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Gedichtinterpretation "Das Wort" - bitte bewerten
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chrisey
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Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2009 - 17:42:52    Titel: Gedichtinterpretation "Das Wort" - bitte bewerten

Hallo,

ich habe mal zum Training eine Gedichtsinterpretation zu dem Gedicht "Das Wort" von Gottfried Benn geschrieben. Wäre sehr dankbar, wenn jemand die Muße hätte und sie sich mal durchlesen würde, um mir seine Meinung zu sagen. Smile


Das Gedicht mit dem Titel „Ein Wort“, geschrieben von Gottfried Benn im Jahre 1941, handelt von dem Wesen der Sprache.
Das Gedicht besteht aus zwei Strophen zu je vier Versen und ist somit recht bündig. Beide Strophen sind im Kreuzreim geschrieben. Bei dem Metrum handelt es sich durchgängig um einen vier-hebigen Jambus, wodurch das Gedicht einen leichten Hommage-Charakter besitzt. Die beiden Strophen werden jeweils zunächst durch den Titel des Gedichts eingeleitet, wobei sie inhaltlich zwei verschiedene Aspekte beleuchten. So handelt die erste Strophe von dem Vermögen der Sprache, das Leben an sich zu erfassen und dessen Sinn aufzudecken. Darüber hinaus können mit ihrer Hilfe kosmische Objekte, wie die Sonne oder die Sphären(vgl. z.3) zu Wörtern komprimiert werden. Die Strophe weist bei der Beschreibung des Worts einen Klimax auf: Während im 1.Vers noch die Rede von „ein[em] Wort, ein[em] Satz“ ist, steigert sich dies im zweiten Vers zu „leben“ und „Sinn“ und schließlich zu „Sonne“ und „Sphären“ im 3.Vers. Der 4. Vers schließt die Strophe ab, indem alles vorher Erwähnte wieder auf „das Wort“ bezogen wird, zu welchem sich „alles ballt“(z.4).
Die zweite Strophe stellt dar, wie vergänglich jedes einzelne Wort ist. Während es im ersten Moment ganz präsent und deutlich ist, so verschallt es kurz darauf wieder im unendlichen Raum, wobei sein „Glanz“ plötzlich ins „Dunkel“ übergeht. Auch hier stellt der letzte Vers wieder ein Bezug zu dem „Wort“ her: er deutet auf den Ort hin, an dem alle Worte letztendlich enden, dem „leeren Raum“(z.Cool. Zum Schluss erwähnt der Autor das „Ich“, wobei es so scheint, als ob dieses stellvertretend für alle Menschen steht und nicht etwa das lyrische Ich darstellen soll. So betrachtet entfernt sich „das Wort“ im Laufe der Zeit von den Menschen und der Erde, es kann nicht konserviert werden.
Die Wortwahl des Autors ist stark von astronomischen Begriffen geprägt („Sonne“, „Sphäre“, „Sternenstrich“, „Raum“). Auf diese Weise werden die Dimensionen veranschaulicht, welche durch die Sprache zum Ausdruck gebracht werden können. Darüber hinaus, wird die Erscheinung des Worts selbst mit leuchtenden Himmelskörpern verglichen. Doch so wie jeder Stern einmal verlischt, so verstummt auch das Wort irgendwann.
In beiden Strophen sind jeweils drei Verse elliptisch aufgebaut, erst der 4. Vers vervollständigt die bruchstückhaften Sätze. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass diese drei Verse aus Substantiven aufgebaut sind, die, in der ersten Strophe, das vom Wort Beschriebene und in der zweiten Strophe das Wort selbst umschreiben.
Im Zentrum des Gedichts steht also auf der einen Seite das Vermögen der Sprache und auf der anderen Seite das Schicksal derselben. Unter Berücksichtigung des Metrums könnte man vermuten, dass Gottfried Benn trotz der dargestellten Vergänglichkeit der Sprache, diese als mächtiges Instrument des Menschen würdigt. Durch sie erst ist es möglich, Wissenschaft zu betreiben und philosophische Fragen zu stellen.
Export Sales
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Anmeldungsdatum: 01.05.2004
Beiträge: 620

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2009 - 13:02:52    Titel:

Ein Wort

Ein Wort, ein Satz -: aus Chiffren steigen
erkanntes Leben, jäher Sinn,
die Sonne steht, die Sphären schweigen,
und alles ballt sich zu ihm hin.

Ein Wort - ein Glanz, ein Flug, ein Feuer,
ein Flammenwurf, ein Sternenstrich -
und wieder Dunkel, ungeheuer,
im leeren Raum um Welt und Ich.


Bitte Gedichtinterpretation Gottfried Benn 'Ein Wort'

ein wort, gottfried benn


Zuletzt bearbeitet von Export Sales am 01 Feb 2009 - 12:56:39, insgesamt einmal bearbeitet
chrisey
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Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2009 - 19:08:37    Titel:

danke, aber auf die Themen bin ich selbst schon gestoßen.
Ich hab nur das Problem, dass mein Deutschlehrer sich nicht die Zeit nimmt, unsere Texte durchzulesen um uns ne Rückmeldung zu geben, deshalb wollte ich Fragen, ob ihr was zu meiner Ausführung bzw. meinem Stil sagen könnten. Question
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2009 - 02:32:57    Titel:

Hi chrisey!

1) Deine Formanalyse macht am Anfang gerade mal so drei Zeilen aus. Das ist lächerlich wenig. "Der Gedankenstrich am Ende der zweiten Zeile signalisiert das unwiderrufliche Ende dieses Flugs...", zitiert Perceval einen Sekundärtext. Das Zitat zeigt, wie genau man die Form analysieren kann: bis hin zu den Satzzeichen! (übrigens Satzzeichen, was ist das denn für eine komische Kombination gleich im ersten Vers, ein -: ?)

2) Deine Formulierungen sind ein wenig salopp:
Zitat:
Das Gedicht besteht aus zwei Strophen zu je vier Versen und ist somit recht bündig.


Zitat:
Bei dem Metrum handelt es sich durchgängig um einen vier-hebigen Jambus, wodurch das Gedicht einen leichten Hommage-Charakter besitzt.

Es wird überhaupt nicht klar, inwiefern das Gedicht durch den Rhythmus einen Hommage-Charakter "bekommen" kann (nicht "besitzt"). Zudem müsste dann auch gleich angefügt werden, an wen die Hommage gerichtet sein sollte.

Das Gedicht ist "bündig" ist für mich auch die falsche Wortwahl. Natürlich hat Benn mit Absicht eine strenge und konventionelle Form für sein Gedicht gewählt. Du gehst in keiner Weise auf die Bedeutung der Form ein (etwa: im Gegensatz zur Flüchtigkeit des Wortes schafft der Dichter Dauerhaftigkeit in der formstrengen Schönheit der Kunst, oder so ähnlich).

2) Über die Metaphern gehst du ziemlich locker hinweg.
Zitat:
Darüber hinaus können mit ihrer Hilfe kosmische Objekte, wie die Sonne oder die Sphären(vgl. z.3) zu Wörtern komprimiert werden.

Das ist zu kurz gegriffen. Warum "steht" die Sonne und warum "schweigen" die Sphären? In diesen Bildern steckt doch viel mehr drin als nur die Kompression kosmischer Objekte in Worte.

P.S.: Es heißt natürlich "die Klimax".

3) Der geschichtliche Kontext ist eigentlich fast immer ein Pflichtpunkt bei jeder Analyse.
chrisey hat folgendes geschrieben:
Das Gedicht mit dem Titel „Ein Wort“, geschrieben von Gottfried Benn im Jahre 1941, handelt von dem Wesen der Sprache.

1941 - da müssen bei dir doch im Grunde alle Glocken läuten. Kann man das Gedicht überhaupt angemessen interpretieren, ohne auf den Zeitpunkt seiner Entstehung einzugehen?

4) Ähnliches gilt auch für den Dichter und sein Werk. Gottfried Benn kommt in deiner Analyse nicht vor.
Zitat:
Die Wortwahl des Autors ist stark von astronomischen Begriffen geprägt („Sonne“, „Sphäre“, „Sternenstrich“, „Raum“). Auf diese Weise werden die Dimensionen veranschaulicht, welche durch die Sprache zum Ausdruck gebracht werden können.

Man denkt zuerst an den Prolog des Johannesevangeliums "Am Anfang war das Wort". Da würde sich die astronomische Metaphorik im Gedicht gut in das göttliche Schöpfungswirken einfügen. Kann das sein? Ist bei Benn überhaupt ein religiöser Hintergund denkbar? Welches Wort ist hier denn gemeint?

Generaltoni hat darauf hingewiesen, dass Benn sich 1929 bereits mit der Schöpfung befasst hat (Einordnung ins Werk des Dichters).

5)
Zitat:
Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass diese drei Verse aus Substantiven aufgebaut sind, die, in der ersten Strophe, das vom Wort Beschriebene und in der zweiten Strophe das Wort selbst umschreiben.

Du müsstest das alles viel genauer analysieren und konkreter belegen. Wenn ich das Gedicht betrachte, dann sind es nur die ersten beiden Verse, die aus Substantiven bestehen. Im siebten Vers beginnt quasi ein neuer Sinnabschnitt: ab hier wird die Abwesenheit des Wortes beschrieben.

Zitat:
Unter Berücksichtigung des Metrums könnte man vermuten, dass Gottfried Benn trotz der dargestellten Vergänglichkeit der Sprache, diese als mächtiges Instrument des Menschen würdigt. Durch sie erst ist es möglich, Wissenschaft zu betreiben und philosophische Fragen zu stellen.

Wie du aus dem Metrum eine solche Vermutung ableitest, kann ich nicht nachvollziehen. Im zweiten Vers wird deutlich gesagt, dass das Wort erkenntnistheoretische Bedeutung hat ("erkanntes Leben, jäher Sinn"). Insofern ermöglicht es Wissenschaft und philosophische Fragestellungen. Das kann aber nicht die Gesamtaussage, bzw. Intention des Gedichts sein (="Würdigung") - dafür passiert noch zu viel in den restlichen sechs Versen.

Du schreibst, dass du die Gedichtinterpretation "mal zum Training" gemacht hast. Aber will man zu diesem Gedicht eine einigermaßen angemessene Analyse machen, dann kommt dabei der 5-fache Textumfang raus.
paty_hh
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Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 34
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2009 - 03:07:49    Titel:

Ich bin auch bloß Abiturientin, also kommtt hier nur eine Laien-Meinung Smile :

Schöner einleitender Satz, danach folgt meines Wissens erstmal eine Schlüsselsatz worum es in dem Gedicht geht -wovon es handelt.
(Wenn möglich auch Geburts- und Todes- -Jahr und -Ort des Autors nennen.)
Und danach fängt man mit der Detail- Arbeit an.

1.Epoche?
Welcher Epoche ist das Gedicht zuzuordnen? + Begründung anhand des Gedichts.

Die beiden Strophen werden jeweils zunächst durch den Titel des Gedichts eingeleitet, wobei sie inhaltlich zwei verschiedene Aspekte beleuchten.
! Sehr gut! Smile
Sprich der Titel wird noch zwei weitere Male an aufälligen Stellen genannt über die wir stolpern -> besonders auffälliges Schlüsselwort.
Ohne die Nennung dies einen Wortes "Wort" würden wir das ganze Gedicht nicht verstehen. Das verdeutlicht uns wie wichtig ein einziges Wort sein kann.


So handelt die erste Strophe von dem Vermögen der Sprache, das Leben an sich zu erfassen und dessen Sinn aufzudecken. Darüber hinaus können mit ihrer Hilfe kosmische Objekte, wie die Sonne oder die Sphären(vgl. z.3) zu Wörtern komprimiert werden. Die Strophe weist bei der Beschreibung des Worts einen Klimax auf: Während im 1.Vers noch die Rede von „ein[em] Wort, ein[em] Satz“ ist, steigert sich dies im zweiten Vers zu „leben“ und „Sinn“ und schließlich zu „Sonne“ und „Sphären“ im 3.Vers. Der 4. Vers schließt die Strophe ab, indem alles vorher Erwähnte wieder auf „das Wort“ bezogen wird, zu welchem sich „alles ballt“(z.4).


So handelt die erste Strophe von dem Vermögen der Sprache. OK!
Sie (die Sprache) soll das Leben..
Meinst du wahrscheinlich oder? Ich musste es dreimal lesen um es auch so zuverstehen.
Auf den ersten Blick war es für mich eine Aufzählung worum es geht in der ersten Srophe also 1. Vermögen der Sprache 2.das Leben an sich zu erfassen .. usw.
KLIMAX?! -> Ich kam,sah und siegte! (Das ist eine Steigerung.)
Die Rede ist von „ein[em] Wort, ein[em] Satz“ im erten Vers
und im Zweiten „ein[em] Leben, ein[em] Sinn“ .. könnte man auch sagen.
Deine Begründung ist nicht ganz schlüssig bzw. überzeugend.
Ich glaube du meinst zwar eine "Steigerung" im Sinne von zuerst ist die Rede von nur einem Wort oder einem Satz dann steigert sich das im Zweiten Vers dadurch das es "Dinge"(falsches Wort, mir fällt grad bloß nichts besseres ein) beschreibt wie dem Leben, dem Sinn die wir mit erdbevölkertem Menschen evaluieren. Im dritten Vers ist die Rede von der Sonne, den Spähren also "Dingen" die noch weiter weg.
+.. (weiter ausschmücken bzw. erläutern)
Beachte mal nur den ersten Vers der ersten Strophe:
Da ist doch ein Klimax in verkeherter Reihenfolge.
Aus Chiffren werden doch Wörter und aus denen werden doch Sätze..
die uns das alles sagen können, was da so im weiterem Verlauf steht.
Sprich im Grunde genommen sind das ja nicht mal Wörter, geschweige denn Sätze, die uns das vermitteln es sind einfach nur Chiffren!
(.. aus den Chiffren steigen ..)
Das ist sehr erstaunlich - findest du nicht! ^^
die Sonne steht, die Sphären schweigen
-> was ist auffällig?!? Solltest dir mal die Rhetorischen Figuren unbedingt nochmal angucken!
Richtig, da finden wir eine Alliteration (Sonne, steht, Spähren, schweigen)
In dem Fall werden sogar Nomen und Verben in Wechsel wiederholt.
= So nun interpretiere das selber. ^^
Hilfe : Stell dir immer die Frage : "Warum macht der Dicher es grade so?" Und suche Antworten.



Die zweite Strophe stellt dar, wie vergänglich jedes einzelne Wort ist. Während es im ersten Moment ganz präsent und deutlich ist, so verschallt es kurz darauf wieder im unendlichen Raum, wobei sein „Glanz“ plötzlich ins „Dunkel“ übergeht. Auch hier stellt der letzte Vers wieder ein Bezug zu dem „Wort“ her: er deutet auf den Ort hin, an dem alle Worte letztendlich enden, dem „leeren Raum“(z.. Zum Schluss erwähnt der Autor das „Ich“, wobei es so scheint, als ob dieses stellvertretend für alle Menschen steht und nicht etwa das lyrische Ich darstellen soll. So betrachtet entfernt sich „das Wort“ im Laufe der Zeit von den Menschen und der Erde, es kann nicht konserviert werden.

Erstmal : Nach dem Wort "Wort" ist ein GEDANKENSTRICH.. alles was danach kommt beschreibt das Wort "wort" bis es ein Gedankestrich beendet.
Ich würde nicht sagen, dass sein „Glanz“ plötzlich ins „Dunkel“ übergeht..

Nach meinem Verständis
Steht ein leerer Raum zwischen der Welt und dem Ich und das Wort das ja nur ein Flammenwurf etc. ist füllt diesen leeren Raum nur kurz und danach ist es wieder Dunkel und das ist ungeheuerlich.
Sprich das Wort verbindet uns Menschen mit der Welt (...)

Das Wort kann nicht konserviert werden!
Das wage ich ganz arg zubezweifeln.
Was ist mit dem Worten die auf dem Gedicht geschrieben sind, das du grade bearbeitest sind die nicht konserviert ?! ^^
Und wenn man die ganzen heutigen technischen Möglichkeiten beachet, dann hat dies Argument noch weniger Bedeutung.

Du suchst nach einem tiefern Sinn, anstatt das zu nehem was Dir der Autor gibt..
Kleiner Tipp: Beim nächsten Mal Satzzeichen beachten.


Die Wortwahl des Autors ist stark von astronomischen Begriffen geprägt („Sonne“, „Sphäre“, „Sternenstrich“, „Raum“). Auf diese Weise werden die Dimensionen veranschaulicht, welche durch die Sprache zum Ausdruck gebracht werden können.
!!! SEHR GUT!!!

Darüber hinaus, wird die Erscheinung des Worts selbst mit leuchtenden Himmelskörpern verglichen. Doch so wie jeder Stern einmal verlischt, so verstummt auch das Wort irgendwann.
Falsch.
Ein Glanz kann alles sein (kein Bezu zum Himmelskörper)
Ein Flug, also der Flug = leuchtender Himmelskörper???
Ein Feuer = leuchtender Himmelskörper ???!?????
ein Flammenwurf = ..
Diffiniere Himmelskörper genauer.
Als nächstes wiedersprichst du dich selbst!
Ja, jeder Stern erlischt einmal irgendwann in zich Millionen Jahren..
und das Wort erlischt ja nicht, es kann höchstes mal verstummen, also es verschwindet nicht.

Mehr zu den Reimen, bitte:
Kreuzreime. ok .
Weiblich/ Männlich?
Reine Reime?
Kadenzen?

Was meinst du mit Hommage-Charakter ?
Erläutere bitte.
Jambus bedeutet für mich weich/gleitet -> positiv.

Wie du gesagt hast, das Gedicht spielt nicht in einer bestimmten Zeit
(z.b Frühjahr/Morgen= Jugend oder Alter= Winter/Nacht etc. pp.)
Es ist quasi Zeitlos und unvergänglich..

Villt ist es eine besondere Gedichtsform? Welche?
Bedeutung?
(ich hab keine Ahnung, ich stelle nur mögliche Fragen)



So nun viel Spaß! Smile
Ich hab tatsächlich 2 Std. damit verbracht .. haha. ^^
chrisey
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BeitragVerfasst am: 02 Feb 2009 - 00:25:31    Titel:

Shocked zwei Stunden!?
Ich hoffe ich raube dir nciht deine Freizeit mit meinem "Deutsch-Training" Laughing
aber wenn du, wie du schreibst, selbst Abiturientin bist, hilft es dir ja vllt auch selbst...

Jedenfalls vielen Dank erstmal für die beiden Antworten, das war sehr aufschlussreich! Ich werde morgen mal meinen Text etwas editieren (oder zumindest erstmal die Formbeschreibung), da ich gerade etwas zu müde bin...

@Leoni: Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich mich an einer rein textimmanenten Interpretation versuche;) Demnach brauch ich die Hintergründe erstmal nicht einzubeziehen.

Mein Hauptproblem ist wohl mein minimalistischer Stil... Ich hab immer so einen Zwang, meine Sätze unglaublich kompakt zu formulieren...
chrisey
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Anmeldungsdatum: 09.06.2006
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2009 - 00:42:08    Titel:

so ich melde mich mal zurück, nachdem ich die letzte Woche viel zuviel zu tun hatte und ich demzufolge keine Zeit mehr für den Text hatte. Hab jetzt aber nochmal die Formbeschreibung neu verfasst. Diesmal etwas ausführlicher^^
Wäre nett, wenn ihr nochmal ein Auge drauf werfen könntet. Smile

Das Gedicht hat eine strenge, gleichmäßige Form und ist mit seinen zwei Strophen zu je vier Versen (Quartett) sehr kompakt. Beide Strophen sind im Kreuzreim verfasst, wobei sich klingende und stumpfe Kadenzen durchgehend abwechseln. Außerdem handelt es sich dabei ausschließlich um reine Reime. Diese kontinuierliche Gleichmäßigkeit suggeriert sofort eine Stabilität und Harmonie, die der Dichter offensichtlich mit dem „Wort“ zu assoziieren scheint. Bei der metrischen Form wurde, ebenfalls durchgängig, ein vier-hebiger Jambus gewählt, durch dessen feierlichen Rhythmus zusätzlich eine positive und hoffnungsvolle Gesamtstimmung erzeugt wird.
Betrachtet man die beiden Strophen im Vergleich, so fällt zunächst auf, dass sie jeweils durch den Gedichtstitel eingeleitet werden. Sofort wird klar, dass „das Wort“, anscheinend stellvertretend für Sprache, im Fokus der Strophen steht. Die Satzzeichen erfüllen hierbei eine besondere Funktion. So erweckt der Doppelpunkt in der 1. Strophe regelrecht den Eindruck, dass der Autor mit einer Definition des Begriffs fortfahren wolle. Die 2. Strophe enthält hingegen lediglich einen Spiegelstrich der auf „ein Wort“ folgt. Man erwartet hier also eher eine genauere Umschreibung des Begriffs. Diese wird mit einem zweiten Spiegelstrich am Ende des 2. Vers („ein Sternenstrich -.“) eingeschlossen.
Darüber hinaus ist auffällig, dass die 2. Strophe im Gegensatz zur 1. kein Prädikat enthält. Während dieses in der 1. Strophe die Funktion hat, eine metaphorischere Sprache zu erschaffen („aus Chiffren steigen“, „Sonne steht“, „Sphären schweigen“), wirkt die 2. Strophe wie eine simple Aufzählung von abstrakten Assoziationen.
Nicht näher Einordnen lassen sich die Zeit des Geschehens und die Situation des lyrischen Ichs, über welches man hier nur Vermutungen anstellen kann. Zwar tritt das Wort „Ich“ ganz zum Schluss des Gedichtes auf, doch ist es in dem Kontext plausibler, dieses Wort stellvertretend für alle Menschen zu verstehen. Denkbar wäre es trotzdem, dass das lyrische Ich über sich selbst reflektiert. Eine konkrete Ortsangabe ist dem Gedicht ebenfalls nicht zu entnehmen. Es scheint sich vielmehr um einen universellen, abstrakten Ort zu handeln, da im letzten Vers die Rede vom „Raum um Welt und Ich“ ist.
chrisey
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Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2009 - 23:46:21    Titel:

kann keiner mehr was dazu sagen???
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