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Übertragung eines Gens / Anti-Matsch Tomate
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Addur
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Anmeldungsdatum: 24.02.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 14:09:38    Titel: Übertragung eines Gens / Anti-Matsch Tomate

Hallo,

also ich habe folgendes Problem: Am Donnerstag muss ich einen Vortrag über die Genetik in der Landwirtschaft am Beispiel "Anti-Matsch Tomate" halten, hab das meiste soweit auch verstanden, aber hab da noch ein paar Fragen und bin dann beim googlen auf dieses Forum hier gestoßen.

Also folgendes:

Es geht ja darum, dass die Antisense Technik verwendet wird, woraufhin hinter den Promotor des Gens quasi ein nicht-codierter Strang gesetzt wird, der komplementär zum "Matsch" Gen ist, damit sich nach der Transkription die beiden mRNA's zusammensetzen.
Somit wird ja verhindert, dass das die mRNA des "Matsch" Gens auch wirklich zum Protein translatiert werden kann, da es für das Ribosom/ die Ribosomen in der Doppelstrang-Form ja nutzlos ist.

Jetzt also zu meiner eigentlichen Frage: Wie bekomme ich diesen nicht-codierten komplementären Strang hinter das "Matsch" Gen ?


Normalerweise erfolgt dies ja über den Vektor TI-Plasmid. Diese besitzen ja 2 Antibiotikaresistente Gene. Davon wird eins mit Hilfe von Restriktionsenzymen zerschnitten, wozwischen dann das Gen eingebaut wird, welches auch in die Tomate eingebaut werden soll. Wie man nun erkennt welche Plasmide, das gewünschte Gen tragen weiß ich auch.

Würde man aber nach diesem Verfahren vorgehen, würde man doch einen 2. codogenen Strang hinter den Promotor setzen oder nicht?

Zusammengefasst kann man also sagen, mein Problem besteht darin:
Ich verstehe nicht, wie man es schafft einen komplementären nicht-codierten Strang hinter das "Matsch" Gen zu bekommen, anstelle eines codogenen Strangs, der dann das "matschen" ja eher beschleunigen würde.

Ich hoffe ihr versteht mein Problem und könnt mir helfen evtl Denkfehler zu lösen. Danke schonmal.

MfG

PS: Ich besuche die 12. Klasse und habe Bio LK
Rettungsassi
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Anmeldungsdatum: 12.02.2006
Beiträge: 1896

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 - 20:15:29    Titel:

Promotor-ABCD

man schneidet das Gen raus
ABCD

und setzt es verkehrt herum an einen Promotor

Promotor-DCBA

Das DCBA muss dabei nicht direkt hinter dem ABCD liegen, sondern kann auch sonst irgendwo im Genom landen. Wichtig ist nur, dass die beiden mRNA sich treffen, und das passiert dann zufällig.
Die Transkription erfolgt vom Promotor aus, daher wird nun neben der normalen 5'-ABCD-3'-mRNA eine 5'-DCBA-3'-mRNA gebildet.
Diese 5'-DCBA-3'-mRNA kann mit der 5'-ABCD-3'-mRNA hybridisieren, wodurch es zu der "Stilllegung" der RNA kommt.
oekomi
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 24
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 23:14:16    Titel:

Also wenn du weisst wie man ein Gen in das Ti-Plasmid von Agrobacterium bekommt weisst du prinzipiell auch wie man ein Gen verkehrtherum einbauen kann und dann in die Pflanze bekommt.
Normalerweise wird das Ti-Plasmid nicht nur mit einem Restriktionsenzym verdaut um das gewünschte Gen einzubauen sondern gleich mit zwei verschiedenen Restriktionsenzymen (deren schnittstellen liegen in der sogenannten multiple cloning site (MCS)). Um jetzt ein Gen einbauen zu können muss es am Anfang die komplementäre Sequenz zum ersten Restriktionsenzym haben und am Ende die Sequenz des 2. Enzyms. So kann man gewährleisten dass das Gen in der richtigen Orientierung eingebaut wird. Wenn man nun aber mit Absicht diese Sequenzen der restriktionsenzyme am Gen vertauscht (also enzym 1 am Ende und Enzym 2 am anfang), dann wird das Gen natürlich komplett falsch rum eingebaut. Wie bekommt man nun diese Sequenzen an die ENden des Gens?? EInfach durch PCR in dem man Primer benutzt in die man schon die Schnittstellen einbaut bzw anhängt.
Hoffe das war verständlich ansonsten, einfach nochmal melden.
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