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Mit wenig PC-Kenntnissen Informatik studieren?
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Foren-Übersicht -> Informatik-Forum -> Mit wenig PC-Kenntnissen Informatik studieren?
 
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TK1985
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 17:46:55    Titel:

Zitat:
Mal was anderes: Wenn ich einen Mischstudiengang studieren will (Bioinformatik, Naturwissenschaftliche Informatik etc.), woher weiß ich denn dann vorher, ob ich damit Jobchancen habe bzw. der Studiengang was taugt?

Ich meine, woher weiß ich denn, ob Firmen hauptsächlich Vollinformatiker einstellen oder auch "Gemischtes".


Ob der Studiengang wirklich was taugt ist vorher immer schwer heraus zu finden. Du kannst z.B. zur Studienberatung gehen, Studenten aus höheren Semestern fragen oder zu Veranstaltungen wie Schüler-Uni o.ä gehen. Du wirst aber nie wirklich die Gewissheit haben ob der Studiengang definitiv was "taugt", weil die "Tauglichkeit" von vielen Faktoren abhängt und zum größten Teil davon was dir Spaß macht und was du gerne machen willst.

Nur ein Tipp: Entscheide nicht dannach was momentan eher angesagt ist und vermeitlich bessere Aussichten hat, sondern dannach was du wirklich machen willst. Wenn dir ein Mischstudiengang wie Bioinformatik oder zusagt dann mach das.
Ich habe auch zuerst einen Mischstudiengang gemacht, weil der auch vermeitlich bessere Ausichten geboten hat und war damit nicht zu 100% glücklich, weil mir der Informatik-Anteil zu gering war. Vorher hat es zwar auch Spaß gemacht, aber jetzt fühle ich mich bei reiner Informatik im Master deutlich wohler.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 19:34:51    Titel:

quatsch hat folgendes geschrieben:
Du würdest? Scheinbar sind nicht alle dieser Meinung. Ich kann nämlich die Erfahrungen von Wirtschaftsinformatiker weitgehend bestätigen. Bei den üblichen Feld-Wald-Und-Wiesen-EDV-Beratungen (d. h. denen, die so übliche Projekte im Bereich BWl machen, das sind durchaus namhafte Firmen, z. B. die mit drei großen Buchstaben) gibt es einen Haufen studierte Informatiker, die zu großen Teilen (nicht aussschließlich, aber oft) in der Tat "am rumkonfigurieren sind". Da sollen zu Beginn des des Projekts drei Frameworks evaluiert werden, die muss man dann zum laufen kriegen. Die brauchen vielleicht noch verschiedene Appserver, und laufen natürlich nicht mit jeder Version, und sollen sich dann noch mit dieser und jener Library vertragen, die wiederum eine spezifische Versin von was-weiß-ich erfordert - mit sowas ist man im Projekt zu beträchtlichen Teilen beschäftigt. Und dafür werden Dipl-Infs hergenommen und auch nicht schlecht bezahlt. Umgekehrt hat man als Fachinformatiker oft gar keine Chance als Consultant bei diesen Firmen anzufangen. Ist etwas pervers und wenig befriedigend, ist aber so. Deswegen habe ich dem auch schnell den Rücken gekehrt.
Und übrigens, das nennt sich Analyse und Entwurf. In den üblichen Projekten heißt "Analyse und Entwurf" nicht, eine tolle Architektur zu entwerfen (da wird auf Standards zurückgegriffen), sondern in der Tat der Einsatz der richtigen Werkzeuge, Frameworks usw. Und die zu evaluieren ist für meine Begriffe nicht spannend und interessant.


eben das sind meine Erfahrungen bei diversen IT Firmen und das waren alles renomierte IT Mittelständler, keine Klitschen.

Man sieht mal wieder, Leute mit Praxiserfahrung wie quatsch, lepper, Scelporus etc. bestätigen eben wie es wirklich zugeht, abseits einer Uni Vorlesung.

Und eben, wer mal später Frameworks und Appserver testet und konfiguriert, sollte Spaß an der Arbeit mit PCs haben und das gerne tun.
Da braucht man nix von Mathe oder theo. Inf zu verstehen, sondern muss praktisch fit sein.

In der Tat, Fachinformatiker könnten das genauso, aber das verstehen irgendwelche Management Pappnasen eben nicht.
Wirtschaft und Management ist oft nicht logisch sondern erfolgt häufig einfach nach generellen Strömungen.
Von wegen "alle Firmen setzen studierte Informatiker ein, also machen wir das auch"
wima_typ
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Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 1086

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 20:43:51    Titel:

Also ich weiß nicht... wenn man Geld sparen könnte und das alles nen Fachinformatiker machen lassen könnte, hätte man ja nen Wettbewerbsvorteil, wenn man das tatsächlich so machen würde. Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass man den Vorteil sausen lässt, nur aus "Prestigegründen". (Juhu, wir haben nur Dipl-Infs???) Ich kann mir sogar vorstellen, dass zu niedrige Arbeiten nen Dipl-Inf so weit demotivieren, dass er das viel schlechter macht als ein Fachinformatiker.

Wie auch immer, es setzt kaum jemand Höhere Mathematik für Informatiker 1 bis 4 ein, das hat auch niemand behauptet. Zumindest fürs Studium brauch man aber quasi null Interesse an Computern, und viel Interesse an Mathematik. Was bringts einem, wenn man nun weiß, wie es "in der Praxis läuft", aber man 3 mal durch Mathe, Logik und Theoretische Informatik fällt? Nix.

Vergleich von verschiedenen Möglichkeiten ist auch mehr, als alles mal installiert zu haben. Installieren kanns oft auch die Putzfrau (immer auf OK klicken), aber eine gesunde Abwägung der Möglichkeiten setzt schon gewisse Fähigkeiten voraus. Würde sowas nicht als niedrige Frickelarbeit bezeichnen.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 20:58:48    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:

Nur ein Tipp: Entscheide nicht dannach was momentan eher angesagt ist und vermeitlich bessere Aussichten hat, sondern dannach was du wirklich machen willst. Wenn dir ein Mischstudiengang wie Bioinformatik oder zusagt dann mach das.
Ich habe auch zuerst einen Mischstudiengang gemacht, weil der auch vermeitlich bessere Ausichten geboten hat und war damit nicht zu 100% glücklich, weil mir der Informatik-Anteil zu gering war. Vorher hat es zwar auch Spaß gemacht, aber jetzt fühle ich mich bei reiner Informatik im Master deutlich wohler.


Naja, bei mir ist es so: An sich bin ich super glücklich, jetzt einen Studiengang gefunden zu haben (ab WiSe) der tatsächlich gemischt ist, denn ich möchte genau die Mischung.
Nur befürchte ich nun, dass man mit einem Studiengang, bei dem man nicht Fisch und nicht Fleisch ist, später gar keinen Job findet, weil vielleicht alle Firmen nur reine Informatiker oder reine Naturwissenschaftler wollen.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 21:00:30    Titel:

Wima: Wenn man Mathe 1-4 sowieso nie wieder braucht, wieso macht man sie dann?
mazal
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 21:06:07    Titel:

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
Wima: Wenn man Mathe 1-4 sowieso nie wieder braucht, wieso macht man sie dann?


Weil mans eben doch braucht...

Lineare Algebra: z.B. Computergraphik
Analysis: z.B. physikalische Anwendungen
Statistik/Stochastik: z.B. maschinelles Lernen
Smutje
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
Beiträge: 3004
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 21:32:52    Titel:

Nach Threads wie diesem wundere ich mich immer, wie es Firmen wie SAP geschafft haben, so groß zu werden. Entweder da sitzen, neben den zahllosen, überbezahlten Fricklern und Installationssklaven, wirklich fähige Leute, die den extremen Wettbewerbsnachteil ausgleichen, oder die Welt ist nicht so rosa wie manchmal propagiert... Cool
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 00:07:08    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
Nach Threads wie diesem wundere ich mich immer, wie es Firmen wie SAP geschafft haben, so groß zu werden. Entweder da sitzen, neben den zahllosen, überbezahlten Fricklern und Installationssklaven, wirklich fähige Leute, die den extremen Wettbewerbsnachteil ausgleichen, oder die Welt ist nicht so rosa wie manchmal propagiert... Cool


klar wird auch analysiert und entworfen, aber das ist nur ein geringer Teil !

die meisten, gerade auch bei SAP, machen nix geistig hoch anspruchsvolles. Teilweise sitzen da studierte Informatiker oder andere MINT Akademiker und probieren halt aktuelle Frameworks, Webserver usw aus, dazu werden die installiert, konfiguriert usw

das ist die Realität im Bereich Business Software. Darum geh ich auch weg davon.

Natürlich hat SAP auch gute Leute, keine Frage.



Zitat:
Weil mans eben doch braucht...

Lineare Algebra: z.B. Computergraphik
Analysis: z.B. physikalische Anwendungen
Statistik/Stochastik: z.B. maschinelles Lernen


und wieviele Informatiker machen mal sowas ?

eben wer so typische BWL Software entwickelt, oder Webportale ( machen die meisten Informatiker )

dann braucht man das nie wieder ! sondern eben praktische Fingerkniffe im Umgang mit Computern, Betriebssystemen, Servern usw
Annihilator
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Anmeldungsdatum: 18.05.2007
Beiträge: 6394
Wohnort: (hier nicht mehr aktiv)

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 00:18:31    Titel:

Vorweg: Ich habe noch keinerlei Praxis-Erfahrung. Warum aber sollten Erkenntnisse der Mathematik, Logik und theoretischen Informatik bei der Softwareentwicklungen außen vor bleiben? Wird das state-pattern etwa nie umgesetzt? Spielt Kodierung nie eine Rolle? Ist es nie von Belangen, ob bestimmte Bedingungen erfüllt sind oder nicht? Von der direkten Anwendung mal abgesehen, sind die Strukturwissenschaften meiner Meinung nach unverzichtbare Beschreibungswerkzeuge auch für die Softwaretechnologie. Mag ja sein, dass viele Anwendungen, die ihr bisher so programmiert habt eher rudimentär mathematisch/logisch/theoretisch angehaucht waren, aber ich bin mir sicher, dass es auch Bedarf an Software gibt, die eben jene Dinge verstärkt einsetzen muss.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 00:25:25    Titel:

Zitat:
Vorweg: Ich habe noch keinerlei Praxis-Erfahrung


ok, das merkt man an dem Text. Ich möchte dich nicht angreifen oder beleidigen, aber der Text klingt eben so richtig nach Uni Student, der nur das kennt, was die Profs bisher gesagt haben.
Von wegen "zum programmieren seid ihr zu teuer" usw und eben wie wichtig die Mathematik und die Logik ist.

Klar, ist Programmierung auch Logik, aber gerade so typische Business Software hat keine komplexe Logik.

da werden halt einige Datenfelder erfasst, bunt und hübsch angezeigt, dann bisschen validiert ob da kein Blödsinn drin steht ( z.B. wird in der DB nachgeschaut ob die PLZ gültig ist ), dann wird das an den Server geschickt und in der DB abgelegt.

Da ist keine großartig komplexe Logik, halt ein paar if abfragen, vllt mal ne Schleife, das war es !

eben richtig komplexe Logik findet man man in der Tat im Bereich Mustererkennung, KI, technische Software, physikalische Software, maschinelles Lernen, aber nicht als typischer IT Berater für Business Software, da ist technisches Know How gefragt, eben Wissen über Systeme, keine Mathematik, sonst wären unsere Absolventen auch nicht so gefragt, weil von Systemen haben die Ahnung, von Mathe fast gar keine

Edit : um noch mal den Bogen zu spannen zum Threadthema :

also, wie geschildert benötigt man im Berufsleben als Informatiker sehr oft tiefgehende Computerkenntnisse, je nach dem in welchen Bereich man geht
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