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Kassiererin von der Politik entdeckt
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Kassiererin von der Politik entdeckt
 
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perseus
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Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 584
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 10:26:54    Titel:

Und dann lebt diese Frau jetzt von Hartz 4, weil es anscheinend nach einer fristlosen Kündigung kein Arbeitslosengeld gibt. Jaja, 30 Jahre eingezahlt und jetzt so was. Igitigit
Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 10:45:39    Titel:

Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:
@Kotzi:
Daß ich auf Dein unqualifiziertes, dummes Geschwätz nicht weiter eingehe, versteht sich wohl von selbst ...


Schade ich hatte gehofft wir könnten Brieffreunde werden Sad
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 12:38:10    Titel:

Wie wäre es, wenn sich Der_Neugierige erst einmal der Lektüre der Urteilsbegründung oder zumindest der Pressemitteilung des LAZ Berlin vom 24.02.2009 bemüht, bevor er als besserwissender Wohnzimmer-Richter von Gottes Gnaden andere User beschimpft?

Zitat:
Bei der Interessenabwägung sei zwar das Alter der Klägerin und ihre langjährige Beschäftigungszeit zu ihren Gunsten zu berücksichtigen gewesen. Zu ihren Lasten allerdings sei ins Gewicht gefallen, dass sie als Kassiererin unbedingte Zuverlässigkeit und absolute Korrektheit zeigen müsse. Der ihr obliegende Umgang mit Geld, Bons etc. setze absolute Ehrlichkeit voraus, der Arbeitgeber müsse sich bei einer Kassiererin auf diese unabdingbaren Voraussetzungen verlassen können. Insofern könne es auch nicht auf den Wert der entwendeten Ware ankommen, das Eigentum des Arbeitgebers stehe auch nicht für geringe Beträge zur Disposition, und das auch nicht bei längerer Betriebszugehörigkeit. Durch eine entsprechende Tatbegehung einer Kassiererin entstehe ein irreparabler Vertrauensverlust. Das Gericht wies ausdrücklich darauf hin, dass gerade dieser Vertrauensverlust gegenüber der als Kassiererin beschäftigten Klägerin, nicht aber der Wert der Sache (1,30 €) maßgeblicher Kündigungsgrund sei.


Vor allem aber ist dieser Absatz sehr interessant:

Zitat:
Der Vertrauensverlust sei im zu entscheidenden Fall noch nachhaltiger gewesen, weil die Klägerin im Rahmen der Befragungen durch den Arbeitgeber immer wieder falsche Angaben gemacht habe, die sie dann, als sie vom Arbeitgeber widerlegt waren, einfach fallengelassen hat. So habe sie beispielsweise ohne Grund und Rechtfertigung eine Kollegin belastet, die nichts mit der Sache zu tun gehabt hatte.


http://www.berlin.de/sen/arbeit/gerichte/presse/

Wiederholtes Lügen? Die Schuld auf andere schieben? Nach Widerlegung durch Arbeitgeber kamen keine Worte der Reue, ja nicht einmal eine Entschuldigung? Bei dieser kriminellen Energie unterstütze ich das Urteil voll und ganz und gönne der Frau ihren neuen Lebensabschnitt als Hartz-IV-Empfängerin. Ich finde es jedoch traurig, dass in den Massenmedien nicht deutlich darauf hingewiesen wird. So entsteht das falsche Bild einer vermeintlich Unschuldigen, welcher der böse Arbeitgeber Unrechtes getan hat.
Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 12:56:32    Titel:

Was ich allerdings nicht verstehe:
Wieso wird im Urteil vom Eigentum des Supermarktes gesprochen? Ich dachte, die Bons hatte ein Kunde verloren. Die 1,30€ waren also gar nicht Eigentum des Marktes, sondern einer dritten Person.
Schon interessant, wie selbstverständlich sich so ein Supermarkt, als Eigentümer von Pfand betrachtet.

Wie ist es denn, wenn ein anderer Kunde die Bons gefunden und eingelöst hätte, wäre das dann auch Diebstahl gewesen?
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 13:10:41    Titel:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
Wie wäre es, wenn sich Der_Neugierige erst einmal der Lektüre der Urteilsbegründung oder zumindest der Pressemitteilung des LAZ Berlin vom 24.02.2009 bemüht, ...

Mach Dich nicht lächerlich ! Laughing
Das habe ich bereits vorab getan - im Gegensatz zu einigen anderen Diskussionsteilnehmern. Gerade wegen dieses Urteils habe ich ja meine Beiträge geschrieben.
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 13:11:01    Titel:

Würde mich auch mal interessieren, was da nun konkret unterschlagen wurde. Waren das wirklich herrenlose Pfandbons, die quasi jeder, der sie findet, an der Kasse einlösen kann?
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 13:24:51    Titel:

Der Sachverhalt und die ganze Aufregung zeigt etwas ganz anderes.

Erst darf eine Angestellte streiken und den Arbeitgeber massiv schädigen und dann darf der AG der Frau eine Verdachtskündigung wegen einer "Lapalie" aussprechen.

Und die Frau darf dann mit Hartz4 und Prozesskostenbeihilfe bis zum BVerfG für ihr Recht zu Streiken und nicht gefeuert zu werden klagen.

Das ist doch einfach nur krank oder wie Thierse treffend sagt: asozial.

Es ist nicht weit her mit Rechtsprinzipien und sowas nennt sicht das Rechtsstaat und Sozialstaat. Warum nicht Lachstaat, Arschlochstaat oder Bananenstaat?
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 13:25:00    Titel:

Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:

Mach Dich nicht lächerlich ! Laughing
Das habe ich bereits vorab getan - im Gegensatz zu einigen anderen Diskussionsteilnehmern. Gerade wegen dieses Urteils habe ich ja meine Beiträge geschrieben.


Diese Aussage steht im argen Widerspruch zu deinen bisher getätigten Postings. Auf die Verfehlungen der Klägerin, die letztenendes ebenfalls Gewicht in der Urteilsfindung fanden, bist du nicht eingegangen, sondern hast lediglich von "Interessensabwägungen" in Bezug auf das 31-jährige Arbeitsverhältnis und das Vermögensdelikt geschrieben und daraus Vermutungen zu den Motiven des AG angestellt. Damit hast du anders geurteilt als das zuständige Gericht, das zweifellos mit der Sachlage besser vertraut ist als du es bist. Du verzeihst, wenn ich der Kompetenz den Vortritt lasse und dem Gericht mehr Glauben schenke als dir.

Wie dem auch sei, auch ohne die kriminelle Energie der Klägerin würde ich das Urteil für richtig befinden, immerhin spiegelt es die gängige Rechtsprechung im Arbeitsrecht wider. Da gab es bereits weitaus absurdere rechtskräftige Urteile, so z.B. die Ablehnung der Klage einer Putzfrau, der fristlos gekündigt wurde, weil sie ein auf dem Tisch stehendes (und bereits angefangenes!) Getränk zu sich genommen hatte.
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 13:30:20    Titel:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Bei der Interessenabwägung sei zwar das Alter der Klägerin und ihre langjährige Beschäftigungszeit zu ihren Gunsten zu berücksichtigen gewesen. Zu ihren Lasten allerdings sei ins Gewicht gefallen, dass sie als Kassiererin unbedingte Zuverlässigkeit und absolute Korrektheit zeigen müsse. Der ihr obliegende Umgang mit Geld, Bons etc. setze absolute Ehrlichkeit voraus, der Arbeitgeber müsse sich bei einer Kassiererin auf diese unabdingbaren Voraussetzungen verlassen können.

„unbedingte Zuverlässigkeit“, „absolute Korrektheit“ und „absolute Ehrlichkeit“ war es nicht immer so, dass nur der Kommunismus solche überzogenen Ansprüche an die Menschen stellt? Laughing

Naja, wer seinen Angestellten so wenig zahlt, dass sie sich sogar nach Pfand-bons bücken ... Auch Zuverlässigkeit, Korrektheit und Ehrlichkeit haben ihren Preis, die Absolutvarianten kosten dann noch mal extra. Smile
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2009 - 13:32:58    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Was ich allerdings nicht verstehe:
Wieso wird im Urteil vom Eigentum des Supermarktes gesprochen? Ich dachte, die Bons hatte ein Kunde verloren. Die 1,30€ waren also gar nicht Eigentum des Marktes, sondern einer dritten Person.
Schon interessant, wie selbstverständlich sich so ein Supermarkt, als Eigentümer von Pfand betrachtet.

Wie ist es denn, wenn ein anderer Kunde die Bons gefunden und eingelöst hätte, wäre das dann auch Diebstahl gewesen?

Diebstahl liegt sowieso nicht vor, da hier weder die Kassiererin noch ein eventueller anderer Kunde dem Eigentümer - demjenigen, dem der Pfandbon gehört und der ihn verloren hat - etwas "weggenommen" hat. Der Pfandbon wurde ja verloren. Der Eigentümer bleibt natürlich auch Eigentümer des Pfandbons, nachdem er ihn verloren hat.

Die Kassiererin hätte nur den Pfandbon nicht einlösen und das Geld (des Supermarktes, ihres Arbeitgebers) dafür für sich behalten dürfen. Darin liegt die Unterschlagung.

Irgendwelche esoterischen Fähigkeiten, wie "kriminelle Energie" oder so (wird von HigherConsciousness behauptet), kann ich dabei nicht erkennen. Das Gericht übrigens auch nicht.
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