Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

LLB & Anerkennung
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> LLB & Anerkennung
 
Autor Nachricht
schwurps
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 26.02.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2009 - 02:56:03    Titel: LLB & Anerkennung

Hallo liebe Forengemeinde,

ich wollte mit meinem ersten Beitrag hier das Thema LLB und Anerkennung von Scheinen aus dem "normalen" Jurastudium aufs Tableau bringen. Ich weiss, dass das in der einen oder anderen Form schon d.ö. diskutiert wurde, aber oftmals arteten die Threads dann schnell entweder in Diskussionen über den (Un)sinn des LLB per se aus, oder verliefen sich in Aussagen, die zu pauschal waren, um noch viel damit anfangen zu können ("kommt ganz auf die Uni an", "musste beim Prüfungsamt nachfragen", etc).

Meine eigene Situation sieht momentan folgendermaßen aus:
Ich studiere Jura, bald im 8ten Semester. Ich bin scheinfrei, könnte also jederzeit ins Examen gehen, bin derzeit jedoch mit der Schwerpunktbereichsprüfung befasst, und ausserdem von der Vorbereitung her einfach noch nicht für's Examen bereit. Über die Jahre - und leider etwas spät - ist in mir die Erkenntnis gereift, dass ich mit Jura nicht viel anfangen kann; ich mag das Fach einfach nicht. Nun will ich das Studium natürlich in irgend einer Form zum Abschluss bringen, da alles andere sich im Lebenslauf nicht gerade rosig ausnehmen würde. Zugleich bin ich mir aber sicher, dass ich später in die Wirtschaft will; daher ist für mich klar, dass ich das Referendariat + 2te Staatsexamen nicht machen werde. Die Frage, die sich mir nun stellt, ist einfach die, wie ich am schnellsten (und sichersten) zu einem Abschluss gelange. Dabei wäre es mir nicht Unrecht, ja, sogar sehr lieb, wenn dieser Abschluss, statt im Staatsexamen, im Bachelor bestehen würde. Zum einen mache ich mir mit Blick auf den Bachelor sehr viel weniger Sorgen, evtl durchzufallen, zum anderen denke ich kaum, dass Unternehmen in der Wirtschaft im Ausland (wo ich später arbeiten will) dem ersten Staatsexamen - was sie im Zweifel nicht mal kennen und was es in ein paar Jahren vielleicht nicht mal mehr gibt - wirklich mehr Wert beimessen werden, als einem LLB.

Wie gesagt: Es geht mir nicht darum, dass mein juristischer Abschlussgrad innerhalb von Deutschland zum Richteramt befähigt oder (hier) ein besonders hohes Renomée genießt. Es geht mir auch nicht darum, ob ich letztlich sagen kann, eine ganzheitliche, runde juristische Ausbildung genossen zu haben. Es geht mir einfach darum, mit einem Fach, dem ich emotional mittlerweile total entfremdet bin, schnellstmöglich fertig zu werden und dabei keinen Krater im CV entstehen zu lassen.

Daher nun die eingangs schon angedeutete Frage nochmal in aller Klarheit (und bitte nur antworten, wenn ihr auch wirklich konkret etwas zur Beantwortung beitragen könnt -- ich denke, eine weitere Diskussion à la "Der LLB ist aber sooooo viel schlechter als das 1. Staatsexamen, und FHler sind eh doof!" braucht hier keiner): Kennt jemand konkret deutsche Unis oder FHs (vorzugsweise ersteres), die dafür bekannt sind, eine kulante Politik bei der Anerkennung von Leistungen aus einem normalen Jurastudium im Rahmen eines LLB-Studienganges zu betreiben? Generell gilt die Devise: Je mehr anerkannt wird, und je weniger damit noch bis zum LLB erbracht werden muss, desto besser. Vielen Dank im Voraus an alle, die hierzu etwas beisteuern.


P.S.: Mir ist klar, dass ich im Laufe der Jahre vielleicht auch ohne weiteres Zutun an den Bachelor komme, nämlich in dem Fall, dass die deutsche Umsetzung von Bologna vorsieht, scheinfreien Juristen automatisch und rückwirkend einen Anspruch auf Anerkennung eines LLB einzuräumen. Dies abzuwarten, ist mir aber mit Blick auf das "ob" und das "wann" des Ganzen zu riskant, da ich nicht in ein paar Jahren dastehen und erfahren will, dass mir diese Option auf Grund irgend einer bürokratischen Feinsinnigkeit doch verwehrt bleibt, während ich zugleich mein ohnehin nie prunkvolles juristisches Wissen bis dahin völlig werde vergessen haben.

Nochmal vielen Dank im Voraus!
llbforum
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2009 - 20:51:06    Titel:

hallo schwurps,

ich studiere im studiengang LL.B an der uni-greifswald und möchte versuchen dir auf deine frage zu antworten.

vorausgesetzt die uni-greifswald erkennt alle deine leistungen für den studiengang "erste juristisch prüfung" von deiner uni an, hättest du "nur" einen teil der leistungen für den LL.B. erbracht. du mußt z.b. mehrere kleine klausuren in polizeirecht, europarecht, wirtschtschaftsverwaltungsrecht u.a. nachschreiben. dir werden auch creditpkt aus dem bereich general studies fehlen. englisch und rethorik. dazu kommt noch der anteil bwl. das sind weitere 4 klausuren über 3 semester. du wirst "lediglich" deine leistungen kleiner schein öff-, straf- und zivilrecht sowie den großen schein zivilrecht und deine hausarbeiten anrechen lassen können. in greifswald mußt du dann auch noch eine seminararbeit schreiben und präsentieren. aber vielleicht hast du das schon für deinen vertiefung gemacht. zu guter letzt musst du noch eine LL.B. arbeit schreiben...

wenn du eine übersicht aller hochschulen, die ein LL.B. programm anbieten sehen willst gehe mal zu

www.llbforum.de

dort findest du auch alle studienordnungen in einer übersicht. da kannst du dann genau nachlesen welche uni welche leistungen für ihr LL.B. programm fordert.

ich hoffe dir wenigstens ein wenig geholfen zu haben. wenn ich das richtig einschätze mußt du um einen LL.B. zu machen nochmal gut 3 bis 4 semester einplanen.

grüße aus greifswald

dirk
derjim
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 01 März 2009 - 04:42:12    Titel:

Zitat:

Die Frage, die sich mir nun stellt, ist einfach die, wie ich am schnellsten (und sichersten) zu einem Abschluss gelange.


irgendeinen? dann mach LLB.

Zitat:

Zum einen mache ich mir mit Blick auf den Bachelor sehr viel weniger Sorgen, evtl durchzufallen


mit Recht.

Zitat:

zum anderen denke ich kaum, dass Unternehmen in der Wirtschaft im Ausland (wo ich später arbeiten will) dem ersten Staatsexamen - was sie im Zweifel nicht mal kennen und was es in ein paar Jahren vielleicht nicht mal mehr gibt - wirklich mehr Wert beimessen werden, als einem LLB.


*Ironie an*
natürlich nicht. Die sind ja alle doof und ziehen im Zweifel keine Erkundigungen ein, wie hart die Ausbildung desjenigen ist, den sie da einstellen
*Ironie aus*

Zitat:
.

Kennt jemand konkret deutsche Unis oder FHs (vorzugsweise ersteres), die dafür bekannt sind, eine kulante Politik bei der Anerkennung von Leistungen aus einem normalen Jurastudium im Rahmen eines LLB-Studienganges zu betreiben?


soweit mir bekannt ist, erkennt Hagen zbsp. alle Jurascheine ordentlicher deutscher Universitäten an.


Zitat:


Mir ist klar, dass ich im Laufe der Jahre vielleicht auch ohne weiteres Zutun an den Bachelor komme, nämlich in dem Fall, dass die deutsche Umsetzung von Bologna vorsieht, scheinfreien Juristen automatisch und rückwirkend einen Anspruch auf Anerkennung eines LLB einzuräumen.


damit ist zu rechnen.

Zitat:

ies abzuwarten, ist mir aber mit Blick auf das "ob" und das "wann" des Ganzen zu riskant, da ich nicht in ein paar Jahren dastehen und erfahren will, dass mir diese Option auf Grund irgend einer bürokratischen Feinsinnigkeit doch verwehrt bleibt,


stimmt.
Rhyeira
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 01 März 2009 - 09:34:30    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:
soweit mir bekannt ist, erkennt Hagen zbsp. alle Jurascheine ordentlicher deutscher Universitäten an.

Auch bei der Fernuni Hagen müsste man aber trotzdem noch alle Wirtschaftsscheine machen, ehe man den LL.B. bekommt... dass das in deutlich weniger als zwei Semestern zu schaffen ist, bezweifle ich eher, und dann kann man auch gleich das Staatsexamen machen. Dafür wird man auch nicht länger als diese zwei Semester brauchen, wenn man bereits scheinfrei ist.
derjim
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 01 März 2009 - 09:41:52    Titel:

na sicher. habe ich vielleicht das Gegenteil behauptet?
absolvieren
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 27.10.2008
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 05 März 2009 - 23:49:26    Titel: @schwurps

dein problem haben glaube viele und scheint sehr verbereitet zu sein; deswegen besteht meineer meinung nach der bedarf auch hier die jur. Ausbiildung mehr zu refomieren und eine Anerkennung des LL.B: für einen scheinfreine Jur schneller umzusetzten , wenn er überhaupt in dieser weise kommt ? wie ist eigentlich der akt stand ??

ein Abschluss auf die schnelle - "in dieser situation natürlich" gibt es aber im moment glaube noch nicht oder ??
pe
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 06 März 2009 - 00:22:45    Titel:

Mein Vorschlag wäre:

Abschaffung Diplomjurist

Mit erfolgreicher Ablegung 1. Staatsexamen => LLB

Zulassungsvoraussetzungen 1. Staatsexamen + Anfertigung Bachelorarbeit => LLB

Zulassung zum 1. Staatsexamen nur nach min. 6 semestrigen Universitätsstudium oder LLB (FH) + universitäre Aufbaustudium bestehend aus den Fortgeschrittenen Übungen.

Zulassung zum Vorbereitungsdienst nur mit 1. Staatsexamen.

Fände das einen sinnvollen Kompromiss. Diejenige die im ersten scheitern können schnell noch einen Abschluss erlangen, Durch das Erfordernis der Bachelorarbeit wird eine gewisse Gerechtigkeit gegenüber den FH-Studenten hergestellt. Den FH-Student wird der Weg zum Volljuristen nicht verstellt. Außerdem denke ich, dass dieses System Europarechtskonform ist.
derjim
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 06:55:01    Titel:

Zitat:

Mit erfolgreicher Ablegung 1. Staatsexamen => LLB


dann lieber in Hagen Cool

ausserdem ist der LLB nunmal ein Uni-Grad, das gibt nur noch mehr Verwirrung. Andere Länder unterscheiden sehr wohl zwischen Bar Exam und LLB .


Zitat:


Zulassung zum 1. Staatsexamen nur nach min. 6 semestrigen Universitätsstudium oder LLB (FH) + universitäre Aufbaustudium bestehend aus den Fortgeschrittenen Übungen.


Schwerpunktstudium net vergesse!
pe
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 12:29:29    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:

ausserdem ist der LLB nunmal ein Uni-Grad, das gibt nur noch mehr Verwirrung. Andere Länder unterscheiden sehr wohl zwischen Bar Exam und LLB .


Ich meinte auch das der von der Uni vergeben wird, so wie momentan das Diplom
Flou
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.03.2007
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 08 März 2009 - 14:21:48    Titel:

Zitat:

Andere Länder unterscheiden sehr wohl zwischen Bar Exam und LLB .


Aber hallo!

Für deinen LLB brauchst du (idealfall) 3 Jahre für ein Barexam in den USA irgendwas um die sieben Jahre (wenns gut läuft)
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> LLB & Anerkennung
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum