Banden bei der Gelektropherese. |
| Zitat: |
| Beim DNA test werden ausschließlich die Introns untersucht, die genauso von deinen eltern weiterverebt wurden und damit von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. |
ok, also wenn ich das jetzt mal zusammen bringe, dann nimmt man 10 verschiedene Stränge, die jeweils aus kurzen Introns-Abschnitten bestehen, und dann kommt das typische Bandenmuster zustande, dadurch, dass die kürzeren Stränge leichter nach unten fallen können, wie die schweren ...oder?
Vielen Dank euch beiden!!!  |
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crick Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.05.2006 Beiträge: 800
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 22:26:32 Titel: |
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| na also dass jetzt nur intropns untersucht werden ist auch wieder quatsch. es geht viel mehr um die bereiche die halt nicht für ein protein kodieren. das können introns sein, aber es müssen keine sein. das genon enthält super viel junk dna und nur wenig davon ist in irgendwelchen introns |
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Differentialgleichung Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.01.2009 Beiträge: 757
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 22:34:52 Titel: |
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ich überdenks mir nochmal bis morgen, vllt schreib ich dann nochmal was ...
danke an alle Beteiligten.  |
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Lukas1990 Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.09.2007 Beiträge: 552 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 22:38:59 Titel: |
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| crick hat folgendes geschrieben: |
| na also dass jetzt nur intropns untersucht werden ist auch wieder quatsch. es geht viel mehr um die bereiche die halt nicht für ein protein kodieren. das können introns sein, aber es müssen keine sein. das genon enthält super viel junk dna und nur wenig davon ist in irgendwelchen introns |
Aber nach aktuellem stand der Forschung, sind es doch introns oder? Immoment sind etwa 4 % der DNA, der zu codierende Bereich, 96%, so nimmt man an, werden für den Bau des Organismus nicht gebraucht, oder eher gesagt sind nicht phänotypisch ausgeprägt. |
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crick Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.05.2006 Beiträge: 800
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Verfasst am: 29 Jan 2009 - 22:44:11 Titel: |
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| ja aber nur weil sie nicht kodieren müssen es ja noch lange keine introns sein. unsere gene machen ja nur einen kleinen teil des genoms aus. und die introns sind ja sozusagen in den genen, auch wenn sie rausgeschnitten werden |
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