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An die Schüler/ Lehrer, Interessierte hier - Umgang mit R- u
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> An die Schüler/ Lehrer, Interessierte hier - Umgang mit R- u
 
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Sina123
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Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2009 - 13:21:43    Titel: An die Schüler/ Lehrer, Interessierte hier - Umgang mit R- u

Hallo,

bitte erzählt mal von Euren Erfahrungen mit dem Umgang mit übermäßig vielen R-, Z- u.ä. Fehlern bei Euch in der Schule.
Bsp.: Ein Portfolio über knapp 10 getippte Seiten (1,5-zeilig, also nicht sehr viel Text, davon 1 Seite in Tabellenform) enthält nach erster Korrektur 101 R- und Z-Fehler, dazu kommen locker nochmal 30-40 Tempusfehler sowie Wort-/Ausdruckfehler (großzügig gesehen 10), Satzbau usw. nicht weiter berücksichtigt.
Mal unabhängig vom Inhalt: Wie wird das bei Euch bewertet bzw. wie würdet Ihr diese Arbeit bewerten? Maximal 2 Punkte abziehen - so stehts in der Verordnung!
Ach, vllt. sollte ich erwähnen, dass es sich um eine Arbeit über 3 Wochen in einem Deutsch-LK im 12. Jg. handelt (jetzt guckt nicht so ungläubig!!) und der Verfasser "Muttersprachler" ist.

Gruß
Sina
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2009 - 13:29:22    Titel:

Insgesamt also rund 150 Fehler, auf 10 Seiten, wovon eine Seite eine Tabelle ist?
Da ist man meiner Meinung nach mit zwei Punkten Abzug noch mehr als gut bedient.
Ich kenne Lehrer, die würden solche Arbeiten gar nicht annehmen und direkt entsprechend bewerten...
Und das im Deutsch-LK...
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2009 - 16:15:20    Titel:

Und ... : Was das kein Rechtschreibprogramm eingesetzt!?

Ich würde eine solche Arbeit auch ablehnen. Das geht nirgends durch in Handel, Gewebe oder Wirtschaft!
Ra.Be
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Anmeldungsdatum: 12.01.2008
Beiträge: 410
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2009 - 23:59:03    Titel:

Wer bist du/sind Sie denn überhaupt? (Entschuldigung für die "plumbe" Frage)

Wenn Sie ein Lehrer sind, würde ich am ehesten die Kollegen befragen (die Meinung des Kollegen/Fachbetreuers gilt wohl mehr als die Meinung von ein paar Mitgliedern hier im Forum). Ansonsten sehe ich das Problem genauso wie meine "Vorgänger": Die Arbeit ist schlichtweg Müll. Das können Jüngere ohne Deutsch-LK deutlich besser! Die Frage besteht schon, wie sich die Person zwei Jahre durch den Leistungskurs schlagen will Razz
Jedenfalls würde ich angemessen hart durchgreifen: Wenn die Arbeit inhaltlich gut ist vielleicht noch 5 Punkte geben, damit der Schüler nicht unterpunktet, aber ansonsten hätte ich da keine große Rücksicht. Im Deutsch-LK erwartet man schließlich ein gewisses Niveau.
Wenn man sich aber an die Richtlinie unbedingt halten muss, ist die Frage wohl gegessen: 2 Punkte abziehen und gut is

Gruß
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2009 - 14:11:14    Titel:

Bevor man als Lehrer dem Schüler die Arbeit gleich um die Ohren haut, sollte doch erst abgeklärt werden, warum diese Rechtschreibschwäche vorliegt. Einem Legastheniker wäre damit sicher nicht geholfen, und jemandem, der nur Lerndefizite, hat wohl auch nicht.

Erste Aufgabe des Lehrers ist, den Schülern zu helfen. Wink
Lolle114
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Anmeldungsdatum: 04.01.2009
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2009 - 22:10:41    Titel:

Da kann ich mich nur anschließen!

Ein Schüler wird wohl kaum mit Absicht eine solche Arbeit abgeben.
Als Lehrer sollte man sich nicht nur auf die reine Bewertung von erbrachten Leistungen beschränken, sondern vielleicht auch mal hinterfragen, wie es zu so einer auffälligen Arbeit kommen konnte!

Wenn die Arbeit inhaltlich gut ist sollte man meiner Meinung nach nicht einfach eine Notenabsenkung durchführen, sondern hinterfragen und gegebenenfalls Möglichkeit zur selbstständigen Verbesserung geben.
Interloper
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Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beiträge: 96
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2009 - 12:20:07    Titel:

Zitat:
Erste Aufgabe des Lehrers ist, den Schülern zu helfen.


Das stimmt natürlich, aber im 12. Jahrgang kann es nicht mehr die Aufgabe eines Lehrers sein, dem Schüler die Grundkenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik beizubringen. Dort ist auf jeden Fall schon in der Grundschule und vor allem im Elternhaus etwas versäumt worden. Denn ich kann mir schlecht vorstellen, dass sich der Schüler fehlerfrei artikuliert. Zudem kann ich nicht verstehen, warum der Schüler - sich seiner Schwäche doch wohl bewusst - kein anderes Fach belegt hat.
Die Lehrer sollten ihm aber Hinweise geben und auch mit den Eltern reden.

In meiner Abiturstufe gab es damals einen ähnlichen Fall, auch im Deutsch LK. Der Schüler konnte selbst einfache Texte nur holprig lesen und seine Rechtschreibung war auch unterdurchschnittlich. Er hat sein Abitur trotzdem geschafft, da in der Oberstufe mehr der inhaltliche als der orthografische Aspekt zählt.


@Sina123
Ich kann mir allerdings nicht so recht etwas unter R- und Z- Fehlern vorstellen. Mir wären da eher D-T, G-K, C-Z, F-W -verwechselungen bekannt. Oder sind da die umgangssprachlichen Einflüsse wie bei "höha, schnella und weita" gemeint?

@Generaltoni
Zitat:
Und ... : Was das kein Rechtschreibprogramm eingesetzt!?

Ich würde eine solche Arbeit auch ablehnen. Das geht nirgends durch in Handel, Gewebe oder Wirtschaft!

Wer im Glashaus sitzt... Wink
Sina123
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Anmeldungsdatum: 25.09.2007
Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2009 - 15:03:32    Titel:

@Interloper
Very Happy R-Fehler: Rechtschreibfehler,
Z-Fehler: Zeichensetzungsfehler
T - " : Tempus
Gr - " : Grammatik

In diesem Fall korrelieren aber die Anzahl der Fehler mit der Qualität des Inhalts Cool , sagte man mir.
Was die Wahl des Faches angeht: Dank x-mal reformierter Oberstufe bleibt wenig Wahl für Schwerpunkte, sodass man kaum das wählen kann, was einem wirklich liegt...und außerdem hat man es bei Bewerbungen mit einem miesen Viererzeugnis schwer, da ist "Zwischenparken" in der Schule wohl einfacher *keinkommentar*

Gruß
Sina
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