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Urkundenfälschung § 267 StGB
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Urkundenfälschung § 267 StGB
 
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Robster1986
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Anmeldungsdatum: 10.01.2008
Beiträge: 89
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 10:55:58    Titel: Urkundenfälschung § 267 StGB

Hi! Wollt mal fragen unter welchem Punkt man den anspricht ob es bei einer Fotokopie um eine Urkunde handelt???

Hier der Aufbau:

Obj. TB

1. Verkörperte Gedankenerklärung
2. zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet und bestimmt
3. lässt ihren Aussteller erkennen

Oder meint ihr man kann das auch schon vor der Prüfung von den Punkten 1-3 klären???

Vielen Dank
Schreibgeil
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Anmeldungsdatum: 24.10.2004
Beiträge: 230
Wohnort: Frankfurt(Oder)

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 12:12:29    Titel:

Eine Fotokopie ist nach hM keine Urkunde, weil sie nicht zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet ist, wenn sie als Reproduktion erkennbar ist [Tröndle/Fischer § 267 Rn. 12b].

Die Problematik müsste demnach unter Punkt 2 zu besprechen sein.
Schreibgeil
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Anmeldungsdatum: 24.10.2004
Beiträge: 230
Wohnort: Frankfurt(Oder)

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 19:19:24    Titel:

Wenn man sich beim JPA für das Staatsexamen anmelden will, muss man die Originalscheine vorlegen. Kopien werden nicht anerkannt und zwar genau aus dem Grund, weil Ihnen die Beweiskraft fehlt.
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 19:42:05    Titel:

Schreibgeil hat folgendes geschrieben:
Wenn man sich beim JPA für das Staatsexamen anmelden will, muss man die Originalscheine vorlegen. Kopien werden nicht anerkannt und zwar genau aus dem Grund, weil Ihnen die Beweiskraft fehlt.


Aus der Vorgabe, beim JPA Orginalscheine vorlegen zu müssen, willst du also pauschal und apodiktisch folgern, dass Kopien generell die Beweiskraft fehlt? Gewagt, gewagt...
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 19:58:59    Titel:

Ich schließe mich Shafirion an. Eine Kopie ist keine eigenständige Gedankenerklärung sondern lediglich deren Abbild. Zudem ist auch noch anzusprechen, dass sie keinen Aussteller (also der Kopie ansich) erkennen lässt.
Robster1986
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Anmeldungsdatum: 10.01.2008
Beiträge: 89
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2009 - 21:46:51    Titel:

Nach h.M. ist bei Fotokopien grundsätzlich die Urkundeneigenschaft zu verneinen . Eine Urkunde liegt jedoch vor, wenn eine im Wege der Fotokopie hergestellte Reproduktion nach außen als Original erscheinen soll.....


Ich weiß nur nicht wo ich das genau ansprechen soll! Die Kopie gibt laut Sachverhalt den Stempel und die Unterschrift des Ausstellers täuschend echt wieder...Daher weiß ich nicht wie man das einleiten sollte, wenn man das Problem unter dem Punkt "Aussteller" prüft!
Schreibgeil
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Anmeldungsdatum: 24.10.2004
Beiträge: 230
Wohnort: Frankfurt(Oder)

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2009 - 13:21:06    Titel:

Zitat:
Die Kopie gibt laut Sachverhalt den Stempel und die Unterschrift des Ausstellers täuschend echt wieder...Daher weiß ich nicht wie man das einleiten sollte, wenn man das Problem unter dem Punkt "Aussteller" prüft!


Am besten Du liest Dir von mir oben zitierte Quelle im Tröndle/Fischer durch. Im Folgenden Absatz wird genau auf diese Problematik eingegangen.
Robster1986
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Anmeldungsdatum: 10.01.2008
Beiträge: 89
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2009 - 14:00:19    Titel:

Ja das habe ich ja schon! Ne Urkunde liegt auch unproblematisch vor. Aber aus dem Fischer geht auch nicht hervor, wo das Problem anzusprechen ist.....
Joe-Joe
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Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2009 - 01:00:18    Titel: Aufbauvorschlag

Obj. TB:

"Urkunde"

Definition --> Problem: Es ist kein Garant hinter der Kopie selbst zu erkennen, demzufolge läßt sich nicht feststellen wer als Aussteller der Kopie auftritt. Problem der Garantiefunktion

Kopien werden deshalb im Rechtsverkehr nicht als Urkunde anerkannt, da sich im Rechtsverkehr niemand mit einer bloßen Kopie zufrieden geben muss, somit fehlt die Schutzwürdigkeit.

Wenn die Kopie jedoch als Original verwendet wird, ist diese Schutzwürdigkeit nun doch gegeben.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2009 - 01:14:38    Titel:

also in der zpo vorlesung wurden kopien und ausdrucke jedenfalls als urkunden behandelt
zumindest aber wären sie durch augenschein gegenbenenfalls zum beweis geignet
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